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Der RING ist geschmiedet

Der Ring des Nibelungen

Ein Bühnenfestspiel für drei Tage und einen Vorabend von Richard Wagner

Die Theater Chemnitz haben sich 2018 einer der größten Herausforderungen des Musiktheaters gestellt und Richard Wagners gewaltiges Bühnenfestspiel Der Ring des Nibelungen innerhalb nur eines Jahres als Neuinszenierung auf die Bühne gebracht – erstmals entwickelt von vier Regisseurinnen und ihren Teams. Mit der Premiere der Götterdämmerung am 1. Dezember 2018, dem „Opern-Wunder von Chemnitz“ (Fränkischer Tag), ist dieses ambitionierte Vorhaben – nicht zuletzt dank herausragender Besetzungen mit zahlreichen umjubelten Rollen- und Hausdebüts – erfolgreich abgeschlossen worden.

Vier verschiedenartigste Inszenierungskonzepte haben mit ihrer ganz eigenen Handschrift überregional für Aufmerksamkeit gesorgt – Verena Stoiber mit Das Rheingold, Monique Wagemakers mit Die Walküre, Sabine Hartmannshenn mit Siegfried und Elisabeth Stöppler mit Götterdämmerung. So individuell in Erzählform und Ästhetik die vier Teile inszeniert sind, so ist doch das verbindende Element stets erkennbar: dass der Mensch durch Machtmissbrauch, Gier, Hass und Gewalt nicht nur die zivilisierte Welt zu zersetzen droht, sondern die Natur als Ursprung und Grundlage allen Lebens durch Ausbeutung zu zerstören vermag. Die (Nächsten)Liebe wird immer wieder als ein Anker der Hoffnung ausgeworfen. Gibt es am Ende einen „typisch weiblichen“ Blick auf den Ring? An vier aufeinander folgenden Januar-Samstagen kann sich davon jeder selbst ein Bild machen, wenn erstmals alle Musikdramen der Neuinszenierung unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Guillermo García Calvo hintereinander zu erleben sind, bevor sich der Vorhang Ostern und Himmelfahrt/Pfingsten für zwei kompakte Ring-Zyklen hebt.

Begleitend zum Januar-Ring dürfen sich sowohl Wagner-Skeptiker als auch Wagner-Fans auf Stückeinführungen der besonderen Art mit Dr. Eske Bockelmann, Experte für klassische Philologie und Germanistik, im Duo mit dem Pianisten Thomas-Michael Gribow im Weltecho freuen. Die Oster- und Pfingst-Zyklen werden jeweils mit erfahrungsgemäß kurzweiligen und zugleich tiefschürfenden Vorträgen von Prof. Christoph Fasbender bereichert, der an der TU Chemnitz Deutsche Literatur- und Sprachgeschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit lehrt.

Der Eintritt zu den Sonder-Einführungen ist frei, aus Kapazitätsgründen wird jedoch um Anmeldung unter info@theater-chemnitz.de gebeten.  

Gefördert von 

 

DER RING DES NIBELUNGEN (The Ring of the Nibelung)
The Ring Cycle by Richard Wagner performed over 3 days with a prelude on the preliminary evening

In 2018, Die Theater Chemnitz took on one of the biggest challenges in music theatre by staging the four grand operas by Richard Wagner, Der Ring des Nibelungen. Central to all four interpretations is the key role of the women. Women play a central part in Wagner’s Der Ring des Nibelungen. The world order lays in the hands of Erda. The other female characters, be it the Rhinemaidens, Freia or Brünnhilde, cause men lose their control, which in turn leads to devastating tragedies. A woman is also the sole survivor of the carnage of the Götterdämmerung: Gutrune. The women are the predominant characters who set the tone, with each pursuing widely differing goals. Therefore, it is only appropriate that not just one, but four female directors undertook the staging of the tetralogy. Verena Stoiber, Monique Wagemakers, Sabine Hartmannshenn and Elisabeth Stöppler will analyze the four parts of the Ring for their very individual internal structures and imbue each with a uniquely feminine view. In contrast, the musical direction is in the hands of the newly appointed musical director Guillermo García Calvo and first conductor Felix Bender. Even this artistic tension between the sexes gives occasion for a new examination of Richard Wagner’s multilayered opera.


