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© Dieter Wuschanski

Die vier Himmelsrichtungen

Ein Spiel über Leben und Zufall von Roland Schimmelpfennig
STUDIOINSZENIERUNG

Vier Menschen treffen scheinbar zufällig aufeinander. Ein Mann aus dem Norden verunglückt mit seinem LKW und verliert eine ganze Ladung Modellierballons im Straßengraben. Ein zweiter, von Süden kommend, hofft mit ihnen auf eine bessere Zukunft. Beide verlieben sich in dieselbe Frau, eine Kellnerin mit Locken wie Schlangenhaaren, die der Wind aus dem Westen zu ihnen getragen hat. Mit einem Mal hat das Schicksal ihre Lebenswege untrennbar miteinander verbunden. Einer wird am Ende des Tages nicht mehr leben. Doch das weiß nur Madame Oiseau, die Wahrsagerin, die einst mit Schnee und Eis aus dem Osten kam, sich fort sehnt und doch nicht fliegen kann. Roland Schimmelpfennig zählt zu den erfolgreichsten und meistgespielten Gegenwartsautoren. Die vier Himmelsrichtungen entstand in Kooperation mit dem Deutschen Theater Berlin und wurde 2011 in der Regie des Autors bei den Salzburger Festspielen uraufgeführt. Wie in einem Puzzlespiel verschachtelt er Sehnsüchte und Ängste seiner Figuren, lässt sie in Monologen kreiselnd aufeinanderprallen und entfaltet einen poetischen Sog, der auf essentielle Themen und Fragestellungen unserer Zeit zielt – nach einem eigenen Platz in der Welt, in der alles möglich scheint, der Sehnsucht nach Liebe oder dem Kampf um das Leben und nicht zuletzt den Träumen, die so schmerzlich mit unseren Entscheidungen verbunden sind. Erneut kooperieren wir für diese Produktion mit den Studierenden des Masterstudienganges Bühnenbild_Szenischer Raum der TU Berlin. Unter Leitung des TU-Dozenten Norman Heinrich entstehen während des Sommersemesters 2018 mögliche Bühnen- und Kostümbildentwürfe, von denen dann ein Konzept ausgewählt und für die Studioinszenierung realisiert wird. In der Spielzeit 2018/2019 setzen wir die jahrzehntelange Studiotradition am Schauspiel Chemnitz fort. Vier Studierende der mit uns kooperierenden Hochschulen aus Linz und Zürich sowie der Universität in Osijek werden als Teil unseres Ensembles lernen und sich auf ihr Berufsleben vorbereiten. Neben der Studioproduktion sind sie in unseren Schauspielinszenierungen zu sehen und präsentieren eigene Arbeiten im Rahmen der NACHTSCHICHT-Reihe auf dem weg sowie zum NONSTOP FESTIVAL 2019! In Kooperation mit:
TU Berlin Mit freundlicher Unterstützung: 
Fr
21.
September
Schauspiel
20:00 Uhr
© Dieter Wuschanski

Hans mein Igel

Märchen nach den Brüdern Grimm
Spielfassung: Christian Martin

Es war einmal ein Bauer, der hatte alles außer einem Kind. Als ihm nach langen Jahren des Hoffens endlich ein Sohn geboren wurde, war dieser zur Hälfte ein Mensch und zur Hälfte ein Igel. Darüber war der Bauer so erzürnt, dass er ihn hinter den Ofen verbannte. Der Igelbub aber war nicht blöde. Nachdem er groß genug geworden war, ließ er sich vom Vater einen Dudelsack schenken und einen goldenen Hahn beschlagen. Allein machte er sich auf in den Wald, wo er von nun an auf einem Baum wohnte, jeden Tag wunderbare Musik spielte, Schweine hütete und damit sehr reich wurde. Der Wald aber war nicht irgendein Wald, nein, ab und zu kamen Könige vorbei, die sich verlaufen hatten und nach dem Weg fragten. Jedes Mal half ihnen der Igeljüngling und wünschte sich als Gegenleistung nur das erste, was den Königen bei ihrer Heimkehr begegnete. Zweimal hatte er besonders viel Glück und er wurde der Bräutigam zweier Prinzessinnen. Die erste war aber gar nicht gut zu ihm und der Igel stach sie mit seinen Stacheln. Die zweite hingegen war ihm herzlich zugetan und der Igel verwandelte sich in einen schönen jungen Mann. Das Märchen Hans mein Igel gehört zu den unbekannteren der Brüder Grimm. Berührend und hoffnungsvoll erzählt es von der langen Reise eines Ausgegrenzten zu sich selbst. Als Kind ungeliebt hinter den Ofen versteckt, bewahrt er sich unter seiner wehrhaften Stachelhaut alle Fantasie und Lebendigkeit, bis er schließlich einem Menschen begegnet, der ihn um seiner selbst willen liebt und er sich seiner Igelhaut entledigen kann.
Sa
22.
September
Figurentheater
09:30 Uhr
© Nasser Hashemi

