Alexander Kiechle, Thomas Kiechle © Nasser Hashemi
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Thoma Kiechle, Sylvia Schramm-Heilfort, Timo Rößner © Nasser Hashemi
Thoma Kiechle, Sylvia Schramm-Heilfort, Timo Rößner © Nasser Hashemi
vorn: Thomas Kiechle, hinten: Tea Trifković, Konrad Furian, Anna Matrenina, Felix Rohleder, Mitglieder der Statisterie © Nasser Hashemi
vorn: Thomas Kiechle, hinten: Tea Trifković, Konrad Furian, Anna Matrenina, Felix Rohleder, Mitglieder der Statisterie © Nasser Hashemi
Rolf Germeroth © Nasser Hashemi
Rolf Germeroth © Nasser Hashemi
Thomas Kiechle, Alexander Kiechle, Sylvia Schramm-Heilfort, Timo Rößner © Nasser Hashemi
Thomas Kiechle, Alexander Kiechle, Sylvia Schramm-Heilfort, Timo Rößner © Nasser Hashemi
Alexander Kiechle, Timo Rößner © Nasser Hashemi
Alexander Kiechle, Timo Rößner © Nasser Hashemi
Alexander Kiechle, Marie Hänsel, Anna Matrenina, Tea Trifković © Nasser Hashemi
Alexander Kiechle, Marie Hänsel, Anna Matrenina, Tea Trifković © Nasser Hashemi
Marie Hänsel © Nasser Hashemi
Marie Hänsel © Nasser Hashemi
Rolf Germeroth, Tatiana Larina © Nasser Hashemi
Rolf Germeroth, Tatiana Larina © Nasser Hashemi
Tatiana Larina, Rolf Germeroth © Nasser Hashemi
Tatiana Larina, Rolf Germeroth © Nasser Hashemi
Tatiana Larina © Nasser Hashemi
Tatiana Larina © Nasser Hashemi
Timo Rößner, Sylvia Schramm-Heilfort, Marie Hänsel © Nasser Hashemi
Timo Rößner, Sylvia Schramm-Heilfort, Marie Hänsel © Nasser Hashemi
Alexander Kiechle, Sylvia Schramm-Heilfort © Nasser Hashemi
Alexander Kiechle, Sylvia Schramm-Heilfort © Nasser Hashemi
Thomas Kiechle, Tatiana Larina, Maire Hänsel, Timo Rößner © Nasser Hashemi
Thomas Kiechle, Tatiana Larina, Maire Hänsel, Timo Rößner © Nasser Hashemi
Sylvia Schramm-Heilfort, Marie Hänsel, Alexander Kiechle, Thomas Kiechle © Nasser Hashemi
Sylvia Schramm-Heilfort, Marie Hänsel, Alexander Kiechle, Thomas Kiechle © Nasser Hashemi
Sylvia Schramm-Heilfort, Tatiana Larina, Thomas Kiechle, Timo Rößner, Marie Hänsel © Nasser Hashemi
Sylvia Schramm-Heilfort, Tatiana Larina, Thomas Kiechle, Timo Rößner, Marie Hänsel © Nasser Hashemi
Alexander Kiechle, Tatiana Larina, Thomas Kiechle, Rolf Germeroth, Timo Rößner, Marie Hänsel © Nasser Hashemi
Alexander Kiechle, Tatiana Larina, Thomas Kiechle, Rolf Germeroth, Timo Rößner, Marie Hänsel © Nasser Hashemi
 
Fr
04.
Februar
Oper

Die Entführung aus dem Serail

Singspiel in drei Aufzügen von Wolfgang Amadeus Mozart
Libretto von Johann Gottlieb Stephanie d. J.
nach einem Libretto von Christoph Friedrich Bretzner

Auf dem Anwesen des osmanischen Statthalters Bassa Selim: Drei Europäer, Konstanze, Blonde und Pedrillo, wurden hierhin als Sklaven verkauft. In der Hoffnung auf Befreiung durch ihren Verlobten Belmonte widersteht Konstanze dem Werben des Bassa, der entschlossen ist, sie notfalls auch mit Gewalt zur Frau zu nehmen. Sein Palastaufseher Osmin würde Blonde gern dem Pedrillo abspenstig machen, doch weiß sich die selbstbewusste Engländerin zu wehren. Als Belmonte tatsächlich eintrifft und sein Schiff bereitliegt, ist die Stunde der Rettung nah. Doch die Entführung misslingt und so haben die Europäer den Tod zu erwarten. Während Osmin schon in Gewaltfantasien über die verhassten Gefangenen triumphiert, schenkt Selim ihnen überraschend das Leben und die Freiheit.

„Türkische Musik“ und Arien von empfindsamer Liebe – „barbarischer“ Orient und „aufgeklärter“ Okzident – zugleich Charaktere von menschlicher Tiefe und eine Schlusswendung, die alle klischeehaften Zuschreibungen zu widerlegen scheint: Die Entführung aus dem Serail vereint geradezu einander widersprechende Haltungen Europas zum Orient. Genau dieses unabgeschlossene Verhältnis macht sie auch 240 Jahre nach der Uraufführung so spannend.

