Philipp von Schön-Angerer, Marius Marx © Dieter Wuschanski
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Christian Ruth, Marius Marx © Dieter Wuschanski
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© Dieter Wuschanski
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Philipp von Schön-Angerer, Marius Marx © Dieter Wuschanski
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Marius Marx, Christian Ruth © Dieter Wuschanski
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Philipp von Schön-Angerer, Marius Marx, Philipp Otto © Dieter Wuschanski
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Marius Marx, Konstantin Weber © Dieter Wuschanski
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Philipp Otto © Dieter Wuschanski
Philipp Otto © Dieter Wuschanski
Christian Ruth, Marius Marx © Dieter Wuschanski
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Konstantin Weber, Andreas Manz-Kozár, Katka Kurze, Philipp von Schön-Angerer, Philipp Otto © Dieter Wuschanski
Konstantin Weber, Andreas Manz-Kozár, Katka Kurze, Philipp von Schön-Angerer, Philipp Otto © Dieter Wuschanski
Katka Kurze, Philipp von Schön-Angerer © Dieter Wuschanski
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Konstantin Weber, Philipp Otto, Christian Ruth, Philipp von Schön-Angerer © Dieter Wuschanski
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Marius Marx, Philipp von Schön-Angerer © Dieter Wuschanski
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Marius Marx, Philipp Otto © Dieter Wuschanski
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Marius Marx, Christian Ruth © Dieter Wuschanski
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Christian Ruth, Marius Marx © Dieter Wuschanski
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Christian Ruth, Katka Kurze © Dieter Wuschanski
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Marius Marx, Christian Ruth, Andreas Manz-Kozár © Dieter Wuschanski
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Philipp von Schön-Angerer, Philipp Otto, Marius Marx © Dieter Wuschanski
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Marius Marx, Christian Ruth © Dieter Wuschanski
Marius Marx, Christian Ruth © Dieter Wuschanski
Philipp Otto, Christian Ruth, Philipp von Schön-Angerer, Marius Marx © Dieter Wuschanski
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Andreas Manz-Kozár, Marius Marx © Dieter Wuschanski
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Marius Marx, Philipp Otto, Christian Ruth, Philipp von Schön-Angerer © Dieter Wuschanski
Marius Marx, Philipp Otto, Christian Ruth, Philipp von Schön-Angerer © Dieter Wuschanski
Philipp von Schön-Angerer, Katka Kurze, Marius Marx © Dieter Wuschanski
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Philipp von Schön-Angerer © Dieter Wuschanski
Philipp von Schön-Angerer © Dieter Wuschanski
Christian Ruth, Wolfgang Adam, Konstantin Weber, Kollegen der Technik © Dieter Wuschanski
Christian Ruth, Wolfgang Adam, Konstantin Weber, Kollegen der Technik © Dieter Wuschanski
Christian Ruth, Marius Marx © Dieter Wuschanski
Christian Ruth, Marius Marx © Dieter Wuschanski
Katka Kurze, Philipp von Schön-Angerer © Dieter Wuschanski
Katka Kurze, Philipp von Schön-Angerer © Dieter Wuschanski
 
Fr
05.
November
Schauspiel
Kein Schlussstrich!

Adams Äpfel

Rabenschwarze Komödie von Anders Thomas Jensen
Deutsch von Beate Klöckner
Bühnenfassung von K. D. Schmidt nach dem gleichnamigen Film

Obwohl ihm das Leben einiges abverlangt, hält Ivan bis zur totalen Selbstverleugnung am Guten im Menschen fest. In seiner winzigen Pfarrei versucht er, Strafgefangene zu resozialisieren. Da sind zunächst der arabische Tankstellenräuber Khalid und der fette Alkoholiker Gunnar, der sich für Frauen in besonderer Weise interessiert. Der Neonazi Adam wird der dritte Zögling. Ivan fordert ihn in einem ersten Gespräch auf, sich eine Aufgabe zu suchen. Adams Antwort: „Apfelkuchen. Mein Ziel ist ein riesiger Apfelkuchen.“ Wider Erwarten wird dies für ihn zur alles entscheidenden Herausforderung im Ringen mit Ivan. Denn neben kleineren und größeren Katastrophen, wie Gunnars Liebe zur Kleptomanie und Khalids schießfreudigem Verhalten gegenüber multinationalen Konzernen, erschweren Krähen und Maden, Katzen und Nazis das Reifen der Früchte des alten Apfelbaumes im Kirchgarten. Als schließlich ein Gewitter über die Gemeinde hereinbricht, droht nicht nur der Apfelbaum in Rauch aufzugehen, sondern auch Ivan – erschöpft von den ständigen Provokationen Adams – seinem Glauben zu entsagen. Langsam erkennt Adam die Bedeutung des Apfelkuchens.

