Regie

Nils
Braun

Nils Braun

Der in Köln geborene Nils Braun wuchs in Baden-Baden auf. Schon während seiner Schulzeit sammelte er erste Erfahrungen am Theater Baden-Baden in zahlreichen Regiehospitanzen u. a. bei Faust I, Der große Gatsby, Maria Stuart, Frühlings Erwachen und Ein idealer Ehemann. Mit sechs Jahren lernte er Cello, Geige und Klavier. Seine musikalische Ausbildung wurde durch den Besuch des Gymnasiums Klosterschule vom heiligen Grab mit Musikschwerpunkt und Musikabitur intensiviert.
In dieser Zeit spielte er regelmäßig als Cellist in Orchestern wie dem Jugendsinfonieorchester Rastatt und der Jugendakademie der Philharmonie Baden-Baden. Im Jahr 2013 wurde er an der Musikakademie Schloss Kapfenburg zum Musikmentor ausgebildet. 2016 wurde er für den von ihm initiierten kostenlosen Geigen- und Cellounterricht für Grundschüler mit dem Jugendbildungspreis des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet.
Regiehospitanzen führten Nils Braun an die Komische Oper Berlin, an die Dutch National Opera Amsterdam, das Teatro Real Madrid, die Semperoper Dresden und die Finish National Opera Helsinki. Durch die Arbeit u. a. mit Kasper Holten, Andreas Homoki, Stefan Herheim, Barrie Kosky und Michael Schulz beschäftigte er sich mit vielen Aspekten des Regiehandwerks. Im März 2017 gewann Nils Braun den Sonderpreis des Internationalen Regiepreises Ring-Award 2017 in Kooperation mit den Theatern Chemnitz.  
Foto: Margot Jehle

Produktionen

Marcelo
Buscaino

Marcelo Buscaino

Der italo-brasilianische Regisseur Marcelo Buscaino begann seine berufliche Laufbahn mit einem Engagement an der Deutschen Oper Berlin, wo er vier Jahre lang als Spielleiter tätig war. Seitdem hat er mit Regisseuren wie Hans Neuenfels, Peter Sellars, Achim Freyer und Nikolaus Lehnhoff zusammengearbeitet. Er leitete diverse Produktionen und fungierte als Assistent u. a. am Royal Opera House in Covent Garden, der Opéra Nationale de Montpellier, dem Gran Teatre del Liceu Barcelona, São Carlos Lissabon und dem Grand Théâtre de Luxembourg oder bei Festivals wie Glyndebourne, den Salzburger Festspielen und den Schwetzinger Festspielen. Seine Inszenierung am Club Berghain Berlin von After Hours nach dem gleichnamigen Film von Martin Scorsese war ein großer Publikumserfolg und bezeugt sein Gespür für ungewöhnliche Musik- und Theatersprachen. Richard Wagners Parsifal war seine vierte gemeinsame Arbeit mit John Dew. Neben anderen Projekten arbeitet er an eigenen Stücken wie u. a. Wiegenlied für Raubtiere nach Mahlers Kindertotenliedern.

Produktionen

John
Dew

John Dew

John Dew, 1944 auf Kuba geboren, wuchs in New York auf und studierte dort Kunstgeschichte und Bühnenbild. Weitere Studien führten ihn zu Walter Felsenstein nach Berlin und Wieland Wagner in Bayreuth. Sein erstes Engagement führte ihn nach Durban, Südafrika, wo er Bühnenbild und Kostüme für die Zauberflöte entwarf, aber bald merkte, dass seine Berufung auf dem Gebiet der Regie lag. So ging er als Regieassistet nach Osnabrück und anschließend nach Ulm, wo er 1972 mit seinem ersten Regieerfolg The Rake's Progress auf sich aufmerksam machte. In den Folgejahren arbeitete er als freischaffender Regisseur u. a. in Kiel, Mannheim, Hannover und Basel sowie nach Krefeld, wo er den Ring-Zyklus und verschiedene Mozart-Opern inszenierte.
Von 1982 bis 1995 prägte er als Oberspielleiter der Oper am Theater Bielefeld mit Inszenierungen in der Nazizeit verbotener Opern die Bielefelder Dramaturgie. Von 1995 bis 2001 war John Dew Generalintendant des Theaters Dortmund, wo er sich vor allem selten gespielten französischen Opern und den Werken Britischer Komponisten, wie Thea Musgrave, Gavin Bryars, Alexander Goehr und Mark-Anthony Turnage widmete. Außerdem initiierte er verschiedene Opern-Uraufführungen, die sich mit modernen Helden, wie Harvey Milk, Raul Wallenberg und Willy Brandt beschäftigten. Für mehrere Produktionen der Werke Carl Orffs, u. a. die Weltpremiere seiner Oper Gisei wurde John Dew mit dem Carl-Orff-Preis geehrt. Von 2004 bis 2014 war er Intendant des Staatstheaters Darmstadt. Gastinszenierungen führten ihn u. a. an die Deutsche Oper Berlin, die Hamburgische Staatsoper, die Houston Grand Opera, das Badische Staatstheater, die Royal Opera Covent Garden, das Königliche Opernhaus Madrid, die Opéra Comique Paris, die Staatsoper Prag, die Staatsoper Stuttgart, die Staatsoper Wien, die Oper Zürich sowie zu den Salzburger Festspielen. Insgesamt brachte er bisher über 200 Produktionen von 170 verschiedenen Opern auf die Bühne.
An der Oper Chemnitz führte er Regie bei Emmerich Kálmáns Operette Gräfin Mariza sowie bei Richard Wagner Bühnenweihfestspiel Parsifal.

