© Dieter Wuschanski

Solisten

Arayik
Bakhtikyan

Arayik Bakhtikyan

Arayik Bakhtikyan wurde 1962 in Gavar, Armenien, geboren. Seinen ersten Instrumentalunterricht erhielt er von seinem Großvater, Ousta Haïrik, einem bekannten armenischen Duduk- und Klarinettenvirtuosen. Im Alter von 16 Jahren wurde er dem renommierten Dudukmeister Djivan Gasparian vorgestellt, der sein Talent erkannte und ihn förderte. Ab 1982 studierte Arayik Bakhtikyan am Komitas Konservatorium Jerewan bei Gasparian. Er gewann verschiedene Wettbewerbe, unter ihnen den ersten Preis beim Internationalen Wettbewerb für traditionelle Musik & Tanz in Kiew 1991 sowie den Sayat Nova Musikwettbewerb in Jerewan 1987. Im Jahr 1991 begann seine Zusammenarbeit mit dem berühmten armenischen Komponisten Awet Terterjan, der ihn als Duduk- und Zurna-Solisten für diverse Aufführungen seiner 3. Sinfonie engagierte. Arayik Bakhtikyan gehört heute zu den gefragtesten Duduk- und Zurnasolisten aus Armenien. Er arbeitete u. a. mit Dirigenten wie Mourad Annamamedov, John Carewe, Michael Helmrath, Hans Leenders, Diego Masson, Pierre Dominique Ponnelle, Pascal Rophé und Alexander Slatowski.
Foto: La Clique Production

Anna
Beinhauer

Anna Beinhauer

Die Pianistin Anna Beinhauer studierte Klavier und Kammermusik an der Musikhochschule Warschau, bevor sie ihr Interesse für Kammermusik 2009 nach Karlsruhe führte. Dort studierte sie Liedgestaltung bei Hartmut Höll und Mitsuko Shirai und graduierte 2013 mit Auszeichnung. Ihre Ausbildung vervollständigten Meisterkurse bei Thomas Hampson, Udo Reinemann, Petras Ganiušas und Dominique Merlet. Sie wurde von der Yehudi-Menuhin-Stiftung gefördert.

In ihrem künstlerischen Schaffen hat die kammermusikalische Arbeit mit anderen Musikern für sie den höchsten Stellenwert. Gemeinsam mit dem Bariton Andreas Beinhauer gewann sie 2015 den 2. Preis in der Sparte Liedduo beim Internationalen Wettbewerb Franz Schubert und die Musik der Moderne in Graz und den 1. Preis beim internationalen Wettbewerb für das Lied des 20. und 21. Jahrhunderts in Karlsruhe. Gemeinsam sind sie regelmäßig mit Liederabenden in ganz Deutschland und dem europäischen Ausland zu hören.

Als Kammermusikpartnerin gewann sie zahlreiche Auszeichnungen für ihre Begleitung bei Wettbewerben in Polen und Österreich, zuletzt 2013 beim Ada Sari Wettbewerb (Polen). Im Duo Klarinette-Klavier gewann sie beim Kammermusikwettbewerb in Piotrków Trybunalski (Polen) den 2. Preis.

Sie gab zahlreiche Kammermusikkonzerte und Liederabende unter anderem in Polen, Deutschland, Österreich und der Schweiz und war Gast bei Festivals wie dem Rheingau Musikfestival, dem Festival für Neue Musik in Tallin und den Liedfestspielen Engadin.

Neben ihrer Tätigkeit als Kammermusikerin arbeitet Anna Beinhauer auch als Klavierpädagogin. Seit 2016 hat sie einen Lehrauftrag für Klavier am Konservatorium Georg Phillip Telemann in Magdeburg inne.

Thomas
Bruder

Thomas Bruder

Thomas Bruder wurde in Tübingen geboren, erhielt mit 11 Jahren den ersten Cello-Unterricht und studierte an der Hochschule für Musik und Tanz Köln bei Boris Pergamenschikow. Wichtige Erfahrungen sammelte er mit dem Kammerorchester Tübinger Studenten, dem Kammerorchester Tibor Varga und dem Kölner Kammerorchester. Gastverträge banden ihn u. a. an das Orchester des WDR Köln und das Opernorchester Krefeld/Mönchengladbach, bevor er 1992 seine erste feste Anstellung beim Gürzenich-Orchester Köln erhielt. Seit 1993 ist Thomas Bruder Erster Solocellist der Robert-Schumann-Philharmonie. Als Solist war er in den letzten Jahren u. a. mit den Cello-Konzerten von Saint-Saëns, Elgar, Haydn, Korngold, Ibert, Hindemith, der Sinfonia Concertante von Prokofjew sowie den Rokoko-Variationen von Tschaikowsky zu hören. Sein besonderes Engagement gilt der Kammermusik aller Epochen. So ist er Mitglied im Mejo-Quartett und setzt sich als Cellist im ensemble01 insbesondere für die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts ein. Darüber hinaus war er 25 Jahre Mitglied des Bach-Collegiums Stuttgart. Thomas Bruder ist Dozent des Landesjugendorchesters Sachsen.
Foto: Dieter Wuschanski 

Christoph
Dittrich

Christoph Dittrich

Christoph Dittrich studierte in seiner Heimatstadt Dresden Tuba, Gesang, Pädagogik und Musikwissenschaften. Besonders beeinflusst wurde er durch den Kammermusikunterricht in der Meisterklasse von Ludwig Güttler. Von 1991 bis 2002 war er als Musiker und dramaturgischer Mitarbeiter bei der Elbland Philharmonie Sachsen tätig und arbeitete zugleich an innovativen Projekten zur kulturellen Bildung. 2002 wurde er zum Intendanten und Geschäftsführer der Elbland Philharmonie Sachsen berufen und prägte das Ensemble sehr erfolgreich bis 2013, u. a. durch ein ungewöhnlich breites Repertoire und die intensive Arbeit im Bereich der Musikvermittlung und Jugendmusik. 2008 erfolgte die musikwissenschaftliche Promotion. Dr. Christoph Dittrich ist Vorstandsmitglied des Landesverbandes Sachsen des Deutschen Bühnenvereins und Präsident des Sächsischen Kultursenats. Seit der Spielzeit 2013/2014 ist er Generalintendant der Städtischen Theater Chemnitz gGmbH.
Foto: Nasser Hashemi

 

Christopher
Hall

Christopher Hall

Christopher Hall ist ehemaliger Soloklarinettist des Métropolitain Orchesters (Yannick Nézet-Seguin) in Montréal, Kanada. Er fand das Leben im Orchester ein wenig zu ernst, also entschied er sich, anstatt im Orchester still und heimlich herumzublödeln, ein Stand up Comedian zu werden.
In den letzten Jahren hat er seine beiden Leidenschaften, die Musik und den Humor, im Comic Orchestra-Konzert zusammengeführt. Er hat die Comic Orchestra-Show in ganz Kanada mit einigen der besten Sinfonieorchester des Landes präsentiert. Christopher Hall zeigte seine Show auch bei Comedy Festivals wie Just for Laughs in Montréal oder beim berühmtem Winnipeg Comedy Festival. Beim Comic Orchestra zeigt Christopher das Innere eines Sinfonieorchesters und aller Instrumente. Er beantwortet so wichtige Fragen wie: „Was denken Orchestermusiker, während sie spielen?“ oder: „Braucht man überhaupt einen Dirigenten?“ Und die wichtigste Frage überhaupt: „Wie kann man im Konzert ein verdammtes Hustenbonbon aufmachen, ohne Krach zu machen?“
Mit der Landeskapelle Eisenach führte Christopher Hall 2016 die Deutschlandpremiere von A Stand-up Comic’s Guide to the Orchestra auf, indem er mit viel Humor und großartiger Musik die Instrumente des Orchesters vorstellte. Ein Spaß für die ganze Familie!
Christopher Hall spricht fließend Englisch, Französisch, Deutsch und Italienisch. Aber was immer Sie tun, nehmen Sie diesen Mann nie allzu ernst!
Was die Medien sagen:
„1300 Zuschauer lachten den ganzen Abend. Und das Erstaunlichste war, dass Christopher Hall am Ende des Programms das gesamte Mozart-Klarinettenkonzert wie ein erstklassiger Solist spielte. "
Claude Gingras, La Presse
„Ein versierter Musiker, der mit seiner Klarinette Spaß macht. Eine solche Lässigkeit ist nur mit großer Kunstfertigkeit möglich. Wir lachen, wir lernen und wir haben Spaß, aber der Wunsch, noch die Klarinette zu hören, bleibt erhalten.“
Gilles, ein glücklicher Zuschauer
Foto: Maxime Tremblay

