Spielzeit 2017/2018

Frankenstein

Fr
15.
Dezember
Figurentheater

Frankenstein

oder Der moderne Mensch
Frei nach dem Roman von Mary Shelley
URAUFFÜHRUNG

 
 

 

Der junge Student Frank ist seit seiner Jugend mit der virtuellen Welt verbunden. Ausgerüstet mit seinem Smartphone lebt er online zwischen Algorithmen und zahlreichen Profilen auf Facebook, Instagram und Live-Video-Schaltungen, kommuniziert ausschließlich digital und verbringt beinahe jede freie Minute allein in seiner Welt. Mit den Möglichkeiten der Manipulation und Selbstinszenierung experimentierend, schraubt er an einem neuen, virtuellen Ego. Und Schritt für Schritt werden die digitalen Abbilder plastischer und stärker. Leblose Einzelteile werden neu zusammengesetzt und beginnen zu pulsieren. Doch dann möchte sein neues Ich die echten Menschen kennen lernen…

Der in Briefform konzipierte Roman Frankenstein oder Der moderne Prometheus von Mary Shelley (1797-1851) wurde 1818 erstmals anonym veröffentlicht und zählt heute zu den wichtigsten Werken der britischen Literaturgeschichte. Shelleys Roman dient Nis Søgaard und Jana Barthel als konzeptioneller Leitfaden für die Auseinandersetzung mit unserer medialen Gegenwart und der eigenen Identität zwischen analogen und digitalen Welten. Die Möglichkeiten der optimierten Selbstdarstellung lassen virtuelle Persönlichkeiten entstehen, die lebendiger, schöner und belastbarer zu sein scheinen als die echten Menschen dahinter. Auch Frank legt mit seiner Kreatur ein ideales Spiegelbild seiner selbst frei. Er wird zum Schöpfer eines virtuellen Egos, das sich nun verselbstständigt. Und plötzlich weiß er nicht mehr, wohin mit der fremdgewordenen Persönlichkeit. Während diese ihr Unwesen treibt, beginnt eine schizophrene Jagd um das eigene Ich und nicht zuletzt ein Kampf um die eigene Perspektive auf eine universelle Erzählung. Frank ist nur ein Exempel vieler exemplarischer Beispiele für eine Begegnung mit den Instrumenten der medialen Gegenwart, denn jeder von uns kann ein potentieller Frank sein: wissbegierig und auf der Suche nach Liebe und Anerkennung. Doch die Entscheidung, wieviel man dabei opfern will oder kann, muss jeder für sich verhandeln.

 

 

Spielort:Schauspielhaus - Kleine Bühne
Spielzeit:1 h 20 min / keine Pause
Altersempfehlung:ab 15 Jahren
Premiere:16.09.2017
Einführung:30 Minuten vor Beginn jeder Vorstellung
Fr, 15. Dezember | 20:00 Uhr
Preis: 12,00 €
 

Weitere Termine

20.01.2018Samstag20:00 Uhr   Schauspielhaus - Kleine Bühne  
16.02.2018Freitag20:00 Uhr   Schauspielhaus - Kleine Bühne  

Inszenierungsteam des Stückes

Inszenierungsteam
Regie und Bühnenfassung Nis Søgaard

Ausstattung Jana Barthel

Dramaturgie Friederike Spindler

Besetzungsliste des Stückes

Besetzungsliste

Pressestimmen zum Stück

Pressestimmen

Die "Freie Presse" schreibt am 19.09.2017

(...) Ausstatterin Jana Barthel genießt sichtlich das Spiel mit einfachen, aber wirkungsvollen Versatzstücken.
(...) 
Es gibt witzige Szenen, Situationskomik, schlagfertige Passagen (...)."

Matthias Zwarg
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