Ein neuer Bühnenboden für das Opernhaus

08.
Mo, Juli

Ein neuer Bühnenboden für das Opernhaus

wird in einer arbeitsintensiven Spielzeitpause gelegt

Im Opernhaus wird die Spielzeitpause zur Erneuerung des Bühnenbodens genutzt. Die bisherigen Bretter, die die Welt bedeuten, waren seit 1992 im Dienst und hatten durch die schweren Kulissenteile, die ständig hin- und herbewegt werden, deutliche Blessuren davongetragen. Als Material wird kanadische Fichte nun abgelöst durch märkische Kiefer – belastbarer, kostengünstiger und durch den wesentlich kürzeren Transportweg nachhaltiger. Während die alten Dielen 45 Millimeter dick waren, sind die neuen mit 90 Millimetern doppelt so stark, um höhere Traglasten auszuhalten, und in drei Schichten gefertigt – nur die obere Deckschicht auszutauschen, ist dann einfacher und wirtschaftlicher. Erneuert werden rund 1000 Quadratmeter der Vor-, Haupt und Hinterbühne inklusive der Drehbühnenfläche mit 15,80 Metern Durchmesser, um die in diesen Tagen noch herumgebaut wird. Denn sie stellt besondere Anforderungen: Die integrierten drei Hubpodien, zahlreichen Versenkungsklappen und Schaltkästen für Bühnen-, Licht- und Tontechnik sind zu dokumentieren, demontieren und nach einer Zwischenlagerung wieder genau in ihre frühere Position zu bringen und zu verkabeln, damit der Spielbetrieb direkt nach der Pause wieder funktioniert. Am Schluss wird das frische Holz, wie im Bühnenraum gewohnt, schwarz gestrichen. Dass alle Arbeiten während der relativ kurzen Zeitspanne des Sommers in hoher Qualität geleistet werden, verbürgt die Chemnitzer Zimmerei Jürgen Nitzsche mit ihrer Kenntnis des Opernhauses: Sie hat den Bühnenboden schon zu DDR-Zeiten erneuert und den bisherigen gelegt – nur logisch, dass sie nun auch den neuen einzieht.

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Fotos: Enrico Merkel
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