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© Dieter Wuschanski

Spielzeit 2020/2021

Gut gegen Nordwind

So
25.
Oktober
Schauspiel

Gut gegen Nordwind

Moderner Briefroman von Daniel Glattauer | Bühnenfassung von Ulrike Zemme und Daniel Glattauer

 
 

Schreiben Sie mir, Emmi. Schreiben ist wie küssen, nur ohne Lippen. (Leo)

Das Leben hat sich geändert, der Alltag, die Kommunikation: Telefon und Computer sind zum Fenster nach draußen geworden, zu Medien, um Kontakte aufrechtzuerhalten oder neue zu knüpfen. „Social Distancing“ ist das neue Leitmotiv unserer Tage. Aber wie soll sich eine Liebesgeschichte entwickeln – ohne dass zwei Menschen sich nahekommen dürfen? Natürlich auch im Netz, in dem aus „Social Distancing“ „Distant Socializing“ wird und der virtuelle Raum sich in ein intimes Separee verwandelt.

Durch einen Tippfehler landet eine E-Mail, Absender Emmi Rothner, irrtümlicherweise im Postfach von Leo Leike und die beiden kommen plaudernd – chattend – ins Gespräch. Ungezwungen, ehrlich und wunderbar witzig nähern sie sich schnell an: Leo, Sprachpsychologe und Uniassistent, knabbert an der Wieder-Einmal-Trennung von seiner Freundin Marlene, während Emmi der eintönige Alltag zu schaffen macht. Geschützt durch die Anonymität des Internets entsteht für beide ein virtueller gemeinsamer Raum voller Sehnsüchte und nicht gelebter Selbstentwürfe, ein Raum, in dem unverbindlich Unterbewusstes und tiefste Ängste ans Licht kommen dürfen, weil hier alles ausgesprochen werden kann. Aus der harmlosen Unterhaltung wird aufrichtige, gegenseitige Zuneigung. – Aber würde so viel digitale Nähe einer realen Begegnung standhalten? Würde damit nicht das Bild zerbrechen, welches im Kopf des jeweils anderen über die Zeit entstanden ist? Und wie kann eine Begegnung aussehen, bei der nicht – wie im Netz – per Mausklick von Nähe auf Distanz geschaltet werden kann?

Daniel Glattauers Gut gegen Nordwind wurde 2006 für den Deutschen Buchpreis nominiert und als Bestseller in zahlreiche Sprachen übersetzt. Seitdem gehört er zu den Klassikern der modernen Literatur und erlangt in diesen Zeiten ganz neue Aktualität und Brisanz, weil er so unmittelbar spürbar macht, dass Nähe weit mehr ist als eine Berührung.

Spielort:Schauspielhaus - Große Bühne
Dauer:1 h 45 min
Spielpause:keine Pause
Altersempfehlung:ab 16 Jahren
Premiere:18.09.2020
So, 25. Oktober | 18:00 Uhr
Preis: 9,00 bis 15,00 €
ausverkauft
 

Weitere Termine

13.11.2020 Freitag 19:30 Uhr    
Schauspielhaus - Große Bühne
01.12.2020 Dienstag 19:30 Uhr    
Schauspielhaus - Große Bühne
27.12.2020 Sonntag 19:30 Uhr    
Schauspielhaus - Große Bühne

Bilder zum Stückes

Bilder
Lisanne Hirzel, Konstantin Weber © Dieter Wuschanski
Lisanne Hirzel, Konstantin Weber © Dieter Wuschanski
Lisanne Hirzel, Konstantin Weber © Dieter Wuschanski
Lisanne Hirzel, Konstantin Weber © Dieter Wuschanski
Lisanne Hirzel © Dieter Wuschanski
Lisanne Hirzel © Dieter Wuschanski
Konstantin Weber © Dieter Wuschanski
Konstantin Weber © Dieter Wuschanski
Lisanne Hirzel © Dieter Wuschanski
Lisanne Hirzel © Dieter Wuschanski
Lisanne Hirzel, Konstantin Weber © Dieter Wuschanski
Lisanne Hirzel, Konstantin Weber © Dieter Wuschanski
Konstantin Weber © Dieter Wuschanski
Konstantin Weber © Dieter Wuschanski
Lisanne Hirzel, Konstantin Weber © Dieter Wuschanski
Lisanne Hirzel, Konstantin Weber © Dieter Wuschanski
Konstantin Weber © Dieter Wuschanski
Konstantin Weber © Dieter Wuschanski
Konstantin Weber © Dieter Wuschanski
Konstantin Weber © Dieter Wuschanski
Lisanne Hirzel, Konstantin Weber © Dieter Wuschanski
Lisanne Hirzel, Konstantin Weber © Dieter Wuschanski
Konstantin Weber © Dieter Wuschanski
Konstantin Weber © Dieter Wuschanski
Lisanne Hirzel, Konstantin Weber © Dieter Wuschanski
Lisanne Hirzel, Konstantin Weber © Dieter Wuschanski
Lisanne Hirzel © Dieter Wuschanski
Lisanne Hirzel © Dieter Wuschanski

Videomedien zum Stück

Video

Inszenierungsteam des Stückes

Inszenierungsteam

Besetzung des Stückes

Besetzung

Pressestimmen zum Stück

Pressestimmen

Die „Freie Presse" schreibt am 20.09.2020

(…) Lisanne Hirzel als flippige Emmi und Konstantin Weber als leicht nerdiger Leo spielen hier ganz wunderbar die Seelenzustände durch, die offenbar auch eine digitale Fernbeziehung haben kann. Beide Schauspieler meistern zudem das Kunststück, nicht nur miteinander, sondern gleichzeitig nebeneinander spielen zu müssen. In ihren zwei angedeuteten, durch eine Wand getrennten Bühnen-Apartments würdigen sie sich keines Blickes, sie kommunizieren bis zum hoffnungsvollen Schluss ausschließlich über ihre Notebooks. Carsten Knödler hat das Stück ungemein unterhaltsam und spannend, aber dennoch weit weg vom Hollywoodkitsch à la ‚Email für Dich‘ inszeniert. […]

Maurice Querner

„MDR Sachsen - Das Sachsenradio" sagt am 21.09.2020

Hörerkritik

(…) Als Zuschauer taucht man sofort ein in diesen virtuellen Raum, eine Wirklichkeit, in der diese Beziehung zwischen den beiden stattfindet. (…) Es bleibt offen, wohin sie geht. Ich glaube, das trifft den Nerv der Zeit: diese Anonymität in Begegnungen verlockt, sich zu öffnen (…).

Beate und Dietmar Büttner
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