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v.l.n.r.: Maraike Schröter, Reto Rosin, Katharina Boschmann © Kirsten Nijhof
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Katharina Boschmann, Maraike Schröter © Kirsten Nijhof
Katharina Boschmann, Maraike Schröter © Kirsten Nijhof
Maraike Schröter, Hubert Walawski © Kirsten Nijhof
Maraike Schröter, Hubert Walawski © Kirsten Nijhof
Maraike Schröter, Jürgen Mutze (mitte), Reto Rosin © Kirsten Nijhof
Maraike Schröter, Jürgen Mutze (mitte), Reto Rosin © Kirsten Nijhof
Maraike Schröter, Georg Streuber, Reto Rosin© Kirsten Nijhof
Maraike Schröter, Georg Streuber, Reto Rosin© Kirsten Nijhof
Reto Rosin © Kirsten Nijhof
Reto Rosin © Kirsten Nijhof
Sylvia Rena Ziegler © Kirsten Nijhof
Sylvia Rena Ziegler © Kirsten Nijhof
Damen und Herren des Opernchores, Maraike Schröter© Kirsten Nijhof
Damen und Herren des Opernchores, Maraike Schröter© Kirsten Nijhof
Reto Rosin, Katharina Boschmann, Sylvia Schramm-Heilfort © Kirsten Nijhof
Reto Rosin, Katharina Boschmann, Sylvia Schramm-Heilfort © Kirsten Nijhof
Damen und Herren des Ballettensembles, Sylvia Schramm-Heilfort © Kirsten Nijhof
Damen und Herren des Ballettensembles, Sylvia Schramm-Heilfort © Kirsten Nijhof
Damen und Herren des Ballettensembles © Kirsten Nijhof
Damen und Herren des Ballettensembles © Kirsten Nijhof
Katharina Boschmann, Reto Rosin © Kirsten Nijhof
Katharina Boschmann, Reto Rosin © Kirsten Nijhof
Matthias Winter, Reto Rosin © Kirsten Nijhof
Matthias Winter, Reto Rosin © Kirsten Nijhof
Hardy Hoosman © Kirsten Nijhof
Hardy Hoosman © Kirsten Nijhof
Matthias Winter © Kirsten Nijhof
Matthias Winter © Kirsten Nijhof
Regine Sturm, Hubert Walawski (links) © Kirsten Nijhof
Regine Sturm, Hubert Walawski (links) © Kirsten Nijhof
Regine Sturm, Hubert Walawski (links), Reto Rosin (Rechts) © Kirsten Nijhof
Regine Sturm, Hubert Walawski (links), Reto Rosin (Rechts) © Kirsten Nijhof
Ensemble, Damen und Herren des Opernchores © Kirsten Nijhof
Ensemble, Damen und Herren des Opernchores © Kirsten Nijhof
 

Die Fledermaus

Operette von Johann Strauß
Libretto von Carl Haffner und Richard Genée

Gabriel von Eisenstein hat vor einiger Zeit seinen Freund, den Notar Dr. Falke, nach einem Faschingsball blamiert. Nun will sich Falke an Eisenstein rächen und inszeniert eine Revanche, die mit ihren Irrungen und Wirrungen nicht nur das Gefühlsleben Eisensteins durcheinander bringt. Er lädt Eisenstein auf einen Ball ein und präsentiert ihm dort eine feurige ungarische Gräfin. Eisenstein tappt prompt in die Falle und erkennt viel zu spät, dass sich hinter der Maske der schönen Ungarin seine eigene Frau verbirgt …

Die Fledermaus ist so klassisch wie der Nibelungenring Wagners.“ Mit diesen Worten beschrieb der Dirigent Hans von Bülow jenes Werk, das als die Operette schlechthin gilt und sich seit mehr als 140 Jahren ungebrochener Beliebtheit beim Publikum erfreut. Dabei waren sich die Wiener anfangs uneins darüber, ob sie die dritte Operette ihres geliebten „Schani“, wie Johann Strauß Sohn genannt wurde, gut finden sollten oder nicht. In einem Artikel im Wiener Fremdenblatt war zu lesen: „Ein starkes Stück Frivolität muss man freilich in Kauf nehmen; wenn zum Beispiel ein fremder Mann in Gegenwart der von ihm verehrten Frau den Rock auszieht und sich in den Schlafrock des ausgegangenen Hausherrn wirft, oder wenn ein ordentlicher Gentleman auf dem Maskenballe dicht an den Busen seiner Dulcinea geschmiegt mit der Uhr ihre Herzschläge abzählt. So finden wir das mehr gemein als pikant.“

