Doppelpass

Ein Zimmer für sich allein

Kooperationsprojekt mit Kollektiv Eins Berlin und Kosmos Theater Wien

Gemeinsam mit der freien Theatergruppe Kollektiv Eins und im Austausch mit dem Kosmos Theater Wien startet das Schauspiel Chemnitz 2019 eine Kooperation im Rahmen des Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes. Virginia Woolfs Essay Ein Zimmer für sich allein steht dabei leitmotivisch für das gemeinsame Arbeitsvorhaben. In den nächsten zwei Jahren entstehen in Chemnitz und Wien gemeinsame Produktionen mit Kollektiv Eins, die auch in der jeweils anderen Stadt gezeigt werden. Ein weiterer und erster Schwerpunkt wird ein performatives Format im öffentlichen Raum sein, das sich am jeweiligen Ort mit subversiven Revolten auseinandersetzen und in Form eines begeh- und bespielbaren Glashauses zwischen Chemnitz und Wien hin- und herreisen wird. Das fragile und zerbrechliche Glashaus als Aktions- und Diskussionsraum soll den Menschen der jeweiligen Stadt sowohl Schutzraum als auch partizipativer Ort sein, an dem das Außen seine Wirkkraft verliert und eine neue Wirklichkeit zu greifen beginnt. Die Menschen, die diesen Raum betreten, füllen ihn mit ihren Geschichten und treten miteinander in den Dialog. Während der Dauer der Besetzung wird hier ein eigener kleiner Spielplan verfolgt: Kommunikative Formate wie Diskussionen, Vorträge, Interviews, Happenings, Musik- und Filmabende oder gemeinsame Abendessen sind in Planung. Zugleich ist dieser gläserne, öffentliche Raum auch mobiles Denkmal für alle, die sonst nicht gehört werden. "Wer im Glashaus sitzt ..." - im Glashaus können wir miteinander Zeit und Raum dehnen und uns lustvoll drängenden Themen widmen und fragwürdige Fragen stellen.

Seit ihrer Gründung 2012 beschäftigt sich die Theatergruppe Kollektiv Eins intensiv mit feministischer und antirassistischer Theorie. In der Arbeit als Kollektiv, aber auch außerhalb des Theaters untersuchen sie, wie sich gewonnene Erkenntnisse im alltäglichen Leben anwenden lassen. Diese Themen im Theater zu verankern, wo die Kette Gedanke-Wort-Tat revolutionäres Potential entfalten kann, ist Bedürfnis und Anliegen ihrer Arbeit. Im partizipativen Dialog und dem gemeinsamen Erleben gilt es, gängige narrative Muster aufzubrechen und ihnen neue oder bisher unerhörte Erzählungen entgegenzustellen.

Zum Programm in Chemnitz folgen in Kürze konkretere Informationen.

Gefördert im Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes

 

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