Führung durch das Opernhaus

Ein Blick hinter die Kulissen

Einmal im Monat gibt es öffentliche Rundgänge durch das Opernhaus, bei denen neben wissenswerten Fakten zum Theateralltag sicher auch die eine oder andere Theateranekdote preisgegeben wird. Die Termine entnehmen Sie bitte den aktuellen Spielplänen. Karten für die Führungen gibt es nur mit Voranmeldung.
Sa
22.
September
Oper
10:30 Uhr
© Dieter Wuschanski

Am Anfang war Weiß

Objekttheater für die Allerkleinsten von Gundula Hoffmann
URAUFFÜHRUNG

Am Anfang war das Nichts. Das kannst du dir bestimmt schwer vorstellen. Du musst alles, was es gibt, weglassen. Du muss das Licht ausmachen und selbst nicht da sein und dann noch die Dunkelheit weglassen, denn am Anfang war nichts, also auch keine Dunkelheit. Wenn du den Anfang von allem sehen willst, musst du sehr viel weglassen. Gerlinde Tschersich und Felix Schiller begeben sich in diesem Nichts, das sich erst nach und nach mit Objekten füllt und schließlich auch mit Farbe, auf die Suche nach einer Geschichte. Beginnt die Geschichte vielleicht mit einem Klopfen? Oder beginnt die Geschichte mit einem Brief vom anderen Ende der Welt? Sie wissen es nicht aber es ist furchtbar spannend das herauszufinden! Und wie es nach dem Anfang wohl weitergehen mag? Während sie darüber so nachdenken und noch auf der Suche nach dem Anfang sind, stecken sie schon mitten in der Geschichte und auf einer abenteuerlichen Reise voller Überraschungen. Mit Am Anfang war Weiß inszeniert Gundula Hoffmann eine Geschichte über den Zauber von Anfängen. Denn Weiß ist auch das verheißungsvolle Neue, das auf alles Kommende wartet. Weiß ist ein leerer Raum, den es zu füllen gilt oder ein weißes Blatt Papier, das begierig den Farben entgegenblickt. – Assoziativ können unsere kleinen Zuschauer den Ursprung und die Welt, die sich erst nach und nach mit Farbe füllt, erkunden und mit ihrer wachsenden Umwelt verbinden. Sinnlich und poetisch werden neue Erfahrungsräume erkundet. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Nach Erst blau, dann gelb, dann grün ist diese Stückentwicklung eine Fortsetzung für unsere allerkleinsten Zuschauer. Diese Produktion wird auch mobil angeboten.
Sa
22.
September
Figurentheater
16:00 Uhr
© Nasser Hashemi

My Fair Lady

Musical nach Bernard Shaws "Pygmalion"
und dem Film von Gabriel Pascal
Buch von Alan Jay Lerner
Musik von Frederick Loewe
Deutsch von Robert Gilbert

Kein Stück im Repertoire des Opernhauses hat jemals so viele Vorstellungen erlebt wie das Musical My Fair Lady von Alan Jay Lerner und Frederick Loewe. Die Geschichte des sympathischen Blumenmädchens Eliza Doolittle, die von Professor Higgins Sprachunterricht erhält und ihm dafür eine Lektion in Sachen Lebensweisheit erteilt, erheitert und berührt immer wieder aufs Neue. Die beiden Autoren schrieben für ihren Welterfolg hinreißende Dialoge und Evergreens wie Es grünt so grün, wenn Spaniens Blüten blühen, Ich hätt‘ getanzt heut‘ Nacht und Hei, heute Morgen mach’ ich Hochzeit, die jeder sofort mitsingen kann. Eliza Doolittle, ein Blumenmädchen mit Herz und Verstand, fällt dem Sprachforscher Henry Higgins durch ihren ordinären Dialekt auf. Er schließt mit seinem Freund Oberst Pickering eine Wette ab, in der es darum geht, binnen weniger Wochen aus der, wie Higgins sagt, „Rinnsteinpflanze“ Eliza eine Grande Dame werden zu lassen. Womit Higgins allerdings nicht gerechnet hat, ist, dass neben dem „dienstlichen“ Verhältnis zu Eliza plötzlich auch die Liebe eine große Rolle spielt. Die charmante Open-Air-Inszenierung von Erik Petersen aus dem Jahr 2017 ist nun auf der Bühne des Opernhauses zu erleben. Als prominente Darsteller sind Gunther Emmerlich als Oberst Pickering, Benjamin Sommerfeld als Freddy und erneut Dorit Gäbler als Mrs. Higgins zu Gast. Unterstützt werden sie von Solisten der Oper Chemnitz wie Katharina Boschmann als Eliza Doolittle, Matthias Winter als Prof. Higgins oder Sylvia Schramm-Heilfort als Mrs. Pearce sowie vom Chemnitzer Schauspieler Marko Bullack als Alfred P. Doolittle. Die Robert-Schumann-Philharmonie musiziert unter Leitung des jungen, musicalerfahrenen Dirigenten Jakob Brenner.
Sa
22.
September
Oper
19:00 Uhr

