A Christmas Carol
Weihnachtsgeschichte nach Charles Dickens
Bühnenfassung von Wolfgang Wiens
Für Ebenezer Scrooge ist Weihnachten nur dummes Zeug. Die Menschen geben Geld aus für Geschenke und Essen – Geld, das sie gar nicht haben. Scrooge hat es zwar, doch er würde es niemals verschwenden. Auch für wohltätige Zwecke zu spenden, kommt ihm nicht in den Sinn. Und mit seiner Familie möchte er die Feiertage erst recht nicht verbringen. Seit sein Geschäftspartner Marley verstorben ist, verbringt er die meiste Zeit allein. Bis ihm an diesem Weihnachtsabend eben jener Marley erscheint, in Gestalt eines Geistes, der mit schweren Ketten an seine Geldkoffer gefesselt ist. Er leidet, doch Scrooge – so prophezeit Marley – wird noch viel mehr leiden, wenn er sein Leben nicht verändert. Drei Geister werden ihm erscheinen als letzte Chance, sich selbst zu retten.
Dickens’ berühmte Weihnachtsgeschichte erzählt von der Magie, die in diesen Tagen am Ende eines Jahres liegt. Was in der Zeit um Weihnachten ausgesprochen wird, erreicht die Menschen nochmal anders – und manchmal kann es ein Leben von Grund auf verändern.
Chris Malte Klötzer **
**Student der Filmuniversität Babelsberg "Konrad Wolf"
Stimmen
Dieses Weihnachtsmärchen begeistert Chemnitz
Lena Plischke | Chemnitzer Morgenpost | 23.11.2025
Charles Dickens' Klassiker hat schon unzählige Bühnen gesehen, doch was Regisseur Jens Kerbel jetzt im Spinnbau in Chemnitz abliefert, ist ein wunderbar warmes Weihnachtsversprechen mit kräftiger Prise britischem Humor. […] Das Herzstück des Abends aber ist Susanne Stein, die gleich in mehreren Rollen brilliert […]. Ihre Bühnenpräsenz trägt ganze Szenen und sie ist diejenige, die dem Abend immer wieder überraschende Energie verleiht. […] Musikalisch pendelt der Abend zwischen traditionellen Weihnachtsliedern mit englischen Klängen und plötzlichem TikTok-Gute-Laune-Hit mitten in der Zeitreise. Ein mutiger Mix, der erstaunlich gut funktioniert und vor allem die jungen Zuschauer abholt. […] Beeindruckend ist zudem die durchweg starke Gruppendynamik. Ein großer Teil des Ensembles stammt aus dem Schauspielstudio Chemnitz – und genau das sieht und spürt man: Spielfreude, Tempo, echtes Miteinander.
Diesjährige Weihnachtsgeschichte im Theater Chemnitz: Aktuell wie nie
Sarah Hofmann | Freie Presse | 23.11.2025
Dreh- und Angelpunkt der Inszenierung ist Christian Ruth. Er spielt den alten Scrooge nicht nur – er verkörpert ihn. Mit lustvoller Ekelhaftigkeit fegt er alles, was das Leben lebenswert macht, also Liebe, Familie, Wohltätigkeit und Gemeinschaft, mit einem aus dem tiefsten Inneren kommenden „Humbug“ ab. […] Susanne Stein brilliert in der Rolle des kettenklirrenden Geistes. Von Spielbeginn an sitzt sie als lebendiges Bild in der Wand hinter Scrooges Sessel, beinahe reglos bis auf ein paar Augenblinzler. Gruselig – vor allem, als sie plötzlich aus dem Bild heraustritt und nicht nur der Hauptfigur einen gehörigen Gänsehautmoment verschafft. […] „A Christmas Carol“ ist in der Chemnitzer Inszenierung eine sehr versöhnliche Geschichte. Scrooge erkennt schnell, dass er sein Leben an die Wand fährt, und bemüht sich redlich, es wieder gut zu machen