© Nasser Hashemi

Spielzeit 2018/2019

The Dark Trullala

Fr
21.
Juni
Figurentheater

The Dark Trullala

Alptraum einer Puppenspielerin

 
 

Langsam kreiselt das Licht eines Scheinwerfers durch die Dunkelheit und gibt den Blick auf ein Bett frei. Darin liegt eine junge Frau und schläft. Plötzlich raschelt es unter der Bettdecke und eine altbekannte Figur erscheint in fremder Gestalt: Es ist der Kasper – und der ist gefährlich! Langsam tastet er sich an die Spielerin heran und beginnt sie zu manipulieren, bis sie nach und nach die Kontrolle über sich verliert …

Generationen von Puppenspieler/innen lassen den Kasper für Kinder und Erwachsene lustig nach ihrer Pfeife tanzen. Nun setzt sich die kleine Handpuppe mit Unterstützung ihrer Kumpane zur Wehr und beginnt einen epischen und schonungslosen Kampf um die Bühnenwelt und die eigene Erzählung. – Vorhang auf für ein fantasievolles und rasend komisches Alptraum-Varieté: Der Kasper schlägt, schreit und spielt mit allen Tricks, um die Wirklichkeit aus den Angeln zu heben und die Spielerin unter seine Kontrolle zu bringen. Doch auch sie führt die Auseinandersetzung so gar nicht prinzessinnenhaft bis zum bitteren Ende. Wer gewinnt, wird sich zeigen. Der Kasper immerhin hat einen entscheidenden Vorteil – er ist nicht tot zu kriegen.

The Dark Trullala entstand 2016 als Abschlussarbeit an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. Sarah Wissner, ab der Spielzeit 2018/2019 Ensemblemitglied am Figurentheater Chemnitz, baut das morbid-schauerhafte Horrorszenario für eine Puppenspielerin und ihr Publikum in der Regie von Lutz Großmann zu einem abendfüllenden Programm aus. Handpuppen, Großfiguren und Klappmaulpuppen geben sich im rasanten Erzähltempo dieses Alptraum-Varietés die Klinke in die Hand und bereiten den Raum für allerlei skurrile und tragikomische Begegnungen.

Spielort:Schauspielhaus - Kleine Bühne
Dauer:55 min / keine Pause
Altersempfehlung:ab 15 Jahren
Premiere:27.04.2019
Fr, 21. Juni | 18:00 Uhr
Preis: 12,00 €
 

Bilder zum Stückes

Bilder
© Nasser Hashemi
Sarah Wissner © Nasser Hashemi
Sarah Wissner © Nasser Hashemi
© Nasser Hashemi
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Sarah Wissner © Nasser Hashemi
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Sarah Wissner © Nasser Hashemi
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Sarah Wissner © Nasser Hashemi
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Sarah Wissner © Nasser Hashemi
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Sarah Wissner © Nasser Hashemi

Inszenierungsteam des Stückes

Inszenierungsteam
Regie Lutz Großmann

Ausstattung Sarah Wissner

Dramaturgie Chemnitz Friederike Spindler

Besetzung des Stückes

Besetzung
Es spielt
Sarah Wissner

Pressestimmen zum Stück

Pressestimmen

Die „Freie Presse“ schreibt am 03.05.2019

‚The Dark Trullala‘, ein furioses Ein-Frau-Stück im Chemnitzer Figurentheater, wirft Klischees über den Haufen und zeigt, dass Kasper und Co. auch Erwachsene unterhalten können.
(…)
Die Puppenspielerin Ella gerät in die Fänge eines düsteren Kaspers, der die Verballhornung als Kinderspaß so über hat, dass er Mordgelüste gegenüber seiner Spielerin hegt und sie gnadenlos auslebt. (…) Faszinierend gruselig gerät die Szene, als die kleine Handpuppe versucht, der Puppenspielerin eine Schlinge um den Hals zu legen, um sie zu erhängen. Er scheitert, sie ist zu groß, also greift er zu Kegel und Bratpfanne.
Blutrünstigkeit und Komik liegen in ‚The Dark Trullala‘ nah beieinander, kräftig gewürzt mit postmodernen Anleihen. So hinterfragen die Puppenfiguren ihre ihnen zugeteilte Rollen, fordern mehr Diversität. Sie wollen beteiligt werden. Das geht der Puppenspielerin gegen den Strich. (…) Sarah Wissner spielt sämtliche Figuren selbst, zeigt handwerkliches und schauspielerisches Können. Sie nimmt damit ihre eigene Kunst gehörig aufs Korn und setzt auf tatkräftige Emanzipation. Wissner konzipierte das Stück schon im Studium, sorgte mit Voraufführungen der Rohform für einiges Aufsehen in der Figurentheaterszene und erhielt Preisnominierungen. In Chemnitz erhielt das Stück in Zusammenarbeit mit Lutz Großmann und Jonas Arndt den letzten Schliff. Entstanden ist ein 55-minütiger Albtraum, eine Abrechnung, aber gleichzeitig auch eine Liebeserklärung ans Puppentheater. (…) Gänsehaut - und großes Kino auf kleiner Bühne. Fans von bitterbösem Humor, symbolisch aufgeladenen Metaebenen und anarchischem Genremix kommen (…) ganz auf ihre Kosten.

Sarah Hofmann
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