Alte Musik und Improvisation

in der NACHTSCHICHT forum freie musik am Montag, 24.9.

Am Montag, 24. September 2018, 20.00 Uhr gibt es im Schauspielhaus-Ostflügel wieder eine NACHTSCHICHT "forum freie musik". Den Anlass zum Abend "Impro-Neefe" gibt der 270. Geburtstag von Christian Gottlob Neefe (1748 Chemnitz - 1798 Dessau). Der Komponist, Organist, Kapellmeister und Musikwissenschaftler ist besonders als Lehrer Ludwig van Beethovens bekannt.
Den Anstoß für die Idee gab ein Konzert im Rahmen der Grenzüberschreitungen 2017. Die scheinbaren Gegensätze von Barockmusik und zeitgenössischen Kompositionen schlugen eine Brücke durch die Musikgeschichte und kamen sich immer näher. Zur NACHTSCHICHT "forum freie musik" nähern sich die Musiker der alten Musik improvisatorisch an und verbinden Elemente aus dem Schaffen von Christian Gottlob Neefe mit freien Improvisationen.Es spielen:Petr Krupa / Viola, Tobias Brunn / Kontrabassund Steffan Claußner / Piano.
Der Eintritt ist frei.

Die Theater Chemnitz zeigen Gesicht

beim 13. Chemnitzer Firmenlauf

© Nasser Hashemi
Die Theater Chemnitz zeigen Gesicht und starten mit einer bunten Mannschaft beim 13. Chemnitzer Firmenlauf. 

FÜR TOLERANZ, WELTOFFENHEIT UND FREIHEIT

Guillermo García Calvo

Guillermo García Calvo,
Generalmusikdirektor der Städtischen Theater Chemnitz: 

Die schreckliche Tat und die nachfolgenden Ereignisse haben den Start in die neue Spielzeit überschattet. Ein Menschenleben wurde durch Gewalt beendet. Ich bin mit meinen Gedanken bei den Hinterbliebenen.

Als Spanier bin ich in Chemnitz wie auch in Wien und an vielen anderen Orten ein Ausländer. Vor dem Hintergrund der Ereignisse um die Messerstecherei auf dem Chemnitzer Stadtfest möchte ich daran appellieren, dass wir alle fremd sind - überall, wo wir hinkommen. So sollten wir uns anderen gegenüber so verhalten, wie wir es uns wünschen würden, in der Fremde aufgenommen zu werden.

Musiker und Künstler können nicht die Welt retten, aber wir haben ein Mittel, das hilft: die Musik. Wenn wir Musik in der Oper oder im Konzert aufführen, zeigt sie uns den Weg eines Miteinanders, denn sie verbindet, sie ist eine Sprache, die jeder von uns versteht. Und dies erhoffe ich mir für Chemnitz: eine Verbindung zu schaffen durch Musik und Kultur in der Hoffnung, Grenzen zu überwinden, Freude, Hoffnung, Liebe und Trost zu schenken.

Ich glaube an die Kraft unserer gemeinsamen Arbeit zum Wohle der Gesellschaft - für Toleranz, Weltoffenheit und Freiheit! Wir möchten mehr denn je mit unseren unterschiedlichen Lebenswegen und Herkunftsorten ein deutliches Zeichen des respektvollen Umgangs im Miteinander setzen. Unsere Arbeit soll helfen, Risse zu kitten und ein Miteinander herzustellen.

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