© Nasser Hashemi

Regie

Nils
Braun

Nils Braun

Der in Köln geborene Nils Braun wuchs in Baden-Baden auf. Schon während seiner Schulzeit sammelte er erste Erfahrungen am Theater Baden-Baden in zahlreichen Regiehospitanzen u. a. bei Faust I, Der große Gatsby, Maria Stuart, Frühlings Erwachen und Ein idealer Ehemann. Mit sechs Jahren lernte er Cello, Geige und Klavier. Seine musikalische Ausbildung wurde durch den Besuch des Gymnasiums Klosterschule vom heiligen Grab mit Musikschwerpunkt und Musikabitur intensiviert.
In dieser Zeit spielte er regelmäßig als Cellist in Orchestern wie dem Jugendsinfonieorchester Rastatt und der Jugendakademie der Philharmonie Baden-Baden. Im Jahr 2013 wurde er an der Musikakademie Schloss Kapfenburg zum Musikmentor ausgebildet. 2016 wurde er für den von ihm initiierten kostenlosen Geigen- und Cellounterricht für Grundschüler mit dem Jugendbildungspreis des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet.
Regiehospitanzen führten Nils Braun an die Komische Oper Berlin, an die Dutch National Opera Amsterdam, das Teatro Real Madrid, die Semperoper Dresden und die Finish National Opera Helsinki. Durch die Arbeit u. a. mit Kasper Holten, Andreas Homoki, Stefan Herheim, Barrie Kosky und Michael Schulz beschäftigte er sich mit vielen Aspekten des Regiehandwerks. Im März 2017 gewann Nils Braun den Sonderpreis des Internationalen Regiepreises Ring-Award 2017 in Kooperation mit den Theatern Chemnitz. Mit Studenten entstand im Jahr 2017 seine Inszenierung zu Im weißen Rössl. Zudem ist er Stipendiat der Akademie Musiktheater heute der Deutschen Bank Stiftung. 
Foto: Margot Jehle

Produktionen

Paul
Esterhazy

Paul Esterhazy

Paul Esterhazy, geboren 1955 in Wien, studierte an der Universität seiner Heimatstadt Rechts- und Theaterwissenschaften, 1979 promovierte er zum Dr. jur. Seit 1980 war er als Dramaturg tätig. Sein erstes Theaterengagement führte ihn an die Bühnen der Stadt Bielefeld, weitere Stationen als leitender Dramaturg waren das Freiburger Theater und das Nationaltheater Mannheim. Von 1993 bis 1996 war er Chefdramaturg für Oper, Schauspiel und Tanztheater am Staatstheater Darmstadt. Von 1996 bis 2000 war Paul Esterhazy als Chefdramaturg der Oper Bonn mit den Aufgaben der Operndirektion betraut und für die von ihm initiierte international renommierte Reihe bonn chance! Experimentelles Musiktheater verantwortlich. Im Jahre 2000 berief ihn die Stadt Aachen zum Generalintendanten des städtischen Dreisparten-Theaters (bis 2005). Im selben Zeitraum war er im Rahmen eines Lehrauftrags für szenischen Unterricht Leiter der Opernklasse an der Hochschule für Musik Köln (Standort Aachen). Paul Esterhazy hat sich als Übersetzer von Operntexten einen Namen gemacht. Seit 1996 arbeitet er regelmäßig als Opernregisseur, wobei er sich neben dem Standardrepertoire besonders um Werke des Neuen Musiktheaters bemüht. Seine Inszenierung Weder noch (Verdi: Requiem / Feldman: Neither) 2008 am Staatstheater Kassel wurde für den deutschen Theaterpreis DER FAUST in der Kategorie Beste Regie Musiktheater nominiert. Von 2009 bis 2011 war er Gastprofessor für Musikdramatische Darstellung an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.
Foto: Akiko Esterhazy