Termine

Das Rheingold 
03.02. | 22.02 | 03.03. | 31.03. | 15.04. | 28.04.2018 | 05.01. | 27.01. | 18.04. | 30.05.2019

Die Walküre 
24.03. | 02.04. | 22.04. | 01.05. | 27.05.2018 | 12.01. | 19.04. | 01.06.2019 

Siegfried 
29.09. | 20.10. | 10.11.2018 | 19.01. | 20.04. | 08.06.2019

Götterdämmerung 
01.12. | 22.12.2018 | 26.01. | 22.04. | 10.06.2019

"Ring"-Zyklen 2019

RING-ZYKLUS IM JANUAR 2019 
Das Rheingold: 05.01.2019, 18.00 Uhr 
Die Walküre: 12.01.2019, 16.00 Uhr 
Siegfried: 19.01.2019, 16.00 Uhr 
Götterdämmerung: 26.01.2019, 16.00 Uhr 

RING-ZYKLUS ZU OSTERN 2019 
Das Rheingold: 18.04.2019 (Gründonnerstag), 18.00 Uhr 
Die Walküre: 19.04.2019 (Karfreitag), 16.00 Uhr 
Siegfried: 20.04.2019 (Ostersamstag), 16.00 Uhr 
Götterdämmerung: 22.04.2019 (Ostermontag), 16.00 Uhr 

RING-ZYKLUS ZU PFINGSTEN 2019 
Das Rheingold: 30.05.2019 (Himmelfahrt), 18.00 Uhr 
Die Walküre: 01.06.2019 (Samstag), 16.00 Uhr 
Siegfried: 08.06.2019 (Pfingstsamstag), 16.00 Uhr 
Götterdämmerung: 10.06.2019 (Pfingstmontag), 16.00 Uhr


Götterdämmerung

Mo
10.
Juni
Oper
Ringzyklus Pfingsten 2019

Götterdämmerung

Dritter Tag aus dem Bühnenfestspiel "Der Ring des Nibelungen" von Richard Wagner

 
 

Mit Siegfried und Brünnhilde hat sich am Ende von Siegfried das ideale Liebespaar gefunden, das die Kraft haben könnte, auf Macht und Besitz zu verzichten und die Welt sowie die Menschen durch Liebe zu versöhnen. Hätte Richard Wagner seinen Ring des Nibelungen mit Siegfried abgeschlossen, wäre die Parabel über die zerstörerische Macht des Geldes auf Kosten von Mitmenschlichkeit und Liebe glücklich ausgegangen. Doch Wagner konzipierte seine Nibelungen-Dichtung ausgerechnet von Siegfrieds Tod aus, so der ursprüngliche Titel der späteren Götterdämmerung. Die politischen Ereignisse und gesellschaftlichen Umwälzungen seiner Zeit veranlassten ihn dazu, den Stoff um die Vorgeschichten zu erweitern und damit ein einzigartiges Opus Magnum, seinen Ring des Nibelungen zu komponieren.

In der Götterdämmerung spitzt sich zu, was dem Ring, dem Machtsymbol schlechthin, seit Alberichs Fluch im Rheingold anhaftet: Er bringt allen, die ihn besitzen, den Tod und führt schließlich zum Untergang eines ganzen Imperiums. Siegfried, der furchtlose Held, anders als sein Vater Siegmund nun frei von Wotans Wille, ist sich der Verantwortung für dieses Liebespfand Brünnhildes jedoch nicht bewusst. Von Alberichs Sohn Hagen manipuliert, verspielt Siegfried leichtfertig den Ring, seine große Liebe und jede Chance auf Wiedergutmachung und Rettung der aus den Fugen geratenen Welt. Einzig Brünnhilde, durch Liebe und schmerzvolle Erfahrung gereift, überdauert den Untergang des machtzerfressenen, elitär-dekadenten und brutalen Gesellschaftssystems. Durch sie besteht die Möglichkeit der Hoffnung auf eine Zukunft.

Innerhalb von nur einem Jahr vollendet die Oper Chemnitz mit der Götterdämmerung den von vier Regisseurinnen neu inszenierten Ring des Nibelungen. Elisabeth Stöppler arbeitete u. a. an der Hamburgischen Staatsoper, der Staatsoper Hannover, der Staatsoper Berlin, der Oper Frankfurt sowie der Semperoper Dresden. Für ihren in Gelsenkirchen realisierten Peter Grimes erhielt sie den Götz-Friedrich-Preis und den Förderpreis NRW. Seit der Spielzeit 2014/2015 ist sie Hausregisseurin am Staatstheater Mainz.

Aufführung mit deutschen Übertiteln

Gefördert von 

 

GÖTTERDÄMMERUNG (Twilight of the Gods)
Day three of “Der Ring des Nibelungen” (The Ring of the Nibelung) by Richard Wagner

At the end of Siegfried, the ideal couple of lovers were found in Siegfried and Brünnhilde. They could have had the strength to renounce power and wealth and to reconcile the world and its people through love. Had Richard Wagner closed his Ring des Nibelungen with Siegfried, the parable of the destructive power of money at the cost of humanity and love, would have had a happy ending. However, Wagner initially started his Nibelung saga with Siegfrieds Tod, as was the original title of the Götterdämmerung. The political climate and social upheaval of his time prompted him to expand on the mythical background, thereby, creating a one of a kind Magnum Opus, his Ring des Nibelungen.