Produktionen

Paul
Esterhazy

Paul Esterhazy

Paul Esterhazy, geboren 1955 in Wien, studierte an der Universität seiner Heimatstadt Rechts- und Theaterwissenschaften, 1979 promovierte er zum Dr. jur. Seit 1980 war er als Dramaturg tätig. Sein erstes Theaterengagement führte ihn an die Bühnen der Stadt Bielefeld, weitere Stationen als leitender Dramaturg waren das Freiburger Theater und das Nationaltheater Mannheim. Von 1993 bis 1996 war er Chefdramaturg für Oper, Schauspiel und Tanztheater am Staatstheater Darmstadt. Von 1996 bis 2000 war Paul Esterhazy als Chefdramaturg der Oper Bonn mit den Aufgaben der Operndirektion betraut und für die von ihm initiierte international renommierte Reihe bonn chance! Experimentelles Musiktheater verantwortlich. Im Jahre 2000 berief ihn die Stadt Aachen zum Generalintendanten des städtischen Dreisparten-Theaters (bis 2005). Im selben Zeitraum war er im Rahmen eines Lehrauftrags für szenischen Unterricht Leiter der Opernklasse an der Hochschule für Musik Köln (Standort Aachen). Paul Esterhazy hat sich als Übersetzer von Operntexten einen Namen gemacht. Seit 1996 arbeitet er regelmäßig als Opernregisseur, wobei er sich neben dem Standardrepertoire besonders um Werke des Neuen Musiktheaters bemüht. Seine Inszenierung Weder noch (Verdi: Requiem / Feldman: Neither) 2008 am Staatstheater Kassel wurde für den deutschen Theaterpreis DER FAUST in der Kategorie Beste Regie Musiktheater nominiert. Von 2009 bis 2011 war er Gastprofessor für Musikdramatische Darstellung an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.
Foto: Akiko Esterhazy

Produktionen

Michael
Heinicke

Michael Heinicke

Michael Heinicke, geboren 1950, studierte zunächst von 1969 bis 1972 Gesang an der Dresdner Musikhochschule bei Elsbeth Plehn, anschließend an der Musikhochschule Berlin in der Fachrichtung Opernregie. Entscheidende Anregungen für seine eigene Regiearbeit erhielt er als Assistent bei Harry Kupfer. Nach Stationen als Oberspielleiter des Musiktheaters in Freiberg und Bautzen kam Michael Heinicke 1990 als Operndirektor und Chefregisseur nach Chemnitz. Zur Neueröffnung des Chemnitzer Opernhauses 1992 war in seiner Regie Wagners Parsifal und Strauss' Salome zu erleben. Zu den Höhepunkten seiner Laufbahn zählte die komplette Inszenierung des Ring des Nibelungen (Das Rheingold und Die Walküre 1998, Siegfried 1999, Götterdämmerung 2000).
Als Gastregisseur war er an verschiedenen Theatern im In- und Ausland tätig. So inszenierte er an der Oper Bonn mehrere Werke des zeitgenössischen Musiktheaters: Hunger und Durst (Dinescu), Kassandra (Hamel) sowie Der König stirbt (Jestl), des Weiteren Le nozze di Figaro (Ottawa), Mare Nostrum (Dresdner Musikfestspiele), Il Trovatore (Deutsche Staatsoper Berlin), Der Rosenkavalier (Washington ), Der Schuhu und die fliegende Prinzessin (Salzburger Festspiele) und Der Freischütz (Köln).
Zu den wichtigsten seiner über 100 Inszenierungen zählen darüber hinaus Don Giovanni, Die Hochzeit des Figaro, Fidelio, Der Barbier von Sevilla, Carmen, Tannhäuser, Der fliegende Holländer, Lohengrin, Tristan und Isolde, Elektra, Der Rosenkavalier, Arabella, Aida, Nabucco (in einer Koproduktion mit dem Theater Erfurt), Rigoletto, Otello, Das Mädchen aus dem goldenen Westen, La Bohème, Turandot, The Rake's Progress, Herzog Blaubarts Burg, Der Weg der Verheißung, My Fair Lady, Anatevka, Evita, Jekyll & Hyde, Les Misérables, Fame - das Musical sowie PlayMe. Nach mehr als 26 Jahren verabschiedete sich Michael Heinicke mit seiner neuen Meistersinger-Inszenierung 2016 von den Chemnitzern und ihren Gästen.

Produktionen

Hinrich
Horstkotte

Hinrich Horstkotte

Der Berliner Bühnenbildner und Regisseur Hinrich Horstkotte war zunächst Marionettenspieler, bis er von 1992 bis 1998 Bühnenbild und -kostüm sowie Dramaturgie an der Akademie der Bildenden Künste in München studierte, zunächst bei Ekkehard Grübler, dann bei Karl-Ernst und Ursel Herrmann, für die er in Baden-Baden, Salzburg, Innsbruck, Amsterdam und Genf auch als Regieassistent arbeitete. Mit dem Diplom wurde er 1998 auch mit dem Debütantenpreis der Bayerischen Staatsregierung ausgezeichnet. Schon während des Studiums begann er, als freischaffender Bühnenbildner und Regisseur zu arbeiten.
Als Bühnen- und Kostümbildner war er für die Biennale für Neue Musik München, das Musiktheater Görlitz, die Opernhäuser in Chemnitz, Detmold, Nürnberg und für die Ludwigsburger Schlossfestspiele tätig.
In über 60 Produktionen für Oper, Schauspiel und Puppentheater hat er, überwiegend in eigener Ausstattung, Regie geführt. So inszenierte an den Opernhäusern von Berlin (Staatsoper), Bremerhaven, Chemnitz, Dessau, Detmold, Dortmund, Freiberg, Halberstadt, Hof, Krefeld/Mönchengladbach, Radebeul, Saarbrücken, in Rheinsberg, am Nanfong-Theatre in Taipeh und an der Volksoper Wien sowie am Salzburger Marionettentheater. Besonders gern widmet er sich der Barockoper und hat hier am Grand Théâtre Luxembourg, beim NDR in Hamburg, beim Berliner Zeitfenster-Festival, bei den Musikfestspielen Potsdam und den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik inszeniert. Dabei arbeitete er mit Dirigenten wie Rinaldo Alessandrini, Sergio Azzolini, Eduardo Egüez, Jos van Immerseel, Andrea Marchiol, Enrico Onofri und Ralf Popken zusammen.
Von der Zeitschrift Opernwelt wurde er mehrfach in den Kategorien Bühnen- bzw. Kostümbildner des Jahres sowie Regisseur des Jahres nominiert. Ebenso wurde er für den ersten österreichischen Musiktheaterpreis Goldener Schikaneder 2013  nominiert und erhielt Theaterpreise der Städte Detmold, Halberstadt und Mönchengladbach.
Hinrich Horstkotte hatte Lehraufträge an der Universität der Künste Berlin für Szenische Darstellung sowie an der Technischen Universität für Bühnen- und Kostümbild inne und unterrichtete am Internationalen Opernstudio der Deutschen Staatsoper Berlin.
Foto: Claudia Heysel, Dessau

