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ARCHE NOA – Das Ende vom Schluss

Farce von Sören Hornung
Chemnitzer Theaterpreis für junge Dramatik 2020
URAUFFÜHRUNG

Man kann uns doch nicht unsere Plastikstrohhalme verbieten, habe ich immer gesagt, jeder Mensch braucht doch einen Strohhalm, einen letzten Strohhalm, an dem er sich festhalten kann. (Bundeswehrsoldat Karl Schmidt)

Simone arbeitet als Aushilfe in einem Supermarkt. Sie wird hierhin und dahin geschickt, kaum jemand beachtet sie. Also schreibt sie ein Büchlein über einen grausamen Nebel, der alles und jeden verschlingt. Ihre Fiktion, besser ihr apokalyptischer Albtraum wird wahr und das Drama beginnt. Aus Simone der Aushilfe wird die Herrscherin über den einzig rettenden SuperSupermarkt und überall draußen herrscht ein Nebel des Grauens, der die Menschen angstvoll herumirren lässt. So auch Dietmar. Er findet schließlich die Tür zum rettenden Markt. Doch auch im SuperSupermarkt geschehen merkwürdige Dinge: Simone verkauft Dietmar Produkte, die er nicht braucht. Eine "tote Mutter" berichtet von einem Kreuzfahrtschiff, das ausschließlich mittels Geld am Laufen gehalten werden kann, und der Bundeswehrsoldat Karl Schmidt, von Beruf Drohnenpilot, stellt einen Zusammenhang zwischen 3-D-Druckern und der Existenz von Terrorismus her. Als die Kühlung ausfällt, das Eis schmilzt und eine Sintflut droht, wird die Zeit knapp. Die Überlebenden retten sich auf die Regale des Supermarktes. Dietmar angelt mutierte Fische und Simone baut an einer Arche, um der dräuenden Katastrophe zu entkommen. Doch Gott wäre nicht Gott, wenn er sich in diesem Moment nicht der Menschen erbarmte. Dumm nur, dass er sich als Geschichte der Menschen entpuppt.

Sören Hornungs neuer Theatertext rechnet ebenso irrwitzig wie gnadenlos mit dem wirtschaftsliberalen Kapitalismus ab: mit Haltung, aber ohne Zeigefinger, mit Witz, aber bitterem Ernst. Der Autor spielt mit Sprache und spricht ihr zugleich die Kraft zu, Weltsicht und Handeln zu prägen, denn was Mensch zur Einwirkung kommen lässt, bestimmt seine Perspektive. Und wenn eine groschenheftgestählte Figur sich eben einen Nebel des Grauens einbildet, dann wird dieser wahr ...

(Text: René Schmidt, Jurymitglied des Theaterpreises 2020)

Regie Matthias Huber
Bühne und Kostüme Cleo Niemeyer
Dramaturgie Stefanie Esser
Theodore Müller Schulz Lauretta van de Merwe
Dietmar der Anwalt Martin Esser
Simone die Aushilfe Katka Kurze
Eine tote Mutter / Gott Christine Gabsch
Bundeswehr-Soldat Karl Schmidt Alexander Ganz-Kuhl
Dauer:1 h 40 min
Spielpause:keine Pause
Altersempfehlung:ab 16 Jahren
Premiere:08.12.2020
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