With the Götterdämmerung, the curse cast on the ring – the ultimate symbol of power – reaches a climax. It brings death to all who possess it and eventually it leads to the downfall of an entire empire. Siegfried, the fearless hero, who, as opposed to his father, is free from Wotan’s willpower, is unfortunately unaware of his responsibility for the love token from Brünnhilde. Manipulated by Alberich’s son Hagen, Siegfried recklessly loses the ring, his great love, and every chance of redemption and salvation from this unravelling world. Only Brünnhilde, matured through love and pain, outlasts the fall of the elitist, decadent, brutal and power-hungry social system. Through her, a hope for a future remains.

With Götterdämmerung, the Oper Chemnitz will accomplish a new staging of Der Ring des Nibelungen under the guidance of 4 female directors within just one year. Elisabeth Stöppler has worked, amongst others, for the Staatsoper Hamburg, the Staatsoper Hannover, the Staatsoper Berlin, the Oper Frankfurt, as well as the Semperoper Dresden. For her staging of Peter Grimes in Gelsenkirchen, she received the Götz-Friedrich-Preis and the Förderpreis NRW. She has been the director in residence at the Staatstheater Mainz since the 2014/2015 season.

Performance with German supertitles.

Spielort:Opernhaus - Saal
Dauer:6 h / 2 Pausen
Altersempfehlung:ab 16 Jahren
Premiere:01.12.2018
Mo, 10. Juni | 16:00 Uhr
Preis: 32,00 bis 59,00 €
 

Weitere Termine

22.12.2018 Samstag 16:00 Uhr    
Opernhaus - Saal
26.01.2019 Samstag 16:00 Uhr    
Opernhaus - Saal
22.04.2019 Montag 16:00 Uhr    
Opernhaus - Saal

Bilder zum Stückes

Bilder
© Nasser Hashemi
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Videomedien zum Stück

Video

Inszenierungsteam des Stückes

Inszenierungsteam
Musikalische Leitung / Musical Direction Guillermo García Calvo