Produktionen

Sabine
Hartmannshenn

Sabine Hartmannshenn

Sabine Hartmannshenn begann ihre Laufbahn als Musiktheaterregisseurin mit einer Inszenierung von Mozarts Le nozze di Figaro am Teatro Colón in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá. Große internationale Erfolge feierte sie mit Der Kaiser von Atlantis und Die sieben Todsünden am Théâtre de la Monnaie in Brüssel. Beide Produktionen wurden anschließend u. a. auch in Antwerpen, Liège, Lissabon, Tel Aviv und beim Festival in Sarajewo gezeigt. Darüber hinaus wird sie regelmäßig von namhaften Opernhäusern im In- und Ausland verpflichtet, darunter das Teatro La Fenice in Venedig, die Houston Grand Opera, die Staatsoper Hamburg und das Kongelige Teater Kopenhagen. Sabine Hartmannshenn drängt in ihren Arbeiten auf Wahrhaftigkeit und auf eine moderne Personenführung. Sie orientiert sich dabei gleichzeitig konsequent an der Musik. Ihre umjubelte Lulu an der Oper Göteborg wurde von der Kritik in Schweden zur Produktion des Jahres 2002 gewählt. Die englische Fachzeitschrift Opera Now würdigte diese Inszenierung als europaweit sehenswerteste Lulu-Produktion der Spielzeit 2001/2002. Die Norske Opera in Oslo übernahm ihren Werther, den sie am Staatstheater Nürnberg inszeniert hatte. Weitere Erfolgsproduktionen waren Hans Werner Henzes Oper Phaedra an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf/Duisburg als Beitrag zur Kulturhauptstadt 2010 und die Händel-Oper Rinaldo an der Oper Köln. Wichtige Inszenierungen der letzten Jahre waren Verdis Falstaff am Deutschen Nationaltheater Weimar, The Rake’s Progress und Lohengrin an der Deutschen Oper am Rhein, Puccinis Trittico an der Oper Köln, Peter Grimes an der Staatsoper Hamburg, Delius‘ A village Romeo and Juliet am Theater Bielefeld, Die Fledermaus am Deutschen Nationaltheater Weimar sowie Im weißen Rössl am Theater Bern.
Parallel zu ihren Regiearbeiten hatte Sabine Hartmannshenn mehrere Semester lang einen Lehrauftrag für Szenische Gestaltung an der Musikhochschule Köln inne. Derzeit ist sie Lehrbeauftragte für Szenografie an der FH Dortmund und für Szenischen Unterricht an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf.

Produktionen

Hinrich
Horstkotte

Hinrich Horstkotte

Der Berliner Bühnenbildner und Regisseur Hinrich Horstkotte war zunächst Marionettenspieler, bis er von 1992 bis 1998 Bühnenbild und -kostüm sowie Dramaturgie an der Akademie der Bildenden Künste in München studierte, zunächst bei Ekkehard Grübler, dann bei Karl-Ernst und Ursel Herrmann, für die er in Baden-Baden, Salzburg, Innsbruck, Amsterdam und Genf auch als Regieassistent arbeitete. Mit dem Diplom wurde er 1998 auch mit dem Debütantenpreis der Bayerischen Staatsregierung ausgezeichnet. Schon während des Studiums begann er, als freischaffender Bühnenbildner und Regisseur zu arbeiten.
Als Bühnen- und Kostümbildner war er für die Biennale für Neue Musik München, das Musiktheater Görlitz, die Opernhäuser in Chemnitz, Detmold, Nürnberg und für die Ludwigsburger Schlossfestspiele tätig.
In über 60 Produktionen für Oper, Schauspiel und Puppentheater hat er, überwiegend in eigener Ausstattung, Regie geführt. So inszenierte an den Opernhäusern von Berlin (Staatsoper), Bremerhaven, Chemnitz, Dessau, Detmold, Dortmund, Freiberg, Halberstadt, Hof, Krefeld/Mönchengladbach, Radebeul, Saarbrücken, in Rheinsberg, am Nanfong-Theatre in Taipeh und an der Volksoper Wien sowie am Salzburger Marionettentheater. Besonders gern widmet er sich der Barockoper und hat hier am Grand Théâtre Luxembourg, beim NDR in Hamburg, beim Berliner Zeitfenster-Festival, bei den Musikfestspielen Potsdam und den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik inszeniert. Dabei arbeitete er mit Dirigenten wie Rinaldo Alessandrini, Sergio Azzolini, Eduardo Egüez, Jos van Immerseel, Andrea Marchiol, Enrico Onofri und Ralf Popken zusammen.
Von der Zeitschrift Opernwelt wurde er mehrfach in den Kategorien Bühnen- bzw. Kostümbildner des Jahres sowie Regisseur des Jahres nominiert. Ebenso wurde er für den ersten österreichischen Musiktheaterpreis Goldener Schikaneder 2013  nominiert und erhielt Theaterpreise der Städte Detmold, Halberstadt und Mönchengladbach.
Hinrich Horstkotte hatte Lehraufträge an der Universität der Künste Berlin für Szenische Darstellung sowie an der Technischen Universität für Bühnen- und Kostümbild inne und unterrichtete am Internationalen Opernstudio der Deutschen Staatsoper Berlin.
Foto: Claudia Heysel, Dessau