Produktionen

Steven
Isserlis

Steven Isserlis

Der britische Cellist Steven Isserlis wird weltweit für seine stupende Technik, seine außerordentliche Musikalität und Kreativität gefeiert. Er ist nicht nur ein herausragender Solist und Kammermusiker, sondern auch als Pädagoge, Autor und Rundfunkmoderator gefragt.
Als Solist konzertiert er mit Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, dem National Symphony Orchestra Washington, dem London Philharmonic Orchestra und dem Tonhalle Orchester Zürich sowie mit Kammerorchestern wie dem Australian, Norwegian und Scottish Chamber Orchestra, dem Zürcher und Münchener Kammerorchester, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und dem Mahler Chamber Orchestra. Regelmäßig spielt er auch mit Orchestern, die auf historische Aufführungspraxis spezialisiert sind, wie dem Orchestra of the Age of Enlightenment und dem Philharmonia Baroque Orchestra. Kammerorchester leitet er oft selbst vom Cello aus.
Des Weiteren ist er als Kammermusiker ständiger Gast der Wigmore Hall, des 92nd St Y in New York und der Salzburger Festspiele, für die er immer wieder Programme zu unterschiedlichsten Themen zusammenstellt, ob zu den Lehrer-Schüler-Beziehungen zwischen Saint-Saëns, Fauré und Ravel, der Affinität des Cellos zur menschlichen Stimme, zu Aspekten von Robert Schumanns Leben und Musik oder der Musik Sergei Tanejews. Zu seinen bevorzugten Kammermusikpartnern zählen Joshua Bell, Isabelle Faust, Pamela Frank, Janine Jansen, Tabea Zimmermann und Pianisten wie Jeremy Denk, Stephen Hough, Alexander Melnikov oder Dénes Várjon.
Jüngste und kommende Highlights umfassen Konzerte mit dem Gewandhausorchester Leipzig und den Wiener Philharmonikern, Beethovenrecitals mit allen Werken für Cello und Klavier gemeinsam mit Robert Levin in den USA, Italien, Norwegen und Japan, eine Residenz bei der Kammerakademie Potsdam, die Uraufführung der Orchesterversion von Thomas Adès’ Lieux retrouvés unter der Leitung des Komponisten in Luzern, Amsterdam, London bei den BBC Proms und in Los Angeles, Konzerte mit Haydns C-Dur-Konzert mit dem Orchestra of the Age of Enlightenment unter Ádám Fischer sowie Schumanns Cellokonzert mit der Deutschen Kammerphilharmonie unter Paavo Järvi. Steven Isserlis’ großes Interesse gilt der historischen Aufführungspraxis. Aktuelle Projekte umfassen eine Aufnahme von Chopins Cello- und Schuberts Arpeggione-Sonate gemeinsam mit Dénes Várjon, der auf einem von Chopins eigenen Flügeln spielt, und ein Recital mit russischen Sonaten zusammen mit Olli Mustonen. Ein besonderer Höhepunkt war ein Konzert mit Sir András Schiff im Bonner Beethovenhaus. Für den Beethovenzyklus benutzt Pianist Robert Levin Originalinstrumente und Repliken aus dem 19. Jahrhundert. Mit dem Cembalisten Richard Egarr spielt Isserlis Bachs Gambensonaten und Sonaten von Händel und Scarlatti.
Aber Isserlis ist auch ein begeisterter Interpret zeitgenössischer Musik und hat mit Komponisten wie John Tavener, Wolfgang Rihm, Thomas Adès und György Kurtág an neuen Werken gearbeitet bzw. sie uraufgeführt wie u. a. Taveners The Protecting Veil, Rihms Concerto in One Movement und Hilary’s Higs, Stephen Houghs Sonata for Cello and Piano, Left Hand (Les Adieux), David Matthews' Concerto in Azzurro und die britische Erstaufführung von Olli Mustonens Frei aber einsam für Cello solo.
Steven Isserlis’ Bücher für Kinder über das Leben der großen Komponisten sind auf Deutsch bei Rüffer & Rub erschienen. Als Pädagoge gibt Steven Isserlis regelmäßig Meisterkurse bei der Kronberg Academy und in Prussia Cove in Cornwall, wo er seit 1997 als künstlerischer Leiter des internationalen Musikerseminars gemeinsam mit Sir András Schiff, Thomas Adès und Ferenc Rados unterrichtet. Daneben ist er auch ein gefragter Gastautor von Publikationen wie dem Gramophone Magazine, dem Daily Telegraph, dem Guardian oder dem Strad Magazine. Isserlis’ Gesamtaufnahme der Solo-Cellosuiten von J. S. Bach wurde seitens der Kritiker in den höchsten Tönen gelobt und war sowohl Instrumental Album of the Year des Gramophone Magazine als auch Critic’s Choice bei den Classical BRIT Awards. Weiterere CD-Erscheinungen umfassen u. a. Cellokonzerte von Elgar, Walton, Gustav und Imogen Holst mit dem Philharmonia Orchestra unter Paavo Järvi, Prokofjew und Schostakowitsch mit dem hr-Sinfonieorchester, Dvořáks Cellokonzert mit dem Mahler Chamber Orchestra unter Daniel Harding sowie die Gesamtaufnahme der Werke für Cello und Klavier von Beethoven mit Robert Levin. 2017 erschien Das Cello in Kriegszeiten mit Werken aus der Zeit des Ersten Weltkriegs, teilweise dargeboten auf dem Trench Cello, einem Reisecello, das der Soldat Harold Triggs in den Schützengräben spielte.
Steven Isserlis, Commander of the British Empire (CBE), erhielt den Schumann-Preis der Stadt Zwickau, den Piatigorsky-Preis in den USA, den Glashütte Original MusikFestspielPreis in Dresden, die Wigmore Hall Gold Medal und die Walter Willson Cobbett Medal für Kammermusik. Im Jahr 2013 wurde er in die Gramophone Hall of Fame aufgenommen – als einer von nur zwei Cellisten, denen diese Ehre schon zu Lebzeiten zuteilwurde. Die meisten seiner Konzerte spielt er auf dem Stradivari-Cello Marquis de Corberon (Nelsova) von 1726, das ihm freundlicherweise von der Royal Academy of Music zur Verfügung gestellt wird.
Foto: Jean Baptiste Millot

