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Es war die Lerche

Komödie von Ephraim Kishon
Aus dem Hebräischen von Friedrich Torberg

Romeo und Julia – eines der berühmtesten Liebespaare der Welt! Ihr romantischer und zugleich tragischer Liebesrausch konnte über Jahrhunderte konserviert werden, weil sie einen fulminanten Doppelselbstmord hinlegten. Doch was wäre, wenn die beiden Liebenden nicht gestorben wären, wenn Julia eine Sekunde früher erwacht wäre – eine Sekunde, die alles verändert hätte? Ob man sich jedoch einen Gefallen damit tut, in das Schicksal einzugreifen und ob es ratsam ist, die Pläne eines William Shakespeare zu torpedieren, das ist hier die Frage. In Kishons Komödie Es war die Lerche haben Romeo und Julia ihren Schöpfer überlistet und sind dem Tod in letzter Sekunde von der Schippe gesprungen. Mittlerweile 29 Jahre verheiratet, ist der Glanz vergangener Tage längst verblasst. Romeo arbeitet als gealterter Ballettlehrer und seine größte Freude ist es, wenn er mit seiner Wärmflasche Rosalinde ins Bett gehen kann. Julia gibt sich gerne schönen Tagträumen hin, muss aber nebenbei auch den Haushalt schmeißen – sehr zu ihrem Unmut. Und dann gibt es noch die pubertierende Tochter Lucretia, die sich und ihren Eltern das Leben zur Hölle macht. Eine schrecklich normale Familie also ... Dennoch steckt in allen eine große Sehnsucht – die Frage ist nur, wie wird man den schnöden Alltag los? Letztlich muss William Shakespeare höchst persönlich eingreifen, denn schließlich hat er sich etwas dabei gedacht, die beiden nach nur vier Tagen und drei Nächten im Liebesrausch sterben zu lassen.

Sa
13.
Juni
Schauspiel
19:30 Uhr

Gans, du hast mein Herz gestohlen!

Abenteuerreise für Klein und Groß von Marta Guśniowska
Aus dem Polnischen von Anna Szostak-Weingartner

Das kann doch wohl nicht wahr sein! Da möchte der Fuchs einfach nur in aller Ruhe einen leckeren Braten aus dem Hühnerstall stibitzen und dann sowas. Zuerst heftet sich ein Live-Reporter an seine Fersen und quasselt immer dazwischen und dann erwartet ihn im Hühnerstall diese etwas skurrile Gans, die unbedingt gefressen werden will, um ihrem einsamen irdischen Jammertal zu entkommen. Als Rocky der Hahn von dem ganzen Lärm auch noch erwacht, bleibt dem überforderten Fuchs nichts weiter übrig, als mit der Gans nach Hause zu fliehen. Doch zum Fressen gern hat er sie wirklich nicht – viel zu wenig Fett unter den Federn, doch irgendwie zauberhaft. Vielleicht hat der Wolf Interesse? Wie das so ist auf Reisen, lernt das ungleiche Paar die Tiere des Waldes kennen, der eine gemütlich, die andere ganz besorgte Mama, der dritte ein Fährmann über den großen Fluss der Endlichkeit. Als Fuchs und Gans schließlich beim Wolf ankommen, ist etwas geschehen – aber was, das wird hier nicht verraten. Nur so viel: Die Gans nimmt mehr als ein Bad im Kochtopf und ein anderer entdeckt die Liebe. – In dem sommerlich heiteren Schauspiel werden Groß und Klein auf eine überraschende Lebensreise mitgenommen.

Sa
27.
Juni
Schauspiel
17:00 Uhr

Tausend Mal berührt

Ein Schlagerabend

Theater, Theater, der Vorhang geht auf – zur großen Schlagerparty auf der Küchwaldbühne. Hello again, willkommen zu einer musikalischen Zeitreise. Würden wir eine Schlagerhitparade veranstalten, welche Lieder dürften nicht fehlen? Er hat ein knallrotes Gummiboot, Wie ein Stern, Weiße Rosen aus Athen – all diese Lieder, die jeder kennt und nach dem ersten Takt schon mitsummen kann. Denn Schlager erzählen nicht nur Musikgeschichte, sondern auch die eigene Lebensgeschichte. Unsere Eltern tanzten zu dieser Musik durch ihre wilden Jahre und wir tanzen dazu auf jeder guten Party. Fünf Schauspielerinnen und Schauspieler begeben sich auf die Suche nach den ultimativen Schlagern. Gemeinsam gehen wir auf eine Zeitreise – mit Liedern vom Kommen und Gehen der Liebe, zwischen Nord und Süd, West und Ost, Neuanfängen und Abschieden – mit Liedern, die das Leben prägten und die Geschichte schrieben, auf dem Flug zu den Sternen oder auf der Autofahrt in die Dorfdisko. Ein Hoch auf das Leben!

