© Nasser Hashemi

Regie

Nils
Braun

Nils Braun

Der in Köln geborene Nils Braun wuchs in Baden-Baden auf. Schon während seiner Schulzeit sammelte er erste Erfahrungen am Theater Baden-Baden in zahlreichen Regiehospitanzen u. a. bei Faust I, Der große Gatsby, Maria Stuart, Frühlings Erwachen und Ein idealer Ehemann. Mit sechs Jahren lernte er Cello, Geige und Klavier. Seine musikalische Ausbildung wurde durch den Besuch des Gymnasiums Klosterschule vom Heiligen Grab mit Musikschwerpunkt und -abitur intensiviert.
In dieser Zeit spielte er regelmäßig als Cellist in Orchestern wie dem Jugendsinfonieorchester Rastatt und der Jugendakademie der Philharmonie Baden-Baden. Im Jahr 2013 wurde er an der Musikakademie Schloss Kapfenburg zum Musikmentor ausgebildet. 2016 wurde er für den von ihm initiierten kostenlosen Geigen- und Cellounterricht für Grundschüler mit dem Jugendbildungspreis des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet.
Regiehospitanzen führten Nils Braun an die Komische Oper Berlin, an die Dutch National Opera Amsterdam, das Teatro Real Madrid, die Semperoper Dresden und die Finnish National Opera Helsinki. Durch die Arbeit u. a. mit Kasper Holten, Andreas Homoki, Stefan Herheim, Barrie Kosky und Michael Schulz beschäftigte er sich mit vielen Aspekten des Regiehandwerks. Im März 2017 gewann Nils Braun den Sonderpreis des Internationalen Regiepreises Ring-Award 2017 in Kooperation mit den Theatern Chemnitz. Von 2017 bis 2019 war er fester Regieassistent der Oper Chemnitz, wo die Inszenierungen von Don Pasquale (2018) und Weiße Rose (2018) sowie des Musical-Solos Zarah 47 entstanden. Ab Sommer 2019 ist er als fester Regieassistent mit dem Oldenburgischen Staatstheater verbunden. Zudem ist er Stipendiat der Akademie Musiktheater heute der Deutschen Bank Stiftung.
Foto: Margot Jehle

 

 
Foto: Margot Jehle

Sabine
Hartmannshenn

Sabine Hartmannshenn

Sabine Hartmannshenn begann ihre Laufbahn als Musiktheaterregisseurin mit einer Inszenierung von Mozarts Le nozze di Figaro am Teatro Colón in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá. Große internationale Erfolge feierte sie mit Der Kaiser von Atlantis und Die sieben Todsünden am Théâtre de la Monnaie in Brüssel. Beide Produktionen wurden anschließend u. a. auch in Antwerpen, Liège, Lissabon, Tel Aviv und beim Festival in Sarajewo gezeigt. Darüber hinaus wird sie regelmäßig von namhaften Opernhäusern im In- und Ausland verpflichtet, darunter das Teatro La Fenice in Venedig, die Houston Grand Opera, die Staatsoper Hamburg und das Kongelige Teater Kopenhagen. Sabine Hartmannshenn drängt in ihren Arbeiten auf Wahrhaftigkeit und auf eine moderne Personenführung. Sie orientiert sich dabei gleichzeitig konsequent an der Musik. Ihre umjubelte Lulu an der Oper Göteborg wurde von der Kritik in Schweden zur Produktion des Jahres 2002 gewählt. Die englische Fachzeitschrift Opera Now würdigte diese Inszenierung als europaweit sehenswerteste Lulu-Produktion der Spielzeit 2001/2002. Die Norske Opera in Oslo übernahm ihren Werther, den sie am Staatstheater Nürnberg inszeniert hatte. Weitere Erfolgsproduktionen waren Hans Werner Henzes Oper Phaedra an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf/Duisburg als Beitrag zur Kulturhauptstadt 2010 und die Händel-Oper Rinaldo an der Oper Köln. Wichtige Inszenierungen der letzten Jahre waren Verdis Falstaff am Deutschen Nationaltheater Weimar, The Rake’s Progress und Lohengrin an der Deutschen Oper am Rhein, Puccinis Trittico an der Oper Köln, Peter Grimes an der Staatsoper Hamburg, Delius‘ A village Romeo and Juliet am Theater Bielefeld, Die Fledermaus am Deutschen Nationaltheater Weimar sowie Im weißen Rössl am Theater Bern.
Parallel zu ihren Regiearbeiten hatte Sabine Hartmannshenn mehrere Semester lang einen Lehrauftrag für Szenische Gestaltung an der Musikhochschule Köln inne. Derzeit ist sie Lehrbeauftragte für Szenografie an der FH Dortmund und für Szenischen Unterricht an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf.

