© Nasser Hashemi

Dirigenten

Jakob
Brenner

Jakob Brenner

Kapellmeister

Jakob Brenner wurde 1985 in Regensburg geboren und erhielt seinen ersten Violinunterricht im Alter von fünf Jahren. Er studierte an der Hochschule für Musik und Theater München und schloss 2010 mit Auszeichnung ab. Schon während des Studiums war er Leiter verschiedener Jazzensembles und der a-cappella Gruppe voxenstopp. Darüber hinaus leitete er von 2007 bis 2012 das Junge AGV Orchester (Akademischer Gesangverein München), mit dem er neben sinfonischen Programmen auch mehrere Operetten, wie z. B. Das Feuerwerk oder Die Fledermaus herausbrachte. Seine musikalische Bandbreite hat er in zahlreichen Kursen erweitert, u. a. bei Michael Procter (Alte Musik, Venedig), Gunnar Eriksson (Chorimprovisation) und Konstantin Wecker (Songwriting).
Von 2013 bis 2016 war er Musikalischer Leiter am Theater der Altmark in Stendal. Hier leitete er Die Drei von der Tankstelle, Maske in Blau und Im weißen Rössl in Koproduktion mit den Brandenburger Symphonikern. Darüber hinaus war er in diversen Liederabenden zu erleben und komponierte und produzierte zahlreiche Schauspielmusiken bis hin zu ganzen Musicals wie dem Open-Air-Spektakel Ritter Roland, welches 2014 den Kulturpreis der Hansestadt Stendal gewann. Jakob Brenner ist ein gefragter Arrangeur, so arbeitete er u. a. bereits für die Sächsische Staatskapelle Dresden, das ZDF, das Münchner Rundfunkorchester, das WDR Funkhausorchester sowie für diverse Theater und Opernhäuser wie die Oper Kiel, das Theater Rudolstadt und die Oper Chemnitz. Seit 2016 ist er als Repetitor mit Dirigierverpflichtung/Piano Conductor an der Oper Chemnitz engagiert, mit Beginn der Spielzeit 2018/2019 als Kapellmeister. Hier leitete er bereits u. a. Flashdance, Chess, Das scharlachrote Siegel, Hochzeit mit Hindernissen, Emil und die Detektive, Hänsel und Gretel sowie die Ballettabende Ein Sommernachtstraum und Die Schneekönigin. 2017 war er Stipendiat des Richard-Wagner-Verbandes.

 

Ilya
Ram

Ilya Ram

Ilya Ram ist Dirigent des Orchester‘91 in Hamburg und der neue Musikalische Leiter des Leipziger Universitätsorchesters und des Orchester Benjamin Franklin (OBF) Berlin. Er ist Preisträger des 8. Dirigierwettbewerbs der mitteldeutschen Musikhochschulen und Stipendiat zahlreicher Stiftungen und Förderungen. Er erhielt mehrmals das Sharett Stipendium der America-Israel Cultural Foundation, das DAAD Stipendium für herausragende Musiker und war zweifacher Stipendiat des Dartington International Festival. Er war Assistent beim Dresdner Jugendsinfonieorchester und mehrmals Assistent von Maestro Guillermo Garciía Calvo bei der Robert-Schumann Philharmonie.
Ilya Ram dirigierte u. a. das MDR-Sinfonieorchester, das Gstaad Festival Orchestra, das Dartington Festival Orchestra, die Südwestdeutsche Philharmonie Konstanz, die Brandenburger Symphoniker, das Orchester der Ungarischen Staatsoper, das Győr Philharmonic Orchestra, die Elbland Philharmonie Sachsen, die Nordböhmische Philharmonie Teplice, das MÁV Symphony Orchestra, das Rousse Philharmonic Orchestra und das Meitar Ensemble für zeitgenössische Musik.
Als einer der ersten Dirigenten wurde Ilya Ram zum Dirigiermeisterkurs der Bayreuther Festspiele eingeladen (2017). Dort assistierte und dirigierte er in Proben für Tannhäuser für Kinder und erhielt Unterricht von Christian Thielemann, Marek Janowski sowie Hartmut Haenchen. Neben seinem Studium erhielt er Unterricht bei zahlreichen internationalen Festivals und Akademien unter der Leitung von einigen der größten europäischen Dirigierpädagogen wie Graeme Jenkins, Tim Redmond, Neeme Järvi, Pierre-André Valade, Johannes Schlaefli und Nicolás Pasquet.
Nach seinem Abitur arbeitete Ilya Ram für ein Jahr als ehrenamtlicher Pädagoge in ärmeren Städten Israels. Sein Studium schloss er an der Buchmann-Mehta School of Music mit Auszeichnungen in Dirigieren und Musikologie ab. Momentan befindet er sich im letzten Semester des Masterdirigierstudiums an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden bei Ekkehard Klemm und ist Teilnehmer des APT Programms an der Universität der Künste Berlin bei Steven Sloane und Harry Curtis.
In der Saison 2019/2020 debütiert Ilya Ram im Gewandhaus Leipzig und als Gastdirigent bei den Theatern Chemnitz, wo er Vorstellungen von Schwanensee und Weiße Rose sowie ein Sinfoniekonzert mit der Robert-Schumann Philharmonie dirigieren wird.
Foto: Das Foto Loft Dresden

 

