Wenn, wie der Geiger Yehudi Menuhin sagte, Singen die eigentliche Muttersprache des Menschen ist, so geben Lieder tiefe Einblicke in die Natur und das Seelenleben des menschlichen Wesens. Nicht ohne Grund haben sich Komponisten über Epochen hinweg intensiv mit dem Lied, dieser komprimierten und dadurch erzählerisch dichten musikalischen Form, auseinandergesetzt und Werke geschaffen, die wie Kaleidoskope gebündelte Empfindungen und Gedanken auf unmittelbare Art und Weise transportieren. Auch in der Spielzeit 2018/2019 tauchen Sängerinnen und Sänger der Oper Chemnitz in der intimen Atmosphäre des Rangfoyers ein in große Liedkompositionen von der Romantik bis zur Moderne.

 

Goldberg Improvisationen

Sa
23.
Mai
Oper

Goldberg Improvisationen

Jenseits der Götterdämmerung

 
 

In Richard Wagners Götterdämmerung gipfelt der in den drei vorangegangenen Teilen seiner Tetralogie Der Ring des Nibelungen unausweichlich vorgezeichnete Konflikt in einer apokalyptischen Zerstörung der alten Weltordnung. Jener Zusammenbruch einer Menschen- und Götterwelt scheint vielerlei Konflikten, die sich in der Gegenwart aktuell zuspitzen (Klimawandel, massenhaftes Artensterben, Krieg, negatives kollektives Bewusstsein) erstaunlich zu ähneln. Deshalb haben Künstler die Aufgabe, Visionen von Hoffnung und neuen Lösungsansätzen anzubieten.
Im Rahmen des Chemnitzer Ring-Zyklus zu Christi Himmelfahrt präsentiert Pianist Jeffrey Goldberg  am 23. Mai 2020 einen Solo-Improvisationsabend unter dem Titel Jenseits der Götterdämmerung. Der Abend ist eine Erforschung und Feier der positiven Aspekte und Möglichkeiten der Menschheit und der Natur in einem evolutionären Entwicklungsprozess. Diese Verwirklichung einer neuen Erde wurde und wird von Mozart, Beethoven, Wagner bis hin zu Komponisten der Gegenwart vorgeahnt. Jeffrey Goldberg steht in jener ideellen Tradition und wird in seinem Improvisationskonzert die Möglichkeiten für eine Welterneuerung klanglich-musikalisch aufzeigen.

Jeffrey Goldberg studierte u. a. bei Luise Vosgerchian, Sarah Benson, Leonard Bernstein, Joe Maneri und Ivan Tcherepnin und lehrte u. a. an der Harvard University, der Boston Arts Academy, dem Banff Centre, am Rivers School Conservatory sowie am New England Conservatory of Music. Seine Improvisationen hat er auf Konzertbühnen und bei Festivals in Nordamerika und Europa vorgestellt – z. B. beim Palau de la Música Catalana, beim Frankfurter Jazzkeller, sowie beim vs. Interpretation Festival & Symposium in Prag. Seine Kompositionen reichen von Werken für Klangheilen, Crossover und Multimedia Events bis hin zu zwei Aufträgen für das Staatstheater Hannover – eine Oper und ein Ballett. Jeffrey Goldberg arbeitete u. a. mit Yo-Yo Ma und Bobby McFerrin für den Film Yo-Yo Ma at Tanglewood. Er gibt Workshops in Improvisation und war und ist als Konzertpianist, Dirigent und Repetitor in Deutschland und in den USA sowie als Musikdirektor an mehreren Theatern in Boston tätig.  Jeffrey Goldberg promovierte auf dem Gebiet der Pädagogik (Doctor of Education, Harvard University). Seit der Spielzeit 2009/2010 ist er an der Oper Chemnitz engagiert.

 

Spielort:Opernhaus - Foyer
Dauer:noch nicht bekannt
Sa, 23. Mai | 19:30 Uhr
Preis: 18,00 €
 
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