Produktionen

Stefan
Huber

Stefan Huber

Stefan Huber wurde in Zürich geboren und studierte Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater in Bern. Schon während dieser Ausbildung wurde er für die Rolle des Tony in West Side Story ans Pfalztheater Kaiserslautern verpflichtet. Sein erstes Engagement nach dem Schauspieldiplom führte ihn ans Stadttheater Aachen. Dort spielte er neben vielen anderen Rollen den Oswald in Ibsens Gespenster und die Titelrolle in Shakespeares Hamlet. Ein Engagement ins deutschsprachige Originalensemble des Musicals Les Misérables brachte ihn nach Wien an die Vereinigten Bühnen, wo er auch im Musical Elisabeth mitwirkte. In dieser Zeit gründete er die Musical-Comedy-Gruppe TIETZES, mit der er drei eigene Programme entwickelte. Zusammen mit den TIETZES gab er zahlreiche Gastspiele im gesamten deutschsprachigen Raum und war regelmäßig im österreichischen Fernsehen zu sehen. Nachdem er bereits in seiner Aachener Zeit als Regisseur mit dem Musical Linie 1 debütiert hatte, häuften sich die Regieangebote. Seine Inszenierungen führen ihn u. a. nach Berlin, Wien, München, Zürich, Dresden, Essen, Nürnberg, Mannheim, Dortmund, Mainz, Magdeburg, Freiburg, Halle, Gelsenkirchen, Graz, Bielefeld, Baden-Baden, Basel, Bern, Luzern, St. Gallen und Winterthur.
Neben Stücken wie Cabaret, West Side Story, La Cage aux Folles, Anatevka, Das Weiße Rössl, Die Fledermaus u. v. a. übernahm Stefan Huber auch die Regie für die Schweizer Erstaufführungen von Grease, Aspects of Love und Singin in the Rain. Für die deutschsprachige Erstaufführung von Gershwins Crazy for You und für die Europäische Erstaufführung von Victor/Victoria produzierte er auch die deutsche Übersetzung. Zusammen mit dem musikalischen Leiter Kai Tietje, den Choreografen Markus Buehlmann und Danny Costello und seinen Ausstattern Harald Thor (Bühne) und Susanne Hubrich (Kostüme) machte er sich mit Musicalrevivals wie Anything Goes, Funny Girl, Silk Stockings und Sweet Charity in der Musicalszene einen Namen. Als Autor, Stückentwickler und Bearbeiter inszeniert er erfolgreiche neue Schweizer Musicalproduktionen wie Bibi Balù, Die Schweizermacher, Gotthelf und Io Senza Te. Zwei davon, Heidi 2 (2007) und Die Schweizermacher (2011) wurden für den Prix Walo nominiert. Große Aufmerksamkeit in der Musicalfachwelt erregte Hubers Interpretation der ersten deutschsprachigen Neuinszenierung des Andrew-Lloyd-Webber-Hits Sunset Boulevard. Dafür erhielt er den Da Capo Musical-Award für beste Regie. Seit einigen Jahren verbindet Huber eine enge Zusammenarbeit mit dem Casinotheater Winterthur, dem wichtigsten Haus der Schweizer der Comedy- und Kabarettszene, wo er u. a. die Erfolgsproduktionen Ein seltsames Paar, Business Class und Achtung, Schwiiz! herausbrachte. Mehrfach arbeitete er auch zusammen mit den Geschwistern Pfister; zuletzt in seiner viel beachteten Inszenierung der Operette Clivia an der Komischen Oper Berlin. Zusammen mit dem Musiker Michael Frei schrieb Stefan Huber die Eigenkreationen Pepper!, A Day on Abbey Road und White - The Album! The Beatles! 1968!, mit denen er die Kult-Alben der Fab Four theatralisch auf die Bühne brachte.
Mehrere Jahre arbeitete Huber für das Schweizer Fernsehen. Über 30 Folgen der beliebten Sitcom-Serien Fascht e Familie, Mannezimmer und Fertig Lustig entstanden unter seiner Regie. In Stefan Hubers Inzenierungen spielten u. a. Bernhard Bettermann, Tobias Bonn, Thomas Borchert, Rasmus Borkowski, Stephanie Dietrich, Viktor Giacobbo, Frederike Haas, Maya Hakvoort, Gaines Hall, Maria Happel, Sigrid Hauser, Alen Hodzovic, Milica Jovanovic, Marianne Larsen, Serkan Kaya, Stefan Kurt, Ann Mandrella, Katharine Mehrling, Ralph Morgenstern, Mike Müller, Walter Andreas Müller, Norbert Lamla, Carsten Lepper, Felix Martin, Sue Mathys, Christoph Marti, Michael Schanze, Sabine Schädler, Andreja Schneider, Florian Schneider, Rolf Sommer und Gerd Wameling. Stefan Huber lebt in Zürich und Berlin.
Foto: Oliver Hadji

