Spielplan

Der Drache

Fr
27.
März
Schauspiel
Spielplanänderung!

Der Drache

Heldenmärchen für Erwachsene von Jewgeni Schwarz
Aus dem Russischen von Hans Bergmann

 
 

Der Drache schützt die Stadt vor Fremden, bewahrt vor Krankheiten und verhilft zu bescheidenem Wohlstand. An seine lästige Angewohnheit, von Jahr zu Jahr eine Jungfrau zu verspeisen, hat man sich genauso gewöhnt wie an die gewaltige Steuerlast, die er fordert. Der Drache ist Vergangenheit und verheißungsvolle Zukunft in einem, denn er war immer da, er kannte schon die Großeltern der Großeltern der jetzigen Bewohner. Doch da erscheint ein Fremder in der Stadt und stört die angstvolle Koexistenz. Er nennt sich Lanzelot, ist von Beruf Held und erträgt keinerlei Ungerechtigkeiten. Lanzelot will den Drachen bekämpfen und die Stadt sowie die schöne Elsa retten, in die er sich verliebt. Aber er hat die Rechnung ohne die Stadtoberen gemacht. Nur allzu gern wären sie den Helden gleich wieder los und sie taktieren und halten hin, wo es nur geht. Wären da nicht ein kluger Kater und ein unterschätzter Esel, Lanzelot würde weder Helfer noch Waffen finden. Als er schließlich gegen den Drachen antritt, kostet der Kampf fast sein Leben. Schwer verletzt schleppt er sich am Ende einsam aus der Stadt. Der alte Bürgermeister aber wittert eine einmalige Chance …

Jewgeni Schwarz‘ Der Drache lässt sich als Parabel auf totalitäre Gesellschaften lesen, der Drache als Staat und Staatsschutz in einem. Schwarz zeigt nicht nur, wie die Anwesenheit des Drachen Familienbeziehungen und Gesellschaft kontaminiert, sondern auch, was geschieht, wenn er plötzlich überwunden wird. Denn wenn „frei sein“ nicht erlernt ist, besteht eine nicht geringe Gefahr, dass der Drache in jedem Einzelnen weiterlebt und das Verhältnis der Menschen weiterhin vergiftet. Die dargestellten Unterdrückungsmechanismen und Schwierigkeiten im Umgang mit der Freiheit erlangen angesichts der weltweit erstarkenden populistischen Bewegungen eine beängstigende Relevanz. – Die Regie übernimmt Hasko Weber, der den Wendeherbst 1989 in Chemnitz maßgeblich mitprägte und zuletzt Homo faber (Max Frisch) am Schauspiel Chemnitz inszenierte.

Spielort:Schauspielhaus - Große Bühne
Dauer:noch nicht bekannt
Altersempfehlung:ab 14 Jahren
Premiere:21.03.2020
Fr, 27. März | 19:30 Uhr
 

Weitere Termine

23.04.2020 Donnerstag 19:30 Uhr    
Schauspielhaus - Große Bühne
02.05.2020 Samstag 19:30 Uhr    
Schauspielhaus - Große Bühne
27.05.2020 Mittwoch 19:30 Uhr    
Schauspielhaus - Große Bühne

Inszenierungsteam des Stückes

Inszenierungsteam
Regie Hasko Weber

Bühne und Kostüme Thilo Reuther

Video Thilo Reuther
Sebastian Mansch

Musik Steffan Claußner

Dramaturgie René Rainer Schmidt

Besetzung des Stückes

Besetzung
Lancelot
Martin Esser

Elsa
Lisanne Hirzel

Bürgermeisterin
Susanne Stein

Heinrich
Philipp von Schön-Angerer

Drache
Katka Kurze

Charlesmagne
Wolfgang Adam

Katze
Magda Decker

Esel / Teppichweber / Hutmacher / Instrumentenbauer / Schmied / Gärtner
Christian Ruth

Elsas Freundinnen / Gefängniswärter u.a.
Dorothea Röger
Nina Vieten
Vinzenz Wegmüller
Julian Laybourne
Startseite
Suche Zusatzinformationen
Teilen
nach oben eine Seite zurück

Was suchen Sie?

Suche schließen
Exit
nach oben eine Seite zurück