© Nasser Hashemi

Spielzeit 2018/2019

Hamlet

So
18.
November
Oper

Hamlet

Oper von Franco Faccio
Libretto von Arrigo Boito
DEUTSCHE ERSTAUFFÜHRUNG

 
 

William Shakespeares leidenschaftliches Drama Hamlet inspirierte Anfang der 1860er Jahre zwei junge Italiener zu einer grandiosen Oper: Franco Faccio und Arrigo Boito. Beide waren erst Anfang 20, als sie sich der Herausforderung stellten, diesen Klassiker der Schauspielbühne für das musikalische Theater zu erschließen. Sie schufen einen faszinierenden Operntext voll Sensibilität und poetischer Kraft – doch die Zeit schien bei der Uraufführung 1865 in Genua noch nicht reif zu sein für ein Werk dieser Art. Nach einer zweiten Aufführung 1871 an der Mailänder Scala, bei der der Darsteller des Hamlet aus gesundheitlichen Gründen kaum singen konnte, verschwand es völlig in der Versenkung. Erst 2014 war es erstmalig wieder auf einer Bühne zu sehen – zunächst nur in den USA, zwei Jahre später mit ebenso sensationellem Erfolg in der Inszenierung von Olivier Tambosi bei den Bregenzer Festspielen, die der international gefragte Regisseur nun gemeinsam mit seinem renommierten Ausstatterteam in Chemnitz auf die Bühne bringen wird. Der Zuschauer taucht dabei ein in die Welt nächtlicher Geistererscheinungen, verräterischen Theaterspiels und tragisch endender Liebe. Die Oper beginnt mitten im Krönungsfest für den neuen König Claudio. Hamlet kann seine dunkle Ahnung, dass Claudio seinen Vater ermordet und sich dessen Krone und Frau zu Eigen gemacht hat, nur schwer ertragen und steigert sich in ein verhängnisvolles Spiel aus Rache, Blut und Tränen hinein. Musikalisch bietet sich von seelenvollem Pathos über tänzerische Zwischenspiele und elegisch-lyrische Passagen bis hin zu großen Chorszenen die ganze Palette italienischer Opernkunst. „In dieser Musik kann bis zur Glückseligkeit baden und schwelgen, wer große Oper liebt“, schwärmte die Presse anlässlich der Premiere in Bregenz.

Eine Produktion der Bregenzer Festspiele 2016

Aufführung in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Spielort:Opernhaus - Saal
Dauer:2 h 40 min / 1 Pause
Altersempfehlung:ab 14 Jahren
Premiere:03.11.2018
Workshop:Sonntag,05.05.2019, 15:00 – 16:30 Uhr
So, 18. November | 15:00 Uhr
Preis: 14,00 bis 38,00 €
 

Weitere Termine

08.12.2018 Samstag 19:00 Uhr    
Opernhaus - Saal
18.01.2019 Freitag 19:00 Uhr    
Opernhaus - Saal
17.03.2019 Sonntag 15:00 Uhr    
Opernhaus - Saal
29.03.2019 Freitag 19:00 Uhr    
Opernhaus - Saal
28.04.2019 Sonntag 17:00 Uhr    
Opernhaus - Saal
05.05.2019 Sonntag 17:00 Uhr    
Opernhaus - Saal

Bilder zum Stückes

Bilder
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Videomedien zum Stück

Video

Inszenierungsteam des Stückes

Inszenierungsteam
Musikalische Leitung Gerrit Prießnitz

Inszenierung Olivier Tambosi

Choreografie Ran Arthur Braun

Bühne Frank Philipp Schlößmann

Kostüme Gesine Völlm

Chor Stefan Bilz

Dramaturgische Betreuung Christiane Dost

Besetzung des Stückes

Besetzung
Hamlet
Gustavo Peña

Claudius
Pierre-Yves Pruvot

Polonius
Magnus Piontek

Horatio
Ricardo Llamas Márquez

Marcellus
Matthias Winter

Laertes
Cosmin Ifrim
N.N. 17.03.2019

Ophelia
Tatiana Larina 03.11. / 08.12.2018 / 18.01. / 29.03. / 05.05.2019
Guibee Yang 18.11.2018 / 17.03. / 28.04.2019

