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Amphitryon

Göttliche Komödie von Molière
Bearbeitung von Wolfgang Kraus

26.
Okt
Mittwoch
5 weitere Termine
 
 

Wer bin ich? Ich muss doch schließlich auch was sein.

Was wäre, wenn … Sie gar nicht Sie wären? Angenommen Sie kommen nach Hause, nach langer Reise, und eine Kopie Ihrer Selbst tritt aus dem Schlafzimmer. Bis auf das Haar gleicht der Andere Ihnen und er behauptet felsenfest Sie zu sein. Verwirrt ist auch Ihre Frau, war die vergangene Nacht doch einfach zu schön, um wahr zu sein. Anstelle von Liebesschwüren will sie nun wissen, wen Sie hier eigentlich zum Narren halten. Auch die herbeigeholten Zeugen sind so von Ihrem Doppelgänger angetan, dass sie nicht mehr unterscheiden können, wer denn nun das Original und wer die Kopie ist. Schließlich wissen Sie es selbst nicht mehr sicher und im dichten Nebel aus Verwirrung, Unterstellung und Beleidigung stellt sich die Frage: Sind wir so unverwechselbar, wie wir immer meinen? Wer ist jetzt eigentlich wer und was ist hier eigentlich los?

Die Antwort ist göttlich banal: Jupiter selbst schlüpfte in die Rolle des thebanischen Feldherrn Amphitryon, um in dessen Abwesenheit seine Frau Alkmene zu verführen. Mit seinem getreuen Diener Merkur, die Flügelchen am Schuh, spielen die beiden mit den Menschen ein Spiel – um Macht, Lust und dem was man tut, indem man die Macht hat es zu tun.

1668 in Paris uraufgeführt ist Amphitryon eine rasante Verwirr- und Verwechslungskomödie, welche im Spiel um Sein und Schein zeigt, welch existenzielle Not entsteht, wenn die eigene Identität erschüttert wird. Es ist das einzige Stück des großen Molières, welches einen Stoff der antiken Mythologie zur Grundlage hat.

 
26.
Okt
Mittwoch
 

Weitere Termine

Donnerstag, 08. Dezember 2022
20.00 Uhr
Freitag, 09. Dezember 2022
20.00 Uhr
Donnerstag, 29. Dezember 2022
20.00 Uhr
Sonntag, 22. Januar 2023
19.00 Uhr
Sonntag, 12. Februar 2023
19.00 Uhr
 
Bühne und Kostüme
Dramaturgie
Amphitryon
Cleanthis/Nacht
Argatiphontidas
Eva Kristina Stempel *
* Studierende der Zürcher Hochschule der Künste
 
Dauer
1 h 10 min
Spielpause
keine Pause
Altersempfehlung
ab 14 Jahren
Premiere
25.03.2022
Wiederaufnahme
15.09.2022
 

Stimmen

Lachen auch nach mehr als 350 Jahren

Maurice Querner | Freie Presse | 29.03.2022

Nicolas Charaux inszeniert mit ‚Amphitryon‘ auf der Bühne des Chemnitzer Ostflügels ein rasantes und zudem extrem lustiges Verwechslungs- und Verwirrspiel. (…) Und Albert Frühstück ist für das Bühnenbild, das nur aus der Plüschwand bestand, verantwortlich. Minimalistisch kann man dies aber nicht nennen, dafür fällt das blaue Wollwand-Ungetüm fiel zu opulent aus. (…)
In der Inszenierung von Charaux sehen sich Plagiat und Original übrigens kein bisschen ähnlich, und trotzdem beginnt auf der kleinen Bühne im Spinnbau ein rasantes Verwechslungs- und Verwirrspiel, in dem die Schauspielerinnen und Schauspieler geradezu ungehemmt ihre komischen Talente zum Besten geben dürfen. Und das gelingt ihnen ausgesprochen gut – mit herrlichem Geschrei, Geräuschen und Grimassen. (…)
Wenn nach nur 70 Minuten das Stück endet, bleibt bei den meisten Zuschauern wohl ein Grinsen im Gesicht – noch einmal 70 Minuten lang, mindestens.

Andreas Herrmann | Dresdner Neueste Nachrichten | 06.04.2022

(…) Durchgängig faszinierend gelang ‚Amphitryon‘ nach Molière, in der drei Studenten des Schauspielstudios in einem hochkonzentrierten Oktett zum Einsatz kamen. Die göttliche Komödie, der einzige Ausflug des Versailler Hofpoeten ins antike Griechenland, inszenierte Nicolas Charaux in den grellen Kostümen von Ali Frühstück. Der Feldherr und seine Frau Alkmene, gespielt von Sven Zinkan und Lisanne Hirzel, werden nach dem Sieg auf dem Schlachtfeld vom lüsternen Jupiter und dessen garstigen Diener Merkur düpiert, weil die Welt einen Herkules braucht - je stärker die Orgasmen, desto größer die Helden, die erwachsen. Da können die armen menschlichen Hofdiener - Magda Decker und René Rainer Schmidt als Cleanthis und Sosias – nicht schützend gegenhalten. Zumal Jupiter und Merkur als perfektes Abbild von Amphitryon und Sosias agieren. Original oder Kopie ist hier die Frage von Schein oder Nichtsein – und wird göttlich entschieden. (…)

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