 

 

Helen
Malkowsky

Helen Malkowsky

Helen Malkowsky ist in Dresden geboren und aufgewachsen. Nach einem Musikstudium in ihrer Heimatstadt und ersten Regie-Erfahrungen in der Opernklasse der Hochschule für Musik folgten Engagements als Regieassistentin und Abendspielleiterin an den Landesbühnen Sachsen Radebeul, dem Staatstheater Saarbrücken, dem Theater Basel und bei den Bayreuther Festspielen, wo sie unter anderem Herbert Wernicke und Claus Guth assistierte. Schnell wurden Helen Malkowsky eigene Arbeiten als Regisseurin anvertraut. Parallel zu ihrer Tätigkeit als Assistentin entstanden erste erfolgreiche Inszenierungen, die schließlich in eine freischaffende Tätigkeit mündeten, u. a. für die Theater in Saarbrücken Die lustigen Nibelungen, Aachen Werther, die Münchener Biennale für Neue Musik WIR (UA), die Volksoper Wien Die Entführung aus dem Serail, Chur/ Schweiz Zauberberg (UA), Münster Das Land des Lächelns und Detmold Der Graf von Luxemburg.
Von 2004 bis 2008 war Helen Malkowsky Oberspielleiterin am Staatstheater Nürnberg und entwickelte dort mit unterschiedlichsten Produktionen (u. a. Der Rosenkavalier, Melusine, Der fliegende Holländer und Eugen Onegin) ihre Regiehandschrift überzeugend weiter. Von 2010 bis 2013 war sie Operndirektorin am Theater Bielefeld, dem sie bereits seit 2007 durch verschiedene Inszenierungen verbunden war (u.a. Luisa Miller, Capriccio und Carmen). Mit einem breit gefächerten Repertoire und Produktionen wie Salome, Alice in Wonderland (Unsuk Chin), Don Giovanni, Peter Grimes, Hoffmanns Erzählungen und Die Fledermaus stellte sie Musiktheater immer wieder als emotional wie rational intensive Auseinandersetzung mit unserer Zeit in den Mittelpunkt ihrer Arbeit. Von der Neuen Westfälischen Zeitung wurde sie dafür mit dem Stern des Jahres 2012 ausgezeichnet. Nach Gasteinladungen 2012 für die Inszenierungen Parsifal am Staatstheater Kassel und Mazeppa am Theater Krefeld-Mönchengladbach, die gleichermaßen begeisterte Reaktionen bei Publikum und Presse hervorriefen, sind neue Projekte in Planung.
Immer wieder widmet sich Helen Malkowsky auch der szenischen Ausbildung junger Sängerinnen und Sänger. Sie leitete das Internationale Opernstudio des Staatstheater Nürnberg, erarbeitete 2009 an der Universität der Künste Berlin Brittens Sommernachtstraum mit Studierenden und Absolventen, sowie 2011 den Wildschütz in einer Kooperation der Hochschule für Musik Dresden mit der Hochschule für Bildende Künste, dem Staatsschauspiel Dresden und der Neuen Elblandphilharmonie.
An der Oper Chemnitz inszenierte sie bereits Verdis Don Carlos, Korngolds Die tote Stadt sowie die Deutsche Erstaufführung von Peter Eötvös‘ Paradise Reloaded (Lilith). In der Spielzeit 2015/2016 folgte Donizettis Lucia di Lammermoor, 2016/2017 Tschaikowskys Pique Dame und Mozarts Die Hochzeit des Figaro.

Patrick
Nitschke

Patrick Nitschke

Patrick Nitschke stammt aus Dortmund und absolvierte von 2007 bis 2010 ein Fachstudium an der Hamburg School of Entertainment. Schon während seiner Ausbildung stand er u. a. als John Proctor in Arthur Millers Hexenjagd oder Sebastian in Shakespeares Was ihr wollt auf der Bühne. Nach seinem Abschluss spielte er Happy Birthday Jim Knopf und Cinderella – das märchenhafte Popmusical sowie das Musical Mozart als Solokonzert. Seit 2011 gastiert er regelmäßig am Volkstheater Rostock u. a. Als Baby John in West Side Story und als Fedja in Anatevka. 2014 war er am Theater Pforzheim in The Who's Tommy und am Theater Erfurt als Hortensio in Kiss me, Kate! engagiert. In der Spielzeit 2015/2016 war er festes Ensemblemitglied als Solist im Musiktheater des Theaters Pforzheim. Dort spielte er u. a. Bernardo in West Side Story und John Buffy und Cover Jim Boy in Die Blume von Hawaii. Seit 2008 unterrichtet er deutschlandweit Bühnenpräsenz und Gesang. Außerdem ist er als Choreograf für internationale Modelabels (z. B. V-Couture), Firmen (Intercoiffeur) und Organisationen (Staatliche Jugendmusikschule Hamburg) tätig. 

Produktionen

Steffen
Piontek

Steffen Piontek

Steffen Piontek wurde 1962 in Bitterfeld (Sachsen-Anhalt) geboren und war von 1972 bis 1979 Mitglied des Thomanerchores Leipzig. Nach dem Abitur absolvierte er ein Studium Regie des Musiktheaters an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin, das er 1987 mit einem Diplom abschloss. Von 1988 bis 1990 war er Meisterschüler der Akademie der Künste Berlin (Mentor: Prof. Joachim Herz). Danach war er zunächst als Regieassistent am Landestheater Altenburg und an der Staatsoper Dresden (Zusammenarbeit mit Prof. Joachim Herz, Wolfgang Wagner, Christine Mielitz) verpflichtet. Es folgten Engagements als Regisseur am Städtischen Theater Karl-Marx-Stadt (1989-1990), an der Sächsischen Staatsoper Dresden (1990-1992), am Opernhaus Chemnitz (1992-1998) sowie als Operndirektor der Landesbühnen Sachsen Radebeul bei Dresden (1998-2001). Seit 2002 war er Generalintendant und Operndirektor des Volkstheaters Rostock. Gastinszenierungen führten ihn seit 1986 nach Deutschland, Österreich, Schweden, Spanien, Russland, Japan und in die Schweiz. In Chemnitz steht seit 1991 seine wunderbar märchenhafte Inszenierung von Humperdincks Oper Hänsel und Gretel auf dem Spielplan.

