© Nasser Hashemi

CD-Shop

Bereits produzierte Tonträger wurden mit Preisen wie dem ECHO Klassik oder dem Excellentia Award von Pizzicato bedacht und tragen den Namen unseres Orchesters weit über die Grenzen der Stadt Chemnitz hinaus.
Die aktuellen CDs erhalten Sie in allen Vorverkaufsstellen der Theater Chemnitz, im Webshop, bei den Vorstellungen im Opernhaus und den Sinfoniekonzerten in der Stadthalle.


Das Chemnitzer Opernhaus und seine Schätze

Volkmar Leimert, Carla Neppl, Eleonor D. Reinartz

Inhalt: Die Geschichte des Chemnitzer Opernhauses; Johannes Belz: Don Quichotte; Michael Morgner: Près du Golgotha I + II; Peter Makolies: Judith und Holofernes I; Batuz und Michael Morgner: Ohne Titel; Michael Morgner: Schreitender I – III; Rolf Magerkord: August Wilhelm Mejo; Carsten Nicolai: Schlaf, Kippfigur und Kalter Atem; E Wolfgang Hartzsch: Zwischen Licht und Schatten

Städtische Theater Chemnitz gGmbH 2017

Preis: 10,00 Euro

 

 

Am 19.12.1992 wurde das Opernhaus Chemnitz nach einer knapp fünfjährigen Verjüngungskur wiedereröffnet. Nur die denkmalgeschützte Hülle war erhalten worden, die gesamte Innenarchitektur wurde umgestaltet. Zum 25-jährigen Jubiläum der Wiedereröffnung erschien am 19.12.2017 dieser Kunstführer. Auf ca. 80 Seiten stellt er in deutscher und – für unsere internationalen Besucher – englischer Sprache sowie mit vielen Fotos nicht nur die Geschichte des Opernhauses seit seiner Eröffnung 1909 dar. Vor allem widmet er sich den Kunstwerken, die das Haus vom Foyer bis in den 2. Rang birgt. Einige kamen von einem anderen Standort hierher, andere wurden als Auftragswerke für das Opernhaus gestaltet. Es sind Skulpturen wie Johannes Belz‘ Figur des Don Quichotteoder Rolf Magerkords Büste August Wilhelm Mejos: Er gründete 1833 das Städtische Orchester, das zu seinem 150-jährigen Jubiläum seinen jetzigen Namen Robert-Schumann-Philharmonie bekam. Es geht aber auch um zahlreiche Wandbilder, u.a. von den in Chemnitz geborenen Künstlern Michael Morgner und Carsten Nicolai.

 

 


Benzin

Emil Nikolaus von Reznicek

Johanna Stojkovic, Carsten Süss, Kouta Räsänen, Guibee Yang, Susanne Thielemann, Matthias Winter, Chor der Oper Chemnitz, Robert-Schumann-Philharmonie, Frank Beermann

cpo 2017
Aufnahme: Opernhaus Chemnitz, Dezember 2010

Preis: 29,99 Euro 

Mit der Gesamtaufnahme von Emil Nikolaus von Rezniceks Oper „Benzin“ setzt die Oper Chemnitz die Reihe der erfolgreichen CD-Veröffentlichungen beim Label cpo fort. Am 28. November 2010 wurde die Oper mit dem wenig poetischen Titel erstmalig überhaupt aufgeführt. Sie entstand bereits 1928/1929. Es geht um einen Zeppelin-Piloten, der mangels Treibstoff seinen Weltrekordflug auf einer mysteriösen Insel unterbrechen muss und dort statt des erhofften Benzins eine Gratis-Hypnosesitzung bei der Insel-Königin erhält, die ihn beinahe in einen Löwen verwandelt. Der Komponist Emil Nikolaus von Reznicek hat ein spritziges Werk geschrieben, dem vor allem Modetänze und Gassenhauer der Zwanziger Jahre Schwung und Kurzweiligkeit geben. Die musikalische Leitung hatte der damalige Generalmusikdirektor Frank Beermann. In den Hauptrollen waren Johanna Stojkovic und Carsten Süss zu erleben.

