Fonds Doppelpass

Ein Zimmer für sich allein

Kooperationsprojekt mit Kollektiv Eins und Kosmos Theater Wien

Gefördert im Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes

 

Zusammen mit dem KOLLEKTIV EINS und im Austausch mit dem Kosmos Theater Wien startete das Schauspiel Chemnitz im Herbst 2019 eine Kooperation im Rahmen des Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes. Virginia Woolfs Essay „Ein Zimmer für sich allein“ steht dabei leitmotivisch für das gemeinsame Arbeitsvorhaben, mit dem sowohl gedanklich als auch geografisch neue Räume geschaffen und gewohnte Räume kritisch überprüft sowie theatrale Narration und performative Intervention verknüpft werden sollen. Die Erforschung subversiver Revolten und ihres gesellschafts(um)bildenden Potentials, ihrer Möglichkeiten und Umdeutungen, bilden dabei einen Schwerpunkt der Auseinandersetzung.

In den nächsten zwei Jahren entstehen in Chemnitz und Wien gemeinsame Produktionen mit dem KOLLEKTIV EINS, die auch in den jeweils anderen Städten gezeigt und auf Gastspieltour gehen werden. Zum Start wurde ein performatives Projekt im öffentlichen Raum entwickelt, das in Form eines begeh- und bespielbaren Glashauses auf dem Chemnitzer Theaterplatz fünf Tage besetzt wurde und einen eigenen kleinen Spielplan verfolgte. Vom 25. bis zum 29. September zieht es ins MuseumsQuartier Wien.


EIN ZIMMER FÜR SICH ALLEIN

Performative Besetzung im öffentlichen Raum 11. bis 15. September 2019 Theaterplatz

Konzeption und Umsetzung: KOLLEKTIV EINS, Kosmos Theater Wien und Die Theater Chemnitz
Ausstattung: Lisa Jacobi, Harry Rischmüller
Produktionsleitung: Jasna Witkoski
Video: Arda Funda
Dramaturgie: Kathrin Brune, Friederike Spindler

u.a. mit: Stefan Hornbach, Paula Thielecke, Carolin Wiedenbröker (KOLLEKTIV EINS), Lisanne Hirzel, Patrick Wudtke (Schauspiel Chemnitz)

Am 11. September 2019 bezogen das KOLLEKTIV EINS und Ensemblemitglieder des Schauspiels ein Glashaus, mit dem sie einen Teil des öffentlichen Raums für fünf Tage besetzten und bis in den Abend hinein bespielten. In Zeiten des meteorologischen wie auch des politischen Klimawandels sollte das Glashaus ein Treibhaus lebensbejahender Auseinandersetzung sein, ein Ort, an dem Ideen keimen und Wurzeln geschlagen werden können: Welche Strukturen brauchen wir, um in Freiheit gut leben zu können, ohne Konkurrenz und Angst? Unter welchen Voraussetzungen öffnen sich Herzen füreinander?

Das „Ein Zimmer für sich allein“ sollte für jede*n offen sein. Zeit und Raum, ohne materielle Not und Abhängigkeit eigene Gedanken zu entwickeln, forderte Virginia Woolf in ihrem 1929 erschienen Essay, das damit zum Ausgangspunkt der performativen Besetzung wurde. An diese Konzeption anschließend, wurde der Spielraum des Glashauses genutzt, um unerhörte Stimmen aus der Historie – der Vergangenheit wie der Gegenwart und Zukunft – zu Wort kommen zu lassen. Denn solange es unerhörte Subjekte gibt, deren Gedanken, Leid und Liebe nicht Teil der gesellschaftlichen Bezugs- und Orientierungspunkte sind, wird der Diskurs mit Leerstellen geführt.