Produktionen

Hinrich
Horstkotte

Hinrich Horstkotte

Der Berliner Bühnenbildner und Regisseur Hinrich Horstkotte, geboren 1972, war zunächst Marionettenspieler, bis er von 1992 bis 1998 Bühnenbild und -kostüm sowie Dramaturgie an der Akademie der Bildenden Künste in München studierte, zunächst bei Ekkehard Grübler, dann bei Karl-Ernst und Ursel Herrmann, für die er in Baden-Baden, Salzburg, Innsbruck, Amsterdam und Genf auch als Regieassistent arbeitete. Schon während des Studiums begann er, als freischaffender Bühnenbildner und Regisseur zu arbeiten. Als Bühnen- und Kostümbildner war er für die Biennale für Neue Musik München, das Musiktheater Görlitz, die Opernhäuser in Chemnitz (hier u. a. Cendrillon, Der Rosenkavalier, Das Mädchen aus dem goldenen Westen), Detmold, Nürnberg und für die Ludwigsburger Schlossfestspiele tätig. In über 60 Produktionen für Oper, Schauspiel und Puppentheater hat er, überwiegend in eigener Ausstattung, Regie geführt. So inszenierte er u. a. in Berlin (Staatsoper), Dessau, Dortmund, Krefeld/Mönchengladbach, Oldenburg, Saarbrücken, Rheinsberg, am Nanfong-Theatre in Taipeh, an der Volksoper Wien sowie am Salzburger Marionettentheater. In Chemnitz brachte er u. a. Mozarts Idomeneo und Puccinis Turandot auf die Bühne. Besonders gern widmet er sich der Barockoper und hat hier am Grand Théâtre Luxembourg, beim NDR in Hamburg, beim Berliner Zeitfenster-Festival, bei den Musikfestspielen Potsdam und den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik inszeniert. Von der Zeitschrift Opernwelt wurde er mehrfach in den Kategorien „Bühnen- bzw. Kostümbildner des Jahres“ sowie „Regisseur des Jahres“ nominiert. Ebenso wurde er für den ersten österreichischen Musiktheaterpreis Goldener Schikaneder 2013 nominiert und erhielt Theaterpreise der Städte Detmold, Halberstadt und Mönchengladbach. Hinrich Horstkotte hatte Lehraufträge an der Universität der Künste Berlin für Szenische Darstellung sowie an der Technischen Universität für Bühnen- und Kostümbild inne und unterrichtete am Internationalen Opernstudio der Deutschen Staatsoper Berlin.
Foto: Claudia Heysel, Dessau

Produktionen

Neva
Howard

Neva Howard

Neva Howard stammt aus den USA und erhielt ihre Ausbildung in Florida, New York und Seattle. Sie ist als Choreografin für Theater, Film und Fernsehen, als Dozentin sowie inszenierend tätig. Sie schuf u. a. Choreografien für Linie 1 (UA, GRIPS Theater, Regie: Wolfgang Kolneder), Cole Porters Wodka Cola (DEA, Staatstheater Stuttgart, Regie: Dietrich Hilsdorf), West Side Story (Landestheater Wilhelmshaven, Regie: Georg Immelmann), Schöne neue Welt (UA, GRIPS Theater, Regie: Matthias Davids). Sie inszenierte u. a. für das Stadttheater Konstanz (Der kleine Horrorladen, Das Dschungelbuch), Staatstheater Kassel (Der Zauberer von Oz) und mehrmals für das Oldenburgische Staatstheater. Zuletzt inszenierte sie das Musical GRIMM! an den Uckermärkischen Bühnen Schwedt.
Seit 2002 ist Neva Howard Professorin für Choreografie und Szenische Arbeit im Studiengang Musical/Show der Universität der Künste Berlin und choreografierte in Zusammenarbeit mit Regisseur Peter Lund die Produktionen Assassins – Attentäter, Panic Sound Club, Letterland, Kauf Dir ein Kind, Leben ohne Chris, Mein Avatar und ich, Frau Zucker will die Weltherrschaft, Stimmen im Kopf, Schwestern im Geiste, Grimm!, Kopfkino und Welcome To Hell.

Produktionen

Balázs
Kovalik

Balázs Kovalik

Balázs Kovalik wurde in Budapest geboren und studierte Regie an der Bayerischen Theaterakademie in München, wo er u. a. im Prinzregententheater bei Herzog Blaubarts Burg Regie führte. Diese Produktion war in der Folge auch am Opernhaus Kairo zu sehen. Er inszenierte u. a. am Nationaltheater in Szeged und am Opernhaus Bergen (Turandot), am Staatstheater Schwerin, beim Miskolc Opernfestival (Eugen Onegin), an der Bayerischen Staatsoper (Die Tragödie des Teufels), der Oper Bonn (Katja Kabanowa), der Staatsoper Hannover (Die Liebe zu den drei Orangen), der Staatsoper Berlin (Die verkaufte Braut) sowie immer wieder am Ungarischen Nationaltheater Budapest (u. a. Le Grand Macabre, Peter Grimes, The Turn Of The Screw). Zwischen 2007 und 2010 hatte er die künstlerische Leitung der Ungarischen Staatsoper inne und machte mit Inszenierungen von Elektra, Fidelio, Xerxes und Jozsef Saris’ Sonnenfinsternis auf sich aufmerksam.
Zu seinen jüngsten Arbeiten zählen Le nozze di Figaro am Staatstheater Braunschweig, Il Trovatore am Staatstheater Nürnberg, Die Frau ohne Schatten und Turandot an der Oper Leipzig, Peter Grimes am Münchner Staatstheater am Gärtnerplatz sowie Manfred Trojahns Was ihr wollt an der Staatsoper Hannover. Eine langjährige enge Zusammenarbeit verbindet ihn mit dem Dirigenten Michael Hofstetter. Im Mittelpunkt standen dabei vor allem Werke aus der Barockzeit wie Johann Adolf Hasses Didone abbandonata am Münchner Prinzregententheater und Artaserse anlässlich der Wiedereröffnung des Markgräflichen Opernhauses in Bayreuth, Telemanns Ricardo Primo (Der misslungene Brautwechsel) sowie Händels Agrippina und La Resurrezione – Die Auferstehung am Stadttheater Gießen, aber am gleichen Haus auch die Wiederentdeckung von Emmerich Kálmáns erster Operette Ein Herbstmanöver. Seit 2012 leitet Balázs Kovalik an der Bayerischen Theaterakademie August Everding den Master-Studiengang Musiktheater/Operngesang.
Foto: privat