Robert
Lehmeier

Robert Lehmeier

Robert Lehmeier volontierte nach einer Ausbildung zum Redakteur und dem Studium der Theaterwissenschaft, Kunstgeschichte und Philosophie in München an der Komischen Oper Berlin und arbeitete in den Folgejahren als Assistent von Harry Kupfer u. a. in Bayreuth (Der Ring des Nibelungen). Als künstlerischer Produktionsleiter betreute er zwei Jahre das Musical Elisabeth an den Vereinigten Bühnen Wien.
Seit 1994 arbeitet Robert Lehmeier als freischaffender Regisseur. Seine Produktionen waren zu sehen u. a. in Berlin, München, Hamburg, Wien, Barcelona, den Niederlanden, Braunschweig, Mainz, Schwerin, Osnabrück, Dresden und Wiesbaden.
Im Bereich Oper hat er neben dem klassischen Repertoire des 19. und 20. Jahrhunderts (mit einem Schwerpunkt auf dem slawischen und französischen Repertoire) zahlreiche Ur- und Erstaufführungen inszeniert. So brachte er in seiner Zeit als Oberspielleiter in Stralsund/Greifswald Aulis Sallinens The Palace (Libretto von Irene Dische und Hans-Magnus Enzensberger) zum Festival Nordischer Klang 1998 zur deutschen Premiere. 2002 eröffnete seine Uraufführungs-Inszenierung von Hans-Jürgen von Boses Kafka-Oper K-Projekt 12/14 die Münchner Opernfestspiele.
In Berlin entwickelt Robert Lehmeier zusammen mit der Neuköllner Oper regelmäßig neue Opernstoffe. Internationale Aufmerksamkeit fand Angela – eine Nationaloper (Schwemmer / Frowin) über die Kanzlerkandidatin Angela Merkel. In Kooperation mit dem Kurt-Weill-Fest Dessau inszenierte er die Bordellballade (Eggert / Franzobel).
Seine Neufassung von Cosi fan tutte für zehn Männer wurde zu den Wiener Festwochen eingeladen und in einer Neuinszenierung am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg gezeigt. Diese Produktion gastierte in der Schweiz und in Barcelona (Gran Teatre del Liceu).
Für seine Libretto-Bearbeitung von Così fan tutte wurde Robert Lehmeier in der Jahresumfrage von Theater heute in der Kategorie „Bestes deutschsprachiges Stück“ nominiert, Ariadne auf Naxos und Werther in der Kritikerumfrage der Opernwelt in der Kategorie „Beste Inszenierung/Regie“.
Im Bereich Musical und Operette hat Lehmeier neben dem amerikanischen Repertoire (Bock, Rodgers und Hammerstein, Kander/Ebb, Bernstein) Wiener und französische Operette des 19. Jh. inszeniert. Die Fledermaus war in zwei Inszenierungen zu sehen (Nationale Reisopera Enschede und Mainz). In jüngster Zeit beschäftigt er sich vermehrt mit Franz Lehár (Giuditta,  Der Zarewitsch,  Graf von Luxemburg).
Seit 2011 ist Lehmeier im Leitungsteam von Umculo/Cape Festival, das sich zum Ziel setzt, Oper in Südafrika neu zu positionieren (www.umculo.org). Dessen Produktion Comfort Ye, die 2015 in Artscape in Kapstadt mit Musik von Händel und Cathy Milliken zu Robert Lehmeiers Libretto herauskam, wurde mit dem Yama Award (Jeunesses Musicales/Reseo) „Best Opera“ 2015 ausgezeichnet.
An der Oper Chemnitz inszenierte er 2017 die Uraufführung Südseetulpen.

