© Anoush Abrar
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© Marc Ginot
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Mi
16.
März
Philharmonie
6. Sinfoniekonzert

Bartók | Bruch | Brahms

mit der Solistin Alexandra Conunova

Der US-amerikanische Dirigent Lawrence Foster präsentiert in diesem Konzert drei Werke, die im Dialog mit musikalischen Traditionen unterschiedliche Wege beschreiten. Die Rumänischen Volkstänze verdanken ihre Entstehung Béla Bartóks langjähriger Beschäftigung mit „Volksmusik“ aus dem heutigen Ungarn und Rumänien. Ihre sieben kurzen Sätze verarbeiten Tänze aus Siebenbürgen zu einem farbenreichen Instrumentalsatz. Dabei entfalten die archaisch anmutenden Weisen eine exotische und geradezu moderne Wirkung.

Während Bartók die „Volkskultur“ als Quelle musikalischer Erneuerung nutzte, hielt Max Bruch zeitlebens an klassizistischem Wohlklang nach dem Vorbild Mendelssohns fest. (Kollegen wie Wagner, Richard Strauss oder Strawinsky revolutionierten zur selben Zeit die Welt der Musik.) So ist auch Bruchs Verarbeitung schottischer Volkslieder in seinem op. 46 idealisierter Schönheit verpflichtet. Hier wechselt romantisch-lyrische Kantilene mit Dudelsack-Anklängen und einem heroischen Gesang. Auf raffinierte Weise fügen sich der Lieder-Stoff und die Anlage eines höchst anspruchsvollen Violinkonzerts zur Einheit. Mit Anna Conunova wurde eine brillante Interpretin dieses Werkes gewonnen. Ihr Spiel verbindet Virtuosität, warmen Ton und beeindruckenden Farbenreichtum.

Johannes Brahms‘ Sinfonie Nr. 3 wiederum steht für eine Episode leidenschaftlichen Streitens um Tradition und Innovation. Anhänger Wagners und Bruckners machten die Uraufführung 1883 zur Protestkundgebung gegen die klassische Form und Besetzung, an der Brahms festhielt. Dass der als betulich-konservativ geschmähte Komponist auf seine Weise ein faszinierendes Werk erschaffen hatte, welches von beständigem Umschlagen zwischen enthusiastischem Aufschwung und Vergehen in Melancholie zu erzählen weiß, dürfte den lautstarken Fürsprechern seiner „neudeutschen“ Berufskollegen allerdings entgangen sein.

 

Béla Bartók
Rumänische Volkstänze für kleines Orchester

Max Bruch
Schottische Fantasie für Violine und Orchester op. 46

Johannes Brahms
Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90

Mi, 16. März | 19:00 Uhr
Preis: 15,00 bis 31,00 €
 

Weitere Termine

17.03.2022 Donnerstag 19:00 Uhr    
Stadthalle - Saal
Violine Alexandra Conunova
Dirigent Lawrence Foster
Robert-Schumann-Philharmonie
Spielort:Stadthalle - Saal
Einführung:Einführung 45 min vor Konzertbeginn
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