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Spielzeit 2020/2021

Arche Noa. Das Ende vom Schluss

Sa
21.
November
Schauspiel
Premiere
Theaterpreis für Junge Dramatik 2020

Arche Noa. Das Ende vom Schluss

Farce von Sören Hornung | Chemnitzer Theaterpreis für junge Dramatik 2020 | URAUFFÜHRUNG

 
 

Man kann uns doch nicht unsere Plastikstrohhalme verbieten, habe ich immer gesagt, jeder Mensch braucht doch einen Strohhalm, einen letzten Strohhalm, an dem er sich festhalten kann. (Bundeswehrsoldat Karl Schmidt)

Vorgeschichte: Simone arbeitet als Aushilfe in einem Supermarkt. Sie wird hierhin und dahin geschickt, kaum jemand beachtet sie. Also schreibt sie ein Büchlein über einen grausamen Nebel, der alles und jeden verschlingt. Ihre Fiktion, besser ihr apokalyptischer Albtraum wird wahr und das Drama beginnt. Aus Simone der Aushilfe wird die Herrscherin über den einzig rettenden SuperSupermarkt und überall draußen herrscht ein Nebel des Grauens, der die Menschen angstvoll herumirren lässt. So auch Dietmar. Er findet schließlich die Tür zum rettenden Markt. Doch auch darin geschehen merkwürdige Dinge: Simone verkauft Dietmar Produkte, die er nicht braucht. Eine "tote Mutter" berichtet von einem Kreuzfahrtschiff, das ausschließlich mittels Geld am Laufen gehalten werden kann, und der Bundeswehrsoldat Karl Schmidt, von Beruf Drohnenpilot, stellt einen Zusammenhang zwischen 3-D-Druckern und der Existenz von Terrorismus her. Doch die Zeit wird knapp. Die Kühlung fällt aus, das Eis schmilzt und eine Sintflut droht. Die Überlebenden retten sich auf die Regale des Supermarktes. Dietmar angelt mutierte Fische und Simone baut an einer Arche, um der dräuenden Katastrophe zu entkommen. Doch Gott wäre nicht Gott, wenn er sich in diesem Moment nicht der Menschen erbarmte. Dumm nur, dass er sich als Geschichte der Menschen entpuppt. Dennoch hat er etwas im Gepäck: die Geburt der Macht aus der Angst.

Sören Hornungs neuer Theatertext rechnet ebenso irrwitzig wie gnadenlos mit dem wirtschaftsliberalen Kapitalismus ab: mit Haltung, aber ohne Zeigefinger, mit Witz, aber bitterem Ernst. Der Autor spielt mit Sprache und spricht ihr zugleich die Kraft zu, Weltsicht und Handeln zu prägen, denn was Mensch zur Einwirkung kommen lässt, bestimmt seine Perspektive. Und wenn eine groschenheftgestählte Figur sich eben einen Nebel des Grauens einbildet, dann wird dieser wahr ...

(Text: René Schmidt)

Spielort:Schauspielhaus - Große Bühne
Dauer:noch nicht bekannt
Altersempfehlung:ab 16 Jahren
Premiere:21.11.2020
Sa, 21. November | 19:30 Uhr
Preis: 11,00 bis 20,00 €
ausverkauft
 

Weitere Termine

29.11.2020 Sonntag 18:00 Uhr    
Schauspielhaus - Große Bühne
08.12.2020 Dienstag 19:30 Uhr    
Schauspielhaus - Große Bühne
21.12.2020 Montag 19:30 Uhr    
Schauspielhaus - Große Bühne

Inszenierungsteam des Stückes

Inszenierungsteam
Regie Matthias Huber

Bühne und Kostüme Cleo Niemeyer

Dramaturgie Stefanie Esser
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