Produktionen

Peter
Lund

Peter Lund

Peter Lund wurde in Flensburg geboren und lebt und arbeitet seit 1987 als freischaffender Regisseur und Autor in Berlin. Zahlreiche Inszenierungen an deutschsprachigen Stadt- und Staatstheatern führten ihn u. a. nach Braunschweig, Bremen, Hamburg, Hannover, Basel, Innsbruck und Wien. Von 1996 bis 2004 war er Leitungsmitglied der Neuköllner Oper in Berlin, die sich mittlerweile zu einem der kreativsten Uraufführungsorte für heutiges Musiktheater entwickelt hat. Dort kamen viele seiner Stücke zur Uraufführung, so u. a. die Musicals Die Krötzkes kommen! mit der Musik von Niclas Ramdohr, Babytalk, Elternabend und Grimm (Musik: Thomas Zaufke) sowie Das Wunder von Neukölln und STELLA, das 2016 als „bestes deutsches Musical“ ausgezeichnet wurde, mit den Kompositionen von Wolfang Böhmer. Seine Stücke werden an zahlreichen deutschen Bühnen nachgespielt. So entwickelte sich Hexe Hillary geht in die Oper in den letzten Jahren zum heimlichen Renner des musikalischen Kindertheaters. Seit 2002 ist Peter Lund Professor im Studiengang Musical/ Show der Universität der Künste Berlin. Zu seinen aktuellsten Arbeiten zählen die Filmfassung des Musicals Kopfkino und die Benatzky-Operette Axel an der Himmelstür an der Volksoper Wien, die mit vier Österreichischen Musiktheaterpreisen als „beste Operettenproduktion 2017“ ausgezeichnet wurde.
Foto: Matthias Heyd  

Produktionen

Erik
Petersen

Erik Petersen

Erik Petersen ist seit 2014 deutschlandweit erfolgreich als freischaffender Regisseur tätig. Theater- und Regieerfahrungen sammelte der Magdeburger u. a. als Regieassistent und Abendspielleiter bei den Bad Hersfelder Festspielen, an der Oper Dortmund und bei den Magdeburger Domfestspielen, wo er mit Regisseuren wie Matthias Davids, Stefan Huber, Jens-Daniel Herzog, Mariame Clément und Gil Mehmert arbeitete.
An der Oper Dortmund inszenierte Erik Petersen La Cenerentola, Hänsel und Gretel und Frau Luna, am Staatstheater Oldenburg Evita und Jesus Christ Superstar, am Staatstheater Darmstadt Evita und Footloose, an der Oper Bonn Der kleine Horrorladen und als Uraufführung die Familienoper Geisterritter, die auch an der Deutschen Oper am Rhein und der Oper Dortmund aufgeführt wird. Am Landestheater Coburg entstand Pinocchio sowie am Theater Magdeburg Crazy for you und Eine Nacht in Venedig. 2016 hat Erik Petersen für das DomplatzOpenAir des Theaters Magdeburg das Musical Hair inszeniert. 2018/2019 folgen am Staatstheater Saarbrücken Die Csardasfürstin, am Staatstheater Darmstadt Kiss me, Kate und am Theater Magdeburg Anatevka. Hinzu kommen zahlreiche Wiederaufnahmen seiner Produktionen.

Produktionen

Steffen
Piontek

Steffen Piontek

Steffen Piontek wurde 1962 in Bitterfeld (Sachsen-Anhalt) geboren und war von 1972 bis 1979 Mitglied des Thomanerchores Leipzig. Nach dem Abitur absolvierte er ein Studium Regie des Musiktheaters an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin, das er 1987 mit einem Diplom abschloss. Von 1988 bis 1990 war er Meisterschüler der Akademie der Künste Berlin (Mentor: Prof. Joachim Herz). Danach war er zunächst als Regieassistent am Landestheater Altenburg und an der Staatsoper Dresden (Zusammenarbeit mit Prof. Joachim Herz, Wolfgang Wagner, Christine Mielitz) verpflichtet. Es folgten Engagements als Regisseur am Städtischen Theater Karl-Marx-Stadt (1989-1990), an der Sächsischen Staatsoper Dresden (1990-1992), am Opernhaus Chemnitz (1992-1998) sowie als Operndirektor der Landesbühnen Sachsen Radebeul bei Dresden (1998-2001). Seit 2002 war er Generalintendant und Operndirektor des Volkstheaters Rostock. Gastinszenierungen führten ihn seit 1986 nach Deutschland, Österreich, Schweden, Spanien, Russland, Japan und in die Schweiz. In Chemnitz steht seit 1991 seine wunderbar märchenhafte Inszenierung von Humperdincks Oper Hänsel und Gretel auf dem Spielplan.

