© Nasser Hashemi

Spielzeit 2019/2020

Der Frieden

Sa
30.
November
Schauspiel

Der Frieden

Komödie von Peter Hacks nach Aristophanes
STUDIOINSZENIERUNG

 
 

Die vier neuen Mitglieder des Schauspielstudios Chemnitz nehmen sich einer kühnen Frage an: Wie bringt man den Frieden zurück in die Welt? Dieser wurde nämlich geraubt und eingesperrt und zu lange schon tobt nun der Krieg. Doch ein schlauer Bauer schwingt sich auf einem Mistkäfer hinauf zum Olymp, um den Frieden zu befreien. Rätselhaft, dass dies nicht jedem gefällt!? Während ihn die Einen als Segensbringer und Held feiern, machen ihn die Anderen zum Staatsfeind Nummer Eins, denn der Krieg ist ein Riesengeschäft und mit der Rückkehr des Friedens würden manche Kassen leerbleiben.

Aristophanes (444 v. Chr. – 380 v. Chr.) schrieb diese Komödie im Alter von 23 Jahren, und dem Genre entsprechend kann man davon ausgehen, dass am Ende alles gut wird. Doch wie gut ist denn gut? Mitten in Kalten-Kriegs-Zeiten bearbeitete Peter Hacks (1928–2003) den Stoff zu einer scharfen und pointiert bissigen Fassung, die die Zeichen der Zeit brisant widerspiegelte. Ausgehend von Hacks' Fassung, die 1962 in der Regie von Benno Besson am Deutschen Theater (Ost-) Berlin uraufgeführt wurde, untersuchen die jungen Studierenden auf sinnlich-spielerische Weise heutige gesellschaftliche Positionen und stellen sich archaischen Themen wie Krieg und Frieden.

Auch in der Spielzeit 2019/2020 setzen wir die jahrzehntelange Studiotradition am Schauspiel Chemnitz fort. Vier Studierende der mit uns kooperierenden Hochschulen aus Linz und Zürich verbringen ihr letztes Studienjahr am Schauspielhaus, um als Teil des Ensembles zu lernen und sich auf ihr Berufsleben vorzubereiten. Ebenso setzen wir die erfolgreiche Kooperation mit der TU Berlin fort. Unter der Mentorschaft von Frank Hänig entwerfen Studierende des Masterstudiengangs Bühnenbild_Szenischer Raum Bühnen- und Kostümbilder zu dieser Produktion, von denen dann ein Konzept ausgewählt und realisiert wird.

In Kooperation mit der Technischen Universität Berlin  

Mit freundlicher Unterstützung

Spielort:Schauspielhaus - Ostflügel
Dauer:1 h 30 min / keine Pause
Altersempfehlung:ab 16 Jahren
Premiere:27.09.2019
Sa, 30. November | 20:00 Uhr
Preis: 14,00 €
 

Weitere Termine

07.12.2019 Samstag 20:00 Uhr    
Schauspielhaus - Ostflügel
12.01.2020 Sonntag 18:00 Uhr    
Schauspielhaus - Ostflügel
29.01.2020 Mittwoch 20:00 Uhr    
Schauspielhaus - Ostflügel

Bilder zum Stückes

Bilder
Dorothea Röger, Julian Laybourne © Nasser Hashemi
Dorothea Röger, Julian Laybourne © Nasser Hashemi
Dorothea Röger, Julian Laybourne © Nasser Hashemi
Julian Laybourne, Nina Vieten, Dorothea Röger © Nasser Hashemi
Julian Laybourne, Nina Vieten, Dorothea Röger © Nasser Hashemi
Julian Laybourne, Nina Vieten, Dorothea Röger © Nasser Hashemi
Julian Laybourne, Nina Vieten, Dorothea Röger, Vinzenz Wegmüller © Nasser Hashemi
Julian Laybourne, Nina Vieten, Dorothea Röger, Vinzenz Wegmüller © Nasser Hashemi
Julian Laybourne, Nina Vieten, Dorothea Röger, Vinzenz Wegmüller © Nasser Hashemi
Dorothea Röger, Vinzenz Wegmüller, Nina Vieten © Nasser Hashemi
Dorothea Röger, Vinzenz Wegmüller, Nina Vieten © Nasser Hashemi
Dorothea Röger, Vinzenz Wegmüller, Nina Vieten © Nasser Hashemi
Vinzenz Wegmüller, Nina Vieten © Nasser Hashemi
Vinzenz Wegmüller, Nina Vieten © Nasser Hashemi
Vinzenz Wegmüller, Nina Vieten © Nasser Hashemi
Nina Vieten, Dorothea Röger, Julian Laybourne, Vinzenz Wegmüller © Nasser Hashemi
Nina Vieten, Dorothea Röger, Julian Laybourne, Vinzenz Wegmüller © Nasser Hashemi
Nina Vieten, Dorothea Röger, Julian Laybourne, Vinzenz Wegmüller © Nasser Hashemi
Vinzenz Wegmüller © Nasser Hashemi
Vinzenz Wegmüller © Nasser Hashemi
Vinzenz Wegmüller © Nasser Hashemi
Dorothea Röger, Nina Vieten, Julian Laybourne © Nasser Hashemi
Dorothea Röger, Nina Vieten, Julian Laybourne © Nasser Hashemi
Dorothea Röger, Nina Vieten, Julian Laybourne © Nasser Hashemi

Inszenierungsteam des Stückes

Inszenierungsteam

Pressestimmen zum Stück

Pressestimmen

Die „Freie Presse“ schreibt am 04.10.2019

(…)wurde von Jan Klammer eine großartige Kulisse geschaffen. Das Spiel findet nämlich komplett in einem riesigen Bällebad statt, in denen die Köpfe kaputter Götterstatuen liegen, auf denen die Spieler sitzen und turnen.
Zwei große mobile LED-Wände schaffen Raum und wechselnde Lichtstimmungen und eine Kleiderstange am Rand hilft beim Wechsel der Rollen, den Dorothea Röger und Vinzenz Wegmüller von der Anton-Bruckner-Privatuniversität Linz sowie Nina Viten und Julian Laybourne von der Zürcher Hochschule der Künste permanent und rasant vollziehen. Denn wer gerade was ist, wird immer wieder neu ausgehandelt. Männer, Frauen, Menschen, Geschlechtsidentitäten, Götter - oder auch Mistkäfer, alles ist Verhandlungssache. Manchmal balgen sich die Spieler sogar um die Hauptrolle (…).
Das Ensemble, unter der Regie von Branko Janack, sieht vieles eher locker. Die derbe und volksnahe Handlung, der teils schwülstige Text, wird gebrochen, gebrüllt, von lauter Musik übertönt und wenn man einen Burger im Mund hat, verliert auch der leidenschaftlichste Friedensappell seinen Pathos. Überhaupt zeigt die Inszenierung erfrischend wenig Respekt vor Vorlage und Obrigkeit. Die Götter haben den Olymp verlassen, Hermes lässt sich mit Schinken bestechen, die Friedensgöttin lässt sich bitten und die Obrigkeiten auf der Erde werden als tattrige Waschlappen gezeigt. Die Inszenierung von ‚Der Frieden‘, die am Samstag im Chemnitzer Ostflügel Premiere feierte, geriet (…) unterhaltsam. (…) Lösungen wurden keine geboten, die Ratlosigkeit wurde jedoch prägnant in Szene gesetzt. (…)
 

Sarah Hofmann

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