Die Rose vom Liebesgarten

Hans Pfitzner

Erin Caves, Kouta Räsänen, Andreas Kindschuh, Astrid Weber, Jana Büchner, Tiina Penttinen, André Riemer, Chor & Kinderchor der Oper Chemnitz, Robert-Schumann-Philharmonie, Frank Beermann

cpo 2017
Aufnahme: Opernhaus Chemnitz, 7.-9. Juni 2009

Preis: 19,99 Euro

Mit der Gesamtaufnahme von Hans Pfitzners Oper „Die Rose vom Liebesgarten“ setzt die Oper Chemnitz die Reihe der erfolgreichen CD-Veröffentlichungen beim Label cpo fort. In der fantasievollen Inszenierung von Jürgen R. Weber war diese spannende Liebes- und Abenteuergeschichte in der Saison 2008/2009 in Chemnitz auf der Bühne zu erleben. Im Frühjahr 2017 ist die CD-Box mit drei CDs erschienen, auf denen neben der Sopranistin Astrid Weber und dem Tenor Erin Caves weitere Solisten der Oper, der Opernchor, der Kinderchor sowie die Robert-Schumann-Philharmonie unter der Leitung von Frank Beermann zu erleben sind.


Die Heimkehr des Verbannten

Otto Nicolai

Hans Christoph Begemann, Bernhard Berchtold, Julia Bauer, Kouta Räsänen, Uwe Stickert, Tiina Penttinen, André Riemer, Chor der Oper Chemnitz, Robert-Schumann-Philharmonie, Frank Beermann

cpo 2016
Co-Produktion: cpo/Deutschlandradio Kultur
Aufnahme: Opernhaus Chemnitz, Januar/Februar 2011

Preis: 24,99 Euro 

Otto Nicolai war lange Zeit ausschließlich durch dessen „Lustige Weiber von Windsor“ bekannt. Erst die Premiere von „Il Templario“ 2008 im Chemnitzer Opernhaus veränderte den Blick auf das Schaffen dieses Komponisten. Sowohl die Aufführung als auch die CD-Einspielung erhielten große überregionale Anerkennung. Von diesem Erfolg beflügelt, machte die Oper Chemnitz 2010 der Musikwelt eine weitere von Nicolais italienischen Opern, „Die Heimkehr des Verbannten“, zugänglich. Diese Produktion mit Julia Bauer, Bernhard Berchtold und Hans Christoph Begemann in den Hauptpartien, dem Chor der Oper Chemnitz und der Robert-Schumann-Philharmonie unter Leitung von Frank Beermann ist nun ebenfalls bei cpo als CD erschienen.

Symphony No. 2 - 3 Concert Arias

Aram Chatschaturjan

Symphony No. 2 in E minor
3 Concert Arias: Poem,  Legende,  Dithyrambus
Julia Bauer, Sopran Robert-Schumann-Philharmonie,  Frank Beermann

cpo 2016
Aufnahme: Lukaskirche Dresden, 29. Juni bis 2. Juli 201

Preis: 17,99 Euro 

Mit dieser CD startet das Label cpo seine Chatschaturjan-Edition, in deren Mittelpunkt sämtliche Sinfonien des armenischen Komponisten stehen. Eingespielt von der Robert-Schumann-Philharmonie unter der Leitung von Frank Beermann erscheinen zuerst die Konzertarien für hohe Stimme und Orchester und die Sinfonie Nr. 2 a-Moll mit dem Beinamen „Glockensinfonie“. Beide Werke entstanden in den 1940er Jahren. In der Sinfonie verarbeitete Chatschaturjan die katastrophalen Ereignisse während des Zweiten Weltkriegs, brachte aber gleichzeitig auch die Hoffnung auf einen baldigen Sieg gegen Hitler zum Ausdruck. Die Konzertarien aus dem Jahr 1946 sind vor allem geprägt von der Liebe zu seiner Heimat. Auf der Grundlage dreier armenischer Liebesgedichte sind äußerst poetische Lieder entstanden. Sie werden interpretiert von der Sopranistin Julia Bauer, die in Chemnitz auf der Opern- und Konzertbühne in der Vergangenheit mehrfach für Begeisterungsstürme sorgte.