Produktionen

Johannes
Pölzgutter

Johannes Pölzgutter

Der am Wien stammende Regisseur Johannes Pölzgutter studierte Musik- und Theaterwissenschaft und schloss 2008 sein Studium im Fach Musiktheaterregie an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien ab. Erste Erfahrungen sammelte er u. a. als Regiehospitant an der Wiener Volksoper. Johannes Pölzgutter war Spielleiter bei der Opernwerkstatt Wien und bei der Neuen Oper Wien. Daneben inszenierte er Werke wie La serva padrona (Pergolesi), Croquefer (Offenbach) und Alcina (Händel), eine Produktion, die im März 2009 auch im Teatru Manoel in Malta zu sehen war. Von 2009 bis 2012 arbeitete er als Regieassistent für Musiktheater am Luzerner Theater. Dort brachte er 2010 die Riemann-Oper von Tom Johnson sowie in den folgenden Spielzeiten Le Toréador (Adam), Satyricon (Maderna), Don Pasquale (Donizetti) und Sweeney Todd (Sondheim) auf die Bühne. In letzter Zeit inszenierte er am Saarländischen Staatstheater Der goldene Hahn (Rimski-Korsakov) und Falstaff (Verdi), am Theater Regensburg La Bohème, Madama Butterfly (Puccini), Martha (Flotow) und Cabaret (Kander), am Theater Bielefeld L’elisir d’amore (Donizetti) und am Badischen Staatstheater Karlsruhe Die lustigen Nibelungen (Oscar Straus).
Im Sommer 2018 inszeniert Johannes Pölzgutter Rossinis La Cenerentola auf Schloss Hallwyl, im Frühjahr 2019 Il baribiere di Siviglia als Produktion des Opernhauses Zürich für das Theater Winterthur.

Produktionen

Michael
Schilhan

Michael Schilhan

Michael Schilhan wurde in der Steiermark geboren und wandte sich nach seiner Schauspielausbildung in Salzburg bald er Regie zu. Er studierte Kulturmanagement an der Johannes Kepler Universität Linz, es folgten Studienaufenthalte in Moskau (GITIS-Institut). 1998 erhielt er beim europäischen Wettbewerb für Regie und Bühnenbild, dem Ring-Award in Graz, mit der Ausstatterin Andrea Kuprian den Publikumspreis und den Förderungspreis zu Rheingold.
Über siebzig Inszenierungen, davon dreißig für Kinder und Jugendliche, viele davon Österreichische bzw. Deutsche Erstaufführungen, sowohl im Schauspiel als auch im Musiktheater sind bisher unter Michael Schilhans künstlerischer Leitung entstanden. Er arbeitete für die Landestheater Salzburg und Niederösterreich, das Volkstheater Wien (Die Nashörner, Kopfäktschn), die Volksoper Wien (Der Vogelhändler), das Opernhaus Graz (Der Wildschütz, Die lustigen Weiber von Windsor, Zar und Zimmerman, My Fair Lady, Ein Walzertraum) u. a. m. 1999 intensivierte sich die Zusammenarbeit mit dem Dirigenten Adam Fischer beim Internationalen Haydn-Festival in Eisenstadt mit L'isola disabitata, Armida und L'anima del filosofo, ossia Orfeo ed Euridice. Seine Inszenierungen von Philip Glass‘ Satyagraha und In The Penal Colony waren im Festspielhaus St. Pölten und am Klagenfurter Ensemble zu erleben. Eine Dokumentation zu Michael Schilhans Inszenierung von Gandhi in St. Pölten wurde im ORF und in 3sat ausgestrahlt. 2013 wurde seine Interpretation von Jakob der Letzte für den ORF aufgezeichnet.
Er widmete sich Uraufführungen von Werken des österreichischen Autors Georg Timber-Trattnig (Transporter) und inszenierte Zyancali 2000 von Robert Wolf als Österreichische Erstaufführungen am Next Liberty Graz (ÖEA) sowie als Bulgarische Erstaufführung am Theater Rajo Stojanov in Gaborvo. Die Unterschrift, ebenfalls von Robert Wolf war als Uraufführung beim Festival Steirischer Herbst zu sehen. Darüber hinaus inszenierte er Werke von Autoren wie Werner Schwab, Peter Turrini, Felix Mitterer, Franz Kafka, Henning Mankell u. a. m. an verschiedenen österreichischen Theatern. In Koproduktion mit der Oper Graz vergab er zahlreiche Auftragskompositionen für Familienmusicals u. a. an Maurizio Nobili, Peter Lund und Thomas Zaufke, Mark Schubring, Konstantin Wecker sowie Robert Persché.
Darüber hinaus hielt er Vorträge u. a. bei der ICCM Salzburg, beim Kulturbeirat der Stadt Graz, bei der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, an der National University Taipeh, der National University Kaohsiung, der Tokio Voice Academy, in Osaka, Kyoto, Nagoya und Hiroshima. Im Wagner Forum Graz ist er Mitglied des Vorstandes und Referent des Bayreuth-Stipendiums des Forums.
Michael Schilhan ist seit 2004 geschäftsführender Intendant des Grazer Jugendtheaters Next Liberty, wo er Kindern und Jugendlichen aus kulturfernen Schichten einen niederschwelligen Zugang zu Kunst und Kultur mittels Partizipation ermöglichen möchte. Mit der Kinderärztin Univ. Prof. Dr. Marguerite Dunitz-Scheer implementierte er am Next Liberty den Skating Amadeus Chor, einen generationenübergreifenden Chor, wo Kindern mit psychosomatischen Problemen eigene Musiktheateraufführungen erleben. Die in diesem Rahmen entstandene Produktion Die Schöpfung bekam eine Einladung ans Wiener Burgtheater als „Beste Interpretation eines klassischen Stoffes“. Der ORF produzierte die begleitende Dokumentation Die Kraft der Musik, Musiktheater als Therapie.
2015 wurde Michael Schilhan für sein künstlerisches Schaffen für das Land Steiermark mit dem renommierten Josef-Krainer-Heimatpreis ausgezeichnet. 
Foto: Lupi Spuma