Produktionen

Alexander
Kuchinka

Alexander Kuchinka

Alexander Kuchinka, geboren 1967 in Klagenfurt, lebt und arbeitet seit 1992 in Wien als Regisseur, Schauspieler, Autor und Musiker. (Schauspiel-)Engagements führten ihn u. a. ans Stadttheater Klagenfurt, ans Wiener Metropol, ans Theater in der Altstadt Meran, ans Schlosstheater Celle, ans Volkstheater Wien, ans Theater in der Josefstadt, ans Stadttheater Baden und an die Volksoper Wien. Als Regisseur zahlreicher Ur- und Erstaufführungen im Sprech- und Musiktheater, oft auch nach eigenem Buch bzw. eigener Musik, war er u. a. am Stadttheater Klagenfurt, am Stadttheater Baden, beim Kultur.Sommer.Semmering, beim Theatersommer Haag und bei den Festspielen Berndorf tätig. Neben Auftritten mit unterschiedlichen kabarettistischen Programmen zeichnet er für Auftragskompositionen, Konzeptbücher und Übersetzungen verantwortlich, z. B. die deutschen Liedtexte für Guys and Dolls im Auftrag der Wiener Volksoper (2009). Sein Musical Zzaun! (Buch: Tilmann von Blomberg) wurde 2018 an der Staatsoperette Dresden uraufgeführt, wo mit dem Musical Der Mann mit dem Lachen (gemeinsam mit Tilmann von Blomberg und Frank Nimsgern) 2019 eine weitere Uraufführung auf dem Spielplan steht. In der Spielzeit 2019/2020 wird er am Opernhaus Chemnitz die Uraufführung der Kinderoper Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt inszenieren, ebenfalls nach eigenem Libretto (Musik: Oliver Ostermann).
Foto: Robert Peres 

Robert
Lehmeier

Robert Lehmeier

Robert Lehmeier arbeitet seit 1994 als freischaffender Regisseur, seine Produktionen – darunter viele Ur- und Erstaufführungen - waren u.a. in Berlin, München, Hamburg, Wien, Barcelona, Braunschweig, Mainz, Schwerin, Wiesbaden, Dresden, Chemnitz, Oldenburg, Krefeld/Mönchengladbach und den Niederlanden zu sehen.
In Berlin entwickelte Robert Lehmeier zusammen mit der Neuköllner Oper regelmäßig neue Opernstoffe. Internationale Aufmerksamkeit fand Angela – eine Nationaloper (Schwemmer / Frowin) über die Kanzlerkandidatin Angela Merkel. Es folgten Friendly Fire (Arp / Bisowski), Moshammeroper (Nellison / Hammerthaler) und Fanny und Schraube (Müller Wieland / von Baulitz). In Kooperation mit dem Kurt-Weill-Fest Dessau inszenierte er die Bordellballade (Eggert / Franzobel).
Seine Neufassung von Cosi fan tutte für zehn Männer wurde zu den Wiener Festwochen eingeladen und in einer Neuinszenierung am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg gezeigt. Diese Produktion gastierte in der Schweiz und in Barcelona (Gran Teatre del Liceu).
Für seine Libretto-Bearbeitung von Cosi fan tutte wurde Robert Lehmeier in der Jahresumfrage von Theater heute in der Kategorie „bestes deutschsprachiges Stück“ nominiert, Ariadne auf Naxos und Werther in der Kritikerumfrage der Opernwelt in der Kategorie „beste Inszenierung/Regie“ sowie Gurlitts Wozzeck in der Kategorie „beste Aufführung“. Seine Dresdner Inszenierung Der Zarewitsch wurde vom Bayerischen Rundfunk ausgezeichnet.
Seit 2011 ist Lehmeier im Leitungsteam von Umculo/Cape Festival und arbeitet regelmäßig mit Jugendlichen aus townships ( Purcells King Arthur project, Purcells The Fairy Queen). Im Frühjahr 2015 hatte Comfort Ye in Kapstadt Premiere, eine neue Oper mit Musik von Händel und Cathy Milliken, zu der Lehmeier auch das Libretto schrieb. 2016 folgte im township Ikageng  The Marriage of Figaro in Zusammenarbeit mit der North West University Potchefstroom. Im September 2018 kam Romeo´s Passion am Hillbrow Theatre in Johannesburg zur Uraufführung, wiederum mit einem Libretto von Lehmeier (Komposition: Cathy Milliken). Das Werk ist nominiert für den Naledi Award 2019.
Comfort Ye wurde mit dem Yama Award (Jeunesses Musicales/Reseo) „Best Opera“ 2015 ausgezeichnet. Umculo gewann am 29.4.2019 den International Opera Award in der Kategorie „Outreach and Education“.
www.robert-lehmeier.de

Produktionen

Peter
Lund

Peter Lund

Peter Lund wurde in Flensburg geboren und lebt und arbeitet seit 1987 als freischaffender Regisseur und Autor in Berlin. Zahlreiche Inszenierungen an deutschsprachigen Stadt- und Staatstheatern führten ihn u. a. nach Braunschweig, Bremen, Hamburg, Hannover, Basel, Innsbruck und Wien. Von 1996 bis 2004 war er Leitungsmitglied der Neuköllner Oper in Berlin, die sich mittlerweile zu einem der kreativsten Uraufführungsorte für heutiges Musiktheater entwickelt hat. Dort kamen viele seiner Stücke zur Uraufführung, so u. a. die Musicals Die Krötzkes kommen! mit der Musik von Niclas Ramdohr, Babytalk, Elternabend und Grimm (Musik: Thomas Zaufke) sowie Das Wunder von Neukölln und STELLA, das 2016 als „bestes deutsches Musical“ ausgezeichnet wurde, mit den Kompositionen von Wolfang Böhmer. Seine Stücke werden an zahlreichen deutschen Bühnen nachgespielt. So entwickelte sich Hexe Hillary geht in die Oper in den letzten Jahren zum heimlichen Renner des musikalischen Kindertheaters. Seit 2002 ist Peter Lund Professor im Studiengang Musical/ Show der Universität der Künste Berlin. Zu seinen aktuellsten Arbeiten zählen die Filmfassung des Musicals Kopfkino und die Benatzky-Operette Axel an der Himmelstür an der Volksoper Wien, die mit vier Österreichischen Musiktheaterpreisen als „Beste Operettenproduktion 2017“ ausgezeichnet wurde. 2019 kam Drachenherz, ein Musical, das er ebenfalls zusammen mit Wolfgang Böhmer geschrieben und als Abschlussproduktion des Studiengangs Musical/Show der Universität der Künste zusammen mit Mathias Noack und Neva Howard inszeniert hat, in der Oper Chemnitz zur Uraufführung.
Foto: Matthias Heyde  