Der gefesselte Prometheus - Symphony "Ländliche Hochzeit"

Karl Goldmark

Overture op. 38 "Der gefesselte Prometheus", Symphony op. 26 "Ländliche Hochzeit", Hochzeitsmarsch,   Brautlied, Serenade, Im Garten, Tanz
Robert-Schumann-Philharmonie, Frank Beermann

cpo 2016

Preis: 15,00 Euro 

Goldmark (1830-1915) gehört zu jenen Komponisten, deren einstmals strahlender Ruhm später leider verblasste. Dabei hatte Goldmark eine Riesenkarriere gemacht: Vom Sohn eines armen jüdischen Kantors in der ungarischen Provinz, zu Beginn ohne Schulunterricht, bis zum Professor für Komposition und Komponisten in Wien. Heute ist der ungarische Komponist einem breiteren Publikum eigentlich nur noch durch sein Violinkonzert und die Oper „Die Königin von Saba“ (erscheint demnächst auch auf cpo) bekannt. Dabei wurde er zu Lebzeiten gefeiert für seine Instrumentationskunst, den raffinierten Einsatz von Volksmusikelementen und seine ausgeprägte melodische Erfindungsgabe.

Das seinerzeit bekannteste Orchesterwerk Goldmarks war seine Hochzeitssymphonie, deren Uraufführung zum Triumph geriet. Goldmarks Freund Johannes Brahms sagte über das Werk, mit seiner Formvollendung und Fehlerlosigkeit spränge es ins Leben wie Minerva aus Jupiters Kopf. Sir Thomas Beecham und Leonard Bernstein liebten das effektvolle Werk sehr und dirigierten es oft.

Auch seine Ouvertüre zum Gefesselten Prometheus des Aeschylos wurde begeistert aufgenommen. So schrieb Eduard Hanslick im Feuilleton der Neuen Freien Presse vom 28. März 1890: „ Die Ouvertüre, eine der besten, reifsten Compositionen Goldmark’s, reizt nicht blos durch die heiße Energie des Ausdrucks, sie hat auch musikalischen Gehalt und übersichtliche Form. Es geht darin wirklich etwas vor, in musikalischem Sinn, nicht in dem mißverständlichen einer dramatischen Nachmalerei. Die Ouvertüre beginnt wie feierliche Meeresstille mit einem Adagio in C-moll; dasselbe drängt allmälig zu der heftigeren Bewegung, die in dem Allegro-Satz (gleichfalls C-moll) in vollen Fluß geräth.“

Requiem

Bruno Maderna

Requiem, Kyrie eleison, Dies irae, Domine, Jesu Sanctus, Benedictus, Agnus Dei, Lux aeterna, Libera me

Diana Tomsche - Sopran, Kathrin Göring - Alt, Bernhard Berchtold - Tenor, Renatus Meszar - Bass, MDR Rundfunkchor Leipzig (Einstudierung: Bart van Reyn), Robert-Schumann-Philharmonie, Frank Beermann

Capriccio 2015
Co-Produktion: Capriccio/Deutschlandradio Kultur
Aufnahme: Stadthalle Chemnitz, 19. September 2013

Preis: 20,00 Euro 

Als im September 2013 das Requiem des venezianischen Komponisten Bruno Maderna in Chemnitz seine Deutsche Erstaufführung erlebte, waren Publikum und Kritiker gleichermaßen beeindruckt von diesem erschütternden, hochemotionalen Werk. Maderna hatte es 1943 geschrieben, nachdem er aus deutscher Kriegsgefangenschaft nach Hause zurückgekehrt war. „In diesem Moment war die einzige Möglichkeit, ein Requiem zu schreiben und dann zu sterben“, sagte er später. Lange Zeit galt die Partitur als verschollen, erst 2009 fand in Venedig die Uraufführung statt. Die Chemnitzer Aufführung unter Leitung von Frank Beermann mit den Solisten Diana Tomsche, Kathrin Göring, Bernhard Berchtold und Renatus Mészár, dem MDR Rundfunkchor sowie der Robert Schumann-Philharmonie liegt als CD beim Label Capriccio vor. rbb Kulturradio vergab die Höchstbewertung von fünf Sternen. Das Fazit der Kritikerin Anja Herzog: "Was Frank Beermann mit diesem Werk gemacht hat, ist ebenso beeindruckend wie das Werk selbst. Die Besetzung ist sehr gut, die Solisten haben Großes zu leisten, die Musiker im Orchester müssen immer mal wieder an ihre Grenzen gehen, die Hörner zum Beispiel spielen fast Unspielbares. Der Chor ist grandios – übrigens vorher einstudiert von dem Belgier Bart van Reyn – und wie Frank Beermann durch diese Stimmungslandschaften, diese Klanggebirge, die abgrundtiefen Schluchten führt und diese tiefe Trauer, das ist sehr bewegend. Bis zum allerletzten ersterbenden Chorton, bis zum letzten endgültigen Paukenschlag des Requiems hält man da den Atem an."