Arila
Siegert

Arila Siegert

Arila Siegert kommt vom Tanz. Ausgebildet wurde sie in Dresden bei Palucca. Ihr erstes Engagement erhielt sie 1971 in Berlin am Tanztheater von Felsensteins Komischer Oper. 1979 ging sie als Solistin an die Staatsoper Dresden. 1987 gründete sie am Dresdner Staatsschauspiel ihr erstes Tanztheater, später am Anhaltischen Theater Dessau, war „Berufene Expertin“ dort am Bauhaus. Zahlreiche abendfüllende Ballette entstanden. Ihre Soloabende führten sie um die ganze Welt.
Zu den prägenden Erfahrungen zählt ihre Zusammenarbeit mit Ruth Berghaus bei Hans Werner Henzes Orpheus-Ballett in Wien. Ihre erste Oper inszenierte sie 1998 in Ulm: Macbeth von Giuseppe Verdi im Team mit Hans Dieter Schaal und Marie-Luise Strandt. Mit beiden hat sie wiederholt gearbeitet, u. a. Pénélope, Der Freischütz, Eugen Onegin und Ein Maskenball in Chemnitz, wo sie mit einem anderen Team auch Hoffmanns Erzählungen auf die Bühne brachte. Fast fünfzig Opern hat sie mittlerweile inszeniert, darunter von Verdi auch Aida und La Traviata, von Mozart u. a. Die Zauberflöte, Die Hochzeit des Figaro, Don Giovanni und Idomeneo, aber auch Werke von Monteverdi, Händel, Rameau, Gluck, Rossini, Weber, Wagner, Johann Strauß, Puccini, Lehár, Delius, Janáček und Strawinsky. Im Januar 2014 inszenierte sie erstmals bei einem Festival in den USA.
Arila Siegert erhielt 1989 den Kritikerpreis für Tanz, 1993 das Bundesverdienstkreuz. Sie ist Mitglied der Berlin-Brandenburgischen und der Sächsischen Akademie der Künste, gehört der Mitgliederversammlung des Goethe-Instituts an. Das Archiv der Berliner Akademie verwahrt ihre Materialien. Ein Buch über ihre Arbeit erschien 2014.
Zukünftige Inszenierungen führen sie u. a. im März 2019 für Mozarts Idomeneo an die Oper Pilsen sowie im September 2019 anlässlich des Bauhaus-Jubiläums für eine multimediale Bühnenkomposition zu Wassily Kandinskys Violett an das Anhaltische Theater Dessau.  
Foto: Bettina Stöß