Inszenierung / Direction Elisabeth Stöppler

Bühne / Scenic Design Annika Haller

Kostüme / Costume Design Gesine Völlm

Chor / Choir Stefan Bilz

Dramaturgie / Dramaturgy Susanne Holfter

Besetzung des Stückes

Besetzung
Siegfried
Daniel Kirch

Gunther
Pierre-Yves Pruvot

Alberich
Jukka Rasilainen

Hagen
Marius Boloş

Brünnhilde
Stéphanie Müther

Gutrune / 3. Norn
Cornelia Ptassek

Waltraute
Anne Schuldt

1. Norn
Anja Schlosser

2. Norn / Wellgunde
Sylvia Rena Ziegler

Woglinde
Guibee Yang

Flosshilde
Sophia Maeno

Chor und Chorergänzung der Oper Chemnitz

Damen und Herren der Statisterie

Robert-Schumann-Philharmonie

Pressestimmen zum Stück

Pressestimmen

„Der fränkische Tag“ schreibt am 05.12.2018

Das Opern-Wunder von Chemnitz
Mit Elisabeth Stöpplers genialer Inszenierung der ‚Götterdämmerung‘, die zudem in den zwei Hauptpartien sängerdarstellerisch singulär besetzt ist, schließt sich der ‚weibliche Ring‘.
(…) Die Theater Chemnitz (…) haben heuer den kompletten ‚Ring‘ innerhalb von zehn Monaten herausgebracht und dafür vier Regisseurinnen engagiert – mit sensationellem Ergebnis.
(…)
Insgesamt ist dieser ‚Ring‘ auch dank der überwiegend in ihren Rollen debütierenden Solisten ein Meilenstein in der Rezeptionsgeschichte und Chemnitz für mich das Opernhaus des Jahres. (…) Beim ‚Ring‘-Abschluss (…) zeigte sich: Die weibliche Sicht zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass sie auch in manchen männlichen Figuren ein missbrauchtes Kind entdeckt und sie empathisch einbezieht. Natürlich legt auch Stöppler ihren Fokus auf die Frauen. Aber indem sie zum Beispiel Siegfried erst als glücklichen Verliebten präsentiert, den die Gibichungen zum erinnerungslosen Drogenabhängigen machen und der die tückische Brautwerbung nicht allein, sondern gemeinsam mit Gunther unternimmt, ist sie letztlich näher bei Wagners Original als die meisten ihrer männlichen Kollegen. Was sich tief bewegend später zeigt – bei Siegfrieds Tod und Brünnhildes Abgesang.
Am Ende wird klar, dass der ‚Ring‘ hier als Geschichte der gescheiterten Väter Wotan und Alberich zu lesen ist – und als eine Geschichte von weiblicher Selbstfindung. Wenn die schon im 2. Akt auf aufregende Weise in ihre Walküren-Rolle zurückgekehrte Brünnhilde an Siegfried ihr Todesverkündigungsritual vollzogen hat und sich im Schneegestöber daran macht, das finale Feuer zu legen, es sich aber anders überlegt, emanzipiert sie sich eindrucksvoll nicht nur von ihrem Vater, sondern sogar von Wagner selbst.
Kaum zu toppen
Die in jedem Detail stimmige und präzise Personenregie, die einem die Figuren menschlich extrem und zum Heulen nahe bringt, die neue Perspektiven aufzeigende Inszenierung in ihrer schlüssigen endzeitlichen Eisregion (Bühne: Annika Haller, Kostüme: Gesine Völlm) ist schon für sich genommen ein Theatercoup und braucht den Vergleich mit der legendären ‚Götterdämmerung‘ Patrice Chéreaus in Bayreuth nicht zu scheuen.
Doch damit nicht genug: Auch die zwei Hauptsolisten sind ein sängerdarstellerisches Ereignis und kaum zu toppen. Nach seinem spektakulären Debüt in ‚Siegfried‘ überzeugt Daniel Kirch als Siegfried auch in der ‚Götterdämmerung‘ auf Anhieb und hat in Stéphanie Müthers Brünnhilde jetzt eine Partnerin, die mit ihm auf Augenhöhe agiert und singt.
Beide sind phänomenal und in den kommenden Chemnitzer ‚Ring‘-Zyklen zu erleben. Hohes Staatsopernniveau beim Gros der Solisten (…).
Die Robert-Schumann-Philharmonie unter Generalmusikdirektor Guillermo García Calvo, der alle weiteren Vorstellungen dirigieren wird, überzeugt als musikalisches Medium, das eben nicht nur die Sänger auf Händen trägt, sondern zusätzlich etwas zu erzählen weiß.
Das Orchester zelebriert unglaublich zarte Übergänge ebenso souverän wie die großen dramatischen Ausbrüche, die von Stefan Bilz einstudierten Chöre machen die intensive Chemnitzer Wagnerpflege hörbar. Am Ende dieses Opern- und Wagner-Wunders stehende Ovationen.