Produktionen

Johannes
Pölzgutter

Johannes Pölzgutter

Der am Wien stammende Regisseur Johannes Pölzgutter studierte Musik- und Theaterwissenschaft und schloss 2008 sein Studium im Fach Musiktheaterregie an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien ab. Erste Erfahrungen sammelte er u. a. als Regiehospitant an der Wiener Volksoper. Johannes Pölzgutter war Spielleiter bei der Opernwerkstatt Wien und bei der Neuen Oper Wien. Daneben inszenierte er Werke wie La serva padrona (Pergolesi), Croquefer (Offenbach) und Alcina (Händel), eine Produktion, die im März 2009 auch im Teatru Manoel in Malta zu sehen war. Von 2009 bis 2012 arbeitete er als Regieassistent für Musiktheater am Luzerner Theater. Dort brachte er 2010 die Riemann-Oper von Tom Johnson sowie in den folgenden Spielzeiten Le Toréador (Adam), Satyricon (Maderna), Don Pasquale (Donizetti) und Sweeney Todd (Sondheim) auf die Bühne. Am Saarländischen Staatstheater war Der goldene Hahn (Rimski-Korsakov) und Falstaff (Verdi) zu sehen. Zuletzt zeigte er mit großem Erfolg Inszenierungen von La Bohème, Madama Butterfly (Puccini) und Martha (Flotow) am Theater Regensburg. Im Winter 2016 folgte die Inszenierung von Donizettis L’elisir d’amore für das Theater Bielefeld. In der Spielzeit 2017/2018 sind Inszenierungen von ihm am Badischen Staatstheater Karlsruhe sowie am Theater Regensburg zu sehen.

Produktionen

Mario
Radosin

Mario Radosin

Mario Radosin wurde in Bielefeld geboren. Seine Schauspielausbildung erhielt er von 2008 bis 2011 in Hamburg. Engagements führten ihn als Pdokolessin in Die Heirat ans Monsun Theater Hamburg und als Piccolo in Im weißen Rössl ans Theater Norderstedt. Von 2013 bis 2015 gehörte er zum festen Schauspielensemble am Theater Pforzheim und war dort u. a. als Camille in Dantons Tod, Mortimer in Maria Stuart, in der Doppelrolle der beiden Liebhaber Cléante/Thomas Diafoirus in Molières Der eingebildete Kranke, als Esel im Weihnachtsmärchen Die Bremer Stadtmusikanten, Ente in Ente Tod und Tulpe und Johnny in der Deutschen Erstaufführung des Solostückes Ich liebe dich, Mann zu erleben. Seit 2015 ist er freischaffend tätig, blieb aber dem Theater Pforzheim weiterhin als Gast verbunden mit Rollen wie Action in West Side Story, Sturmführer Schulz in Sein oder Nichtsein, König Sharyar und Aladdin im Märchen 1001 Nacht, Bobbie Flipps in der Operette Die Blume von Hawaii und Mr. Fabulous im Musical Tribute to the Blues Brothers

Produktionen

Kobie van
Rensburg

Kobie van Rensburg

Kobie van Rensburg wurde in Johannesburg geboren und studierte an der Potchefstroom University for Christian Higher Education Gesang sowie Rechts- und Politikwissenschaften. Bereits im Alter von 20 Jahren debütierte er 1991 als Belmonte in Mozarts Entführung aus dem Serail an der Roodepoort City Opera. Mitte der 1990er Jahre verlegte er seinen Wohnsitz nach München. Seither führten ihn Gastspiele an Häuser wie die Berliner Staatsoper Unter den Linden, die Bayerische Staatsoper, die Opéra National du Rhin, die Opéra de Montpellier, das Teatro São Carlos Lissabon, das Théâtre du Capitole in Toulouse, die Opernhäuser von Madrid, Montpellier, Basel, Luzern, Stuttgart, Graz oder das Prinzregententheater München. 2006 debütierte er an der Metropolitan Opera in New York mit der Titelpartie in Mozarts Idomeneo. Seit 2000 verbindet ihn eine künstlerische Freundschaft mit der Lautten Compagney Berlin unter der Leitung von Wolfgang Katschner. Seit einigen Jahren widmet sich Kobie van Rensburg der Regiearbeit. Das von ihm kreierte barocke Opernpasticcio Ein Theater nach der Mode, das er gemeinsam mit Peer Boysen am Gärtnerplatztheater München inszenierte, war sein erster umjubelter Erfolg. Es folgten u. a.  Regiearbeiten in Halle, Passau, München, Münster und Krefeld-Mönchengladbach. Kobie van Rensburgs Inszenierungen bestechen durch das fundierte musikalische Wissen, aus dem sie erwachsen und durch aufwändige Videografie, welche szenische und dramaturgische Aufgaben erfüllt.
An der Oper Chemnitz inszenierte er 2014 Rossinis quirlig-fantasievolle Oper La Cenerentola und 2017 Händels Rinaldo.