Produktionen

Elisabeth
Stöppler

Elisabeth Stöppler

Elisabeth Stöppler, geboren 1977 in Hannover, studierte Klavier in Hannover, Schauspiel in Rom und Musiktheater-Regie in Hamburg u. a. bei Götz Friedrich, Peter Konwitschny, Christine Mielitz und Peter Mussbach. Von 2011 bis 2003 war sie Stipendiatin der Akademie Musiktheater Heute (Deutsche-Bank-Stiftung).
Seit 2003 inszeniert sie u. a. an der Hamburgischen Staatsoper, dem Oldenburgischen Staatstheater, der Staatsoper Hannover, dem Staatstheater Nürnberg, dem Nationaltheater Weimar, der Oper Frankfurt sowie der Staatsoper Berlin. Am Musiktheater im Revier realisierte sie neben Rusalka, Don Quichotte (Massenet) und Norma mit den Inszenierungen von Brittens Peter Grimes, Gloriana und War Requiem den überregional beachteten Zyklus Trilogie der Außenseiter und erhielt für Peter Grimes den Götz-Friedrich-Preis und den Förderpreis NRW. Mehrfach inszenierte Elisabeth Stöppler, die sich vor allem dem zeitgenössischen Musiktheater verpflichtet fühlt, an der Semperoper Dresden, u. a. Un ballo in maschera, Hans Werner Henzes Antikriegs-Epos Wir erreichen den Fluss und den Doppelabend mit Oedipus Rex (Strawinsky) und Il Prigioniero (Dallapiccola). Die Uraufführung von Peter Eötvös’ Der Goldene Drache in ihrer Regie an der Oper Frankfurt wurde zu den Bregenzer Festspielen eingeladen.
Seit der Spielzeit 2014/2015 ist Elisabeth Stöppler Hausregisseurin am Staatstheater Mainz, wo sie bislang Simplicius Simplicissimus (Hartmann), Médée (Cherubini), Faust (Gounod), Dialogues des Carmélites (Poulenc), Mathis der Maler (Hindemith) und Don Carlo inszenierte.
Seit 2018 unterrichtet die Regisseurin an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg.
Foto: privat

Produktionen

Verena
Stoiber

Verena Stoiber

Verena Stoiber, geboren im Bayerischen Wald, studierte Schauspiel- und Musiktheater-Regie an der Bayerischen Theaterakademie August Everding in München. Nach längeren Auslandsaufenthalten in Rom, Barcelona und Buenos Aires kehrte sie nach Deutschland zurück, wo sie als Regieassistentin und Abendspielleiterin an die Oper Stuttgart engagiert wurde und vor allem mit den Regisseuren Jossi Wieler und Calixto Bieito zusammenarbeitete. 2014 gewann sie zusammen mit der Bühnenbildnerin Sophia Schneider den internationalen Wettbewerb für Regie und Bühnengestaltung Ring Award und zahlreiche Zusatzpreise. In der Spielzeit 2015/2016 inszenierte sie die Uraufführung des Musiktheaterwerkes Sensor an der Deutschen Oper Berlin und Rigoletto am Staatstheater Nürnberg. 2016/2017 zeichnete sie an der Oper Graz verantwortlich für die Inszenierung von Tristan und Isolde, setzte für die Winteroper Potsdam das Oratorium Israel in Egypt szenisch um und inszenierte an der mazedonischen Staatsoper in Skopje La Traviata.

Produktionen

Olivier
Tambosi

Olivier Tambosi

Der in Paris geborene Olivier Tambosi studierte Philosophie, Theologie und Opernregie in Wien. Nach ersten eigenen Inszenierungen in der Wiener freien Szene gründete er 1989 Österreichs erste unabhängige Operntruppe, die Neue Oper Wien, deren künstlerische Leitung er bis 1993 innehatte. Danach war er bis 1996 Oberspielleiter für Musiktheater am Stadttheater Klagenfurt, wo er mit zahlreichen Inszenierungen das Haus entscheidend prägte und überregional für Aufsehen sorgte.
Seit 1996 ist er international als Opernregisseur tätig, in Europa u. a. in London, Hamburg, München, Hannover, Wien, Graz, Barcelona, Florenz, Straßburg, Dublin, Helsinki, Budapest, Zagreb sowie bei den Bregenzer Festspielen und dem Lucerne Festival. In den USA inszeniert er an der Metropolitan Opera New York und an den Opernhäusern von Chicago, San Francisco, Los Angeles, San Diego und Houston sowie beim New Yorker Bard Festival. Weitere Inszenierungen führten ihn nach Japan, China und Mexiko.
Das breite Repertoire, das Olivier Tambosi bisher inszeniert hat, reicht vom Barock bis in die Gegenwart, der Schwerpunkt seines Schaffens lag lange ausschließlich bei der Oper, in den letzten Jahren wandte er sein Interesse vermehrt auch der Operette zu, in jüngster Zeit auch wieder dem Schauspiel. 2018/2019 führen ihn Projekte an die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart, an das Theater Orchester Biel Solothurn sowie an die San Francisco Opera.
Foto: Dimo Dimov