Symphonies 3 & 4

Emil Nikolaus von Reznicek

Symphony No. 3 in D Major,  Symphony No. 4 in F minor

Robert-Schumann-Philharmonie, Frank Beermann

cpo 2014
Aufnahme: Veranstaltungszentrum Forum, Chemnitz, 6.-10. September 2010

Preis: 18,00 Euro 

Die neueste CD der Robert-Schumann-Philharmonie und ihres Generalmusikdirektors Frank Beermann ist dem Komponisten Emil Nikolaus von Reznicek gewidmet. Bei cpo sind soeben die Sinfonie Nr. 3 D-Dur und die Sinfonie Nr. 4 f-Moll erschienen.

In der Ankündigung des Labels cpo, das sich auf die Veröffentlichung musikalischer Raritäten spezialisiert hat, heißt es dazu: „Die D-Dur-Sinfonie ist ‚im alten Stil‘ und maskiert sich mendelssohnisch, während die f-Moll Sinfonie scheinbar pathetisch-dramatisch daherkommt, allerdings mit der Titelei über dem zentralen langsamen Satz ‚Trauermarsch auf den Tod eines Komödianten‘. Reznicek ist kein Komponist für eindeutige Aussagen, es ist der Ton des ‚Als ob‘, des mehrfach Gebrochenen, der seinen (Multi)stil kennzeichnet. Das macht ihn so spannend.“

Vasco de Gama

Giacomo Meyerbeer

Bernhard Berchtold, Claudia Sorokina, Pierre-Yves Pruvot, Guibee Yang, Kouta Räsänen, Rolf Broman, Chor der Oper Chemnitz, Robert-Schumann-Philharmonie, Frank Beermann

cpo 2014
Co-Produktion: cpo/Deutschlandradio Kultur
Aufnahme: Opernhaus Chemnitz, 28.-30. Januar, 4.-7. Februar 2013

Preis: 39,99 Euro 

Die Chemnitzer Aufführung war die erste der ursprünglich vom Komponisten geplanten Fassung. Bereits 1837 unterzeichnete Meyerbeer den Vertrag für die neue große Oper „L‘Africaine“, die drei Jahre später in Paris zur Uraufführung kommen sollte. Aus den drei Jahren wurden fast dreißig, in denen u. a. die ursprünglich geplanten Handlungsorte (zwei Akte sollten nicht mehr in Afrika, sondern in Indien spielen) geändert wurden. Daraus folgend sollte der Titel nun „Vasco de Gama“ heißen. 1864 starb Meyerbeer, ohne dass die Oper ihre endgültige Form gefunden hatte. Der belgische Musikwissenschaftler François-Joseph Fétis stellte deshalb aus der Menge an Partiturmaterial eine verkürzte Spielfassung her, die unter dem Titel „L‘Africaine“ 1865 ihre Uraufführung in Paris erlebte. Diese im Grunde sehr verdienstvolle Arbeit wurde durch den Umstand geschmälert, dass Fétis‘ an den praktischen und künstlerischen Möglichkeiten orientierte Fassung diverse Ungereimtheiten in der Handlung aufwies, weil er nicht konsequent die Änderungen Meyerbeers umsetzte. Die kritische Ausgabe von Jürgen Schläder, die in Chemnitz erstmalig aufgeführt wurde, berücksichtigte alle veröffentlichten und unveröffentlichten Werkteile, die bei Meyerbeers Tod vorlagen.


