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Emily Grieshaber © Nasser Hashemi
Emily Grieshaber © Nasser Hashemi
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Damen des Ballettensembles © Nasser Hashemi
Damen des Ballettensembles © Nasser Hashemi
v.r.: Valeria Gambino, Isabel Druenne, Emily Grieshaber © Nasser Hashemi
v.r.: Valeria Gambino, Isabel Druenne, Emily Grieshaber © Nasser Hashemi
Isabel Druenne © Nasser Hashemi
Isabel Druenne © Nasser Hashemi
v.l.: Isabel Druenne, Emily Grieshaber, Ayda Frances Guneri © Nasser Hashemi
v.l.: Isabel Druenne, Emily Grieshaber, Ayda Frances Guneri © Nasser Hashemi
v.r.: Ayda Frances Guneri, Elena Zanato, hinten v.l.: Valeria Gambino, Emily Grieshaber © Nasser Hashemi
v.r.: Ayda Frances Guneri, Elena Zanato, hinten v.l.: Valeria Gambino, Emily Grieshaber © Nasser Hashemi
Isabel Druenne © Nasser Hashemi
Isabel Druenne © Nasser Hashemi
Damen des Ballettensembles © Nasser Hashemi
Damen des Ballettensembles © Nasser Hashemi
links: Ayda Frances Guneri; Mitte: Isabel Druenne, Elena Zanato; rechts: Valeria Gambino, Emily Grieshaber © Nasser Hashemi
links: Ayda Frances Guneri; Mitte: Isabel Druenne, Elena Zanato; rechts: Valeria Gambino, Emily Grieshaber © Nasser Hashemi
v.l.: Isabel Druenne, Valeria Gambino, Ayda Frances Guneri © Nasser Hashemi
v.l.: Isabel Druenne, Valeria Gambino, Ayda Frances Guneri © Nasser Hashemi
Valeria Gambino © Nasser Hashemi
Valeria Gambino © Nasser Hashemi
Damen des Ballettensembles © Nasser Hashemi
Damen des Ballettensembles © Nasser Hashemi
Damen des Ballettensembles © Nasser Hashemi
Damen des Ballettensembles © Nasser Hashemi
 

MILI[TANZ!]

Tanzstück von Samuel Mathieu
URAUFFÜHRUNG

Sechs Frauen bewegen sich im wechselnden Rhythmus. Auf einer Skala von sehr langsamen Schritten bis zum schnellen Rennen. Sie entwickeln dabei emotional intensive Körperwelten, die ein breites Spektrum an Assoziationen freigeben. Im Vordergrund steht ein Tanz, in dem intime und soziale Gesten aufeinandertreffen, um Momente eines utopischen Zusammenseins zu bewirken; eine Art Aufstand, den die Frauen initiieren. Diese bewegte Körperlandschaft bringt folgende Fragen auf: Was geschieht, wenn sich Menschen zusammentun und sich daraus eine Gemeinschaft entwickelt? Wie lässt sich diese neue Ordnung formulieren, eine Ordnung, in der es mehr Gleichheit und Solidarität geben könnte? Könnte man sich vorstellen, dass gerade Frauen in dieser Umwälzung eine führende Rolle erlangen?

Auf der Grundlage solcher Überlegungen lässt Samuel Mathieu einen weiblichen Refrain entstehen, der eine zeitgenössische Welt in voller Veränderung nährt und hinterfragt, beansprucht und verursacht. Anhand kontinuierlicher Bewegung, die gleichzeitig Verzögerung und Wiederherstellung von Figuren ist, offenbart sich die Suche nach kollektiven Gesten, welche den Eindruck eines uniformen Körpers provozieren. Wir sind mehrere, dennoch fühlen wir uns als ein Körper, so lässt sich die choreografische Spirale in Worten fassen und als wiederholte tänzerische Phrase versinnlichen. Dennoch, der Gleichschritt und Einklang sind fragil und alles zerbricht mit der Hinwendung zur eigenen, durch individuelle Codes geformte Körpersprache.

Eine ähnliche Auseinandersetzung mit fluiden Geschlechtsidentitäten bestimmte auch Mathieus Soloarbeit „Frau Troffea“ (2019). Während hier der Fokus ein männlicher Körper war, entwickelt „Mili[tanz]“ das Bild eines femininen Ensembles, welches ebenso fluid ist und konservative Darstellungen von Mann und Frau unterwandert. Mathieus choreografisches Modell von geschlechtlicher Differenz eröffnet somit eine Aussicht auf Möglichkeiten der Tanzdarstellung, die über gängige Konzeptionen von Geschlecht hinausgehen. Die Strategien der Verschiebungen brechen grundsätzlich mit dem Konstrukt der binären Auffassung von Mann/Frau und entfalten Räume für nicht-konforme Verhaltungsweisen. Indem jede der Formen – Geschlecht, Zeit, Raum, Bewegung – als festgefügter Typus verweigert und vielmehr in ihrer Prozesshaftigkeit betont werden, veranschaulicht der Tanz flüchtige Identitätskonzepte. Wie in einem Forschungslabor examiniert Samuel Mathieu die Potentialität einer affektiven Bewegungssprache, die zu einer geschärften und veränderten Wahrnehmung von Tanz führen. Auf diese Weise entfaltet die Choreografie einen experimentellen Raum für die Stichprobe einer anders- und neuartigen Körperwerdung.

Choreografie, Inszenierung und Ausstattung Samuel Mathieu
Dramaturgie Andrej Mirčev
Musikalische Assistenz Pawel Kuznetsov
Dauer:50 min
Spielpause:keine Pause
Altersempfehlung:ab 14 Jahren
Premiere:15.02.2020
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