Produktionen

Mathias
Noack

Mathias Noack

Mathias Noack wurde in Eisenhüttenstadt geboren. Nach dem Abitur studierte er Schauspiel an der Theaterhochschule Hans Otto Leipzig. Wichtige Theaterstationen waren das Staatsschauspiel Dresden, das Mecklenburgische Staatstheater Schwerin, das Theater Heidelberg, das Staatstheater Nürnberg, das Hans Otto Theater Potsdam, das Zimmertheater Tübingen und in Berlin das Maxim Gorki Theater, das Deutsche Theater, das Theater am Halleschen Ufer sowie das Renaissance Theater. Er spielte in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen und arbeitete als Sprecher für den Hörfunk. Zu Beginn seiner Laufbahn wurde Mathias Noack von der Fachzeitschrift Theater heute zum „Nachwuchsschauspieler des Jahres“ gekürt, später erhielt er den Kritikerpreis der Berliner Zeitung. Mathias Noack unterrichtete Schauspiel, schauspielerische Grundlagen und Improvisation an der Hochschule für Musik Felix Mendelssohn Bartholdy Leipzig, der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar, der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin, am Studiengang Schauspiel der Universität der Künste Berlin, der Otto Falckenberg Schule München und der Theatre Academy Shanghai. Mathias Noack ist seit 2014 Professor für Spiel und Darstellung an der Universität der Künste Berlin im Fachbereich Darstellende Kunst. Er leitet mit seiner Professur die Schauspielausbildung im Studiengang Musical/Show.
Neben eigenen Theaterproduktionen, die sich vor allem mit dem Leben und Werk Heinrich von Kleists beschäftigten, entstanden zahlreiche Inszenierungen mit Studenten, wie Das Erdbeben in Chili von Kleist oder die Oper Das Mädchen aus dem goldenen Westen von Puccini im Werkraum der Münchner Kammerspiele. Im Mai 2017 entwickelte und inszenierte er mit Studenten der Universität der Künste den Abend Lieber tot. Der Abend ist ein Crossover-Projekt auf Grundlage von William Shakespeares Romeo und Julia. Die Geschichte des berühmten Liebespaares wurde spielend, singend und tanzend erzählt. Es war sowohl ein großer Publikums- als auch Presseerfolg. Die Berliner Zeitung schrieb: „Ausgehend von Romeo und Julia legen die Akteure los, auf einem weiten Weg, der so ziemlich jede Facette tangiert, die Beziehung in sämtlichen Variationen beleuchtend, angefangen von religiös durchpulsten Szenen bis zu blutrünstigen Vampiren auf Erotik-Kurs. Leid und Lust, Schrilles und Verwegenes, Schein und Sein, Kampf und Krampf, flirrende Emotionen im freien Fall.“
Foto: Lenja Schultze

Produktionen

Erik
Petersen

Erik Petersen

Erik Petersen ist seit 2014 deutschlandweit erfolgreich als freischaffender Regisseur tätig. Theater- und Regieerfahrungen sammelte der Magdeburger u. a. als Regieassistent und Abendspielleiter bei den Bad Hersfelder Festspielen, an der Oper Dortmund und bei den Magdeburger Domfestspielen, wo er mit Regisseuren wie Matthias Davids, Stefan Huber, Jens-Daniel Herzog, Mariame Clément und Gil Mehmert arbeitete.
An der Oper Dortmund inszenierte Erik Petersen La Cenerentola, Hänsel und Gretel und Frau Luna, am Staatstheater Oldenburg Evita und Jesus Christ Superstar, am Staatstheater Darmstadt Evita und Footloose, an der Oper Bonn Der kleine Horrorladen und als Uraufführung die Familienoper Geisterritter, die auch an der Deutschen Oper am Rhein und der Oper Dortmund aufgeführt wird. Am Landestheater Coburg entstand Pinocchio sowie am Theater Magdeburg Crazy for you und Eine Nacht in Venedig. 2016 hat Erik Petersen für das DomplatzOpenAir des Theaters Magdeburg das Musical Hair inszeniert. 2018/2019 folgen am Staatstheater Saarbrücken Die Csardasfürstin, am Staatstheater Darmstadt Kiss me, Kate und am Theater Magdeburg Anatevka. Hinzu kommen zahlreiche Wiederaufnahmen seiner Produktionen.

Produktionen

Steffen
Piontek

Steffen Piontek

Steffen Piontek wurde 1962 in Bitterfeld (Sachsen-Anhalt) geboren und war von 1972 bis 1979 Mitglied des Thomanerchores Leipzig. Nach dem Abitur absolvierte er ein Studium Regie des Musiktheaters an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin, das er 1987 mit einem Diplom abschloss. Von 1988 bis 1990 war er Meisterschüler der Akademie der Künste Berlin (Mentor: Prof. Joachim Herz). Danach war er zunächst als Regieassistent am Landestheater Altenburg und an der Staatsoper Dresden (Zusammenarbeit mit Prof. Joachim Herz, Wolfgang Wagner, Christine Mielitz) verpflichtet. Es folgten Engagements als Regisseur am Städtischen Theater Karl-Marx-Stadt (1989-1990), an der Sächsischen Staatsoper Dresden (1990-1992), am Opernhaus Chemnitz (1992-1998) sowie als Operndirektor der Landesbühnen Sachsen Radebeul bei Dresden (1998-2001). Seit 2002 war er Generalintendant und Operndirektor des Volkstheaters Rostock. Gastinszenierungen führten ihn seit 1986 nach Deutschland, Österreich, Schweden, Spanien, Russland, Japan und in die Schweiz. In Chemnitz steht seit 1991 seine wunderbar märchenhafte Inszenierung von Humperdincks Oper Hänsel und Gretel auf dem Spielplan.