Der Film Adams Äpfel des dänischen Regisseurs und Drehbuchautors Anders Thomas Jensen gewann nach seinem Erscheinen 2005 eine Reihe von Preisen. Film wie Theaterstück bewegen sich mit widersprüchlichen Figuren an den dunklen Rändern des Humors. Fulminant prallen zwei Ideologien aufeinander, arbeiten sich aneinander ab, ohne aber am Ende ins Leer zu laufen. Was wäre die Welt ohne den immerwährenden Versuch, um Mitmenschlichkeit zu ringen? – Carsten Knödler nutzt die  schnellen Schnitte der Theaterfassung mit leichter Hand, um die abrupten Wechsel zwischen Bestürzung und befreiendem Lachen, Sarkasmus und Mitgefühl herauszuarbeiten.

Fr, 05. November | 19:30 Uhr
 
Ivan Christian Ruth
Adam Marius Marx
Gunnar Philipp von Schön-Angerer
Khalid Philipp Otto
Sarah Katka Kurze
Poul, Esben Wolfgang Adam
Kolberg, Jorgen Andreas Manz-Kozár
Christoffer, Holger Konstantin Weber
Gruppe Nazis Kollegen der Technik
Spielort:Schauspielhaus - Große Bühne
Dauer:2 h
Spielpause:eine Pause
Altersempfehlung:ab 14 Jahren
Premiere:04.05.2019
Wiederaufnahme:05.11.2021

(…) Theaterregisseur, in diesem Fall der Chemnitzer Schauspielchef Carsten Knödler, und Theaterschauspieler machen es sich nicht leicht, wenn neben der Bühnenfassung ein Film existiert. (…) In diesem Fall handelt es sich auch noch um den preisgekrönten Streifen ‚Adams Äpfel‘ von 2005 mit dem großartigen Mads Mikkelsen als Pfarrer Ivan. (…) den Pfarrer in ‚Adams Äpfel‘ spielt er (…) als einen, in dessen gnadenloser Unbeirrbarkeit sich der Wahnsinn spiegelt.
Pfarrer Ivan beharrt darauf, dass alles gut ist. (…) Selbst dem im Sterben liegenden Poul, der bereut, im KZ Menschen ins Unglück getrieben zu haben, entgegnet er: Halb so schlimm, ‚jeder baut mal Mist‘. Das ist so bitterböse schwarz, dass dieser und ähnliche Sätze auch im Chemnitzer Schauspielhaus ihre Wirkung nicht verfehlen: Viele Zuschauer lachen, andere schütteln den Kopf, wieder anderen bleibt das Lachen eben auch im Halse stecken. Textfassungen von Film und Theaterstück sind weitgehend gleichlautend. Aber, und das ist ein Unterschied: Pfarrer Ivan im Film merkt man an seinen biestig geäußerten Bemerkungen, seinem von oben herab geführten Tonfall und dem durchdringenden Blick an, wie er sich überhöht. Sinnbildlich hämmert er alles in sein Weltbild, bis es passt. Lässt nichts anderes gelten. Eine tickende Zeitbombe. Darin ähnelt er dem selbstredend ebenso irren Neonazi Adam. (…) So wird es ihnen aber auch erst möglich, sich als Gegenspieler zu akzeptieren.
Pfarrer Ivan auf der Theaterbühne, gespielt von Christian Ruth, ist da etwas anders angelegt. Vor dem hat man keine Angst, dem fehlt die Biestigkeit. Er macht eher den Eindruck eines früheren Waldorf-Schülers. Eigentlich ein ganz Lieber. So einen aber wird ein Neonazi insgeheim kaum respektieren - im Film hingegen kann er das, und dieser Zugang zu dem übernatürlich willensstarken Film-Pfarrer ist der erste Schlüssel - Ivans eigene Wandlung dann der zweite - dafür, dass aus Adam ein besserer Mensch wird. Das wird er auch auf der Theaterbühne, nur lässt es sich wegen des weicheren Pfarrers schwerer nachvollziehen. Auch Adam, gespielt von Marius Marx, gibt auf der Bühne einen Tick zu viel den scheinbar teilnahmslosen, herumstehenden Neonazi. Der ist auch im Film kein Energiebündel, bewegt sich aber weniger steif und somit ebenfalls glaubhafter. Aber (…): Gäbe es keinen Film, gäbe es keinen Vergleich. Am Ende lässt sich sagen: Ruth und Marx spielen nicht grandios wie ihre Filmkollegen, aber dennoch gut.
Das Theaterstück ist auch schon deshalb sehenswert, weil das Thema so stark ist. Es führt ein Wesensmerkmal von Ideologien vor: die Überhöhung. Und dass es nichts bringt, wenn Ideologen alles in ihr Weltbild zwängen. (…)
Gut funktioniert auch das Bühnenbild (Teresa Monfared) mit prächtigem Apfelbaum und gleichzeitig vorhandenen Räumen wie Kanzel, Garten und Küche, die unkomplizierte Szenenwechsel ermöglichen. Auch die anderen Schauspieler füllen ihre Rollen gut; Gunnar (Philipp von Schön-Angerer) ist agiler angelegt als der bräsige Gunnar im Film - in diesem Fall ein Pluspunkt fürs Theater, weil er mit für Tempo sorgt.

