Maximilian Schaible, Magda Decker © Dieter Wuschanski
Maximilian Schaible, Magda Decker © Dieter Wuschanski
René Rainer Schmidt © Dieter Wuschanski
René Rainer Schmidt © Dieter Wuschanski
René Rainer Schmidt, Maximilian Schaible © Dieter Wuschanski
René Rainer Schmidt, Maximilian Schaible © Dieter Wuschanski
Lisanne Hirzel © Dieter Wuschanski
Lisanne Hirzel © Dieter Wuschanski
Konstantin Weber © Dieter Wuschanski
Konstantin Weber © Dieter Wuschanski
Sven Zinkan, René Rainer Schmidt © Dieter Wuschanski
Sven Zinkan, René Rainer Schmidt © Dieter Wuschanski
Magda Decker, Lisanne Hirzel, Sven Zinkan © Dieter Wuschanski
Magda Decker, Lisanne Hirzel, Sven Zinkan © Dieter Wuschanski
Magda Decker, Lisanne Hirzel © Dieter Wuschanski
Magda Decker, Lisanne Hirzel © Dieter Wuschanski
Magda Decker (Cleanthis), René Rainer Schmidt © Dieter Wuschanski
Magda Decker (Cleanthis), René Rainer Schmidt © Dieter Wuschanski
Konstantin Weber, Lisanne Hirzel © Dieter Wuschanski
Konstantin Weber, Lisanne Hirzel © Dieter Wuschanski
Aline Beetschen, Edith Kaupp Rivadeneira, Lisanne Hirzel, Sven Zinkan © Dieter Wuschanski
Aline Beetschen, Edith Kaupp Rivadeneira, Lisanne Hirzel, Sven Zinkan © Dieter Wuschanski
Aline Beetschen, Sven Zinkan, Edith Kaupp Rivadeneira © Dieter Wuschanski
Aline Beetschen, Sven Zinkan, Edith Kaupp Rivadeneira © Dieter Wuschanski
René Rainer Schmidt, Lisanne Hirzel, Sven Zinkan © Dieter Wuschanski
René Rainer Schmidt, Lisanne Hirzel, Sven Zinkan © Dieter Wuschanski
Magda Decker, René Rainer Schmidt, Lisanne Hirzel, Sven Zinkan © Dieter Wuschanski
Magda Decker, René Rainer Schmidt, Lisanne Hirzel, Sven Zinkan © Dieter Wuschanski
Ensemble © Dieter Wuschanski
Ensemble © Dieter Wuschanski

Amphitryon

Göttliche Komödie von Molière
Bearbeitung von Wolfgang Kraus

Wer bin ich? Ich muss doch schließlich auch was sein.

Was wäre, wenn … Sie gar nicht Sie wären? Angenommen Sie kommen nach Hause, nach langer Reise, und eine Kopie Ihrer Selbst tritt aus dem Schlafzimmer. Bis auf das Haar gleicht der Andere Ihnen und er behauptet felsenfest Sie zu sein. Verwirrt ist auch Ihre Frau, war die vergangene Nacht doch einfach zu schön, um wahr zu sein. Anstelle von Liebesschwüren will sie nun wissen, wen Sie hier eigentlich zum Narren halten. Auch die herbeigeholten Zeugen sind so von Ihrem Doppelgänger angetan, dass sie nicht mehr unterscheiden können, wer denn nun das Original und wer die Kopie ist. Schließlich wissen Sie es selbst nicht mehr sicher und im dichten Nebel aus Verwirrung, Unterstellung und Beleidigung stellt sich die Frage: Sind wir so unverwechselbar, wie wir immer meinen? Wer ist jetzt eigentlich wer und was ist hier eigentlich los?

Die Antwort ist göttlich banal: Jupiter selbst schlüpfte in die Rolle des thebanischen Feldherrn Amphitryon, um in dessen Abwesenheit seine Frau Alkmene zu verführen. Mit seinem getreuen Diener Merkur, die Flügelchen am Schuh, spielen die beiden mit den Menschen ein Spiel – um Macht, Lust und dem was man tut, indem man die Macht hat es zu tun.

1668 in Paris uraufgeführt ist Amphitryon eine rasante Verwirr- und Verwechslungskomödie, welche im Spiel um Sein und Schein zeigt, welch existenzielle Not entsteht, wenn die eigene Identität erschüttert wird. Es ist das einzige Stück des großen Molières, welches einen Stoff der antiken Mythologie zur Grundlage hat.

Regie Nicolas Charaux
Bühne und Kostüme Ali Frühstück
Dramaturgie Stefanie Esser
Amphitryon Sven Zinkan
Alkmene Lisanne Hirzel
Jupiter Konstantin Weber
Sosias René Rainer Schmidt
Cleanthis/Nacht Magda Decker
Merkur Maximilian Schaible *
Argatiphontidas Aline Beetschen *
Polides Edith Kaupp Rivadeneira *
*Schauspielstudio Chemnitz
Dauer:1 h 10 min
Spielpause:keine Pause
Altersempfehlung:ab 14 Jahren
Premiere:25.03.2022

Lachen auch nach mehr als 350 Jahren

Nicolas Charaux inszeniert mit ‚Amphitryon‘ auf der Bühne des Chemnitzer Ostflügels ein rasantes und zudem extrem lustiges Verwechslungs- und Verwirrspiel. (…) Und Albert Frühstück ist für das Bühnenbild, das nur aus der Plüschwand bestand, verantwortlich. Minimalistisch kann man dies aber nicht nennen, dafür fällt das blaue Wollwand-Ungetüm fiel zu opulent aus. (…)
In der Inszenierung von Charaux sehen sich Plagiat und Original übrigens kein bisschen ähnlich, und trotzdem beginnt auf der kleinen Bühne im Spinnbau ein rasantes Verwechslungs- und Verwirrspiel, in dem die Schauspielerinnen und Schauspieler geradezu ungehemmt ihre komischen Talente zum Besten geben dürfen. Und das gelingt ihnen ausgesprochen gut – mit herrlichem Geschrei, Geräuschen und Grimassen. (…)
Wenn nach nur 70 Minuten das Stück endet, bleibt bei den meisten Zuschauern wohl ein Grinsen im Gesicht – noch einmal 70 Minuten lang, mindestens.

Maurice Querner | Freie Presse | 29.03.2022

(…) Durchgängig faszinierend gelang ‚Amphitryon‘ nach Molière, in der drei Studenten des Schauspielstudios in einem hochkonzentrierten Oktett zum Einsatz kamen. Die göttliche Komödie, der einzige Ausflug des Versailler Hofpoeten ins antike Griechenland, inszenierte Nicolas Charaux in den grellen Kostümen von Ali Frühstück. Der Feldherr und seine Frau Alkmene, gespielt von Sven Zinkan und Lisanne Hirzel, werden nach dem Sieg auf dem Schlachtfeld vom lüsternen Jupiter und dessen garstigen Diener Merkur düpiert, weil die Welt einen Herkules braucht - je stärker die Orgasmen, desto größer die Helden, die erwachsen. Da können die armen menschlichen Hofdiener - Magda Decker und René Rainer Schmidt als Cleanthis und Sosias – nicht schützend gegenhalten. Zumal Jupiter und Merkur als perfektes Abbild von Amphitryon und Sosias agieren. Original oder Kopie ist hier die Frage von Schein oder Nichtsein – und wird göttlich entschieden. (…)

Andreas Herrmann | Dresdner Neueste Nachrichten | 06.04.2022
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