Sa
04.
Juli
Schauspiel
20:30 Uhr
© Dieter Wuschanski

Ring Of Fire

Eine Johnny-Cash-Hommage

Am 12. September 2003 starb die Musiker-Legende Johnny Cash im Alter von 71 Jahren. Der „Country-Sänger“ war Vorbild und Inspiration für Generationen von Musikern – darunter Größen wie Bob Dylan, Kris Kristofferson, Bono und Nick Cave. Johnny Cash schrieb etwa 500 Songs, verkaufte mehr als 53 Millionen Tonträger und erhielt 15 Grammy Awards. Berühmt wurde er in den 1950er Jahren mit Songs wie Folsom Prison Blues oder Walk The Line.

Schon früh begegnete Johnny Cash seinen Themen: Schuld, Einsamkeit, Armut, Tod, Liebe und Vergebung. Cash, der als Jugendlicher seinen Bruder Jack verlor und zeitlebens ein problematisches Verhältnis zu seinem Vater hatte, kämpfte mit tiefen Schuldgefühlen und Einsamkeit. Dies trieb ihn in Alkohol- und Drogenexzesse. In seinem tiefen christlichen Glauben und seiner zweiten Frau June Carter fand er Halt und Liebe. Nach schweren Abstürzen und Phasen künstlerischer Stagnation gelangen ihm mehrere sensationelle Comebacks: 1968 spielte er im Gefängnis Folsom State Prison, 1994 produzierte Rick Rubin mit ihm American Recordings. Wie kaum ein anderer war er über Generationengrenzen hinweg musikalisches Idol.

Seine Zeitgenossen beeindruckte Cashs Charisma und sein zutiefst durchlebter Glaube. Da sprach jemand von Christus, der die dunklen Seiten des Lebens erfahren hatte und in seiner Musik berührend davon zu erzählen wusste. Dieses Durchs-Leben-gegangen-sein gab seinen Interpretationen wie eben von Ring Of Fire jene besondere Tiefe. Diese sehr persönliche Hommage an Johnny Cash feierte 2011 am Gerhart Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau Premiere und ist in teilweise neuer Besetzung seit 2013/14 auch erfolgreich in Chemnitz zu sehen.

Fr
10.
Juli
Schauspiel
20:30 Uhr
© Nasser Hashemi

The Silent

Ein Abend mit Songs von Leonard Cohen
URAUFFÜHRUNG

Vom Vater hatte er das untrügliche Gespür für Anzüge geerbt, von der Mutter neben dem Gefühl unerschütterlicher Liebe eine Neigung zur Depression. Leonard Cohen wurde am 21. September 1934 geboren und wuchs in den geordneten Verhältnissen eines wohlhabenden jüdischen Elternhauses in Montreal auf. Mit vierzehn beschäftigte er sich intensiv mit Hypnose, um zum ersten Mal eine Frau nackt zu sehen. Mit ähnlicher Energie verfolgte er das Ziel, Schriftsteller zu werden. Cohen studierte Englische Literatur an der McGill University Montreal, umgab sich mit Dichtern wie Irving Layton, brachte 1956 seinen ersten Gedichtband Let Us Compare Mythologies heraus und wurde über Montreal hinaus bekannt. Er versuchte dann sein Glück in New York, kehrte zurück, schrieb wie ein Besessener, etablierte die Four Penny Art Gallery und trug seine Gedichte zu Jazzmusik vor. Aber die Unruhe der Wanderjahre blieb, nicht nur auf seinen nächtlichen Streifzügen durch die Straßen Montreals. Es zog ihn nach London, wo ihm seine Wirtin Mrs. Pullman täglich drei Romanseiten abforderte, und weiter auf die griechische Insel Hydra. Dort waren die Tage am Meer bestimmt vom Schreiben und Baden, von spiritueller Suche und der Libertinage sexueller Revolution. Auf der Insel lernte er auch seine wohl bedeutendste Muse, Marianne Ihlen, kennen. Dennoch zog es ihn weiter. Nach Havanna, wo ihn seine Mutter 1961 während der Kuba-Krise rettete, und wieder nach New York. Schließlich legte er 1967 sein erstes Album Songs of Leonard Cohen vor – mit jenem Sound, der bis heute nachhallt.

Der 2016 verstorbene Meister sehnsuchtsvoller Melancholie konnte mit seinen Versen und seiner Stimme direkt in die Seele singen. Viel war und ist von ihm zu lernen: an Empathie und Respekt, an Gespür für die Schönheit und die Tragik des Lebens.

Sa
11.
Juli
Schauspiel
20:30 Uhr

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