Zu Gast im Schauspielhaus

Zu Karl-Marx-Städter Zeiten gehörte das Schauspielhaus zu den profiliertesten und fortschrittlichsten Häusern der DDR. Schauspieler wie Ulrich Mühe, Corinna Harfouch und Michael Gwisdek begannen hier ihre Laufbahn. Bedeutende zeitgenössische Regisseure wie Frank Castorf, Hasko Weber, Michael Thalheimer und Armin Petras arbeiteten in Chemnitz. Carsten Knödler leitet das Schauspielhaus als Schauspieldirektor. Als Kultureinrichtung mit überregionaler Ausstrahlung ist das Schauspielhaus Chemnitz auch immer wieder Gastgeber für hochkarätige Künstler und Ensembles, die hier mit eigenen Programmen zu Gast sind. So begeisterten hier schon u. a. das Deutsche Nationaltheater Weimar und die Ausnahmeschauspielerin Fritzi Haberlandt.

BOBO und Herzfeld mit Zabelov

BOBO und Herzfeld mit Zabelov

„Blick in den Strom“ – Atmosphärischer Soundtrack

 
 

In den Neunziger Jahren wurde die Sängerin BOBO mit ihrer IndieRockband "Bobo in White Wooden Houses" bekannt. Nach mehreren Alben und zahlreichen Konzerttourneen, weckten Kollaborationen mit dem London Session Orchestra, den Produzenten Blank&Jones oder Rammstein, deren weibliche Stimme sie bei "Engel" war, internationale Aufmerksamkeit.
In den letzten Jahren hat sie sich aber auch als moderne Kunstlied-Sängerin einen Namen gemacht und singt in unvergleichlicher Weise düster romantische Volkslieder und Vertonungen romantischer Poesie von Dichtern wie Eichendorff, Rückert, Rilke und Goethe, die aber alles andere als traditionell und zum Teil extrem reduziert arrangiert sind.
Multiinstrumentalist Herzfeld orchestriert mit ungewöhnlichen Instrumenten wie Präpariertem Klavier, Harmonium, Bassloops und diversen Schlaginstrumenten magische Soundtracks, bei denen sich psychedelisch anmutende Klangwelten und kraftvolle rhythmischen Passagen abwechseln, auf denen Bobos unverwechselbare Stimme mit der ihr eigenen Klarheit und Leichtigkeit zu schweben scheint.
In diesem unbefestigten Gelände zwischen Lied, Minimal Music und Theatermusik wird die poetische Kraft und Weisheit dieser Dichtung in neuen Dimensionen fühlbar, die zeitlose Magie zwischenmenschlicher Emotionen, die diesen Versen innewohnt. Und dabei wirkt das alles so lebendig und modern, dass man meint, man höre diese alten Lieder und Texte zum ersten Mal.
Für ihre innovative Mischung aus Musik und Poesie haben sie 2008 den Weltmusikpreis „Ruth“ bekommen. Auch als im Jahre 2012 der Dokumentarfilm Sound of Heimat ins Kino kam, in dem der Filmemacher Arne Birkenstock Musiker porträtierte, die auf neue Art und Weise altes deutsches Liedgut interpretierten, wurden BOBO&Herzfeld schnell einem größeren Publikum bekannt.
Live spielen sie seit drei Jahren mit dem weißrussischen Akkordeonisten Yegor Zabelov zusammen, der mit seinen virtuosen hymnischen Melodien und treibenden Rhythmen ein kongenialer Mitstreiter in diesem Klanguniversum ist.
Mit dem vor kurzem erschienen Album "Blick in den Strom" vollendet das Trio eine Romantik-Trilogie, die einst mit ihren "Liedern von Liebe und Tod" begann.

Dauer:1 h 15 min / keine Pause

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© Jarek Raczek
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