Spielzeit 2019/2020

Die Entführung aus dem Serail

Fr
08.
Mai
Oper
Premiere

Die Entführung aus dem Serail

Singspiel in drei Aufzügen von Wolfgang Amadeus Mozart
Libretto von Johann Gottlieb Stephanie d. J. nach einem Libretto von Christoph Friedrich Bretzner

 
 

In der Türkei auf dem Landgut des Bassa Selim: Konstanze, Blonde und Pedrillo wurden gefangen genom-men und als Sklaven an Bassa Selim verkauft. Belmonte, Konstanzes Verlobter, will sie aus dem Serail befreien, doch die Entführung misslingt. Alle vier erwartet der Tod. Während der hämische Aufseher Osmin sich genüsslich deren Hinrichtung ausmalt, schenkt der großmütige Bassa Selim den Europäern das Leben und die Freiheit.

Die Entstehung der Entführung aus dem Serail fällt in das Jahr 1781, eine Zeit, in der Mozart gerade in Wien Quartier bezogen hatte und sich voller Enthusiasmus in die Arbeit stürzte. Bereits im Jahr darauf fand am 16. Juli die Uraufführung am Wiener Hof- und Nationaltheater statt. Damit gelang dem Komponisten der größte Opernerfolg, der ihm zu Lebzeiten vergönnt war. 1818 verlieh auch Carl Maria von Weber, der das Werk in Dresden aufführte, seiner Begeisterung Ausdruck: „Ich getraue mir den Glauben auszusprechen, dass in der Entführung Mozarts Kunsterfahrung ihre Reife erlangt hatte und dann die Welterfahrung weiterschuf.“

Bei keiner anderen Oper wirkte Mozart an der Gestaltung des Librettos so intensiv mit wie bei der Entführung. Zudem wertete er die Figur des Osmin zum ambivalenten Bassbuffo mit dunkler Seele erheblich auf. Ihm war daran gelegen, von Menschen und ihren intimsten Beziehungen zu erzählen. So macht sich Mozart weder über die Europäer Konstanze, Blonde, Belmonte und Pedrillo noch über die Türken Osmin und Bassa Selim lustig, sondern er lotet die Konflikte zwischen ihnen aus. Seine ausdrucksstarke musikalische Gestaltung der einzelnen Figuren geht psychologisch in die Tiefe und bietet orientalisches Kolorit. Schließlich treffen in der Entführung Menschen aus Orient und Okzident, aus Abendland und Morgenland aufeinander: Spanier, Türken und eine Engländerin. Missverständnisse und die Anziehungskraft des Fremden, sowohl in der Liebe als auch in den verschiedenen Kulturen, sind die Folge. Mauern – reale und die in den Köpfen – müssen überwunden werden. Aktueller kann ein modernes Singspiel kaum sein.

Für die Chemnitzer Neuinszenierung konnte der österreichische Regisseur Johannes Pölzgutter gewonnen werden, der mit den Ausstattern Nikolaus Webern und Janina Ammon bereits 2018 Die Fledermaus mit viel Verve auf die Bühne der Oper Chemnitz gebracht hat.

Spielort:Opernhaus - Saal
Dauer:noch nicht bekannt
Altersempfehlung:ab 14 Jahren
Premiere:08.05.2020
Matinee:Opernfrühstück 26.04.2020
Fr, 08. Mai | 19:00 Uhr
Preis: 19,00 bis 45,00 €
 

Weitere Termine

16.05.2020 Samstag 19:00 Uhr    
Opernhaus - Saal
31.05.2020 Sonntag 18:00 Uhr    
Opernhaus - Saal
07.06.2020 Sonntag 15:00 Uhr    
Opernhaus - Saal
13.06.2020 Samstag 19:00 Uhr    
Opernhaus - Saal

Inszenierungsteam des Stückes

Inszenierungsteam
Musikalische Leitung Diego Martin-Etxebarria

Inszenierung Johannes Pölzgutter

Bühne Nikolaus Webern

Kostüme Janina Ammon

Chor Stefan Bilz

Dramaturgie Susanne Holfter

Besetzung des Stückes

Besetzung
Bassa Selim
Rolf Germeroth

Konstanze
Tatiana Larina

Blonde
Marie Hänsel

Belmonte
Siyabonga Maqungo

Pedrillo
N.N.

Osmin
Magnus Piontek

Chor der Oper Chemnitz

Damen und Herren der Statisterie

Robert-Schumann-Philharmonie
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