Monika Beer

Die „Sächsische Zeitung“ schreibt am 03.12.2018

Der Ring (…) ist wieder da, wo er hergekommen ist. Bei den Rheintöchtern, den Nornen, bei Brünnhilde und Erda, auch Waltraute und Gutrune kommen dazu. Mit diesem klaren, anrührenden Bild setzt die ‚Götterdämmerung‘ den Schlusspunkt unter das ambitionierte Vorhaben der Oper Chemnitz, Wagners Ring von vier Inszenierungsteams mit Regisseurinnen an der Spitze realisieren zu lassen. Das Publikum war begeistert, großer Applaus, lang anhaltend, stehend und mit Bravorufen.
Die Begeisterung bezog sich keineswegs nur auf die musikalische Leistung, die bei einem Mammutwerk von sechs Stunden, das mit machtvollen Wellen der Klangfülle und anhaltender Spannung der Stimmlage schon allein für die physische Leistung Anerkennung einfordert. Guillermo García Calvo leitet die Aufführung mit Umsicht, Kraft und Interpretationsstärke. Unter seiner Leitung bringen Robert-Schumann-Philharmonie, Opernchor und Solisten einen musikalischen Kosmos zum Klingen, in dem sich Götter und Helden auf der Bühne beeindruckend entfalten, über sich hinauswachsen und als Menschen outen.
Am Beginn der Oper seilen sich drei fellvermummte Wesen durch eine eisige Landschaft: The Day After Tomorrow, das vorhersehbare Ende. Götterdämmerung. Die Nornen reflektieren und weissagen die Geschichte der Welt. Annika Haller hat die Bühne zwischen Eis und Felsenlandschaft hier und Gibichungenhalle im Stil eines modernen Exklusivhotels dort, mit Abflusskanal statt Rheingrund und großer Leere fürs Finale gestaltet. Zusammen mit den heutigen Kostümen von Gesine Völlm, Krachlederne für Siegfried, Abendgarderobe für die Herrschaften, wilde Schickimicki-Kledage für den Chor, bedient sie die Inszenierungskonzeption beeindruckend.
Erst nachdem die Nornen zu Erda, der Urgöttin, abtauchen, beginnt bei Wagner die wohl bekannteste deutsche Heldensage. Elisabeth Stöppler inszeniert sie konsequent als Geschichte der Frauen. Brünnhilde beherrscht die erste Szene, Stéphanie Müther ist als Liebende großartig, freimütig und ungezwungen. Mit einer beeindruckenden stimmlichen Leistung führt sie ihre Figur von da über die demütigende Vergewaltigung und die Rachefurie zu einer anrührenden Versöhnungsgeste (…).
Bis zum Schluss zeigt sie immer mindestens zwei Seiten ihrer Figur und macht sie so menschlich, nachvollziehbar. Sie schenkt Siegfried ihre Liebe. Sein Geschenk, der Ring, wird in ihrer Hand vom verfluchten Objekt der Begierde zum Pfand einer großen Liebe. In der Welt der Gibichungen steht Gutrune in der Mitte des merkwürdig verwobenen Dreigestirns mit den Halbbrüdern Gunther und Hagen. Cornelia Ptassek zeigt glaubhaft ihre Wandlung von der High-Society-Lady über die machtgierige, liebeshungrige, ausgenutzte zur hoffnungslos verzweifelten Frau. Siegfried stolpert als ungehobelter Trampel in diese Welt. Der Trank, der ihn Gutrune lieben und Brünnhilde vergessen lässt, wird ihm zur Droge. Daniel Kirch kann diesen fröhlichen Gesellen, dessen Naivität ausgenutzt, der zum willigen Werkzeug und als betrogener Betrüger in die Verzweiflung getrieben wird, mit scheinbar unermüdlicher Stimmkraft gestalten. Ihm nimmt man ab, dass er den Ring ohne sein Wissen an den Abgrund führt, für ein Liebesspiel weggäbe, unter Androhung jedoch erst recht behält. Die Szene, in der Brünnhilde den Geliebten nach Hagens tödlichem Angriff als Walküre rituell zu den Toten wäscht, ist eine bewegende Regieerfindung. Sie lauscht dem Stück eine selten so klar gezeigte Facette ab.
(…) Stöppler schafft es, die sechs Stunden kurzweilig zu gestalten. Sie erzählt die Geschichte nachvollziehbar und konsequent. Ihre Figuren sind glaubwürdig, spielen miteinander, ziehen sich an, stoßen sich ab, reiben sich. (…)
Marius Bolos steigert sich als Hagen zu großer Leistung, Pierre-Yves Pruvot gibt seinen halb so konsequenten Halb-Bruder Gunther. Beiden nimmt man ab, wie sie geworden sind, sie zeigen die Menschen hinter den Helden. Sie sterben. Übrig bleiben die Frauen, die den Ring zurückgeben. Schlicht und ergreifend. Hoffnung oder Utopie? Der Ring ist wieder da.

