© Nasser Hashemi
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So
23.
Januar
Philharmonie
3. Kammermusikabend

Damase | Berthomieu | Glière | Mendelssohn Bartholdy

mit Musiker:innen der Robert-Schumann-Philharmonie
und Julian Riem am Klavier

Zum Auftakt dieses Kammermusikabends erklingt das Quartett für vier Flöten von Jean-Michel Damase. Geboren 1928 in Bordeaux, erhielt er seine erste musikalische Ausbildung bereits im Alter von fünf Jahren und begann vier Jahre später auch zu komponieren. Er vervollkommnete seine Fähigkeiten u. a. am berühmten Pariser Konservatorium. Als Konzertpianist bereiste er erfolgreich die ganze Welt. Sein umfangreiches kompositorisches Werk, das parallel zu seiner Pianistenkarriere entstand, umfasst inzwischen Opern, Ballette und Filmmusiken, Kammermusik, Instrumentalkonzerte, Stücke für Soloinstrumente sowie Vokalmusik. Diesem spätimpressionistischen Werk voller Anmut und glänzendem Witz folgt das Flötenquartett Arcadie des französischen Komponisten Marc Berthomieu. 1906 in Marseille geboren, studierte er am berühmten Conservatoire de Paris. Sein dem Neoklassizismus verpflichtetes Œuvre umfasst Bühnenwerke, Kammermusik und Lieder. Das Flötenquartett entführt das Publikum nach Arkadien, wo in den einzelnen Sätzen Schafhirten, eine magische Syrinx und die Dryaden besungen werden.

Reinhold Glière wurde 1875 in Kiew als Sohn eines deutschen Blasinstrumentenmachers und einer Polin geboren. Als Komponist stand er in der russischen Tradition des 19. Jahrhunderts. Er begeisterte sich für Volksmusik und hatte eine Vorliebe für üppige Klangfarben. Die Duos op. 53 entstanden 1911 während seiner Lehrtätigkeit am Moskauer Gnessin-Institut und sind seinem Professoren-Kollegen Rudolf Ehrlich gewidmet. Es sind zehn höchst attraktive Vortragsstücke, die von Glières melodischer Erfindungsgabe und seinem ausgeprägten dramaturgischen Gespür zeugen.

Felix Mendelssohn Bartholdy wuchs in einer reichen Bankiersfamilie auf, die auf die musikalische Ausbildung der Kinder großen Wert legte. Felix fiel als Neunjähriger durch seine außergewöhnliche pianistische Begabung und wenig später durch für sein Alter erstaunlich komplizierte Kompositionen auf. Sein zweites Klavierquartett schrieb er 1823 mit 14 Jahren. Die Schriftstellerin Adele Schopenhauer fasste das Wesen des Heranwachsenden in folgende Worte: „Er vereint zwei seltsame Naturen in sich: die eines wilden, fröhlichen Knaben und die eines schon reifen Künstlers, der mit Bedacht Fugen, Opern, Quatuors schreibt und gründlich das seine gelernt hat.“

 

Jean-Michel Damase
Quartett für vier Flöten

Marc Berthomieu
Arcadie
Quartett für vier Flöten

Reinhold Glière
Zehn Duos op. 53 für zwei Violoncelli

Felix Mendelssohn Bartholdy
Klavierquartett f-Moll op. 2

So, 23. Januar | 18:00 Uhr
Preis: 18,00 €
 
Flöte Tomasz Sierant
Flöte Ulrike Rusetzky
Flöte Sabine Bruder
Flöte Sarah Pascher
Violoncello Rolf Müller
Violoncello Julia Flögel
Violine Katarzyna Radomska
Viola Ulla Walenta
Violoncello Thomas Bruder
Klavier Julian Riem
Spielort:Hotel Chemnitzer Hof - Straumer Saal
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