© Nasser Hashemi

Spielzeit 2018/2019

Die magische Stimme

Mi
17.
Oktober
Schauspiel

Die magische Stimme

Ein Liederabend von Farinelli bis Coldplay
Mit Marko Bullack und Steffan Claußner

 
 

Der Lärm unserer Tage bringt oft Stimmen zum Schweigen - oder die Vielstimmigkeit lässt das Schweigen verhallen. In einer musikalischen Entdeckungsreise bringen Steffan Claußner und Marko Bullack vergessene Stimmen wieder zum Klingen. Ausgangspunkt ist der berühmte Kastrat Carlo Broschi. Er wurde vor der Pubertät kastriert, um seine glockenhelle Knabenstimme zu erhalten. Unter dem Künstlernamen Farinelli gelang ihm eine großartige Karriere und er avancierte zum Megastar des Barocks. Von dieser historischen und berühmten Geschichte ausgehend, schauen Steffan Claußner und Marko Bullack fantasievoll und mit einem Augenzwinkern auf grandiose Gesangskünstler aus Vergangenheit und Gegenwart und erkunden die zauberhafte, suggestive Wirkung von Stimme und Musik. 

Spielort:Schauspielhaus - Foyer
Dauer:1 h 5 min / keine Pause
Altersempfehlung:ab 12 Jahren
Premiere:26.04.2018
Mi, 17. Oktober | 20:00 Uhr
Preis: 12,00 €
 

Weitere Termine

21.10.2018 Sonntag 20:00 Uhr    
Schauspielhaus - Foyer
28.11.2018 Mittwoch 20:00 Uhr    
Schauspielhaus - Foyer
06.12.2018 Donnerstag 20:00 Uhr    
Schauspielhaus - Foyer
19.12.2018 Mittwoch 20:00 Uhr    
Schauspielhaus - Foyer

Bilder zum Stückes

Bilder
© Nasser Hashemi
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Inszenierungsteam des Stückes

Inszenierungsteam
Konzept und Idee Steffan Claußner
Marko Bullack

Musikalische Leitung Steffan Claußner

Szenische Einrichtung und Dramaturgie Kathrin Brune

Besetzung des Stückes

Besetzung

Pressestimmen zum Stück

Pressestimmen

Die „Freie Presse“ schreibt am 03.05.2018

Eine Putzkraft schlurft über die Bühne, auf der sich gerade ein Sänger im Glanze vergangenen Ruhms sonnt. ‚Es ist Saubermachzeit‘, weiß die Putzkraft, doch es klingt wie ‚Zaubermachtzeit‘. Und tatsächlich verwandelt sich der Hausmeister in einen Pianisten – und damit beginnt der Zauber der Musik, die glücklich machen kann.
Es geht ungewöhnlich weiter. Carlo Broschi, auch bekannt als Farinelli, war ein berühmter Kastratensänger des 18. Jahrhunderts. (…)
Dieser begnadete Sänger, gespielt von Marko Bullack, beginnt den szenischen Liederabend ‚Die magische Stimme‘. Steffan Claußner spielt dazu im Blaumann Klavier. Beide gemeinsam haben die Idee entwickelt, die Kathrin Brune szenisch umsetzte. Bullack, von Haus aus Tänzer und Schauspieler, selbst mit schöner, hoher Stimme gesegnet, erinnert sich an die Anfänge des Sängers Broschi, die ‚saubere Kastration, ein tiefer Schnitt für den Wohlklang‘. Und was der Zuhörer Freud sein sollte, war durchaus des Sängers Leid. Aber was tut man nicht, um den Menschen zu gefallen. Und Broschi gefiel, sang am spanischen Hofe und bei anderer Prominenz. Inzwischen ist er 313 Jahre alt (…) und erinnert sich an die Zeit, da er ‚Könige verzauberte‘. Politiker könne man nicht verzaubern, sie seien so laut, dass man nichts mehr versteht. Wir müssten wieder lernen, auf die Stille zu hören.
Und so erzählt und singt sich die ‚magische Stimme‘ in desillusionierten Rückblicken durch Lebensweisheiten, zurückhaltend unpathetisch (…). Von Orpheus bis zu Peter Gabriel und Kate Bush. Von ‚Under Pressure‘, wie es von Queen samt David Bowie bekannt ist, bis zu Coldplays ‚Fix You‘.
Marko Bullack spielt das Singen, was den sehr bekannten Liedern verstörende Distanz verleiht, und er spielt die Faszination, die der Klang der menschlichen Stimme erzeugen kann. Und Steffan Claußner, mit erstaunlichen Schauspieler-Qualitäten, greift immer wieder zum Besen, bevor er sich ganz auf die Begleitung der Stimme konzentriert. So gerät die teils außergewöhnliche Stimmakrobatik zum unterhaltsam-nachdenklichen Kammerspiel über das Selbstverständnis des Künstlers, seine Macht und seine Ohnmacht, die im Zauber der Musik aufgehen.
Höhepunkt des Abends: Das berührende Lied ‚Both Sides Now‘ von Joni Mitchell, das die Erfahrungen des Alters vorwegnimmt und das Bullack ohne jedes Pathos als Lebensbilanz singt. Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass Singen glücklich machen kann, wenn auch nicht unbedingt den Sänger. Und dann ist wieder ‚Saubermachzeit‘. Es gab viel Applaus zur Premiere.

Matthias Zwarg
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