Jens Daniel Schubert

„Dresdner Neueste Nachrichten“ schreiben am 03.12.2018

‚Das Beste zum Schluss‘. Das wäre eine mögliche Überschrift zu der ‚Götterdämmerung‘, mit der Elisabeth Stöppler und Generalmusikdirektor Guillermo García Calvo jetzt den neuen Chemnitzer Ring mit vier verschiedenen Regisseurinnen abgeschlossen haben.
Was zu sehen und zu hören war, packte mit einem durchdachten Konzept. Es imaginierte subtil die drei vorausgehenden Ringteile, glänzt mit klugen Einfällen und lieferte zum Schluss auch noch eine feministische Popinte für den ‚Frauen-Ring‘, die keineswegs aufgesetzt wirkter. Da singt Brünnhilde im Schneetreiben vom Untergang und hantiert mit einem Benzinkanister und einem Feuerzeug herum. Aber als es ernst wird, ist sie doch so sehr mitfühlender Mensch, dass sie es nicht fertig bekommt, sich anzuzünden. In der Verzweiflung über ihr Versagen findet sie aber Trost.
Was Wagner szenisch zu seinen letzten Ringtönen im Traum nicht eingefallen wäre, wird hier Ereignis: Die von allen Männern verratene Brünnhilde findet Trost bei ihrer Mutter Erda. Zu der gesellen sich dann auch die Rheintöchter, eine der Nornen, ihre Schwester Waltraute und schließlich auch noch Gutrune.
Die war Brünnhilde schon vorher näher als üblich gekommen. Als der Drahtzieher des Heldenmordes aufgeflogen ist, drückt ihr die Walküre eine Pistole in die Hand. Nach dem Motto: du darfst … Während Gutrune Hagen über den Haufen schießt, hält sich Brünnhilde einfach die Ohren zu. Am Ende finden sich also die Frauen im Stück zusammen. Was vermutlich auch keine Lösung der Weltprobleme ist, aber eine schöne Utopie. Damit tritt Stöppler Wagner zwar vors Schienbein, aber nicht so, dass er in die Knie geht, sondern nur so, dass er (heute) besser aussieht.
Alles beginnt auf einem Felsen, über den eine Eiszeit herrscht und der an Caspar David Friedrichs Eismeer erinnert (Bühne: Annika Haller). Nebel wallen. Das Ross Grane ist zum Schlitten mutiert. Es wirkt am Anfang wie ein kleiner Witz, wenn Siegfried damit loszieht. Den zweiten aus dieser Kategorie gibt’s bei den Gibichungen. In der holzgetäfelten Bar mit Oberlicht und Rolltor nach draußen räkelt sich Gutrune mit dem geflochtenen blonden Haarkranz (à la Julija Timoschenko) auf einem Eisbärenfell. Über dessen Kopf stolpert Siegfried prompt, als hätte er sich in eine ‚Dinner for one‘-Version verirrt.
Ansonsten haben die Gibichungen auch ihr Päckchen zu tragen. Gutrune langweilt sich. Gunther ist damit beschäftigt, seine Minderwertigkeitskomplexe mit einem Mafiahabitus zu kompensieren. Hagen ist der Mann hinter der Bar, ein Spielmacher des Bösen, der Siegfried mit Drogen versorgt, aber auch ein Problem mit seinem Vater hat, der ihn nie geliebt, sondern nur als Werkzeug seiner Macht großgezogen hat. Spricht Hagen von den Wälsungen-Zwillingen, dann fahren Gunther und Gutrune so aus einer vertrauten Umarmung auf, als hätte man sie gerade ertappt. Wenn er seine Mannen ruft, dann bricht eine von Gesine Völlm knallig bunt kostümierte Apres-Ski-Gesellschaft ein und benimmt sich auch so. Als Gruppe und im Detail. Dass Gunther den hereingeschneiten Siegfried mit der gleichen Geste begrüßt wie Putin gerade den saudischen Kronprinzen in Buenos Aires, ist sicher Zufall. Aber ein pikanter.
Die in jedem Detail exzellente Personenregie gipfelt freilich beim Trauermarsch. Wenn sich die Jagdgesellschaft mit Masken, Gewehren und Ledermänteln um Siegfried versammelt, dann sieht das fast schon nach einem Femegericht aus. Wenn Hagen Siegfried dann kaltblütig erschossen und der jetzt verzweifelte Gunther ihm die Augen geschlossen hat, dreht sich plötzlich die Bühne und wir sehen Brünnhilde in ihrer Walküren-Uniform inmitten von lauter toten Helden, denen sie jetzt Siegfried hinzufügen wird. Er singt von seiner Erinnerung an Brünnhilde, also schon nicht mehr in dieser Welt. Wie er dann, wenn sie seinen Leichnam wäscht, selbst über seinen eigenen Tod weint, ist eine der überraschendsten und ergreifendsten Szenen. (…) Stöppler hat aus der Götterdämmerung mit ihrer Balance zwischen Menschenfeinzeichnung und und Weltuntergangsszenario kurzweiliges Musiktheater gemacht, das ohne vordergründigen Firlefanz auskommt und das Zeug hat, selbst hartgesottene Wagnerianer aus der Fassung zu bringen. Mehr geht nicht!
Dazu kommt eine musikalische Qualität, auf die sich jedes vergleichbare Haus etwas einbilden könnte. Guillermo García Calvo erweist sich mit dieser ‚Götterdämmerung‘ (…) als ein sehr sensibler, sängerfreundlicher Wagnerdirigent, dem es gelingt, die psychologische Feinzeichnung der Personenregie von Stöppler durchweg musikalisch zu beglaubigen. Er hat den Ehrgeiz, den Strom der Musik gelegentlich sogar zum Stillstand bis dicht an die Lautlosigkeit heranzuführen. Damit verstärkt er die Spannung (in der Waltrauten-Erzählung) so, dass das Publikum den Atem anhält. Wenn er das Orchester entfesselt, wie bei den Mannen-Chören oder dem Trauermarsch, dann ist es ein Lodern, das ohne Effekthascherei, urmusikalisch von innen kommt und nicht als Waffe gegen die Trommelfelle eingesetzt wird. Calvo hat mit der Robert-Schumann-Philharmonie den Standortvorteil eines mit Wagner über Jahrzehnte vertrauten Orchesters. Und er nutzt ihn. (…)
Eine Sensation sind daniel Kirch als Siegfried und Stéphanie Müther als Brünnhilde. Beide liefern einen Premium-Wagner, der jedem Vergleich standhält. Ohne die geringste Konditionsschwäche. Immer gestaltend. Beide. Sie: eine Brünnhilde von barocker opulenz und Gestalt und Stimme, dabei mit einer menschlichen Ausstrahlung wie selten. Lodernd in den Ausbrüchen und dabei beispielhaft wortverständlich. Er: ein sympathischer Held, der sich wie ferngesteuert in der Parvenü-Gesellschaft bewegt und dabei er selbst bleibt. Mit einem verführerischen Timbre, ohne Kraftmeierei – ab sofort in der ersten Reihe der Heldentenöre, denen der Siegfried auf den Leib geschneidert scheint.
Bei diesem Niveau an der Spitze haben es die anderen Protagonisten schwer. Aber sie schlagen sich durchweg mehr als beachtlich. Marius Bolos (…) ist (…) ein fabelhafter Hagen, so wie Pierre-Yves Pruvot schnell in seinen Gunther mit mafioser Attitüde auch stimmlich hineinwächst. Cornelia Ptassek verpasst ihrer Gutrune eindrucksvolles Format, Anne Schuldt sorgt für einen packenden Waltrauten-Auftritt und Jukka Rasilainen bleibt als Alberich mit seinem Alptraum-Besuch bei Hagen im Gedächtnis. Die Nornen und Rheintöchter sind erstklassig – der Chor präzise.
Stehende Ovationen für alle, nach einem überwältigenden Opernabend. Was sonst. Die Rechnung von Intendant Christoph Dittrich, mit einem dritten Ring in Sachsen Furore zu machen, ist mit dieser Götterdämmerung mehr als aufgegangen. Bravo!