Kolsimcha
Ensemble

Kolsimcha Ensemble

Kolsimcha, 1986 gegründet, begann auf jüdischen Hochzeitsfeiern traditionelle Klezmermusik zu spielen, doch schon damals schufen die Musiker mit ihrem Konzept eines Contemporary Klezmer, der osteuropäische Musiktradition mit Jazz und Elementen der klassischen Musik verbindet, ganz eigene, unverwechselbare Klangwelten jenseits aller gängigen Klezmer-Klischees. Stilistische Offenheit kennzeichnet von jeher das ausschließlich aus Eigenkompositionen bestehende Repertoire von Kolsimcha. Der einmalige Sound dieses Ensembles fesselt sowohl das Publikum der New Yorker Carnegie Hall als auch der renommiertesten Jazz-, Klassik- und Weltmusikfestivals auf drei Kontinenten. Die Stimme der Freude – dies die Übersetzung von Kol Simcha – schafft in den Konzerten mit einer lebendigen, offenen Musiksprache und mitreißender Spielfreude und Virtuosität eine einzigartige Atmosphäre und hat gefeierte europäische Theater-, Tanz- und Filmproduktionen um eine neue, emotionale Dimension bereichert.
Es entstanden bereits mehrere CD-Einspielungen. Das bisher bedeutendste CD-Projekt führte Kolsimcha im Sommer 2013 gemeinsam mit dem London Symphonic Orchestra ins legendäre Abbey Road Studio, in dem seinerzeit schon die Beatles ihre Aufnahmen produzierten. In der Saison 2015/2016 hatte am Theater Basel das Ballett Tewje mit der Musik von Olivier Truan, gespielt von Kolsimcha und dem Sinfonieorchester Basel, Premiere. Diese Komposition ist auch auf CD veröffentlicht worden.
Foto: O. Truan

Siyabonga
Maqungo

Siyabonga Maqungo

Der südafrikanische Tenor Siyabonga Maqungo wurde in Soweto geboren und studierte zunächst an der renommierten North-West University in Potchefstroom / Südafrika. 2014 folgte ein Masterstudium an der Kölner Hochschule für Musik und Tanz bei Josef Protschka. Siyabonga Maqungo gilt als einer der talentiertesten Nachwuchstenöre Südafrikas und ist dort regelmäßig bei den Festivals wie dem Mozart Festival Johannesburg als Solist in den großen Oratorien und Messen von Bach, Händel und Mozart zu erleben. Sein Debüt in Deutschland hatte er in Köln als Nemorino in Donizettis L‘elisir d‘amore. Im Sommer 2015 sang er noch während des Studiums den Alfred in Die Fledermaus am Staatstheater Meiningen und trat in der Spielzeit 2015/2016 ein Festengagement an diesem Haus an. Dort war er u. a. als Graf Almaviva in Der Barbier von Sevilla, als Ferrando in Così fan tutte, als Brighella in Ariadne auf Naxos sowie als David in Die Meistersinger von Nürnberg zu erleben. Für seinen „strahlenden Tenor” als David wurde er im Fachmagazin Opernwelt als „Nachwuchssänger des Jahres“ nominiert. Im Sommer 2017 debütierte er bei der Sommeroper in Gars am Kamp (Österreich) als Tamino (Die Zauberflöte). Seit Beginn der Spielzeit 2018/2019 ist er Ensemblemitglied an der Oper Chemnitz, wo er u. a. als Alfred, Tamino und Froh sowie in Konzerten zu erleben ist. Im April 2019 gab er an der Staatsoper Unter den Linden Berlin sein Hausdebüt als David unter Daniel Barenboim. Jüngst wurde er in der Kategorie „Young Singer“ für den International Opera Award 2019 nominiert.

Javier
Perianes

Javier Perianes

Die internationale Karriere des spanischen Pianisten Javier Perianes führte ihn in die prestigeträchtigsten Konzertsäle und mit den weltbesten Orchestern zusammen. Er arbeitete mit Dirigenten wie Daniel Barenboim, Charles Dutoit, Lorin Maazel, Zubin Mehta, Gustavo Dudamel, Sakari Oramo, Yuri Temirkanov, Vladimir Jurowski, Josep Pons, David Afkham und Daniel Harding. Festivals wie die BBC Proms, Mainly Mozart, Luzern, La Roque d’Anthéron, Grafenegg, San Sebastian, Granada oder Ravinia zählen zu seinen Gastgebern. Die Zeitung The Telegraph beschrieb ihn als „Pianist mit makellosem und edlem Geschmack, gesegnet mit einem warmen Anschlag“. Javier Perianes wurde 2012 der National Music Prize des spanischen Kultusministeriums verliehen. 2019 erklärten die International Classical Music Awards (ICMA) ihn zum „Künstler des Jahres 2019“.
In der Saison 2018/2019 kehrte Javier Perianes wiederholt zum London Philharmonic Orchestra zurück für einen Beethoven-Zyklus in der Royal Festival Hall, gleich nach einer Spanien-Tournee mit Juanjo Mena. Außerdem interpretierte er Beethoven während Tourneen durch Australien und Neuseeland. Eine weitere Tournee führte ihn mit dem Orpheus Chamber Orchestra und Mozarts Klavierkonzert Nr. 27 durch die USA, die in einem wiederholten Konzert in der New Yorker Carnegie Hall gipfelte. Neben Beethoven und Mozart waren Klavierkonzerte von Ravel, Saint-Saëns, Grieg, de Falla und Bartók Gegenstand weiterer Aufführungen mit dem Gewandhausorchester Leipzig unter der Leitung von Marin Alsop, dem Konzerthausorchester Berlin und Antonio Méndez, Toronto Symphony mit Hanna Chang, St. Louis Symphony mit Gustavo Gimeno, San Francisco mit Pablo Heras Casado und Milwaukee Symphony Orchestra mit Matthias Pintscher, dem Orchestre de Paris sowie Bergen Philharmonic mit Klaus Mäkelä, dem BBC Scottish mit Thomas Dausgaard und dem Czech Philharmonic Orchestra mit Louis Langrée (in einer Wiedereinladung zum Musikfestival Prager Frühling). Klavierabende führten Javier Perianes in einer ausführlichen Europa-Tournee u. a. nach London, Paris, Frankfurt, Oslo, Lissabon, Istanbul, Barcelona und Madrid mit einem Programm bestehend aus Werken von Chopin, Debussy und de Falla. Er ist gleichermaßen ein leidenschaftlicher Kammermusiker. Zu seinen regelmäßigen Partnern zählen Tabea Zimmermann, das Cuarteto Quiroga sowie Jean Guihen Queyras.
Highlights vergangener Konzertsaisons umfassen u. a. Konzerte mit den Wiener Philharmonikern, dem Royal Concertgebouw, Cleveland Orchestra, Chicago, Boston und San Francisco Symphony Orchestra, dem Orchestre de Paris, Philharmonia Orchestra, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Danish National, Finnish und Norwegian Radio Orchestra, dem Yomiuri Nippon Symphony sowie dem Orchestre Symphonique de Montréal.
Als Exklusivkünstler beim Label harmonia mundi blickt Javier Perianes auf eine breite Diskographie, beginnend bei Beethoven, über Mendelssohn, Schubert, Grieg, Chopin, Debussy, Ravel und Bartók bis zu Blasco de Nebra, Mompou, de Falla, Granados und Turina. Seine jüngsten Einspielung sind Schuberts Sonaten D. 960 und D. 664, „ein wahres lyrisches Geschenk“ (Gramophone), sowie Bartoks Klavierkonzert Nr. 3 mit den Münchner Philharmonikern und Pablo Heras-Casado.
Foto: Igor Studio