Symphony "Zwickauer" - Overture, Scherzo & Finale / Overtures

Robert Schumann

Overture, Scherzo & Finale op. 52, Overture "Manfred" op. 115, Overture "Julius Caesar" op. 128, Overture "Hermann und Dorothea" op. 136, Symphony "Zwickauer" (Ersteinspielung nach der neuen kritischen Edition von Matthias Wendt)

Robert-Schumann-Philharmonie, Frank Beermann

cpo 2013
Aufnahme: Lukaskirche Dresden, 19.-22. September 2011

Preis: 18,00 Euro

Die schweigsame Frau

Richard Strauss

Franz Hawlata, Monika Straube, Andreas Kindschuh, Bernhard Berchtold, Julia Bauer, Guibee Yang, Tiina Penttinen, Matthias Winter, Kouta Räsänen, Martin Gäbler, Gyung-Ha Choi, Mu-Gon Kim, Harald Meyer, Jann Schröder, Petar Spiridonov, Lakasz Wielochz, Jeffrey Goldberg, Chor der Oper Chemnitz, Robert-Schumann-Philharmonie, Frank Beermann

cpo 2013
Aufnahme: Opernhaus Chemnitz 2012

Preis: 29,99 Euro

Nach dem Tod seines langjährigen Textdichters Hugo von Hofmannsthal arbeitete Strauss bei dieser Oper erstmals mit Stefan Zweig zusammen, der ihm, so Strauss, „das beste Libretto für eine opéra comique seit ‚Figaro‘“ schrieb.

Diese heiter-melancholische Geschichte um Sir Morosus, der mithilfe einer Rosskur von seinem notorischen Eigensinn kuriert wird, brachte die Oper Chemnitz im April 2012 mit großem Erfolg auf die Bühne.


Der Schmied von Gent

Franz Schreker

Oliver Zwarg, Undine Dreißig, André Riemer, Edward Randall, Martin Gäbler, Judith Kuhn, Viktor Sawaley, Chor und Kinderchor der Oper Chemnitz, Robert-Schumann-Philharmonie, Frank Beermann

cpo 2012
Co-Produktion: cpo/Deutschlandradio/Mitteldeutscher Rundfunk
Aufnahme: Opernhaus Chemnitz, 28.-30. Januar, 1.-2. Februar 2010

Preis: 29,99 Euro 

Die 1932 uraufgeführte Oper von Franz Schreker (1878-1934) wurde nach nur fünf Vorstellungen abgesetzt – seine Musik war im Nationalsozialismus als „entartet“ verfemt. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg kam „Der Schmied von Gent“ nur dreimal ins Repertoire, in Berlin, Bielefeld und zuletzt in Chemnitz. Erstmals liegt die Opern-Rarität jetzt vollständig auf CD vor.

Schreker bearbeitete einen Stoff des „Ulenspiegel“-Autors Charles de Coster. Wie dieser Roman-Klassiker beginnt sie ganz realistisch in den spanisch besetzten Niederlanden des 16. Jahrhunderts. Im 2. Akt bringt der Auftritt der Heiligen Familie – ironisch verfremdete – Elemente der Legende hinein, und der 3. Akt zeigt den verstorbenen Schmied an der Himmelspforte. Schreker strebte damit statt eines avantgardistischen Werks eine „Oper für jedermann“ an.

Il Templario

Otto Nicolai

Kouta Räsänen, Stanley Jackson, Judith Kuhn, Andreas Kindschuh, Hans Christoph Begemann, André Riemer, Tiina Penttinen, Chor der Oper Chemnitz, Robert-Schumann-Philharmonie, Frank Beermann

cpo 2009
Live-Aufnahme von Deutschlandradio Kultur und Mitteldeutschem Rundfunk: Opernhaus Chemnitz, 7. März 2008

Preis: 29,99 Euro

Otto Nicolai (1810-1849) ist nur durch seine komische Oper "Die lustigen Weiber von Windsor" in Erinnerung geblieben. Zuvor hat der Komponist, der über Jahre in Italien lebte, jedoch fünf italienische Opern geschaffen. Drei dieser Werke sind heute unauffindbar. Die beiden übrigen hat der Berliner Musikwissenschaftler Michael Wittmann aufgespürt: 1989 fand er eine Abschrift von "Il Proscritto" - diese Oper wurde in ihrer deutschsprachigen Fassung unter dem Titel "Die Heimkehr des Verbannten" erstmals wieder 2011 am Opernhaus Chemnitz aufgeführt. 2006 suchte Wittmann - angeregt durch ein Gespräch mit dem Chemnitzer Intendanten über aufführenswerte italienische Opern - gezielt nach dem "Templario" und konnte gleich drei Abschriften entdecken.