Produktionen

Denis M.
Rudisch

Denis M. Rudisch

Denis M. Rudisch studierte Schauspiel, Gesang und Tanz an der Bayerischen Theaterakademie August Everding/Hochschule für Musik und Theater München. Schon während seines Studiums stand er in mehreren großen Theaterproduktionen auf der Bühne. Seine Engagements brachten ihn u. a. ans Prinzregententheater München und ans Deutsche Theater München, ans Theater Hof, Pfalztheater Kaiserslautern, das Stadttheater Regensburg, zu den Schlossfestspielen Ettlingen und den Sommerfestspielen Wangen, den Salzburger Festspielen, den Gandersheimer Domfestspielen, dem Tiroler Landestheater Innsbruck, Dieter Hallervorden's Schlosspark Theater Berlin sowie auf Europatournee mit Die Schöne und das Biest.
Zu seinen vielseitigen Musicalrollen zählen u. a. Mowgli in Das Dschungelbuch, Tobias in Sweeney Todd, Danny und Doody in Grease, Princeton/Rod in Avenue Q, mehrfach Seymour in Der kleine Horrorladen, Herbert/Bedevere/Fred in Spamalot, Barnaby Tucker in Hello, Dolly!, die Titelrolle Anton in Anton – das Mäusemusical, der Blechmann in Der Zauberer von Oz, Schroeder in Du bist in Ordnung, Charlie Brown, Aladdin in Aladdin und die Wunderlampe, Georg in Frühlings Erwachen, Double-J in Saturday Night Fever und Baby John in West Side Story. Im Schauspiel verkörperte er die Titelrolle in Spiel's nochmal, Sam und Leslie in Ray Cooney's Komödie Und alles auf Krankenschein.
Er war in mehreren Uraufführungen und Erstaufführungen zu sehen. Denis Rudisch arbeitete ebenso als Musikalischer Leiter am Tiroler Landestheater Innsbruck, den Sommerfestspielen Wangen und dem Kulturcamp München. Er übernahm musikalische und szenische Assistenzen,szenische Einstudierungen und Musical Supervisor-Positionen. Neben seiner Bühnentätigkeit ist er Dozent für Korrepetition und Projektbegleitung an der Bayerischen Theaterakademie in München, engagiert sich ehrenamtlich in vielen Nachwuchsprojekten und ist als Vocal Coach tätig. Er war zweimal Stipendiat der Richard Stury Stiftung, sowie Stipendiat des Deutschen Bühnenvereins und mehrfach Finalist bei Wettbewerben.
Foto: Billy Bustamante Photography, New York

Michael
Schilhan

Michael Schilhan

Michael Schilhan wurde in der Steiermark geboren und wandte sich nach seiner Schauspielausbildung in Salzburg bald er Regie zu. Er studierte Kulturmanagement an der Johannes Kepler Universität Linz, es folgten Studienaufenthalte in Moskau (GITIS-Institut). 1998 erhielt er beim europäischen Wettbewerb für Regie und Bühnenbild, dem Ring-Award in Graz, mit der Ausstatterin Andrea Kuprian den Publikumspreis und den Förderungspreis zu Rheingold.
Über siebzig Inszenierungen, davon dreißig für Kinder und Jugendliche, viele davon Österreichische bzw. Deutsche Erstaufführungen, sowohl im Schauspiel als auch im Musiktheater sind bisher unter Michael Schilhans künstlerischer Leitung entstanden. Er arbeitete für die Landestheater Salzburg und Niederösterreich, das Volkstheater Wien (Die Nashörner, Kopfäktschn), die Volksoper Wien (Der Vogelhändler), das Opernhaus Graz (Der Wildschütz, Die lustigen Weiber von Windsor, Zar und Zimmerman, My Fair Lady, Ein Walzertraum) u. a. m. 1999 intensivierte sich die Zusammenarbeit mit dem Dirigenten Adam Fischer beim Internationalen Haydn-Festival in Eisenstadt mit L'isola disabitata, Armida und L'anima del filosofo, ossia Orfeo ed Euridice. Seine Inszenierungen von Philip Glass‘ Satyagraha und In The Penal Colony waren im Festspielhaus St. Pölten und am Klagenfurter Ensemble zu erleben. Eine Dokumentation zu Michael Schilhans Inszenierung von Gandhi in St. Pölten wurde im ORF und in 3sat ausgestrahlt. 2013 wurde seine Interpretation von Jakob der Letzte für den ORF aufgezeichnet.
Er widmete sich Uraufführungen von Werken des österreichischen Autors Georg Timber-Trattnig (Transporter) und inszenierte Zyancali 2000 von Robert Wolf als Österreichische Erstaufführungen am Next Liberty Graz (ÖEA) sowie als Bulgarische Erstaufführung am Theater Rajo Stojanov in Gaborvo. Die Unterschrift, ebenfalls von Robert Wolf war als Uraufführung beim Festival Steirischer Herbst zu sehen. Darüber hinaus inszenierte er Werke von Autoren wie Werner Schwab, Peter Turrini, Felix Mitterer, Franz Kafka, Henning Mankell u. a. m. an verschiedenen österreichischen Theatern. In Koproduktion mit der Oper Graz vergab er zahlreiche Auftragskompositionen für Familienmusicals u. a. an Maurizio Nobili, Peter Lund und Thomas Zaufke, Mark Schubring, Konstantin Wecker sowie Robert Persché.
Darüber hinaus hielt er Vorträge u. a. bei der ICCM Salzburg, beim Kulturbeirat der Stadt Graz, bei der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, an der National University Taipeh, der National University Kaohsiung, der Tokio Voice Academy, in Osaka, Kyoto, Nagoya und Hiroshima. Im Wagner Forum Graz ist er Mitglied des Vorstandes und Referent des Bayreuth-Stipendiums des Forums.
Michael Schilhan ist seit 2004 geschäftsführender Intendant des Grazer Jugendtheaters Next Liberty, wo er Kindern und Jugendlichen aus kulturfernen Schichten einen niederschwelligen Zugang zu Kunst und Kultur mittels Partizipation ermöglichen möchte. Mit der Kinderärztin Univ. Prof. Dr. Marguerite Dunitz-Scheer implementierte er am Next Liberty den Skating Amadeus Chor, einen generationenübergreifenden Chor, wo Kindern mit psychosomatischen Problemen eigene Musiktheateraufführungen erleben. Die in diesem Rahmen entstandene Produktion Die Schöpfung bekam eine Einladung ans Wiener Burgtheater als „Beste Interpretation eines klassischen Stoffes“. Der ORF produzierte die begleitende Dokumentation Die Kraft der Musik, Musiktheater als Therapie.
2015 wurde Michael Schilhan für sein künstlerisches Schaffen für das Land Steiermark mit dem renommierten Josef-Krainer-Heimatpreis ausgezeichnet. 
Foto: Lupi Spuma