Freie Presse | Katharina Leuoth | 07.05.2019

‚Adams Äpfel‘ feiert umjubelte Premiere
(…)
Mit der Inszenierung beweist Schauspieldirektor Carsten Knödler sein Händchen für schwierige Themen, ohne mit dem ausgestreckten Zeigefinger einen Moralapostel zu geben. Das Stück amüsiert, ist kurzweilig und unterhält mit schwarzem Humor. Vor allem die Dialoge von Marius Marx als Adam und Christian Ruth als Ivan sind gespickt mit Situationskomik und wechseln sekündlich von absoluter Weltfremdheit zu knallhartem Realismus. Abgerundet wird das Stück von einer tollen Ensembleleistung aller Darsteller.
Wie kam die Komödie nach der Vorlage von Anders Thomas Jensen an? Schon während des Stücks ging das Publikum begeistert mit, hatte zu lachen und zeigte sich sangesfreudig. Am Ende wartete ein langer Applaus auf die Darsteller.
(…)

Morgenpost Chemnitz | vw | 06.05.2019

(...)
‚Adams Äpfel‘ besticht durch seinen Mut zur Überspitzung. Jede, wirklich jede Figur ist sehr nah am Klischee angelegt, die Handlung schwarz-absurd. Regisseur Knödler reizt das teilweise bis zur Albernheit aus und bietet so kontinuierlich Stoff für Lacher. Doch der eine oder andere bleibt dann doch im Halse stecken, auch dank stiller, fast erhebender Momente, die Knödler – einmal auch mit dem Publikum gemeinsam – einwebt. So schafft er die Basis dafür, dass die Entwicklungen, die die Figuren in der knapp zweistündigen Spieldauer vollziehen werden, bis zum Schluss glaubwürdig motiviert erscheinen.
(...) Marius Marx auf der großen Bühne wiederzusehen, macht ungemeine Freude: Hier gehört er einfach hin – und das Aggressiv-Böse liegt ihm ebenso wie das Ungelenk-Gute, das zuweilen in seinem Adam durchscheint. Unbedingte Erwähnung verdient hier auch die Ausstattung: Teresa Monfareds Bühnenbild mutet paradiesisch an, ein lieblicher Ort mit Apfelbaum – doch hält es so manchen Knalleffekt bereit. Da hat die Theatertechnik detailverliebte Arbeit verrichtet. Chapeau.

Stadtstreicher | Volker Tzschucke | Ausgabe 06/2019
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