Als literarische Vorlage diente Nicolai der Roman "Ivanhoe" von Walter Scott. Der Komponist machte jedoch nicht diesen Ritter ohne Furcht und Tadel zum Titelhelden, sondern seinen charakterlich interessanteren Gegenspieler, den Templer Brian (im italienischen Libretto Briano) di Bois-Guilbert. Ihn wertete Nicolai moralisch auf: Während Bois-Guilbert im Roman ein verdientes Ende im Kampf gegen Ivanhoe findet, ist er in der Oper bereit, sich selbst zu opfern, um die geliebte Frau, Rebecca, zu retten.

Zudem verwandelte der Pessimist Nicolai den harmonischen Schluss des Romans in ein tragisches Finale: Die Jüdin Rebecca liebt Ivanhoe so sehr, dass sie bereit ist, für ihn ihre Religion aufzugeben. Der Ritter hat ihre Liebe jedoch gar nicht wahrgenommen und weist sie zurück. Rebecca begreift das als Strafe für den Verrat an ihrem Gott und kann nicht weiterleben.


Manon Lescaut

Giacomo Puccini

Musikalische Leitung: Frank Beermann
Regie: Ansgar Weigner

Arthaus Musik 2008
Live-Aufnahme im Opernhaus Chemnitz 2007

Preis: 25,00 Euro 

Giacomo Puccini (1858-1924), dessen Erfolg ungebrochen ist, hat vor allem mit sechs Opern Musikgeschichte geschrieben: "Manon Lescaut" (1893), "La Bohème" (1896), "Tosca" (1900), "Madama Butterfly" (1904), "La fanciulla del West" (1910) und "Turandot" - dieses Werk hinterließ er unvollendet.

Manon Lescaut, die Titelfigur des gleichnamigen Stücks, schwankt unentschlossen zwischen der Leidenschaft, die sie bei dem armen Studenten des Grieux findet, und der materiellen Sicherheit, die ihr der reiche Steuerpächter Geronte bietet. Der Regisseur Ansgar Weigner hat in seiner Chemnitzer Inszenierung die Schlussszene zwischen Manon und Des Grieux verändert. Er schreibt dazu: "In unserer Version finden sich die beiden Liebenden nicht in einer symbolistisch-vernichtenden Wüste im fiktiven Amerika wieder, sondern in einem unterirdischen Kanalisationstunnel, in dem sie sich selbst zugrunde richten. Während oben das pralle Pariser Leben tobt, verdursten die Kindfrau Manon und der romantische Schwärmer Des Grieux an sich selbst 'in der Tiefe'."

Symphonies 1-4

Robert Schumann

Symphony No. 1 op. 38 in B flat major, Symphony No. 2 op. 61 in C major, Symphony No. 3 op. 97 in E flat major, Symphony No. 4 op. 120 in D minor

Robert-Schumann-Philharmonie, Frank Beermann

cpo 2010
Aufnahme: Lukaskirche Dresden, 12.-16. Oktober 2009 / 15.-20. Februar 2010

Preis: 24,99 Euro 

Robert Schumann (1810-1856) fasste erst mit rund 30 Jahren genug Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, um ein Werk für Orchester in Angriff zu nehmen. Als er Franz Schuberts verschollene Symphonie C-Dur (D 944) wiederentdeckte und ihre Uraufführungt in einem Gewandhauskonzert unter Leitung Mendelssohns in die Wege leitete, spornte dieses Hörerlebnis auch seine eigene Kreativität an. Ein Frühlingsgedicht inspirierte ihn dann zu seiner ersten, der "Frühlings-Symphonie". Zum Erfolg der Uraufführung in einem Gewandhaus-Extrakonzert am 31. März 1841 trug auch bei, dass seine Frau Clara Schmann erstmals nach ihrer Heirat wieder öffentlich auftrat.

Kurz nach diesem Erfolg nahm Schumann eine nächste Symphonie in Angriff, die offiziell jedoch erst seine vierte wurde: Die Uraufführung als Teil eines Gewandhauskonzerts am 6. Dezember 1841 fand wenig Aufmerksamkeit - zu sehr war das Publikum von einem anderen Teil des Abends fasziniert, einem Bellini-Duo, das Clara Schmann gemeinsam mit Franz Liszt spielte. Erst ein rundes Dutzend Jahre später machte sich Schumann, inzwischen Musikdirektor in Düsseldorf, an eine Neuinstrumentierung. Die Erstaufführung dieser zweiten Fassung dirigierte er selbst am 3. März 1853.