Monique
Wagemakers

Monique Wagemakers

Monique Wagemakers studierte Tanzpädagogik und Musik am Brabants Konservatorium in Tilburg. Bis 1993 war sie an der Nederlandse Opera Amsterdam engagiert, wo sie 1983 als Regisseurin mit Madama Butterfly debütierte, gefolgt von Rigoletto, Lucia di Lammermoor und Il matrimonio segreto. Seither inszenierte sie u. a. Carmen für die Staatsoper Hannover und die Vancouver Opera, Ariadne auf Naxos und Il barbiere di Siviglia am Nationaltheater Mannheim sowie Rigoletto am Teatro Real in Madrid und dem Gran Teatre Del Liceu Barcelona, Tristan und Isolde an der Staatsoper Nürnberg, Der fliegende Holländer (Edmonton Opera/Kanada), Rigoletto und Don Giovanni (Opera Zuid in Maastricht), Tosca (Utrechts Concert), La voix humaine (Holland Symphonia), Max Brands Maschinist Hopkins und Robert Heppeners Een Ziel van Hout (Holland Festival) sowie La Bohème in Mainz.
Für Richard Strauss’ Intermezzo und Arabella beim Glyndebourne Festival sowie Don Giovanni, La Traviata, Salome, Rodelinda und La vie parisienne an der Nederlandse Opera entwickelte sie Choreografien.
Monique Wagemakers unterrichtete von 1995 bis 2009 an der Utrecht School of Arts. Seit 2003 lehrt sie an der Amsterdam School of the Arts. Für ihre Inszenierungen an der Nationale Reisopera, darunter Peter Grimes, Fidelio, La Traviata, I due foscari und Un ballo in maschera, wurde ihr der Preis der Freunde der Nationalen Reisopera verliehen. Das Magazin Opernwelt nominierte sie 2006 als "Regisseurin des Jahres" für die Inszenierung von Madama Butterfly an der Staatsoper Stuttgart.
2020 wird sie an der Nederlandse Reisopera Monteverdis L’Orfeo neuinszenieren.

Produktionen

Matthias
Winter

Matthias Winter

Matthias Winter studierte Gesang an der Musikhochschule in Leipzig. Er war Preisträger bei Opernsängerwettbewerben der DDR und beim Mozart-Wettbewerb in Würzburg. Sein erstes Engagement erhielt er am Theater Gera. Dort gestaltete er zahlreiche große Bariton-Partien, wie Jago, Wolfram, Marcello, Luna und Higgins. Außerdem führte er regelmäßig Regie bei Werken aller Bühnengenres, vom Musical Anatevka bis zur Oper Zar und Zimmermann, und war für Konzept und Inszenierung mehrerer Theaterbälle verantwortlich.
Seit 2001 ist er an der Oper Chemnitz engagiert. Hier sang er u. a. Faninal (Rosenkavalier), Heerrufer (Lohengrin), Vater (Hänsel und Gretel), Geppetto (Pinocchios Abenteuer), Zar, Onegin, Javert (Les Misérables), Doolittle (My Fair Lady), Tewje (Anatevka), Danilo (Lustige Witwe) und inszenierte die Operette Die Csárdásfürstin sowie die Musicals Der kleine Horrorladen, FMA – Falco Meets Amadeus, West Side Story, Evita, Ganz oder gar nicht und Elton Johns Aida. In der Spielzeit 2017/2018 inszeniert er das Musical Non(n)sens. Darüber hinaus ist er seit 2001 als Dozent für Dramatischen Unterricht an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig tätig.

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