Produktionen

Johannes
Pölzgutter

Johannes Pölzgutter

Der am Wien stammende Regisseur Johannes Pölzgutter studierte Musik- und Theaterwissenschaft und schloss 2008 sein Studium im Fach Musiktheaterregie an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien ab. Erste Erfahrungen sammelte er u. a. als Regiehospitant an der Wiener Volksoper. Johannes Pölzgutter war Spielleiter bei der Opernwerkstatt Wien und bei der Neuen Oper Wien. Daneben inszenierte er Werke wie La serva padrona (Pergolesi), Croquefer (Offenbach) und Alcina (Händel), eine Produktion, die im März 2009 auch im Teatru Manoel in Malta zu sehen war. Von 2009 bis 2012 arbeitete er als Regieassistent für Musiktheater am Luzerner Theater. Dort brachte er 2010 die Riemann-Oper von Tom Johnson sowie in den folgenden Spielzeiten Le Toréador (Adam), Satyricon (Maderna), Don Pasquale (Donizetti) und Sweeney Todd (Sondheim) auf die Bühne. In letzter Zeit inszenierte er am Saarländischen Staatstheater Der goldene Hahn (Rimski-Korsakov) und Falstaff (Verdi), am Theater Regensburg La Bohème, Madama Butterfly (Puccini), Martha (Flotow) und Cabaret (Kander), am Theater Bielefeld L’elisir d’amore (Donizetti) und am Badischen Staatstheater Karlsruhe Die lustigen Nibelungen (Oscar Straus).
Im Sommer 2018 inszeniert Johannes Pölzgutter Rossinis La Cenerentola auf Schloss Hallwyl, im Frühjahr 2019 Il baribiere di Siviglia als Produktion des Opernhauses Zürich für das Theater Winterthur.

Joan Anton
Rechi

Joan Anton Rechi

Geboren im Fürstentum Andorra, studierte Joan Anton Rechi Theater am Instituto del Teatro in Barcelona und Geschichte an der Universität von Barcelona. Er begann seine Karriere als Schauspieler in Filmen, am Theater und beim Fernsehen. Später wurde er Regisseur und arbeitete hauptsächlich an Theatern in Spanien. Sein professionelles Regiedebüt gab er 2003 mit Offenbachs Orpheus in der Unterwelt in Barcelona. Inzwischen umfasst sein Repertoire Werke verschiedenster Stile und Epochen, seien es komische Opern (Il barbiere di Siviglia, La Cenerentola, L‘elisir d’amore, Così fan tutte, Don Giovanni) oder ernste Opern (Adriana Lecouvreur, Król Roger, Werther, Un ballo in maschera, Cavalleria rusticana, Pagliacci, Salome, Madama Butterfly), Operetten (Die Csárdásfürstin), Zarzuelas (De lo Humano y lo Divino) und Musicals (Rent, Man Of La Mancha, Into the Woods). Er arbeitete in Madrid, Barcelona, Bogotá, Bilbao, Düsseldorf, Duisburg, Mainz, Basel, Freiburg, Aachen, Darmstadt, Oberhausen, San Lorenzo del Escorial, San Francisco, Oviedo, Oslo, Coburg, Boston, Peralada, Helsinki, Buenos Aires und San Sebastian. Zu seinen jüngsten Arbeiten zählen die Deutsche Erstaufführung von Kurt Weills Love Life in Freiburg, Leonard Bernsteins Candide in Bogotá, Donizettis L‘elisir d’amore in Oviedo, Verdis Il trovatore an der Finnischen Nationaloper Helsinki, Rossinis L’Italiana in Algeri am Teatro Colon Buenos Aires und in San Lorenzo del Escorial, Offenbachs Die Großherzogin von Gerolstein am Theater Aachen sowie Prokofjews Die Liebe zu den drei Orangen am Staatstheater Mainz. In der Saison 2019/2020 inszeniert er u. a. Saint-Saëns’ Samson et Dalila an der Deutschen Oper am Rhein und Verdis Aida am Landestheater Detmold.
Foto: privat 

Produktionen

Kobie van
Rensburg

Kobie van Rensburg

Kobie van Rensburg wurde in Johannesburg geboren und studierte an der Potchefstroom University for Christian Higher Education Gesang sowie Rechts- und Politikwissenschaften. Bereits im Alter von 20 Jahren debütierte er 1991 als Belmonte in Mozarts Entführung aus dem Serail an der Roodepoort City Opera. Mitte der 1990er Jahre verlegte er seinen Wohnsitz nach München. Seither führten ihn Gastspiele an Häuser wie die Berliner Staatsoper Unter den Linden, die Bayerische Staatsoper, die Opéra National du Rhin, die Opéra de Montpellier, das Teatro São Carlos Lissabon, das Théâtre du Capitole in Toulouse, die Opernhäuser von Madrid, Montpellier, Basel, Luzern, Stuttgart, Graz oder das Prinzregententheater München. 2006 debütierte er an der Metropolitan Opera in New York mit der Titelpartie in Mozarts Idomeneo. Seit 2000 verbindet ihn eine künstlerische Freundschaft mit der Lautten Compagney Berlin unter der Leitung von Wolfgang Katschner. Seit einigen Jahren widmet sich Kobie van Rensburg der Regiearbeit. Das von ihm kreierte barocke Opernpasticcio Ein Theater nach der Mode, das er gemeinsam mit Peer Boysen am Gärtnerplatztheater München inszenierte, war sein erster umjubelter Erfolg. Es folgten Regiearbeiten wie Die Zauberflöte, Der Barbier von Sevilla, Die Entführung aus dem Serail, Atalanta und Carmen u. a. in Halle, Passau, München, Münster, Krefeld-Mönchengladbach sowie am Kroatischen Nationaltheater in Osijek. Kobie van Rensburgs Inszenierungen bestechen durch das fundierte musikalische Wissen, aus dem sie erwachsen und durch aufwändige Videografie, welche szenische und dramaturgische Aufgaben erfüllt. An der Oper Chemnitz inszenierte er 2014 Rossinis quirlig-fantasievolle Oper La Cenerentola und 2017 Händels Rinaldo.