Produktionen

Magnus
Piontek

Magnus Piontek

Magnus Piontek wurde 1985 in Bonn geboren. Er studierte Schulmusik und Dirigieren (bei Marcus Creed) in Köln sowie Gesang bei Rudolf Piernay in Mannheim. Von 2013 bis 2015 gehörte er zum Ensemble des Nationaltheaters Mannheim und sang Partien wie Pistola in Verdis Falstaff, Mönch in Don Carlos, Zuniga in Carmen, Tschelio in Die Liebe zu den drei Orangen, Polizeikommissar in Der Rosenkavalier oder Pfleger des Orest in Elektra und wirkte bei zahlreichen Uraufführungen wie Böse Geister (Adriana Hölszky) sowie Neumond und Esame di mezzanotte (Lucia Ronchetti) mit. In den Jahren 2013 und 2015 sang er bei den Osterfestspielen der Berliner Philharmoniker in Baden-Baden Sarastro (Die Zauberflöte) und Baron Ochs (Der Rosenkavalier) in einer Kinderfassung. Zur Spielzeit 2015/2016 wechselte Magnus Piontek an die Bühnen Gera/Altenburg, wo er als Sparafucile, Eremit sowie in der Titelpartie der Oper Rübezahl und der Sackpfeifer von Neiße (die Produktion wurde im Radio gesendet und auf CD veröffentlicht) zu erleben war. Im April 2016 gab Magnus Piontek sein Debüt an der Semperoper in Dresden und war dort bisher als Marquis d’Obigny (La Traviata) und Saretzki (Eugen Onegin), 2. Geharnischter (Die Zauberflöte) und als Zeremonienmeister (Doktor Faust) zu erleben. Seit der Spielzeit 2016/2017 ist Magnus Piontek Ensemblemitglied der Oper Chemnitz. Hier debütierte er erfolgreich im Wagnerfach und sang Gurnemanz (Parsifal), Landgraf Hermann (Tannhäuser), Veit Pogner (Die Meistersinger von Nürnberg) sowie Fasolt, Hunding und Fafner (Der Ring des Nibelungen). Ebenso entwickelt Magnus Piontek sein italienisches Repertoire und war hier als Timur (Turandot), Bartolo (Le nozze di Figaro) und Samuel Horn (Ein Maskenball) zu hören.
Die Semperoper Dresden lud ihn 2018/2019 für zwei Neuproduktion von Schönbergs Moses und Aron (Priester) und Meyerbeers Les Huguenots (Méru) unter der szenischen Leitung von Calixto Bieito und Peter Konwitschny ein. Des Weiteren ist er dort als Bartolo (Le nozze di Figaro) und Der König (Prinzessin auf der Erbse) zu hören. Beim Mozartfest 2017 in Würzburg trat er zusammen mit der Lautten Compagney Berlin unter der Leitung von Wolfgang Katschner auf. In den Aufführungen von Mozarts Don Giovanni sang Magnus Piontek die Rollen des Masetto und des Komtur. Die Konzerte wurden vom Bayerischen Rundfunk mitgeschnitten.
Neben seiner Operntätigkeit widmet sich Magnus Piontek intensiv dem Oratorienrepertoire und singt u. a. die Basspartien in Haydns Die Schöpfung, Martins In terra pax, Mendelssohn Bartholdys Paulus, Mozarts und Verdis Requien, sowie Bachs Johannes-Passion und h-Moll-Messe. Er arbeitete mit Dirigenten wie Mikhail Agrest, Tomáš Netopil, Dan Ettinger, Florian Helgath, Pietari Inkinen, Johannes Kalitzke, Enno Poppe, Gotthold Schwarz sowie mit verschiedenen renommierten Ensembles, darunter die Akademie für Alte Musik Berlin, das Concerto Köln, die musikFabrik, die Göttinger Symphoniker und das Kurpfälzische Kammerorchester. Magnus Piontek war Stipendiat des Richard-Wagner-Verbands Heidelberg und der Deutsche Bank Stiftung Akademie Musiktheater heute.

 

Ödön
Racz

Ödön Racz

Ödön Rácz wurde in Budapest geboren und lernte bereits im Alter von neun Jahren Kontrabass. Er setzte sein Studium am Musikkonservatorium St. Stephan bei Gergely Járdanyi, einem Schüler Ludwig Streichers, fort. 2001 wechselte er an die Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien, wo er in die Klasse von Alois Posch aufgenommen wurde. Bereits in früher Jugend war Ödön Rácz Gewinner bzw. Preisträger mehrerer Wettbewerbe, etwa des Ungarischen Fernsehens 1996, im Rahmen des 10th Eurovision Young Musicians (Bergen/Norwegen) oder beim Internationalen Johann-Prunner-Wettbewerb (Bukarest). Schließlich errang er beim renommierten ARD-Wettbewerb den dritten Preis. Zudem gewann er 2000 den Fünf Olympische Ringe-Preis des Landeskünstlerischen Institutes Budapest.
2004 wurde Ödön Rácz Mitglied der Kontrabassgruppe des Orchesters der Wiener Staatsoper. Seit 2009 ist er Solo-Kontrabassist der Wiener Philharmoniker und des Orchesters der Wiener Staatsoper. Daneben war er als Solist mit den Wiener Philharmonikern, dem Münchener Kammerorchester, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks sowie mit dem Franz Liszt Kammerorchester, der Haydn Philharmonie und den Stuttgarter Philharmonikern zu erleben. Solistisch und mit verschiedenen Kammermusik-Formationen (z. B. den weltbekannten The Philharmonix) tritt er in Europa, Brasilien, China, Korea und Japan auf.
Nachdem schon im Jahre 1997 im Lamati-Verlag seine erste Platte mit Werken von Giovanni Bottesini, Johann Matthias Sperger und Hans Fryba erschienen war, spielte er 2003 für Hungaroton das Doppelkonzert von Bottesini ein. 2013 erschien bei Gramola die CD Double Bass Fantasy mit Werken von Vask, Gottfried von Einem, Vecsey und Paganini. 2016 veröffentlicht er seine dritte CD bei der Deutschen Grammophon mit Konzerten für Kontrabass von Dittersdorf, Vanhal und Bottesini zusammen mit dem Franz Liszt Kammerorchester.
Ödön Rácz gibt regelmäßig Meisterkurse in Italien, Ungarn, Deutschland, Japan, Taiwan und Shanghai.
Foto: Max Parovsky

Produktionen

Heidrun
Sandmann

Heidrun Sandmann

Heidrun Sandmann stammt aus Berlin, erhielt ihre erste Geigenausbildung an der Musikschule und studierte an der Musikhochschule ihrer Heimatstadt. Sie war Konzertmeisterin des FDJ-Jugendsinfonieorchesters, Mitglied des Schleswig-Holstein-Festival-Orchesters und des Mahler-Jugendorchesters und gründete ein eigenes Kammerorchester. Seit 1989 ist sie Konzertmeisterin der Robert-Schumann-Philharmonie. Als Solistin gab sie unter anderem Konzerte in Potsdam, Zwickau, Plauen, Brandenburg, Freiberg und mehrfach in Chemnitz. Dabei widmet sie sich vor allem selten gespielten Komponisten. Mit der Robert-Schumann-Philharmonie führte sie zum Beispiel Violinkonzerte von Pfitzner, Korngold, Dohnányi und Corigliano auf. Zum wiederholten Mal wurde sie für die Leitung eines Meisterkurses und für Konzerte in die USA eingeladen. Gastspiele mit verschiedenen Kammermusikensembles führten sie unter anderem nach München, Italien sowie mit den Augsburger Kammersolisten nach Brasilien und dem Konzerthausorchester Berlin nach Japan. 
Foto: Dieter Wuschanski
 