Johannes Pölzgutter, der Regisseur der neuen Chemnitzer Fledermaus, stammt aus Wien. Er sammelte erste Theatererfahrungen an der Wiener Volksoper und am Luzerner Theater, bevor er als freischaffender Regisseur für verschiedenste Musiktheaterproduktionen verantwortlich zeichnete. So inszenierte er Werke wie Händels Alcina, Donizettis Don Pasquale, Rimski-Korsakows Der goldene Hahn, Verdis Falstaff, Puccinis La Bohème und Madama Butterfly, Madernas Satyricon sowie Sondheims Sweeney Todd.

 

Musikalische Leitung Dan Raţiu
Inszenierung Johannes Pölzgutter
Choreografie Sabrina Sadowska
Bühne Nikolaus Webern
Kostüme Janina Ammon
Chor Stefan Bilz
Assistenz Choreinstudierung Dovilė Šiupėnytė
Dramaturgie Susanne Holfter
Dauer:3 h
Spielpause:eine Pause
Altersempfehlung:ab 12 Jahren
Premiere:02.06.2018

(…)
Schon in der Ouvertüre lässt der junge Wiener Regisseur Johannes Pölzgutter die knisternde Spannung im Haus des lebenslustigen Gabriel von Eisenstein anklingen (…).
Anspielungsreiche Details
Geschickt baut Pölzgutter den Spannungsbogen zwischen häuslichem Alltag, rauschendem Festtrubel und Katzenjammer in der Gefängniszelle, zeichnet (…) liebevolle Portraits der Figuren und ihrer Schwächen. Nikolaus Weberns bunte Bühne setzt mit kleinen Ausstattungsdetails – Adeles Kopfhörer, Rosalindes „Echo“-Trophäe, die blauen Müllsäcke – gleichsam moderne wie satirische Akzente.
Reto Rosin überzeugt als Eisenstein mit prächtiger tenoraler Ausstrahlung, er agiert wunderbar komödiantisch, ohne zu überzeichnen. Elvira Hasanagić ist mit farbenreichem Sopran und ausdrucksstarkem Spiel seine ebenbürtige Gattin. Marie Hänsels Adele zuzusehen und ihren Spitzentönen zuzuhören, macht großen Spaß. Als Rosalindes Verehrer Alfred überzeugt Siyabonga Maqungo mit delikatem Tenorschmelz und umwerfendem Spielwitz.
Herrlich warm und nuanciert ist der Mezzo von Sophia Maeno als versnobter Ball-Gastgeber Orlofsky. Schauspielerisch wie gesanglich gut drauf sind auch Andreas Beinhauer als Falke, Matthias Winter als Gefängnisdirektor und Jürgen Mutze als Dr. Blind. Ohne Fehl und Tadel: der Chemnitzer Opernchor. Eine zauberhafte klassische Balletteinlage überrascht überdies als tänzerisches Sahnehäubchen im Ballsaal.
Die Robert-Schumann-Philharmonie (…) unter der umsichtigen Leitung von Jakob Brenner musiziert diese ‚Fledermaus‘ auf staunenswert hohem Niveau, in einer wienerisch anmutenden Weise, die rundum zu verführen weiß.
Als hintersinniger Komödiant, an Karl Valentin erinnernd, holt der urbayerische Gefängniswärter Frosch des Hardy Hoosman in alter braungrüner Polizeiuniform die Lacher auf seine Seite. Er räsoniert über Söders Heimatministerium, Kruzifixe, Frankenwein und Nürnberg als neuen Vorort von Fürth – ein gelungener Spaßexport aus Chemnitz mitten in Franken.

