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Decay - Astrid Boons © Håkan Larsson
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Decay - Astrid Boons © Håkan Larsson
Decay - Astrid Boons © Håkan Larsson
Decay - Astrid Boons © Håkan Larsson
Decay - Astrid Boons © Håkan Larsson
Decay - Astrid Boons © Håkan Larsson
Decay - Astrid Boons © Håkan Larsson
Frau Troffea - Cie Samuel Mathieu © Angélique Leyleire
Frau Troffea - Cie Samuel Mathieu © Angélique Leyleire
Frau Troffea - Cie Samuel Mathieu © Angélique Leyleire
Frau Troffea - Cie Samuel Mathieu © Angélique Leyleire
Frau Troffea - Cie Samuel Mathieu © Angélique Leyleire
Frau Troffea - Cie Samuel Mathieu © Angélique Leyleire
Frau Troffea - Cie Samuel Mathieu © Angélique Leyleire
Frau Troffea - Cie Samuel Mathieu © Angélique Leyleire
Frau Troffea - Cie Samuel Mathieu © Angélique Leyleire
Frau Troffea - Cie Samuel Mathieu © Angélique Leyleire
Frau Troffea - Cie Samuel Mathieu © Angélique Leyleire
Frau Troffea - Cie Samuel Mathieu © Angélique Leyleire
Frau Troffea - Cie Samuel Mathieu © Angélique Leyleire
Frau Troffea - Cie Samuel Mathieu © Angélique Leyleire
 
Do
17.
Juni
Ballett
TANZ|Moderne|TANZ

Decay | Frau Troffea

Astrid Boons, Belgien
Cie Samuel Mathieu, Frankreich
DEUTSCHSPRACHIGE ERSTAUFFÜHRUNG

Das Solo Decay von Astrid Boons entstand 2018 in der Residenz Dans I Nord in der Provinz Norrbotten in Nordschweden. In einer Welt, die besessen ist vom Gedanken der ewigen Jugend, stellt Astrid Boons Zerfall und Alter in den Mittelpunkt von Decay. Das innere Bewusstsein ist eingeschlossen und versucht, den nicht reagierenden physischen Körper zu erreichen und kämpft darum, angesichts der Grenzen des Körpers nicht aufzugeben. Der Verfall stellt einen Prozess dar, bei dem oberflächliche Perfektion zu einer Illusion wird, um die Zeit anzuhalten.

In den Arbeiten von Astrid Boons wird der Körper als Entdeckungsraum betrachtet, als Territorium mit fragilen Grenzen, die sich in andere physische Räume und Realitäten ausdehnen. Durch lange Improvisationen, die Ausdauer erfordern, versuchen ihre kreativen Prozesse, die Körper der Darsteller:innen von ihrer Bedeutung zu befreien und Wissen zu erwerben, damit sie später aus einem neuen Sinnesraum wieder auf die Welt treffen können. Verkörperung, Erinnerung, Identität und Koexistenz sind wiederkehrende Themen in ihrer Arbeit, poetisch und ausdrucksstark. Als Reaktion auf Krisenzustände der Gegenwart ist Astrid Boons Arbeit bemüht, tief verkörperte Empfindungen als Erinnerung an unsere Menschlichkeit zu kommunizieren und die Realität in einem aktiven und wachen Zustand zu konfrontieren.

Astrid Boons wurde 1988 in Antwerpen / Belgien geboren. Nach ihrer Tanzausbildung an der königlichen Ballettschule in Antwerpen folgte ein Studium bei Codarts in Rotterdam. Als Tänzerin wirkte sie bei der Dansgroep Amsterdam, dem Nederlands Dans Theater und der GöteborgsOperans Danskompani mit. 2017 und 2018 war sie Gast beim Tanztheater Wuppertal Pina Bausch. In ihrer Tänzerinnen-Laufbahn arbeitete sie mit vielen berühmten Choreograf:innen zusammen wie Saburo Teshigawara, Jiří Kylián, Paul Lightfoot, Sol Léon, Ohad Naharin, Hans Van Manen, Johan Inger, Ina Christel Johannessen, Michael Keeghan-Dolan, Iván Pérez, Marina Mascarell, Richard Siegal, Marie Chouinard, Alexander Ekman, Itzik Galili und Regina Van Berkel. Den Auftakt zu Astrid Boons choreografischer Laufbahn bildete im Jahr 2014 das Stück Alina, welches beim internationalen Wettbewerb für Choreografie in Hannover das Finale erreichte. Seit 2017 ist sie Hauschoreografin am Korzo Theater in Den Haag. Im gleichen Jahr erhielt sie den BNG Bank Dansprijs und den Piket Kunstprijs für Nachwuchstalente in den Niederlanden.  Ihre erste abendfüllende Produktion Fields wurde im Februar 2019 am Korzo Theater in Den Haag uraufgeführt. Astrid Boons hat über ihre tänzerische und choreografische Laufbahn hinaus einen Bachelor-Abschluss in Kunstgeschichte und Philosophie.