Gertrude
Katerina Hebelkova

Der Geist / Ein Priester
Noé Colín

Der König Gonzago / Ein Herold
Tommaso Randazzo

Die Königin Giovanna
Ina Yoshikawa

Lucianus / Erster Totengräber
André Eckert

Zweiter Totengräber
Alexander Jahn
Klaus-Peter Viertel

Tänzerinnen
Charlotte Petersen
Yael Fischer
Helena Gläser
Florine Fournier

Chor der Oper Chemnitz

Elevinnen des Balletts Chemnitz

Damen und Herren der Statisterie

Robert-Schumann-Philharmonie

Pressestimmen zum Stück

Pressestimmen

„Dresdner Neueste Nachrichten“ schreiben am 08.11.2018

(…)
Von der Robert-Schumann-Philharmonie wurde dieser Klangzauber unter Gerrit Prießnitz sehr opulent umgesetzt (…). Dabei hat Chemnitz diese Oper groß besetzen können: Mit Gustavo Peña als Hamlet beherrschte ein schneidiger Tenor voller Energie die Szene, desgleichen agierte Katerina Hebelkova als seine Mutter voller Strahlkraft und Eleganz. Die junge Sopranistin Tatiana Larina hat die Liebe und dann die Verzweiflung der Ophelia sehr nagegehend interpretiert, auch Pierre-Yves Pruvot als mörderischer König Claudius konnte mit großem Timbre überzeugen. All diese Leistungen sorgten mitsamt der dazu einladenden Musik für reichlich Szenenapplaus (…). Überzeugt hat (…) wieder einmal der Opernchor des Chemnitzer Hauses.
(…) Das Schwarz des Bühnenraums und den roten Vorhang zitierten die Kostüme von Gesine Völlm, mit denen kräftige Bilder geschaffen werden.
Unterm Strich eine Pioniertat in Chemnitz, die ein Stück Musiktheater der Vergessenheit entreißt, die Größe Shakespeares wachruft und mit großer Emotionalität in der Musik sowie auf der Bühne überzeugt.

Michael Ernst

Die „Freie Presse“ schreibt am 07.11.2018

(…) wie sich zeigt, ist die Zeit für die Oper ‚Hamlet‘ reif. Das spürten (…) die Besucher des Chemnitzer Opernhauses bei der deutschen Erstaufführung, sie applaudierten lang anhaltend. Gründe dafür gibt es viele.
Die Inszenierung von Olivier Tambosi zeigt Mut zu Größe und Opulenz. Das weitestgehend in den Farben Rot, Schwarz und Weiß gehaltene Bühnengeschehen spielt sich meist im Beisein des kompletten Chores in Massenszenen ab. Die Solisten wechseln, der Chor stimmt ein, alles nicht nur untermalt, sondern gleichberechtigt begleitet vom Orchester. Der Zuschauer gerät so in einen mitreißenden Sog, der ob seiner Vielfalt und Masse überfordern könnte, wenn er nicht unterbrochen worden wäre durch zärtlich-poetische musikalische Einschübe. Diese, getragen von der Robert-Schumann-Philharmonie unter souveräner Leitung von Gerrit Prießnitz, gaben Gelegenheit zum Innehalten, bevor die Handlung weiter voranschritt.
Da die Geschichte um den depressiven Prinzen von Dänemark, der den Mord am Vater rächen möchte, bekannt sein dürfte, konnte die Inszenierung eine eigene Interpretation vorlegen. Hamlet entwickelt sich vom trübsinnigen Verächter des höfischen Hedonismus hin zum mephistophelischen Regisseur seiner Rache, der Mutter und Onkel mit Lust aus der Reserve lockt, bis er sich in Raserei steigert, die in einen Angriff auf die Mutter und den Tod der geliebten Ophelia gipfelt. Eine nicht nur im Gesang, sondern auch im Spiel anspruchsvolle Leistung. Die Gustavo Peña mit Eleganz und Bravour meisterte. Der Tenor konnte im Gesang durchweg überzeugen und zeigte sich agil auf der Bühne. Auch wenn Peña in seiner Leistung herausragt, so wurde ihm ein fabelhaftes Ensemble zur Seite gestellt. (…) So geraten sowohl Brudermörder und neuer König Claudius (Pierre-Yves Pruvot) als auch Königin Gertrude (wunderbar: Katerina Hebelkova) in Gewissensbisse, sie sich in eindringlich emotionalen Arien äußern.
Die Kurzweiligkeit, die ästhetische Bearbeitung, die Musik überzeugten. (…) ‚Hamlet‘ reißt (…) mit.