Joachim Lange

Die „Leipziger Volkszeitung“ schreibt am 03.12.2018

Mit einer Viertelstunde Applaus endete die ‚Götterdämmerung‘-Premiere in der Oper Chemnitz. (…)
Brünnhildes Scholle im ewigen Nebel und die von Annika Haller gebaute Lounge der Gibichungen mit dem Technik- und Müll-Verhau verschmelzen nach Siegfrieds Tod zu einem einzigen Schauplatz. Was Stöppler hier erspielen lässt, greift an Nerven und Gemüt. Die über lange (…) Stunden gehaltene und zum Schluss beklemmend gesteigerte Deutung packt durch intensive Personenführung. Stéphanie Müthers Fachwechsel zur Hochdramatischen ist mit diesem Brünnhilde-Debüt auf dem besten Weg, und Daniel Kirch liegt der von Psychodrogen zerfressene Götterdämmerungs-Siegfried besser als der des zweiten ‚Ring‘-Tages. Der Rumäne Marius Bolos leidet als Hagen mehr, als dass er intrigiert. Ein aschgrauer Prachtkerl ist dieser Nachtalben-Sohn, den Gutrune erst abwehrt und später an Siegfrieds Leiche abknallt. Cornelia Ptassek, die diese Partie zur Hauptrolle macht, kommt während Wagners Erlösungsmotiv in den Kreis der mythischen Mutter- und Schwesterfiguren, die nichts gegen den Untergang ausrichten konnten. Am Ende rücken also (…) die Frauen in den Fokus. Ihre Rückkehr lässt fragen, wie es nach dem Ende der Zivilisation und der missbrauchten Kinder Siegfried, Brünnhilde und Hagen weitergehen könnte. Pierre-Yves Pruvot als haltloser Gunther und Jukka Rasilainen als Alberich machen den Eindruck perfekt.
Stöppler findet immer wieder neue maßlos traurige Bilder: An der Bar in der Gibichungenhalle wird immer getrunken, denn die Ödnis des Reichtums wäre sonst nicht ertragbar. Gutrune erholt sich vom Dauerdusel auf dem Eisbärfell, das Siegfried sich überzieht, wenn er zur Hochzeit eilt. Das ist der letzte Scherz des Helden, der mit dem Rodelschlitten angesaust kommt. Zur Brautentführung rücken er und Gunther zu zweit an, gut vermummt in Trekking-Anoraks und einer exklusiven Sportbrille des Labels Tarnhelm. Meisterhaft sind die Irritationsmomente, die nicht nur Brünnhilde, sondern auch das Publikum täuschen. Am ergreifendsten die Trauermusik: Siegfried, von Hagens Rückenschuss getroffen, halluziniert sich nach Walhall, wo ihn Brünnhilde vor einer Halde nackter Helden salbt.
Unter Guillermo Garcìa Calvo singt es aus der Robert-Schumann-Philharmonie mit jedem Bassklarinetten-Solo und jedem Tuba-Ton. Kein Sänger muss Angst haben vor Orchestereruptionen. Calvo lässt sich Zeit. Seine Wagner-Farben sind wie Orchideen unter dunkelgrauer Gaze. Das hat genüsslich qualvolle Dimensionen wie eine lyrische Tragödie und steigert sich zu fahler Großartigkeit: Grausam, bewegend, mit bohrender Intensität.