Produktionen

Dan
Raţiu

Dan Raţiu

Dan Raţiu wurde in Bukarest (Rumänien) geboren und studierte Orchesterleitung, Komposition und Klavier an der Hochschule für Musik in seiner Heimatstadt. Er war als Pianist und Dirigent in Rumänien, Tschechien, Frankreich und Italien tätig und ist Preisträger zahlreicher nationaler und internationaler Wettbewerbe. Sein erstes Festengagement führte Dan Raţiu von 1991 bis 1995 als Dirigent an die Opera Brașov (Rumänien), von dort aus wechselte er zunächst als Solorepetitor, dann als Kapellmeister und Chordirektor an das Opernhaus Graz. Dort studierte er mit dem Chor Werke wie Moses und Aron, Cavalleria rusticana, I Pagliacci, Macbeth, Rigoletto, Carmen, Turandot und Götterdämmerung ein. Als Kapellmeister dirigierte er Werke u. a. von Rossini, Donizetti, Verdi, Puccini, Mozart und Bizet. Parallel lehrte er an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz Partiturspiel und Korrepetition und absolvierte in der gleichen Universität ein Promotionsstudium in Musikwissenschaft. Zwischen 2006 und 2017 war Dan Raţiu Chordirektor mit Dirigierverpflichtung an der Staatsoper Hannover, wo er u. a. die Oper L’italiana in Algeri, La Cenerentola, das Singspiel Im weißen Rössl und Werke wie Carmina Burana, Musikalische Exequien (Heinrich Schütz) und Quattro pezzi sacri (Giuseppe Verdi) dirigierte und ein sehr vielfältiges Repertoire mit den Chören des Hauses einstudierte. Dazu zählten klassische Werke der Opernliteratur wie Othello, Tannhäuser, Die Meistersinger von Nürnberg, Les contes d‘Hoffmann, Carmen, Fidelio, Der Freischütz, Don Carlos, Idomeneo, Eugen Onegin, Rusalka, Barockwerke von Monteverdi, Rameau, Schütz und zahlreiche Stücke des 20. und 21. Jahrhunderts wie Jenufa, Lady Macbeth von Mzensk, Les Noces, Peter Grimes, A Midsummer Night’s Dream, Die Bassariden, Intoleranza, Die Teufel vom Loudun, Caligula, Der Junge Lord und Lot. Seit März 2018 ist Dan Raţiu als Studienleiter an der Oper Chemnitz engagiert.

Santiago
Serrate

Santiago Serrate

Santiago Serrate wurde 1975 in Sabadell (Spanien) geboren. Er studierte Klavier, Kontrabass und Komposition in Barcelona und Madrid und setzte sein Studium an der Musikhochschule Reina Sofía bei Ludwig Streicher fort. Des Weiteren studierte er Orchesterleitung bei Antoni Ros-Marbá und besuchte Meisterkurse bei Arturo Tamayo, Salvador Mas Conde, George Hurst und Otto-Werner Mueller. Sein Debüt als Dirigent gab er mit sechzehn Jahren mit dem Knabenchor San Agustín, dem er angehörte und bei dem er als Klavierbegleiter tätig war. 1994 gewann er den ersten Preis im Kontrabass beim Wettbewerb Germans Claret. Als Kontrabassist war er Mitglied des Spanischen Nationalen Jugendorchesters (Joven Orquesta Nacional de España), des RIAS Jugendorchester Berlin und des RTVE Symphonieorchesters in Madrid. 2001 bis 2003 war er Assistenzdirigent beim kommunalen Jugendorchester in Madrid. Neben den großen Orchestern in Spanien dirigierte er auch in Italien, Portugal, Griechenland, Mexiko und China. Sein Engagement für die Neue Musik beweist er durch 45 Uraufführungen sowie zahlreiche Konzerte und Aufnahmen mit dem Modus Novus Ensemble und dem Sax-Ensemble Madrid. Sein Musiktheaterrepertoire umfasst mehr als 70 Opern. Erfolge feierte er mit der Premiere von L‘Ape Musicale im Gran Teatre del Liceu in Barcelona, mit La Voix Humaine im Auditorium von Galicien, mit Aufführungen im Madrider Theater de la Zarzuela, mit Turandot am Teatre Principal de Palma, mit L‘italiana in Algeri, mit La serva padrona, mit Il segreto di Susanna, mit Carmen, mit Cavalleria rusticana, mit Pagliacci und mit L‘elisir d’amore. Besonders hervorzuheben sind auch La malquerida am Palau de les Arts Reina Sofía in Valencia, Lo Speziale von Haydn am Teatro de la Maestranza in Sevilla, The Telephone, Der Schauspieldirektor, La Fille du Régiment und die spanischen Premieren von Il Prigioniero und Sarka. Santiago Serrate war musikalischer Leiter bei der Oper Cristoforo Colombo von Ramón Carnicer, die rekonstruiert wurde. Tomás Marcos Kammeroper Tenorio hat er beim El Escorial Festival uraufgeführt und kürzlich die Uraufführung von Jorge Muñiz Oper Fuenteovejuna in Oviedo dirigiert. Derzeit ist er Mäzen der Reina Sofía Musikhochschule, Assistenzprofessor im Internationalen Dirigierkurs von Antoni Ros Marbà in Barcelona sowie Mäzen und Musikdirektor der Stiftung Sax Ensemble.
Foto: Guillermo Mendo

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