Lucy
Scherer

Lucy Scherer

Lucy Scherer wurde in München geboren und wuchs in Regensburg auf. 1998/99 brachte ihr ein Jahr an der School for Creative and Performing Arts in Cincinnati, Ohio das Senior Diploma Theatre/Dance ein. Nach dem Abitur studierte sie Schauspiel, Tanz und Gesang an der Universität der Künste Berlin. Mit Cabaret in der Bar jeder Vernunft, Letterland an der Neuköllner Oper und Orpheus in der Unterwelt am Hans Otto Theater Potsdam sammelte sie Bühnenerfahrung schon während des Studiums, das sie 2006 mit Auszeichnung abschloss. Im gleichen Jahr übernahm sie die Rolle der Sarah in Roman Polanskis Musical Tanz der Vampire am Berliner Theater des Westens. 2007 verkörperte sie Eponine in der Schweizer Erstaufführung von Les Misérables am Theater St. Gallen. Von 2007 bis 2010 war sie die Hexe Glinda in der Deutschen Erstaufführung Wicked – Die Hexen von Oz am Palladium Theater Stuttgart, an das sie – nach der Titelrolle in Lulu – Das Musical am Landestheater Innsbruck – 2012 für das Musical Rebecca zurückkehrte. An der Seite ihrer ehemaligen Lehrer Peter Kock und Adam Benzwi trat sie 2013 im Berliner Tipi am Kanzleramt erneut in Cabaret auf, jetzt aber in der Hauptrolle der Sally Bowles. Zu ihren weiteren Musicalrollen zählten 2014 Magenta in The Rocky Horror Show am Theater Magdeburg, 2015/16 Roxane in Cyrano, 2016/17 die Pilotin in Hochzeit mit Hindernissen (The Drowsy Chaperone) und 2017/18 die Wissenschaftlerin Rosalind Franklin in der Uraufführung Das Molekül am Theater Bielefeld, ebenfalls 2017/18 Lisa Carew in Jekyll & Hyde an der Musikalischen Komödie Leipzig sowie 2018 Christine Colgate in Zwei hinreißend verdorbene Schurken (Dirty Rotten Scoundrels) am Theater Heilbronn. Erfahrung sammelte sie auch als Konzertsolistin, so im Programm Disney in Concert.

Fernsehauftritte hatte Lucy Scherer u. a. in den Daily Soaps Hand aufs Herz (2010/11) und Sturm der Liebe (2012/13) sowie mit Episodenrollen in den Serien Der Staatsanwalt (2014) und Die Rosenheim-Cops (2016).

Simone
Schröder

Simone Schröder

Simone Schröder studierte an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin sowie bei Irmgard Hartmann-Dressler und ist Preisträgerin des Francisco-Viñas-Wettbewerbs in Barcelona sowie des Internationalen Mozart-Wettbewerbs Salzburg. Sie debütierte 1996 an der Berliner Staatsoper Unter den Linden als Page in Salome unter Daniel Barenboim und ist diesem Haus seither eng verbunden. Neben Partien in den Musikdramen Wagners war sie an der Staatsoper Berlin u. a. als Suzuki in Madama Butterfly, Mrs. Quickly in Falstaff, Emilia in Otello, Marcellina in Le nozze di Figaro sowie als 3. Dame in Die Zauberflöte und als Larina in Eugen Onegin zu erleben.
Seit 1996 gastiert sie regelmäßig bei den Bayreuther Festspielen. Sie war von 2002 bis 2004 als Erda in Das Rheingold und Siegfried, Grimgerde in Die Walküre sowie als 1. Norn in Götterdämmerung unter der musikalischen Leitung von Ádám Fischer zu erleben. In der von Christian Thielemann geleiteten Ring-Inszenierung übernahm sie die Partien Floßhilde, Schwertleite und 1. Norn. Unter Kirill Petrenko, Marek Janowski und Plàcido Domingo sang sie in der aktuellen Bayreuther Walküre-Inszenierung die Partie der Grimgerde. Als Erda gastierte sie am New National Theatre in Tokio unter Dan Ettinger, als Fricka debütierte sie unter Roberto Paternostro am Teatro Colón in Buenos Aires. Weitere Gastspiele führten sie u. a. an das Teatro alla Scala di Milano, die Washington Opera, Semperoper Dresden, Deutsche Oper Berlin, zu den BBC Proms, den Osterfestspielen Salzburg sowie nach Japan, Singapur und Dänemark.
Seit 2014 ist Simone Schröder der Semperoper Dresden eng verbunden. Sie sang dort Partien wie Wigelis in Strauss' Feuersnot, 3. Magd in Elektra, Rossweiße in Die Walküre und war unter Christian Thielemann im Ring des Nibelungen als Floßhilde, Rossweiße und 2. Norn zu erleben. 2018/2019 sang sie unter Christian Thielemann in Dresden Dryade in Ariadne auf Naxos und mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Sir Simon Rattle Rossweiße in Die Walküre.
Simone Schröder ist außerdem eine gefragte Konzertsolistin, deren Repertoire von Bachs Oratorien über Verdis Requiem bis zu den zentralen Werken des frühen 20. Jahrhunderts reicht. Sie hat zahlreiche CD- und DVD-Aufnahmen eingespielt und arbeitete mit Dirigenten wie Michael Boder, Ivor Bolton, Pierre Boulez, Daniel Harding, Christoph Eschenbach, Michael Gielen, Philippe Jordan, Fabio Luisi, Kent Nagano und Giuseppe Sinopoli.

Maraike
Schröter

Maraike Schröter

Die Sopranistin Maraike Schröter studierte Gesang an der Hochschule für Musik Hanns Eisler bei Júlia Várady, Brenda Mitchell und Christine Schäfer. Meisterkurse bei Dietrich Fischer-Dieskau, Francisco Araiza und Deborah Polaski ergänzten ihre breit gefächerten Studien.
Maraike Schröter war u. a. Stipendiatin der Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung und der Studienstiftung des deutschen Volkes. Sie ist Preisträgerin des Bundeswettbewerbs Gesang und des Anneliese Rothenberger Gesangswettbewerbs und war Finalistin des Wettbewerbs Richard Wagners Neue Stimmen in Karlsruhe.
Von 2011 bis 2013 war Maraike Schröter Mitglied im Internationalen Opernstudio der Staatsoper Berlin, wo sie unter anderem in der Rolle der 1. Dame in der Zauberflöte, als Bubikopf in Der Kaiser von Atlantis und als Berta in Der Barbier von Sevilla zu erleben war. Im Rahmen der Bayreuther Festspiele 2011 übernahm sie die Partie der Sieglinde in der Kinderoper Der Ring des Nibelungen.
Seit der Spielzeit 2013/2014 ist die Sopranistin Ensemblemitglied der Theater Chemnitz und war hier bisher als Donna Anna in Don Giovanni, Elisabetta in Don Carlos, Liù in Turandot, Desdemona in Otello, Eva in Die Meistersinger von Nürnberg sowie als Infantin in Der Zwerg, Feldmarschallin in Der Rosenkavalier und Amelia in Ein Maskenball zu hören.
Gastspiele führten sie zuletzt zurück an die Staatsoper Berlin, zu den Bregenzer Festspielen, zur Deutschen Oper am Rhein, als Chrysothemis in Elektra an das Staatstheater Cottbus sowie als Donna Anna an die Komische Oper Berlin.