Für die Zeit der Besetzung gab es nachmittags bis in den Abend hinein einen eigenen Spielplan mit Konzerten, Lecture Performances, Lesungen, Diskurs und Diskussionen und einem Hotcast. Die Tage und Abende bauten aufeinander auf, konnten aber auch unabhängig voneinander besucht werden und funktionierten eigenständig. Ein Videokünstler dokumentierte die Ereignisse, die auch in Podcasts zusammengefasst und aufbereitet wurden und damit auch über die Besetzung hinaus online abrufbar bleiben.

TEASER #1 (MP4 6.27 MB)
TEASER #2 (MP4 6.22 MB)
TEASER #3 (MP4 6.38 MB)

Podcast vom 11. September 2019 (MP3 167 MB)
Podcast vom 12. September 2019 (MP3 170 MB)
Podcast vom 13. September 2019 (MP3 159 MB)

Detaillierte Informationen auch unter
https://www.facebook.com/DieTheaterChemnitz.
https://www.instagram.com/dietheaterchemnitz/
https://www.facebook.com/kollektiveins
https://www.instagram.com/kollektiveins/

 

Ein Zimmer für sich allein

Theaterplatz Chemnitz 11.-15. September 2019

© Nasser Hashemi
© Nasser Hashemi
© Nasser Hashemi
© Nasser Hashemi
© Nasser Hashemi
© Nasser Hashemi
© Nasser Hashemi
© Nasser Hashemi
© Nasser Hashemi
© Nasser Hashemi
© Nasser Hashemi
© Nasser Hashemi
© Nasser Hashemi
© Nasser Hashemi
© Nasser Hashemi
© Arda Funda
© Arda Funda
© Arda Funda
© Arda Funda
© Arda Funda
© Arda Funda

EIN ZIMMER FÜR SICH ALLEIN #4

Sa
14.
September
Schauspiel
FONDS DOPPELPASS

EIN ZIMMER FÜR SICH ALLEIN #4

Performative Besetzung im öffentlichen Raum

 
 

Lesungen und Lectures, Liveshows und Podcast, Musik und Diskurs gibt es täglich ab 16.00 Uhr zu jeder halben und vollen Stunde. Die Programmslots können zusammenhängend und einzeln besucht werden und widmen sich jeden Tag einem anderen Thema. Nur die Platzkapazität ist begrenzt.

Du keuchst und kreischst gerne, willst aber nicht gleich gebären? Dein Bauch gehört Dir? Na klar! - Wir setzen uns mit Reproduktion und Mutterschaft auseinander.

SLOT 1 ab 16.00 Uhr: Warm-up & Orakel 
SLOT 2 ab 17.00 Uhr: Virginia Woolf & Ein Zimmer für sich allein
SLOT 3 ab 18.00 Uhr: Lectures & Diskussionen
SLOT 4 ab 20.00 Uhr: Live-Show & Podcast
SLOT 5 ab ca. 21.00 Uhr: B/D/S/M – Ausklang mit Band, Sounds und Movies – und die kleinste Disko der Welt

Das tagesaktuelle Programm wird hier und auf den Social Media Kanälen veröffentlicht.

Zum Gesamtprojekt
 

Spielort:Theaterplatz Chemnitz
Dauer:6 h
Sa, 14. September | 16:00 Uhr
Eintritt frei
 

Inszenierungsteam des Stückes

Inszenierungsteam
Konzeption und Umsetzung Kollektiv Eins
Die Theater Chemnitz
Kosmos Theater Wien

Ausstattung Lisa Jacobi (Kollektiv Eins)
Harry Rischmüller (Kollektiv Eins)

Produktionsleitung Jasna Witkoski (Kollektiv Eins)

Video Arda Funda (Kollektiv Eins)

Dramaturgie Kathrin Brune
Friederike Spindler

Besetzung des Stückes

Besetzung
Es spielen
Stefan Hornbach (Kollektiv Eins)
Paula Thielecke (Kollektiv Eins)
Carolin Wiedenbröker (Kollektiv Eins)
Lisanne Hirzel
Patrick Wudtke
u.a.
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