Roland H. Dippel

Die „Freie Presse“ schreibt am 03.12.2018

(…) gäbe es diesen Teil nicht, hätte das Chemnitzer Publikum das Beste verpasst. Enthusiastisch fiel (…) nach fünf Stunden Musiktheater auf Weltniveau der Applaus aus.
Elisabeth Stöppler setzt die Handlung in eine alpine Szenerie, die Annika Haller ansprechend gestaltet hat. Der durch Nebel in Dauer-Zwielicht getauchte, kahle, schroffe Walkürenfelsen, auf dem Brünnhilde (Stéphanie Müther) und Siegfried (Daniel Kirch) ihre Liebe feiern und von dem aus Letzterer mit Brünnhildes Ross Grane - bei Stöppler ein Rodelschlitten - zu den Gibichungen aufbricht, könnte einem Bild Caspar David Friedrichs entlehnt sein.
(…)
Die Stärke von Elisabeth Stöpplers Inszenierung liegt in der Vielzahl von einprägsamen Bildern, die sich im Verlauf der fünf Stunden ansammeln. Eine wesentliche Funktion hat dabei das von Holger Reinke eingerichtete, grandiose Licht, das mindestens die Hälfte der Wirkung ausmacht. Angefangen bei den drei Nornen (Anne Schuldt, Anja Schlosser, Sylvia Rena Ziegler), die in vernebelter Winterlandschaft als alpine Seilschaft das Ende der Welt weissagen. Weiter bei der fast operettenhaft idyllischen Zweisamkeit Siegfrieds und Brünnhildes. Bei der bedrückenden Atmosphäre der gediegen holzgetäfelten Gibichungen-Bar im Stile des MalersEdward Hopper, in der nicht nur die Verschwörung um Brünnhilde ausgeheckt wird. Dort erscheint auch der zum Zombie mutierte Alberich (Jukka Rasilainen) nachts seinem Sohn Hagen. Dabei werden die beiden alten, bösen Männer, die nie Freude kannten, kenntlich als das, was sie sind: arme Schweine, denen das Glück anderer ein Dorn im Auge ist. Einprägsam auch Siegfrieds Begegnung mit den ihn vor dem Ring und seinem eigenen Tod warnenden Rheintöchtern (Guibee Yang, Sylvia Rena Ziegler, Sophia Maeno) vor maroder Industriekulisse. So wie das vielschichtig aufgebaute Finale, das entgegen Inszenierungs-Usus fast ohne Feuer auskommt und dadurch umso ergreifender wird.
Die Regisseurin führt ihre Charaktere aktiv durch die Handlung, sodass die Inszenierung nicht nur fürs Ohr etwas bietet. Hier singen keine Standbilder. Hier singen Menschen. Und von denen macht keiner halbe Sachen. Auch nicht im Bemühen um Wortverständlichkeit, wo der Chor ebenso Maßstäbe setzt. Gerade Müther und Kirch wachsen stimmlich über sich hinaus, sind beim letzten Ton so frisch und klar wie beim ersten. Doch man ahnt: Wagner zu singen - gesund kann das auf Dauer nicht sein. Dafür, dass daraus trotzdem keine Überforderung wird, sorgt die Robert-Schumann-Philharmonie unter Generalmusikdirektor Guillermo Garcia Calvo durch ihr stets präzises, akzentuiertes, dynamisch nuanciertes Spiel.
Fazit: Gäbe es eine Rangliste der vier Inszenierungen der Ring-Opern, so wäre, bei allen unbestrittenen Vorzügen der übrigen drei, mit der ‚Götterdämmerung‘ ein eindeutiger Favorit gefunden.

Torsten Kohlschein

Die „Morgenpost Chemnitz“ schreibt am 03.12.2018

Ovationen nach fast sechs Stunden
Glanzvoller Abschluss des Chemnitzer Rings
(…)
In starken Bildern erzählt Elisabeth Stöppler die Geschichte (…). Schon beim Vorspiel der Nornen entführt Stöppler die Zuschauer in eine fesselnde, mystische Welt. Die Bildsprache wird insgesamt von dezenten Lichteffekten unterstützt.
Daniel Kirch begeistert als Siegfried das Publikum und auch sonst sind viele bekannte Gesichter dabei, wie Pierre-Yves Pruvot als Gunther oder Jukka Rasilainen als Alberich. Stéphanie Müther gibt eine starke Brünnhilde und Marius Bolos einen mephistophelischen Hagen. Eine ebenso starke Leistung lieferte die Philharmonie unter der Leitung von Guillermo García Calvo ab.
Als nach knapp sechs Stunden der Vorhang fiel, ging ein Ruck durchs Publikum und ein frenetischer Applaus setzte ein, der in stehenden Ovationen endete.
(…)

V. Winkel

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