Herbert
Schuch

Herbert Schuch

Herbert Schuch wurde 1979 in Temeschburg (Rumänien) geboren. Nach erstem Klavierunterricht in seiner Heimatstadt übersiedelte die Familie 1988 nach Deutschland, wo er seither lebt. Seine musikalischen Studien setzte er bei Kurt Hantsch und dann bei Karl-Heinz Kämmerling am Salzburger Mozarteum fort. Internationales Aufsehen erregte er, als er innerhalb eines Jahres den Casagrande-Wettbewerb, die London International Piano Competition und den Internationalen Beethovenwettbewerb Wien gewann. Seine Leidenschaft für Kammermusik teilt Herbert Schuch, der als Kind zehn Jahre lang selber Geige spielte, auf der Bühne mit Musikern wie Nicolas Altstaedt, Julia Fischer, Maximilian Hornung, Sebastian Manz oder Daniel Müller-Schott. Herbert Schuch engagiert sich neben seiner Konzerttätigkeit in der von Lars Vogt gegründeten Organisation Rhapsody in School, welche sich für die Vermittlung von Klassik in Schulen einsetzt.
Der Pianist Herbert Schuch hat sich mit seinen dramaturgisch durchdachten Konzertprogrammen und CD-Aufnahmen als einer der interessantesten Musiker seiner Generation einen Namen gemacht. Sowohl seine Aufnahme des Klavierkonzerts von Viktor Ullmann und Beethovens Klavierkonzert Nr. 3 als auch seine Solo-CD invocation (2014) mit Werken von Bach, Liszt, Messiaen, Murail und Ravel, die sich mit Glockenklängen auseinandersetzt, wurden von der Kritik hoch gelobt und mit Preisen ausgezeichnet. Mit diesem Programm war er in Klavierabenden u. a. bei den Salzburger Festspielen, dem Musikfest Stuttgart, in der Frauenkirche Dresden und in der Philharmonie Berlin zu erleben. Anfang 2017 erschien eine Klavierduo-CD mit Gülru Ensari mit Werken von Brahms, Hindemith, Stravinsky und Özkan Manav.
Herbert Schuch arbeitete u. a. mit Orchestern wie dem London Philharmonic Orchestra, dem City of Birmingham Symphony Orchestra, dem NHK Symphony Orchestra, dem Residentie Orkest Den Haag, dem Orchestra della Svizzera Italiana, den Münchner Philharmonikern, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, der Dresdner Philharmonie, mit der Camerata Salzburg und den Festival Strings Lucerne sowie mit verschiedenen Rundfunkorchestern. Er spielte auf wichtigen internationalen Podien und bei Festspielen wie dem Kennedy Center, der Elbphilharmonie, der Kölner Philharmonie, den Salzburger Festspielen, dem Festival Radio France Occitanie Montpellier und dem Schumannfest Düsseldorf. Eine erfolgreiche Zusammenarbeit verbindet ihn u. a. mit Dirigenten wie Pierre Boulez, Andrey Boreyko, Douglas Boyd, Lawrence Foster, Eivind Gullberg Jensen, Markus Poschner und Alexander Vedernikov. Höhepunkte der Saison 2018/2019 waren eine Südamerika-Tournee mit der Dresdner Philharmonie (Sanderling), die Aufführung und Einspielung aller Klavierkonzerte von Beethoven im Großen Festspielhaus Salzburg mit dem Mozarteumorchester Salzburg sowie Konzerte mit dem Orchestre National de Belgique (Shelley), dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg (Nagano), der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz und in der Elbphilharmonie Hamburg.
Foto: Felix Broede

Produktionen

Valeriy
Sokolov

Valeriy Sokolov

Valeriy Sokolov wurde 1986 in Charkiw, Ukraine geboren und gilt heute als einer der führenden Violinisten des Landes. Im Alter von 13 Jahren verließ er sein Heimatland, um an der Yehudi Menuhin School in England bei Natalia Boyarskaya zu lernen. In den folgenden Jahren erhielt er Unterricht bei zahlreichen bekannten Künstlern, wie Felix Andrievsky, Mark Lubotsky, Ana Chumachenko, Gidon Kremer und Boris Kushnir. 2005 war Sokolov der erste Preisträger der George Enescu International Violin Competition in Bukarest, Rumänien. Er musiziert regelmäßig mit weltweit bekannten Orchestern zusammen, wie dem europäischen Kammerorchester, dem Philharmonia Orchestra, dem Cleveland Orchestra, dem Tonhalle-Orchester Zürich, der Rotterdam Philharmonie, der Tokyo Symphony, dem Seoul Philharmonic und dem Orchestre national de France. Ebenso wirkte er mit zahlreichen Dirigenten, wie u. a. Vladimir Ashkenazy, David Zinman, Susanna Malkki, Andris Nelsons, Peter Oundjian, Yannick Nézet-Séguin, Vasily Petrenko, Herbert Soudant und Juraj Valcuha, und nahm bereits an bedeutenden europäischen Festivals wie Luzerne, Verbier und Lockenhaus teil.
Jüngste Highlights waren unter anderem zahlreiche Debüts, u. a. mit dem MDR-Sinfonieorchester, dem Lucerne Festival Orchestra sowie mit dem Orchestre de la Suisse Romande. Außerdem war er erneut Gast bei dem Symphony Orchestra of Ireland sowie dem Concertgebouw und dem Noord Nederlands Orkest und absolvierte eine US-Tour mit der Staatskapelle Weimar, wo er Artist of Residence war. In der vergangenen Spielzeit 2018/2019 debütierte er mit dem Oslo Philharmonic und dem Konzerthausorchester Berlin und kehrte u. a. zum New Japan Philharmonic zurück. Valeriy Sokolov konzertierte zuletzt mit der St. Petersburg Philharmonie, dem NDR Elbphilharmonie Orchester, dem Orchestre de Paris, dem Philharmonia Orchestra sowie mit der Singapore Symphony und der Bournemouth Symphony. Kürzlich beendete er eine erfolgreiche Europa-Tour eines Kammermusik-Projekts mit Lisa Batiashvili und Gautier Capuçon, welches ihn u. a. nach Paris, Wien, Köln, Amsterdam und London führte. Valeriy Sokolov gibt regelmäßig Konzerte mit Evgeny Izotov sowie mit seinem eigenen Klaviertrio.
In den vergangenen Jahren entstanden in Zusammenarbeit mit EMI Classics zahlreiche Aufnahmen, wie Enescus Sonata Nr. 3. Seine erste DVD-Aufnahme war das Violinkonzert von Sibelius unter Vladimir Ashkenazy. 2004 spielte er mit dem Chamber Orchestra of Europe Musik für Bruno Monsaingeons Film Un violon dans l’âme / Natural Born Fiddler ein, welche von der Kritik hoch gelobt wurde und heute noch auf ARTE des Öfteren zu hören ist. Im Jahr 2010 nahm Sokolov unter Leitung von David Zinman mit dem Tonhalle Orchester Zürich Violinkonzerte von Bartók und Tschaikowsky auf.
Foto: Simon Fowler 

Lydia
Teuscher

Lydia Teuscher

Lydia Teuscher wurde in Freiburg geboren und studierte am Welsh College of Music and Drama sowie an der Hochschule für Musik Mannheim. Sie gastierte bereits an zahlreichen international bekannten Häusern, wie dem Bolschoi-Theater, der Bayerischen Staatsoper, der Deutschen Staatsoper, bei der Salzburger Mozartwoche und dem Festival d’Aix en Provence mit der Rolle der Pamina (Die Zauberflöte) sowie an der Dresdner Semperoper, am Staatstheater Karlsruhe, beim Glyndebourne Festival und und am Hyogo Performing Arts Center in Japan mit der Partie der Susanna (Le nozze di Figaro). Darüber hinaus verkörperte sie die Hero (Béatrice et Bénédict) beim Saito Kinen Festival in Japan, die Zerline (Don Giovanni) am Bolschoi sowie Gretel (Hänsel und Gretel) an der Dresdener Semperoper sowie beim Glyndebourne und Saito Kinen Festival.
Regelmäßig arbeitet sie mit Dirigenten wie René Jacobs, Jonathan Cohen, Emmanuelle Haïm, Sir Roger Norrington, Helmuth Rilling, Markus Stenz und Bernard Labadie zusammen. Zuletzt widmete sie sich u. a Schönbergs Pierrot Lunaire mit dem Ensemble der Bayerischen Staatsoper sowie Mahlers 4. Sinfonie mit dem London Symphony Orchestra und Daniel Harding, Mozarts Messe in C-Dur mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und Sylvain Cambreling sowie Händels Messiah mit dem Orchestre National de Lille und Jan Willem de Vriend.
Foto: Shirley Suarez