Michael
Schilhan

Michael Schilhan

Michael Schilhan wurde in der Steiermark geboren und wandte sich nach seiner Schauspielausbildung in Salzburg bald er Regie zu. Er studierte Kulturmanagement an der Johannes Kepler Universität Linz, es folgten Studienaufenthalte in Moskau (GITIS-Institut). 1998 erhielt er beim europäischen Wettbewerb für Regie und Bühnenbild, dem Ring-Award in Graz, mit der Ausstatterin Andrea Kuprian den Publikumspreis und den Förderungspreis zu Rheingold.
Über siebzig Inszenierungen, davon dreißig für Kinder und Jugendliche, viele davon Österreichische bzw. Deutsche Erstaufführungen, sowohl im Schauspiel als auch im Musiktheater sind bisher unter Michael Schilhans künstlerischer Leitung entstanden. Er arbeitete für die Landestheater Salzburg und Niederösterreich, das Volkstheater Wien (Die Nashörner, Kopfäktschn), die Volksoper Wien (Der Vogelhändler), das Opernhaus Graz (Der Wildschütz, Die lustigen Weiber von Windsor, Zar und Zimmerman, My Fair Lady, Ein Walzertraum) u. a. m. 1999 intensivierte sich die Zusammenarbeit mit dem Dirigenten Adam Fischer beim Internationalen Haydn-Festival in Eisenstadt mit L'isola disabitata, Armida und L'anima del filosofo, ossia Orfeo ed Euridice. Seine Inszenierungen von Philip Glass‘ Satyagraha und In The Penal Colony waren im Festspielhaus St. Pölten und am Klagenfurter Ensemble zu erleben. Eine Dokumentation zu Michael Schilhans Inszenierung von Gandhi in St. Pölten wurde im ORF und in 3sat ausgestrahlt. 2013 wurde seine Interpretation von Jakob der Letzte für den ORF aufgezeichnet.
Er widmete sich Uraufführungen von Werken des österreichischen Autors Georg Timber-Trattnig (Transporter) und inszenierte Zyancali 2000 von Robert Wolf als Österreichische Erstaufführungen am Next Liberty Graz (ÖEA) sowie als Bulgarische Erstaufführung am Theater Rajo Stojanov in Gaborvo. Die Unterschrift, ebenfalls von Robert Wolf war als Uraufführung beim Festival Steirischer Herbst zu sehen. Darüber hinaus inszenierte er Werke von Autoren wie Werner Schwab, Peter Turrini, Felix Mitterer, Franz Kafka, Henning Mankell u. a. m. an verschiedenen österreichischen Theatern. In Koproduktion mit der Oper Graz vergab er zahlreiche Auftragskompositionen für Familienmusicals u. a. an Maurizio Nobili, Peter Lund und Thomas Zaufke, Mark Schubring, Konstantin Wecker sowie Robert Persché.
Darüber hinaus hielt er Vorträge u. a. bei der ICCM Salzburg, beim Kulturbeirat der Stadt Graz, bei der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, an der National University Taipeh, der National University Kaohsiung, der Tokio Voice Academy, in Osaka, Kyoto, Nagoya und Hiroshima. Im Wagner Forum Graz ist er Mitglied des Vorstandes und Referent des Bayreuth-Stipendiums des Forums.
Michael Schilhan ist seit 2004 geschäftsführender Intendant des Grazer Jugendtheaters Next Liberty, wo er Kindern und Jugendlichen aus kulturfernen Schichten einen niederschwelligen Zugang zu Kunst und Kultur mittels Partizipation ermöglichen möchte. Mit der Kinderärztin Univ. Prof. Dr. Marguerite Dunitz-Scheer implementierte er am Next Liberty den Skating Amadeus Chor, einen generationenübergreifenden Chor, wo Kindern mit psychosomatischen Problemen eigene Musiktheateraufführungen erleben. Die in diesem Rahmen entstandene Produktion Die Schöpfung bekam eine Einladung ans Wiener Burgtheater als „Beste Interpretation eines klassischen Stoffes“. Der ORF produzierte die begleitende Dokumentation Die Kraft der Musik, Musiktheater als Therapie.
2015 wurde Michael Schilhan für sein künstlerisches Schaffen für das Land Steiermark mit dem renommierten Josef-Krainer-Heimatpreis ausgezeichnet. 
Foto: Lupi Spuma

Produktionen

Arila
Siegert

Arila Siegert

Arila Siegert kommt vom Tanz. Ausgebildet wurde sie in Dresden bei Palucca. Ihr erstes Engagement erhielt sie 1971 in Berlin am Tanztheater von Felsensteins Komischer Oper. 1979 ging sie als Solistin an die Staatsoper Dresden. 1987 gründete sie am Dresdner Staatsschauspiel ihr erstes Tanztheater, später am Anhaltischen Theater Dessau, war „Berufene Expertin“ dort am Bauhaus. Zahlreiche abendfüllende Ballette entstanden. Ihre Soloabende führten sie um die ganze Welt.
Zu den prägenden Erfahrungen zählt ihre Zusammenarbeit mit Ruth Berghaus bei Hans Werner Henzes Orpheus-Ballett in Wien. Ihre erste Oper inszenierte sie 1998 in Ulm: Macbeth von Giuseppe Verdi im Team mit Hans Dieter Schaal und Marie-Luise Strandt. Mit beiden hat sie wiederholt gearbeitet, u. a. Pénélope, Der Freischütz, Eugen Onegin und Ein Maskenball in Chemnitz, wo sie mit einem anderen Team auch Hoffmanns Erzählungen auf die Bühne brachte. Fast fünfzig Opern hat sie mittlerweile inszeniert, darunter von Verdi auch Aida und La Traviata, von Mozart u. a. Die Zauberflöte, Die Hochzeit des Figaro, Don Giovanni und Idomeneo, aber auch Werke von Monteverdi, Händel, Rameau, Gluck, Rossini, Weber, Wagner, Johann Strauß, Puccini, Lehár, Delius, Janáček und Strawinsky. Im Januar 2014 inszenierte sie erstmals bei einem Festival in den USA.
Arila Siegert erhielt 1989 den Kritikerpreis für Tanz, 1993 das Bundesverdienstkreuz. Sie ist Mitglied der Berlin-Brandenburgischen und der Sächsischen Akademie der Künste, gehört der Mitgliederversammlung des Goethe-Instituts an. Das Archiv der Berliner Akademie verwahrt ihre Materialien. Ein Buch über ihre Arbeit erschien 2014.
Zukünftige Inszenierungen führen sie u. a. im März 2019 für Mozarts Idomeneo an die Oper Pilsen sowie im September 2019 anlässlich des Bauhaus-Jubiläums für eine multimediale Bühnenkomposition zu Wassily Kandinskys Violett an das Anhaltische Theater Dessau.  
Foto: Bettina Stöß