Nürnberger Nachrichten | Michael Vieth | 06.07.2019

(…) Im Kern geht es um eine Gesellschaft, in der nichts ist, wie es scheint, in der praktisch jeder den anderen betrügt, zumindest aber in irgendeiner Form Dreck am Stecken hat. Das war und ist die Aussage dieser Operette, die muss man nicht hineindeuten.
Und so trat sie denn auch bei der relativ konventionellen Inszenierung von Johannes Pölzgutter (…) aufs Feinste zutage. Sieht man mal von kleinen modernen Ausstattungs-Akzenten ab, wie den Kopfhörern des Stubenmädchens Adele (Katharina Boschmann) oder der ‚Echo‘-Trophäe, die Ex-Sängerin Rosalinde (Maraike Schröter) beim Aufräumen in den Müllsack kramt, fällt hier wenig aus dem Zeit-Rahmen. Die Kostüme der Schweizerin Janina Ammon sind zeitlos, wo nötig, elegant, zumal in einem Werk, das vorwiegend in einer Abendgesellschaft spielt. Gleiches gilt für die Dekoration von Nikolaus webern, von der angedeutet bürgerlichen Wohnung über Orlofskys prachtvolles Palais bis hin zum Gefängnis, in dem es unter den versammelten Ballgästen zum Showdown kommt.
Da sind, nach fast zweieinhalb Stunden, alle Akteure trotz härtester geleisteter Bühnen-Arbeit noch erstaunlich frisch. Reto Rosin ist die Rolle des Eisenstein (…) auf den Leib geschneidert, und man spürt förmlich, wie angesichts der geheimnisvollen ungarischen Gräfin ein anderes Organ seinem Gehirn das Denken abnimmt. So sind sie, die Männer! Auch stimmlich leistet er Großes, wenngleich ausgerechnet seine Rolle nicht zu denen gehört, denen Johann Strauß eines der großen musikalischen Knallbonbons dieser Operette zugeeignet hat. Da ist selbst Gefängnisdirektor Frank (Matthias Winter) mit seinen Zeilen vom ‚Vogelhaus‘, gemeint ist der Knast, besser bedient. Prinz Orlofsky, den Sylvia Rena Ziegler beeindruckend als schillernd-geschlechtsloses Wesen zelebriert, mit ‚Ich lade gern mir Gäste ein‘ sowieso. Rosalindes Ex-Duett-Partner, Möchtegern-Lover und Häftling wider Willen, Dr. Falke (Georg Streuber), Katharina Boschmann als Adele, deren Schwester Ida (Sylvia Schramm-Heilfort) und Maraike Schröter als Eisensteins Gattin – sie alle agieren stimmlich wie schauspielerisch grandios. All das wäre aber nur der halbe Spaß ohne den bestens disponierten, agilen Chor, der an Verständlichkeit wie Präzision keine Wünsche offenlässt, ebenso wenig wie die Robert-Schumann-Philharmonie unter Generalmusikdirektor Guillermo García Calvo (…).
Als Dreingabe bietet diese Operette zudem eine textliche Leerstelle für aktuelles Kabarett. In Gestalt des sternhagelvollen, verwachsenen Gefängniswärters Frosch kommt Hardy Hoosman in Chemnitz in schönstem Bayerisch und der über 40 Jahre alten braun-grünen, im weiß-blauen Freistaat immer noch gängigen West-Polizeiuniform als Wiedergänger Karl Valentins daher. Er räsoniert über Heimatministerium und Kruzifixe in öffentlichen Gebäuden, um schließlich ein solches überm Eingang zu befestigen. Da ist es dann doch präsent, das heutige Leben.

Freie Presse | Torsten Kohlschein | 05.06.2018

Fledermaus so erfrischend schön wie lange nicht
(…) eine grandiose Premiere.
(…)
Johannes Pölzgutters Inszenierung ist modern, frisch und knallig bunt. Reto Rosin spielt Lebemann Eisenstein mit viel Körpereinsatz (…). Den rachsüchtigen Notar spielt Georg Streuber, der sichtlich Spaß an den Intrigen hat. Katharina Boschmann rockt als Stubenmädchen und bringt frischen Wind in die Szenerie. Abgerundet wird die Inszenierung durch ein insgesamt gut aufgelegtes Ensemble und eine zauberhafte Balletteinlage.
Die musikalische Leitung hat Guillermo García Calvo inne, der sich schon nach der Ouvertüre über die ersten Bravos freuen konnte. Es sollten nicht die letzten bleiben. Das Publikum feierte die Operette mit frenetischem Applaus.
(…)

Morgenpost Chemnitz | Victoria Winkel | 04.06.2018
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