Carl
Thiemt

Carl Thiemt

Carl Thiemt begann seine musikalische Laufbahn in den Dresdener Kinder- und Knabenchören. Seinen ersten Gesangsunterricht erhielt er im Alter von 14 Jahren bei Kerstin Klesse. Schon vor seinem Gesangsstudium beschäftigte er sich mit vielen verschiedenen Musikstilen und Gesangstechniken, u. a. indische Musik und Ober-/Untertongesang. Anfang 2007 wurde ihm das Zertifikat „Ganzheitlicher Stimmtrainer“ vom Zentrum für Atem, Stimme & Bewusstheit verliehen. Anschließend studierte er Musikwissenschaften an der TU Dresden und begann 2008 seinen Unterricht als Countertenor bei Steve Wächter. Ab 2009 studierte er bei Margret Trappe-Wiel an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden. Im Jahr 2010 nahm er an einem Orientierungskurs für junge Sänger bei Charlotte Lehmann teil. Als 2. Hexe (Countertenor) aus Dido and Aeneas von Henry Purcell war er 2011 beim Abschlusskonzert der Chorchestrale Chemnitz zu erleben.
Sein Operndebüt gab er im September 2011 als Anfinomo (Countertenor) in der Oper Il ritorno d’Ulisse in patria in Scheidegg (Allgäu) unter der Leitung von Wolfgang Schmid. 2012 war er u. a. bei dem Dresdner Festival der zeitgenössischen Musik Tonlagen zu hören und zu erleben. Seit diesem Jahr ist er festes Mitglied im Ensemble Auditivvokal und wirkt regelmäßig in dessen Produktionen mit. Seit Mitte 2012 setzte er sein Gesangsstudium bei Christiane Bach-Röhr fort und wechselte im März 2013, zur Erweiterung seines Repertoires, in das Baritonfach. Sein Studium schloss er im Januar 2016 als Dipl.-Sänger / Dipl.-Gesangspädagoge ab und widmet sich seit März 2016 seiner Doktorarbeit zum Thema Falsettgesang. Carl Thiemt war Teil der Liedklasse von KS Olaf Bär und erhielt Unterricht im Oratoriengesang bei Britta Schwarz.
2013 führte ihn seine Sängertätigkeit mit Sarah Maria Sun, Richard Röbel, Hans-Joachim Hespos, Gerhard Stäbler und Thomas Hanzlik zusammen. In den vergangenen Jahren war er als Solist u. a. in der Konzertreihe Einstürzende Mauern mit Werken von Gerhard Stäbler und Marc Yeats sowie als Solo-Bariton im zeitgenössischen Oratorium Les hommes et le temps von Lothar Voigtländer, im Projekt Anatomie Zerlegen (Musik; Richard Röbel) anlässlich der Jubiläumsfeier 250 Jahre Hochschule für Bildende Künste Dresden, im Musical-Konzert Mein Sinn für Stil, in der Partie des Elviro (Bass) in der Oper Xerxes von Georg Friedrich Händel, in der Partie des Endymio (Countertenor) in Thomas Hanzliks gleichnamiger Oper auf dem Barockfestival Olomouc und Brünn sowie im Rahmen des Festival Opera im Februar 2015 in Prag zu erleben.
Als Ergebnis eines Meisterkurses bei KS Thomas Thomaschke sang er im Sommer 2015 die Partie des Papageno in Auszügen in zwei Konzerten des Festivals Mitte Europa. Am 14. November 2015 brachte er, im Rahmen des Festivals Opera Schrattenbach und dabei unterstützt durch den Dirigenten und Pianisten Filip Martens am Klavier, die Musik des belgischen Komponisten Wim Mertens und seine eigenen Kompositionen zu Gehör. 2016 war er in der Partie des Oberon (Countertenor) aus Benjamin Brittens Oper A Midsummer Nights Dream in Dresden zu erleben. Carl Thiemt war als Solist Teil des Projekts Aghet der Dresdner Sinfoniker und führte in diesem Rahmen die Musik des Komponisten Vache Sharafyan mehrmals und international auf. Die Beschäftigung mit zeitgenössischer Musik macht mittlerweile einen Schwerpunkt seines Schaffens aus. So pflegt er regelmäßige Kooperationen und Austausch mit zeitgenössischen Komponisten und ist neben dem Gesang schon seit vielen Jahren als Komponist tätig. Seit 2015 nimmt zudem die pädagogische Vermittlung zeitgenössischer Vokaltechniken (Extended Vocal Techniques) zusehends Raum ein. Im Sommer 2016 wechselte er ins Tenor-Fach und hat damit seine stimmliche Mitte gefunden.
Foto: Lisa Beutner

Tómas
Tómasson

Tómas Tómasson

Der isländische Bass-Bariton Tómas Tómasson, studierte am Reykjavik College of Music sowie am Royal College of Music in London, wo er mit Auszeichnung abschloss. Sein breit gefächertes Repertoire reicht von Monteverdi, Verdi und Puccini über Wagner und Richard Strauss, Tschaikowsky, Mussorgsky und Prokofjew bis hin zu Zemlinsky und Glass. Sein Debüt im Heldenbariton-Fach gab er als Tomski in Pique Dame am Théâtre de la Monnaie in Brüssel. Es folgten weitere Rollen wie die Titelpartien in Der fliegende Holländer ebenfalls am Théâtre de la Monnaie oder in Wozzeck an der Oper Nancy.
Im Laufe seiner Karriere stand Tómas Tómasson auf den Bühnen vieler international renommierter Opern- und Konzerthäuser. Dazu zählen das Royal Opera House Covent Garden, die Wiener Staatsoper, Bayerische Staatsoper München, Dresdner Semperoper, Staatsoper Unter den Linden Berlin, Komische Oper Berlin, Hamburgische Staatsoper, Oper Köln, das Teatro alla Scala Mailand, Teatro dell'Opera di Roma, Teatro Regio Turin, Teatro San Carlo Neapel, Teatro Real de Madrid, Théâtre de la Monnaie Brüssel, Grand Théâtre de Genève, die Nederlandse Opera Amsterdam, Royal Danish Opera Kopenhagen, Lyric Opera Chicago, Los Angeles Opera und San Francisco Opera. Dabei arbeitete Tómas Tómasson mit Dirigenten wie Riccardo Muti, Daniel Barenboim, Antonio Pappano, Andris Nelsons, Simone Young, René Jacobs, Stefan Soltesz, Hartmut Haenchen, Mark Elder, Carlo Rizzi, James Conlon, Ingo Metzmacher und Lorin Maazel zusammen.
Zu den bisherigen Höhepunkten gehören u. a. Klingsor (Parsifal) an der Staatsoper Unter den Linden Berlin unter Daniel Barenboim und an der Lyric Opera Chicago, Jochanaan (Salome), Kunrad (Feuersnot) und Holländer (Der fliegende Holländer) an der Semperoper Dresden, Wotan (Das Rheingold, Walküre) an der Ópera de Oviedo, Wanderer (Siegfried) am Grand Théâtre de Genève, Tomski (Pique Dame) an der Wiener Staatsoper und dem Teatro dell'Opera di Roma, Hans Sachs (Die Meistersinger von Nürnberg) an der Komischen Oper Berlin, Telramund (Lohengrin) am Theatro Municipal de São Paulo, Dino in der Uraufführung von Beat Furrers La Bianca Notte an der Hamburgischen Staatsoper, die Titelrolle in Reimanns Lear an der Komischen Oper Berlin, der Frankfurter Oper und der Ungarischen Staatsoper Budapest sowie Amphortas in der aufsehenerregenden Uraufführung des Mondparsifal Alpha 1-8 von Jonathan Meese bei den Wiener Festwochen unter Simone Young und im Mondparsifal Beta 9-23 bei den Berliner Festwochen. Zuletzt war er u. a. als Holländer in Bari und mit dem RAI National Symphony Orchestra unter der Leitung von James Conlon in Turin, als Amfortas und Klingsor (Parsifal) an der Ungarischen Staatsoper Budapest, als Herrscher (Das Wunder der Heliane) in Antwerpen und Gent, als Wanderer (Siegfried) und Wotan (Rheingold, Walküre) am Grand Théâtre de Genève sowie Wotan (Walküre) in Bari und am Teatro di San Carlo in Neapel zu erleben. Im Konzertbereich sang er Verdis Requiem, J. S. Bachs Matthäus-Passion, Mozarts Requiem, Haydns Die Schöpfung, Beethovens 9. Sinfonie sowie Mahlers 8. Sinfonie.