Produktionen

Verena
Stoiber

Verena Stoiber

Verena Stoiber, geboren im Bayerischen Wald, studierte Schauspiel- und Musiktheater-Regie an der Bayerischen Theaterakademie August Everding in München. Nach längeren Auslandsaufenthalten in Rom, Barcelona und Buenos Aires kehrte sie nach Deutschland zurück, wo sie als Regieassistentin und Abendspielleiterin an die Oper Stuttgart engagiert wurde und vor allem mit den Regisseuren Jossi Wieler und Calixto Bieito zusammenarbeitete. 2014 gewann sie zusammen mit der Bühnenbildnerin Sophia Schneider den internationalen Wettbewerb für Regie und Bühnengestaltung Ring Award und zahlreiche Zusatzpreise. In der Spielzeit 2015/2016 inszenierte sie die Uraufführung des Musiktheaterwerkes Sensor an der Deutschen Oper Berlin und Rigoletto am Staatstheater Nürnberg. 2016/2017 zeichnete sie an der Oper Graz verantwortlich für die Inszenierung von Tristan und Isolde, setzte für die Winteroper Potsdam das Oratorium Israel in Egypt szenisch um und inszenierte an der mazedonischen Staatsoper in Skopje La Traviata. Am Badischen Staatstheater Karlsruhe ist seit Oktober 2018 ihre Freischütz-Inszenierung zu sehen, an der Oper Graz folgte im März 2019 Lucia di Lammermoor.

Produktionen

Elisabeth
Stöppler

Elisabeth Stöppler

Elisabeth Stöppler, geboren 1977 in Hannover, studierte Klavier in Hannover, Schauspiel in Rom und Musiktheater-Regie in Hamburg u. a. bei Götz Friedrich, Peter Konwitschny, Christine Mielitz und Peter Mussbach. Von 2011 bis 2003 war sie Stipendiatin der Akademie Musiktheater Heute (Deutsche-Bank-Stiftung).
Seit 2003 inszeniert sie u. a. an der Hamburgischen Staatsoper, dem Oldenburgischen Staatstheater, der Staatsoper Hannover, dem Staatstheater Nürnberg, dem Nationaltheater Weimar, der Oper Frankfurt sowie der Staatsoper Berlin. Am Musiktheater im Revier realisierte sie neben Rusalka, Don Quichotte (Massenet) und Norma mit den Inszenierungen von Brittens Peter Grimes, Gloriana und War Requiem den überregional beachteten Zyklus Trilogie der Außenseiter und erhielt für Peter Grimes den Götz-Friedrich-Preis und den Förderpreis NRW. Mehrfach inszenierte Elisabeth Stöppler, die sich vor allem dem zeitgenössischen Musiktheater verpflichtet fühlt, an der Semperoper Dresden, u. a. Un ballo in maschera, Hans Werner Henzes Antikriegs-Epos Wir erreichen den Fluss und den Doppelabend mit Oedipus Rex (Strawinsky) und Il Prigioniero (Dallapiccola). Die Uraufführung von Peter Eötvös’ Der Goldene Drache in ihrer Regie an der Oper Frankfurt wurde zu den Bregenzer Festspielen eingeladen.
Seit der Spielzeit 2014/2015 ist Elisabeth Stöppler Hausregisseurin am Staatstheater Mainz, wo sie bislang Simplicius Simplicissimus (Hartmann), Médée (Cherubini), Faust (Gounod), Dialogues des Carmélites (Poulenc), Mathis der Maler (Hindemith) und Don Carlo inszenierte.
Seit 2018 unterrichtet die Regisseurin an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg.
Foto: privat

Produktionen

Monique
Wagemakers

Monique Wagemakers

Monique Wagemakers studierte Tanzpädagogik und Musik am Brabants Konservatorium in Tilburg. Bis 1993 war sie an der Nederlandse Opera Amsterdam engagiert, wo sie 1983 als Regisseurin mit Madama Butterfly debütierte, gefolgt von Rigoletto, Lucia di Lammermoor und Il matrimonio segreto. Seither inszenierte sie u. a. Carmen für die Staatsoper Hannover und die Vancouver Opera, Ariadne auf Naxos und Il barbiere di Siviglia am Nationaltheater Mannheim sowie Rigoletto am Teatro Real in Madrid und dem Gran Teatre Del Liceu Barcelona, Tristan und Isolde an der Staatsoper Nürnberg, Der fliegende Holländer (Edmonton Opera/Kanada), Rigoletto und Don Giovanni (Opera Zuid in Maastricht), Tosca (Utrechts Concert), La voix humaine (Holland Symphonia), Max Brands Maschinist Hopkins und Robert Heppeners Een Ziel van Hout (Holland Festival) sowie La Bohème in Mainz.
Für Richard Strauss’ Intermezzo und Arabella beim Glyndebourne Festival sowie Don Giovanni, La Traviata, Salome, Rodelinda und La vie parisienne an der Nederlandse Opera entwickelte sie Choreografien.
Monique Wagemakers unterrichtete von 1995 bis 2009 an der Utrecht School of Arts. Seit 2003 lehrt sie an der Amsterdam School of the Arts. Für ihre Inszenierungen an der Nationale Reisopera, darunter Peter Grimes, Fidelio, La Traviata, I due foscari und Un ballo in maschera, wurde ihr der Preis der Freunde der Nationalen Reisopera verliehen. Das Magazin Opernwelt nominierte sie 2006 als "Regisseurin des Jahres" für die Inszenierung von Madama Butterfly an der Staatsoper Stuttgart.
2020 wird sie an der Nederlandse Reisopera Monteverdis L’Orfeo neuinszenieren.
Foto: privat