Produktion: Dans I Nord und Korzo


Im Sommer 1518 ereignet sich Seltsames in Straßburg. In den engen Gassen und auf den Plätzen der Stadt tanzen Dutzende von Menschen wild zum Rhythmus von Tamburinen, Gamben und Dudelsäcken. Doch es ist keine Partystimmung. Der Medizinhistoriker John Waller manifestiert in seinem 2009 erschienenen Nachschlagewerk The Dancing Plague, dass die Szenen erschreckend warten.

Die Frauen, Männer und Kinder, die von dieser seltsamen Hysterie ZU TANZEN betroffen waren, schrien, verlangten nach Hilfe – aber ein Aufhören war nicht möglich. Sie sind in einer Trance gefangen. Sie alle haben „einen vagen Gesichtsausdruck, wenn sie zum Himmel schauen; ihre Arme und Beine zucken mit ruckartigen und müden Bewegungen; ihre Hemden, Röcke und Strümpfe kleben schweißgetränkt an ihren ausgemergelten Körpern“, so beschreibt es John Waller. Innerhalb weniger Tage vermehren sich die Fälle, wie ein sich ausbreitender Virus, der Angst und Tod in der elsässischen Stadt sät. Viele der unfreiwilligen Tänzer überleben diesen Todestanz nicht, der an den Totentanz erinnert. Es ist eine Frau, Frau Troffea, die am 14. Juli desselben Jahres das erste Mal dieses Tanzsterben auslöst. Heutzutage, nach den Erfahrungen mit Corona, würde man sie wohl als Patientin Null bezeichnen: Das erste infizierte Individuum während einer Epidemie.  

Sowohl als choreografisches Objekt wie auch als Experimentierfeld ist Frau Troffea ein Verweis auf die #MeQueer-Erfahrungen im Zusammenhang mit Homophobie und Diskriminierung im Alltag, welche homosexuelle, bisexuelle oder transgender Menschen oft erleben müssen. Samuel Mathieu beruft sich dabei auf die Arbeiten von Marie-Hélène (jetzt Sam) Bourcier – Soziologin, Forscherin und Dozentin an der Universität Lille III, die in ihren wissenschaftlichen Arbeiten die Idee der Hierarchielosigkeit zwischen den Geschlechtern immer wieder diskutiert und in den wissenschaftlichen Kontext von Feminismus/Transferimus, Gender-Studies, Trans-Studies, Queer-Studies, Post-Colonial-Studies und Porn-Studies stellt. Choreografisch diskutiert Mathieu den Körper und sein Vokabular und bringt ihn in einen Diskurs mit seiner Umwelt, wo sich die Eskalation von Haltungen vollzieht, ein Zusammenprall von Gedanken und Worten mit dem Körper selbst, die den Performer über die eigenen Grenzen hinaus treibt, ohne vorgefertigte Ergebnisse – eine permanente Suche nach Ausdehnung und Liberalisierung des Geschlechterbegriffs, der Rollen und Attribute des typisch Weiblichen, des typisch Männlichen als Ergebnis von Machtverhältnissen definiert und nicht als Essenz des Menschlichen.

Samuel Mathieu studierte Ballett und zeitgenössischen Tanz an der École Nationale de Musique et Danse in La Rochelle und wurde dort u. a. von Karin Waehner unterrichtet. Als Tänzer arbeitete Samuel Mathieu mit Régine Chopinot, Jean-Claude Gallotta, Robert Seyfried und Tomeo Vergés. 2001 gründete er seine eigene Company und begann als Choreograf zu arbeiten. 2004 kreierte er neben Est-ce-O-Elle-O-solo auch Us-Band und Go On!. 2008 schuf er Nord-Reich-Nord für das Ballett Vorpommern. Im selben Jahr entstand Yan, ein französisch-chinesisches Projekt. 2015 und 2017 waren er und seine Cie Samuel Mathieu zu Gast beim Festival TANZ | MODERNE | TANZ mit Us-Band und Assassins, worin er sich mit politischen Themen wie Fragen rund um Macht beschäftigte.

Koproduzenten
CCN Malandain Ballet Biarritz, CCN de Roubaix, CDCN La Place de la Danse und Le Bateau Feu Scène nationale de Dunkerque

Do, 17. Juni | 20:00 Uhr
 
Choreografie und Konzept Astrid Boons
Musik Miguelángel Clerc Parada
Lichtdesign Thomas Linden
Frau Troffea
Konzept Samuel Mathieu
Choreografie Samuel Mathieu
Martin Mauriès
Musik Maxime Denuc
Lichtdesign Arthur Gueydan
Decay
Tanz Spencer Dickhaus
Frau Troffea
Tanz Martin Mauriès
Spielort:Schauspielhaus - Große Bühne
Dauer:40 min
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