Produktionen

Arila
Siegert

Arila Siegert

Arila Siegert kommt vom Tanz. Ausgebildet wurde sie in Dresden bei Palucca. Ihr erstes Engagement erhielt sie 1971 in Berlin am Tanztheater von Felsensteins Komischer Oper. 1979 ging sie als Solistin an die Staatsoper Dresden. 1987 gründete sie am Dresdner Staatsschauspiel ihr erstes Tanztheater, später am Anhaltischen Theater Dessau, war „Berufene Expertin“ dort am Bauhaus. Zahlreiche abendfüllende Ballette entstanden. Ihre Soloabende führten sie um die ganze Welt.
Zu den prägenden Erfahrungen zählt ihre Zusammenarbeit mit Ruth Berghaus bei Hans Werner Henzes Orpheus-Ballett in Wien. Ihre erste Oper inszenierte sie 1998 in Ulm: Macbeth von Giuseppe Verdi im Team mit Hans Dieter Schaal und Marie-Luise Strandt. Mit beiden hat sie wiederholt gearbeitet, u. a. Pénélope und Der Freischütz in Chemnitz, mit einem anderen Team Hoffmanns Erzählungen. Fast fünfzig Opern hat sie mittlerweile inszeniert, darunter von Verdi auch Aida und La Traviata, von Mozart u. a. Die Zauberflöte, Hochzeit des Figaro, Don Giovanni, Idomeneo, aber auch Werke von Monteverdi, Händel, Rameau, Gluck, Rossini, Weber, Wagner, Johann Strauß, Puccini, Lehár, Delius, Janáček. Im Januar 2014 inszenierte sie erstmals bei einem Festival in den USA.
Arila Siegert erhielt 1989 den Kritikerpreis für Tanz, 1993 das Bundesverdienstkreuz. Sie ist Mitglied der Berlin-Brandenburgischen und der Sächsischen Akademie der Künste, gehört der Mitglieder-Versammlung des Goethe-Instituts an. Das Archiv der Berliner Akademie verwahrt ihre Materialien. Ein Buch über ihre Arbeit erschien 2014. 
Foto: Silke Winkler

Produktionen

Sabine
Sterken

Sabine Sterken

Sabine Sterken wurde in Leipzig geboren und arbeitete nach dem Abitur für ein Jahr beim Rundfunk in Leipzig. Neben ihrer Arbeit als Regieassistentin und Abendspielleiterin in Chemnitz, studierte sie im Fernstudium Theaterwissenschaften an der Theaterhochschule Hans Otto in Leipzig.
1993 erfolgte ihre erste eigene Regiearbeit, Schönbergs Pierrot Lunaire.
Seither inszeniert sie Musiktheater, Opern, Operetten, Musical. In Chemnitz waren das u.a.: Das Märchen vom Zaren Saltan, Die Comedian Harmonists, Das schlaue Füchslein, Die Verlobung im Kloster, Der mündliche Verrat, Der Zauberflöte zweyter Theil, Zar und Zimmermann, Ariadne auf Naxos, Hexe Hillary geht in die Oper, Die Zauberflöte - für Kinder, Erwin, das Naturtalent.
Neben den traditionellen Opernbühnen realisierte sie Stücke in Industriehallen, öffentlichen Räumen und auf Open-Air Bühnen.
Im Jahr 2008 initiierte und gründete sie die salonoper chemnitz, die bereits mehrfach mit Inszenierungen von Werken des Expressionismus im Chemnitzer Museum Gunzenhauser zu erleben war. Besonderes Augenmerk legt sie mit dieser Arbeit auf die Verbindung verschiedener Künste, das Schaffen neuer Stücke zu aktuellen Anlässen und das Entdecken vergessener Werke.
Sie führte Regie an den Städtischen Theatern Chemnitz, am Theater Görlitz, am Staatstheater Cottbus, am Volkstheater Rostock, am Mainfrankentheater Würzburg, am Theater Plauen-Zwickau, sowie am Teatro Castro Alves in Salvador de Bahia, Brasilien.
Ab Sommer 2017 arbeitet sie als freischaffende Regisseurin und Autorin.

 

 

Verena
Stoiber

Verena Stoiber

Verena Stoiber, geboren im Bayerischen Wald, studierte Schauspiel- und Musiktheater-Regie an der Bayerischen Theaterakademie August Everding in München. Nach längeren Auslandsaufenthalten in Rom, Barcelona und Buenos Aires kehrte sie nach Deutschland zurück, wo sie als Regieassistentin und Abendspielleiterin an die Oper Stuttgart engagiert wurde und vor allem mit den Regisseuren Jossi Wieler und Calixto Bieito zusammenarbeitete. 2014 gewann sie zusammen mit der Bühnenbildnerin Sophia Schneider den internationalen Wettbewerb für Regie und Bühnengestaltung Ring Award und zahlreiche Zusatzpreise. In der Spielzeit 2015/2016 inszenierte sie die Uraufführung des Musiktheaterwerkes Sensor an der Deutschen Oper Berlin und Rigoletto am Staatstheater Nürnberg. 2016/2017 zeichnete sie an der Oper Graz verantwortlich für die Inszenierung von Tristan und Isolde, setzte für die Winteroper Potsdam das Oratorium Israel in Egypt szenisch um und inszenierte an der mazedonischen Staatsoper in Skopje La Traviata.