Jakub
Tylman

Jakub Tylman

Jakub Tylman wurde in Prag geboren und begann im Alter von sechs Jahren mit dem Violoncellospiel. Er studierte bei Boris Pergamenschikow in Berlin und bei Frans Helmersson in Köln, wo er sein Studium mit dem Konzertexamen abschloss. Er nahm an zahlreichen Meisterkursen teil, u. a. bei Pieter Wispelwey, Heinrich Schiff, Anner Bylsma, Bernard Greenhouse, dem Artemis Quartett und dem Scharoun Ensemble Berlin. Jakub Tylman erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen. Als Solist arbeitete er mit Orchestern in Deutschland, Norwegen, Tschechien und den USA zusammen. Seit 2012 ist er Solocellist der Robert-Schumann-Philharmonie und hat 2013 im Soziokulturellen Zentrum Kraftwerk in Chemnitz die Kammermusikreihe Es ist Spielzeit! initiiert, die er auch konzeptionell betreut.
Foto: Horst Schmeck

Viola
Wilmsen

Viola Wilmsen

Viola Wilmsen studierte bei Diethelm Jonas in Lübeck, bei Jacques Tys in Paris sowie bei Dominik Wollenweber in Berlin. 2009 gewann sie den 1. Preis beim internationalen Sony Oboen-Wettbewerb in Japan. Weitere 1. Preise erhielt sie bei internationalen Wettbewerben in Deutschland, Italien, Polen sowie in England als Oboistin und Pianistin. Beim Deutschen Musikwettbewerb 2011 wurde Viola Wilmsen mit einem Stipendium ausgezeichnet und in die Reihe Konzerte junger Künstler aufgenommen.
Seit 2012 ist sie Solo-Oboistin des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin. Zuvor war sie drei Jahre Solo-Oboistin der Deutschen Oper Berlin. Seitdem sie einen der renommiertesten internationalen Oboen-Wettbewerbe gewann, ist sie weltweit als Solistin und Kammermusikerin in Konzertsälen und bei internationalen Musikfestivals zu Gast. In der Saison 2018/2019 war Viola Wilmsen als Solistin u. a. mit den Duisburger Philharmonikern, der Norddeutschen Philharmonie Rostock und der Neubrandenburger Philharmonie zu hören. Kammermusikalisch arbeitete sie u. a. mit Antje Weithaas, Maximilian Hornung und Radek Baborak sowie beim Beethovenfest Bonn mit ihrem Sextett Berlin Counterpoint zusammen. In der Vergangenheit spielte sie als Solistin mit Orchestern wie dem Münchener Kammerorchester, der Camerata Bern, der Hamburger Camerata, dem Kansai Philharmonic Orchestra (Japan), dem Haydn- Orchester (Italien), dem Orchestra del Teatro Lirico di Cagliari (Italien), der Kammerphilharmonie Graubünden (Schweiz) oder der Klassischen Philharmonie Bonn. 2016 war Viola Wilmsen solistisch in der Berliner Philharmonie mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin unter Kent Nagano zu hören. Ferner spielte sie mehrfach als Solistin im Konzerthaus Berlin, im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie sowie bei verschiedenen Festivals.
2014 erschien die Debüt-CD ihres Sextetts Berlin Counterpoint, die von der Fachpresse hoch gelobt wurde. Das Ensemble erhielt 2013 den Usedomer Musikpreis. Mit ihrem Berolina Ensemble erhielt Viola Wilmsen 2014 den Echo Klassik. Ihre erste Solo-CD wurde 2017 bei Cavi music mit großem Erfolg veröffentlicht. Gastengagements führen sie als Solo-Oboistin regelmäßig zu Orchestern wie den Berliner und Münchner Philharmonikern, den Bamberger Symphonikern oder an die Staatsopern Berlin und München. Sie arbeitete mit Dirigenten wie Riccardo Chailly, Valery Gergiev, Zubin Mehta, Andris Nelsons und Sir Simon Rattle. 2018 spielte sie als Solo-Oboistin im Bayreuther Festspielorchester.
Viola Wilmsen ist seit 2015 Dozentin für Oboe an der Musikhochschule Lübeck. Darüber hinaus gibt sie Meisterkurse im In- und Ausland und ist als Jurorin bei internationalen Wettbewerben tätig.
Foto: Anna Klemm

Produktionen

Matthias
Worm

Matthias Worm

Matthias Worm wurde in Berlin geboren und erhielt mit acht Jahren den ersten Violinunterricht. Von 1979 bis 1985 absolvierte er ein Musikstudium an der Berliner Musikhochschule Hanns Eisler im Fach Viola bei Erich Krüger und Alfred Lipka. Seit 1985 ist er Solobratscher der Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz. In dieser Zeit spielte er als Solist u. a. die Uraufführungen der Bratschenkonzerte von Viktor Bruns und Volkmar Leimert. Darüber hinaus war er von 1986 bis 2017 Mitglied des Robert-Schumann-Quartetts, ist Gründungsmitglied der seit 1997 bestehenden Dresdner Sinfoniker und war von 2000 bis 2017 Mitglied des Festspielorchesters in Bayreuth. Konzerte führten ihn in verschiedene Städte Deutschlands, nach Japan, in die Tschechischen Republik, die GUS und nach Thailand. Er war außerdem an Rundfunk- und CD-Aufnahmen beteiligt, darunter 2004 an der Einspielung der Urfassung der Streichquartette von Robert Schumann für Sony. 2015 und 2016 war er als Solist bei Aufführungen der Surgite Gloriae des Armeniers Vache Sharafyan in mehreren europäischen Städten zum Gedenken an den Völkermord an den Armeniern im Jahre 1915 beteiligt. Sein Repertoire an Konzerten umfasst außerdem u. a. die Violakonzerte von Telemann, Walton und Schnittke, Bachs 6. Brandenburgisches Konzert, Mozarts Sinfonia concertante, Hindemiths Schwanendreher sowie Martinůs Rhapsodie-Konzert.

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