Während das Werk heute als Inbegriff des Deutschen Singspiels gilt, sprengte es in den Augen der Zeitgenossen die Grenzen dieser Gattung. Mozart ließ sich von seinem Verständnis der Musik als Stoff dramatischer Entwicklung und psychologischer Menschendarstellung leiten. So vertonte er weit mehr, als die literarische Vorlage vorsah. In einer Lebensphase entschiedener Emanzipation vom Vater und des endgültigen Abschieds aus dem Salzburger Dienst gelang ihm ein überwältigender Erfolg und seine zu Lebzeiten populärste Oper. Schauspieltruppen im gesamten deutschsprachigen Raum nahmen das neue Stück schnell in ihr Repertoire auf, so dass selbst der Weimarer Theaterdirektor Goethe konstatieren musste, dass seine eigenen Bemühungen um das Deutsche Singspiel nun keine Chance mehr hatten, denn „die Entführung schlug alles nieder“.

Regisseur Johannes Pölzgutter, der gemeinsam mit Bühnenbildner Nikolaus Webern und Kostümbildnerin Janina Ammon bereits 2018 Die Fledermaus mit viel Verve auf die Bühne der Oper Chemnitz brachte, greift die Klischees der Vorlage ironisch und spielerisch auf. Er stellt Mozarts Charaktere in eine Märchenwelt aus 1001 Nacht, die er aber zusehends ins Wanken geraten lässt.

Fr, 04. Februar | 19:00 Uhr
Preis: 15,00 bis 40,00 €
 

Weitere Termine

04.03.2022 Freitag 19:00 Uhr    
Opernhaus - Saal
12.03.2022 Samstag 19:00 Uhr    
Opernhaus - Saal
Bassa Selim Rolf Germeroth
Konstanze, Geliebte des Belmonte Tatiana Larina
Blonde, englische Zofe der Konstanze Marie Hänsel
Belmonte, spanischer Edelmann Thomas Kiechle
Philipp Kapeller (21.11.2021)
Pedrillo, Bedienter Belmontes Timo Rößner
Osmin, Aufseher über das Landhaus des Bassa Alexander Kiechle
Erzählerin Sylvia Schramm-Heilfort
Quartett Tea Trifković (Sopran)
Konrad Furian (Tenor)
Anna Matrenina (Mezzosopran)
Felix Rohleder (Bass)
Chor der Oper Chemnitz
Damen und Herren der Statisterie
Robert-Schumann-Philharmonie
Spielort:Opernhaus - Saal
Dauer:2 h 50 min
Spielpause:eine Pause
Einführung:30 min vor Beginn jeder Vorstellung
Altersempfehlung:ab 14 Jahren
Premiere:13.11.2021

In der Schwebe

[…] Den Orient spiegelt die Inszenierung mit Halbmonden, Kuppeln und Ornamenten in Scherenschnittfilmen, die in eine Bühne auf der Bühne projiziert werden und mit den Schatten der Figuren verschmelzen. [...] Im zweiten Akt beginnen die Figuren dann, ihren Scherenschnittraum zu verlassen. Beim Übertreten dieses Grenzbereiches gewinnen sie an Farbe und beginnen zu diskutieren – bis die Rollen im dritten Akt aufbrechen und Personen real werden. […] Vor allem die Perspektivänderung der Figuren gelingt. […] So hat der Regisseur ein Spiel im Spiel gestrickt, selbst die Erzählerin wird zur Akteurin, die Balance zwischen gesprochenen und gesungenen Texten wie im Maß der Überzeichnung hält das Stück in der Schwebe. […] Tatiana Larina als Konstanze und Thomas Kiechle Belmonte brauchten anfangs etwas, um sich mühelos in die Koloraturen zu werfen und heldisch zu strahlen, fanden aber besser und besser in ihre Rollen. Marie Hänsel begeisterte als Blonde mit Spielwitz und lyrisch-lebendigem Sopran – ohnehin ist ihre Rolle ein Wirbelwind. Ihr stand mit Timo Rößner (Pedrillo) ein ebenbürtiger Partner mit leichtem, beweglichem Tenor gegenüber. Alexander Kiechle war als Osmin eine Schau, schon seines Kostüms wegen, mit dem er mehrfach Camouflage spielte. […] Guillermo García Calvo entfachte Mozarts Janitscharenmusik aufs köstlichste und sorgte für einen silbrigen Melodiefluss. […]

Wolfram Quellmalz | Freie Presse | 15.11.2021

Eine Opern-„Entführung“ in den Orient – oh, dieser Mozart!

[…] Begleitet von der seelen-orientalisch bunten Ouvertüre sehen wir das Schiff der Heldenpaare schwankend auf hoher See, den Angriff und raschen Sieg der Piraten, die nur den Belmonte mit seinem schmucken Dreispitz zurücklassen, um die weibliche Beute im blühenden und entferntesten Osten sogleich als Sklaven einzupflegen. Aber es kommt noch schöner: Als die Figuren leibhaftig auftreten und ihren Gesang anstimmen, da spielen auch sie als Schattenrisse vor weißem Hintergrund, die Guten weiterhin bis in die Fingerhaltung grazil wie das luftigste Schattenrisspapier und ein Böser wie der wütige Sklavenaufseher Osmin mit den aufgeplustert plumpesten aller Pumphosen, die je an einem Türken-im-Geist auf und ab federn durften. Schöner kann es nicht sein. […]

Eske Bockelmann | KIOSK Chemnitz | 22.11.2021
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