Produktionen

Matthias
Winter

Matthias Winter

Matthias Winter studierte Gesang an der Musikhochschule in Leipzig. Er war Preisträger bei Opernsängerwettbewerben der DDR und beim Mozart-Wettbewerb in Würzburg. Sein erstes Engagement erhielt er am Theater Gera. Dort gestaltete er zahlreiche große Bariton-Partien, wie Jago, Wolfram, Marcello, Luna und Higgins. Außerdem führte er regelmäßig Regie bei Werken aller Bühnengenres, vom Musical Anatevka bis zur Oper Zar und Zimmermann, und war für Konzept und Inszenierung mehrerer Theaterbälle verantwortlich.
Seit 2001 ist er an der Oper Chemnitz engagiert. Hier sang er u. a. Faninal (Rosenkavalier), Heerrufer (Lohengrin), Vater (Hänsel und Gretel), Geppetto (Pinocchios Abenteuer), Zar, Onegin, Javert (Les Misérables), Doolittle (My Fair Lady), Tewje (Anatevka), Danilo (Lustige Witwe) und inszenierte die Operette Die Csárdásfürstin sowie die Musicals Der kleine Horrorladen, FMA – Falco Meets Amadeus, West Side Story, Evita, Ganz oder gar nicht und Elton Johns Aida. In der Spielzeit 2017/2018 inszeniert er das Musical Non(n)sens. Darüber hinaus ist er seit 2001 als Dozent für Dramatischen Unterricht an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig tätig.

Thomas
Winter

Thomas Winter

Thomas Winter war Sänger der Kölner Soulfunk Band Upstairs, bevor er von 1995 bis 1999 an der Folkwang Hochschule Essen Schauspiel, Gesang und Tanz studierte. 1997 gewann er den 1. Preis beim Bundeswettbewerb Gesang Berlin (Musical, Chanson, Song). Von 1999 bis 2001 war er als Schauspieler am Theater Heilbronn und von 2001 bis 2005 am Staatstheater Oldenburg engagiert. Seit 2005 arbeitet er als freier Schauspieler, war in Film- und Fernsehproduktionen wie Das Duo, Um Himmels Willen oder Der Baader-Meinhof-Komplex zu sehen und spielte u. a. am Theater Münster, in der Bar jeder Vernunft in Berlin und an der Deutschen Oper am Rhein.
Er inszenierte The Who’s Tommy und Der kleine Horrorladen am Theater Rostock, City of Angels, Sunset Boulevard und Cyrano de Bergerac am Theater Bielefeld. Zu seinen zahlreichen Bühnenrollen gehören u. a.: Jim in Die Glasmenagerie von T. Williams, Cornelius Hackl in Hello Dolly! von J. Herman, Cliff in Cabaret von Kander & Ebb, der Bäcker in Into the Woods von S. Sondheim, Achill in Ein Sportstück von E. Jelinek, Leopold in Im weißen Rössl von R. Benatzky‚ Nathan Detroit in Guys and Dolls von F. Loesser und Prinz Phillip in Yvonne, die Burgunderprinzessin von W. Gombrovicz.
Er singt und spielt den Harry Frommermann im Ensemble der Uraufführung Comedian Harmonists – Jetzt oder Nie am Theater am Kudamm in Berlin. Für dieses Ensemble schrieb und inszenierte er den szenischen Abend Comedian Harmonists – Ein neuer Frühling, welcher u. a. am Theater Trier, Theater Coburg, Theater Konstanz, dem Winterhuder Fährhaus Hamburg oder am Gasteig München aufgeführt wurde und wird.
Seit der Spielzeit 2011/2012 kümmert Thomas Winter sich außerdem um das LOFT im Theater Bielefeld. Dort inszenierte er Songs for a New World, Die letzten fünf Jahre, Du bleibst schön hier, Alfred Jodokus Kwak, Zarah 47 und begründete Projekte wie Klassik ab Null oder Oper legt auf.
Am Opernhaus Chemnitz inszeniert Thomas Winter Chess - Das Musical.
Foto © A. Dingeldein

Produktionen

Jasna
Žarić

Jasna Žarić

Geboren in Zagreb, Kroatien, studierte Jasna Žarić Germanistik, Italianistik und Theaterwissenschaft in ihrer Heimatstadt sowie Musiktheaterregie bei Prof. Plamen Kartaloff in Sofia, Bulgarien. Als Regieassistentin war sie seit 2003 an den Opernhäusern in Kroatien, Slowenien, Bulgarien und Italien engagiert. Entscheidende berufliche Erfahrungen sammelte sie vor allem in der Zusammenarbeit mit dem bulgarischen Regisseur Plamen Kartaloff sowie mit den Regisseuren Kurt Josef Schildknecht, Gabbris Ferrari, Cesare Lievi.
Ihr Opernregiedebüt gab sie 2008 an der Nationaloper und Ballett in Sofia mit Suor Angelica und Gianni Schicchi von Giacomo Puccini. Darauf folgten ihre Regiearbeiten am Kroatischen Nationaltheater in Zagreb mit A Hand of Bridge von Samuel Barber, Hin und zurück von Paul Hindemith und Introductions and Goodbyes von Lukas Foss, sowie im Mostar mit der ersten kroatischen Oper in Bosnien und Herzegowina Diva Grabovčeva von Dragan Filipović. Mit der Spielzeit 2017/2018 ist sie an den Theatern Chemnitz als Regieassistentin engagiert.
Foto: Saša Novković

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