Sarah Hofmann

Die „Sächsische Zeitung“ schreibt am 05.11.2018

Eine deutsche Erstaufführung mehr als hundert Jahre nach der Uraufführung ist Stoff, aus dem Legenden werden. Franco Faccio (…) soll nach der verheerenden zweiten Vorstellung seiner zweiten Oper deren Orchesternoten verbrannt haben. Erst 130 Jahre später wurde ‚Amleto‘ (…) in den USA wiederentdeckt und (…) rekonstruiert. 2016 gab es die erste europäische Inszenierung bei den Bregenzer Festspielen. Diese hatte (…) ihre gefeierte Premiere in Chemnitz. (…) Gustavo Peña war der gefeierte Star. Stimmlich wie darstellerisch mit einer scheinbaren Leichtigkeit präsent, war er das Zentrum der Aufführung. (…) Chemnitz 2018 feierte.
(…) die Inszenierung von Olivier Tambosi stellt den irre-klarsichtigen Hamlet, der an der Trauer um den Vater verrückt wird, in den Mittelpunkt. Er verwendet dabei die an die Commedia dell’arte erinnernde Spielweise der Shakespeare-Bühne. Immer wieder durchbrechen seine Figuren die ‚vierte Wand‘, unterhalten sich mit dem Publikum, machen es zum Komplizen, erklären, Hintergründe. Es ist Theater auf dem Theater, auch über die berühmte Komödiantenszene hinaus: Rollen spielen oder sich hinter Masken verbergen sind die übergreifenden Ansätze der Inszenierung. Frank Philipp Schlößmann variiert die schwarze Bühne mit dem spiegelglatten Boden durch wenige Accessoires, Tische und Stühle, einen gewaltigen Felsblock, vertrocknetes Geäst, Bahren voller brennender Kerzen. Ganz großes Kino ist das grell blendende Gegenlicht beim Auftritt des Geistes von Hamlets Vater in Ritterrüstung mit kreuzgleichem Beidhandschwert. Gesine Völlm mischt in ihren effektvollen Kostümen Elemente von Renaissance und Commedia, fast durchgehend auf die Farben schwarz, weiß und rot beschränkt.
Der Opernchor, musikalisch auf den Punkt, wird überwiegend als Staffage geführt. Die Inszenierung konzentriert sich auf Hamlet in der Wechselwirkung zu seinen Spielpartnern. Dabei bleibt für die Liebesgeschichte zu Ophelia, bis zur Wahnsinnsszene toll gesteigert von Tatiana Larina, wenig emotionaler Raum. Hochspannend ist dagegen die Szene mit seiner Mutter, die zwischen eiskalter Herrscherin und verzweifelter Mutter überzeugend von Katerina Hebelkova gestaltet wird. Hamlets Gegenspieler (…) ist Claudius. Pierre-Yves Pruvot gibt der machtvollen wie gewissenserschütterten Figur eindrücklich Stimme und Gestalt.
Unter der Leitung von Gerrit Prießnitz entfaltet die vielfarbige, dann wieder überraschend unkonventionelle Musik große Wirkung, wenngleich insbesondere am Beginn der metrische Zusammenhalt auf wackligen Füßen stand. Dem begeisterten Premierenjubel tat das keinen Abbruch, der Weg ins Opernhaus Chemnitz lohnt. Er gilt einer hörens- und sehenswerten Rarität, der ein Platz im Repertoire zu wünschen ist.

Jens-Daniel Schubert

Die „Morgenpost Chemnitz“ schreibt am 05.11.2018

(…) Mit einer gewaltigen Bildsprache (…) erzählt Regisseur Olivier Tambosi die Geschichte. Die Bühne ist immer in Bewegung und unterstützt damit die Dynamik des Stücks. Gustavo Peña glänzt als rachsüchtiger Hamlet. Tatiana Larina gibt eine mädchenhafte Ophelia und als Herrscherpaar überzeugen Katerina Hebelkova und Pierre-Yves Pruvot.
(…) die Inszenierung in Chemnitz (…) erhielt zum Schluss fast 15 Minuten Applaus und Bravos.
(…)

vw

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