Produktionen

Matthias
Winter

Matthias Winter

Matthias Winter studierte Gesang an der Musikhochschule in Leipzig. Er war Preisträger bei Opernsängerwettbewerben der DDR und beim Mozart-Wettbewerb in Würzburg. Sein erstes Engagement erhielt er am Theater Gera. Dort gestaltete er zahlreiche große Bariton-Partien, wie Jago, Wolfram, Marcello, Luna und Higgins. Außerdem führte er regelmäßig Regie bei Werken aller Bühnengenres, vom Musical Anatevka bis zur Oper Zar und Zimmermann, und war für Konzept und Inszenierung mehrerer Theaterbälle verantwortlich. Seit 2001 ist er an der Oper Chemnitz engagiert. Hier sang er u. a. Faninal (Rosenkavalier), Heerrufer (Lohengrin), Kothner (Die Meistersinger von Nürnberg), Donner (Das Rheingold), Vater (Hänsel und Gretel), Don Magnifico (La Cenerentola), Geppetto (Pinocchios Abenteuer), Zar, Onegin, Tomski (Pique Dame), Javert (Les Misérables), Higgins und Doolittle (My Fair Lady), Tewje (Anatevka), Danilo (Die lustige Witwe) und inszenierte die Operette Die Csárdásfürstin sowie die Musicals Der kleine Horrorladen, FMA – Falco Meets Amadeus, West Side Story, Evita, Ganz oder gar nicht, Elton Johns Aida, Non(n)sens sowie in der Reihe Nachtcafé den Abend Alles nur Theater. Darüber hinaus ist er seit 2001 als Dozent für Dramatischen Unterricht an der Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy Leipzig tätig.

Thomas
Winter

Thomas Winter

Thomas Winter wurde in Köln geboren und studierte an der Folkwang Hochschule Essen Schauspiel, Gesang und Tanz. Noch während seines Studiums gewann er den 1. Preis beim Bundeswettbewerb Gesang Berlin (Musical, Chanson, Song). Sein erstes Festengagement führte ihn als Schauspieler an das Theater Heilbronn und dann für vier Jahre an das Staatstheater Oldenburg. Danach arbeitete er als freier Darsteller, war in Film- und Fernsehproduktionen wie Das Duo, Um Himmels Willen oder Der Baader-Meinhof-Komplex zu sehen, spielte u. a. am Theater Münster, am Schauspielhaus Düsseldorf, in der Bar jeder Vernunft in Berlin, an der Deutschen Oper am Rhein und fing an, kleine Stücke zu inszenieren.
Seit 2013 arbeitet er fast ausschließlich als Regisseur und inszenierte große Musicals wie The Who’s Tommy, My Fair Lady, Der kleine Horrorladen, City Of Angels, Sunset Boulevard, Cyrano, Hochzeit mit Hindernissen, Maria, ihm schmeckt’s nicht, Rocky Horror Show, Zwei hoffnungslos verdorbene Schurken und Otello darf nicht platzen. Aber auch Die Dreigroschenoper und kammermusikalische Werke wie Die letzten fünf Jahre oder die deutschsprachige Erstaufführung von Daddy Langbein gehören dazu. Außerdem entwickelt er eigene Stücke wie Der Sandmann nach E. T. A. Hoffmann, Empfänger unbekannt nach Kressmann Taylor oder Eckhard, Das Zaubermusicalchen.
Seine Arbeiten führten ihn u. a. an das Theater Bielefeld, das Staatstheater Saarbrücken, die Oper Graz, das Theater Heilbronn, das Volkstheater Rostock oder auf die große Treppe in Schwäbisch Hall.
Die Uraufführung von Das Molekül von William Ward Murta am Theater Bielefeld war 2017 in fünf Kategorien für den Deutschen Musicalpreis und seine Inszenierung von Chess an der Oper Graz war 2018 als „Beste Musicalproduktion“ für den Österreichischen Musiktheaterpreis nominiert.
Am Opernhaus Chemnitz inszenierte Thomas Winter in der Spielzeit 2015/2016 Chess.
Foto: A. Dingeldein

Produktionen

Jasna
Žarić

Jasna Žarić

Geboren in Zagreb, Kroatien, studierte Jasna Žarić Germanistik, Italianistik und Theaterwissenschaft in ihrer Heimatstadt sowie Musiktheaterregie bei Prof. Plamen Kartaloff in Sofia, Bulgarien. Als Regieassistentin war sie seit 2003 an den Opernhäusern in Kroatien, Slowenien, Bulgarien und Italien engagiert. Entscheidende berufliche Erfahrungen sammelte sie vor allem in der Zusammenarbeit mit dem bulgarischen Regisseur Plamen Kartaloff sowie mit den Regisseuren Kurt Josef Schildknecht, Gabbris Ferrari, Cesare Lievi.
Ihr Opernregiedebüt gab sie 2008 an der Nationaloper und Ballett in Sofia mit Suor Angelica und Gianni Schicchi von Giacomo Puccini. Darauf folgten ihre Regiearbeiten am Kroatischen Nationaltheater in Zagreb mit A Hand of Bridge von Samuel Barber, Hin und zurück von Paul Hindemith und Introductions and Goodbyes von Lukas Foss, sowie in Mostar mit der ersten kroatischen Oper in Bosnien und Herzegowina Diva Grabovčeva von Dragan Filipović. Mit der Spielzeit 2017/2018 ist sie an den Theatern Chemnitz als Regieassistentin engagiert.
Foto: Saša Novković

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