Inzwischen hatte er sich für seine - offiziell - zweite Symphonie intensiv mit Bach, Mozart und Beethoven auseinandergesetzt. Die Uraufführung dirigierte Mendelssohn am 5. November 1846.

Die dritte, die "Rheinische Symphonie" soll unter dem Eindruck entstanden sein, den der unvollendete Kölner Dom als Symbol der ersehnten deutschen Einheit auf Schumann machte. Der Komponist selbst, der das Werk bei der Uraufführung am 6. Februar 1951 in Düsseldorf dirigierte, hat sich allzu bedeutungsschwangeren Deutungen verweigert und die Worte "Im Charakter der Begleitung einer feierlichen Ceremonie", die er dem vierten Satz hinzugefügt hatte, wieder gestrichen.


Die Oper kocht

Evelyn Rillé, Johannes Ifkovits

Ein Kochbuch mit mehr als 600 Fotos, vierundsechzig persönlich handgeschriebenen Rezeptanleitungen in der Muttersprache der Opernstars, mit Antworten auf ihre Essgewohnheiten und Küchengeheimnisse, humorvollen Kochportraits, Fotos vom freudigen Zubereiten und den Weinempfehlungen der weltbesten Weinbauern zu jedem der Künstlerrezepte auf 280 Seiten.

Hardcover, Format 21x25cm.

Opera Rifko Verlag 2014

Preis: 29,80 Euro 

64 Opernstars aus 26 Nationen – von Roberto ALAGNA, Fabio ARMILIATO, Lado ATANELI, Janina BAECHLE, Ekaterina BAKANOVA, Piotr BECZALA, Barbara BONNEY, Johan BOTHA, Lawrence BROWNLEE, Heidi BRUNNER, Joseph CALLEJA, José CARRERAS, Diana DAMRAU, Annette DASCH, Danielle DE NIESE, Angela DENOKE, Natalie DESSAY, Daniela DESSI, Joyce DI DONATO, Adrian ERÖD, Giuseppe FILIANOTI, Renée FLEMING, Juan Diego FLÓREZ, Barbara FRITTOLI, Ferruccio FURLANETTO, George GAGNIDZE, Elina GARANČA, Angela GHEORGHIU, Marcello GIORDANI, Thomas HAMPSON, Anja HARTEROS, Tamar IVERI, Vesselina KASAROVA, Jonas KAUFMANN, Simon KEENLYSIDE, Angelika KIRCHSCHLAGER, Adriana KUCEROVÁ, Aleksandra KURZAK, Salvatore LICITRA, Nino MACHAIDZE, Ambrogio MAESTRI, Peter MATTEI, Akiko NAKAJIMA, Anna NETREBKO, René PAPE, Adrianne PIECZONKA, Luca PISARONI, Matthias REXROTH , Kurt RYDL, Michael SCHADE, SHENYANG, Neil SHICOFF, Bo SKOVHUS, Nina STEMME, Krassimira STOYANOVA, Kurt STREIT, Bryn TERFEL, Rainer TROST, Natalia USHAKOVA, Juha UUSITALO, Ramón VARGAS, Deborah VOIGT, Anne Sofie VON OTTER bis zu Markus WERBA – haben geschnitten, zerstückelt, geviertelt, vermengt, geknetet, gerührt, rotes oder weißes Fleisch, Fische, Gemüse, Früchte, Marzipan und Schokoladen zu wunderbar duftenden Lieblingsspeisen verarbeitet und ihr Kochtalent unter Beweis gestellt.

Jeder Sänger wird im Buch auf vier Seiten präsentiert:
1. Seite: Interview,
2. Seite: witziges Halbportrait mit Kochaccessoires,
3. Seite: Foto vom fertigen Gericht, Zutatenliste und Rezeptbeschreibung, Weintipp der weltbesten Winzer und vom österreichischen zwei Sternekoch Heinz Hanner gibt es zu jedem Rezept seinen persönlichen Tipp,
4. Seite: das handgeschriebene Rezept der Sänger in ihrer Muttersprache mit vier Fotos beim Kochen, und dann natürlich noch das Foto, wo man den Künstler beim Werken in der Küche sieht.


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