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© Nasser Hashemi

Spielzeit 2020/2021

Love Me Or Leave Me

Love Me Or Leave Me

Bach meets the great Ladies of Jazz | Ballettabend von Sabrina Sadowska

Opernhaus - Saal
 
 

Die Straßen sind leer und verlassen, ein paar einzelne Menschen eilen schnell nach Hause. Sie halten Abstand zueinander, meiden den Kontakt. Nur die Vögel sind während der Pandemie frei, sie fliegen, wohin sie wollen und künden mit ihrem Gesang von Frühling und Leben. Sanfte Klavierklänge ertönen in der Ferne, wärmen das Herz, erwecken Sehnsucht, Hoffnung, Freude und Poesie. Es sind Johann Sebastian Bachs Goldberg-Variationen. Die Legende besagt, sie sollen für einen befreundeten Grafen am Dresdner Hof komponiert worden sein, auf dass dessen Cembalist Johann Gottlieb Goldberg dem Grafen die schlaflosen Nächte etwas aufheitern könne. Bach komponierte mit diesen Stücken einen Höhepunkt barocker Variationskunst und eine Hommage an den großen Komponisten und Cembalisten Domenico Scarlatti. Es handelt sich um eine Aria und dreißig Variationen, welche Bach an bekannte Formen wie Polonaise, Passepied, Gigue, Menuett, Sarabande, Fuge sowie Lamento und Toccata anlehnte. Ballettdirektorin Sabrina Sadowska ließ sich während des Lockdowns von jenen Stücken zu poetischen Tänzen und kleinen Geschichten von Sehnsucht, Zweisamkeit, Leben und Freude inspirieren.

Bachsche Melodien, die in Jazz-Rhythmen münden – der zweite Teil ist eine Hommage an die großen afro-amerikanischen Sängerinnen des Jazz. Leidenschaftliche und majestätische Stimmen erzählen von einem Leben voller Entbehrungen und dem Schattendasein menschlicher Existenzen genauso wie von den Freuden körperlicher Liebe. Diese Songs gehen unter die Haut. Viele der Ikonen wie Bettie Smith, Billie Holiday und Ella Fitzgerald fanden in den 20er und 30er Jahren des letzten Jahrhunderts ihren Platz in der Jazzszene und konnten sich als Frauen durchsetzen. Das Leben der Künstlerinnen war geprägt vom Kampf um Gleichberechtigung. Sängerinnen wie Nina Simone und Aretha Franklin setzten sich verstärkt mit ihren Liedern für die Civil-Rights-Bewegung ein. Legendär ist das Konzert 1964 in der Carnegie Hall, wo Nina Simone vor einem vollständig „weißen“ Publikum Mississippi Goddam sang, einen Song über die extremen Ungerechtigkeiten gegenüber den Afro-Amerikanern in Mississippi, Alabama und Tennessee. Billie Holiday wiederum sang ihr Lied Strange Fruit in jedem Konzert als Protest gegen den herrschenden Rassismus. Love Me Or Leave Me – Dance meets Jazz!

Spielort:Opernhaus - Saal
Dauer:1 h 30 min
Spielpause:keine Pause
Altersempfehlung:ab 12 Jahren
Premiere:09.10.2020

Bilder zum Stückes

Bilder
v.l.: Soo-Mi Oh, Alejandro Guindo Martín, Milan Maláč, Nela Mrázová; Pavel Kuznetsov (Klavier)
v.l.: Soo-Mi Oh, Alejandro Guindo Martín, Milan Maláč, Nela Mrázová; Pavel Kuznetsov (Klavier) © Nasser Hashemi
v.l.: Soo-Mi Oh, Alejandro Guindo Martín, Milan Maláč, Nela Mrázová; Pavel Kuznetsov (Klavier)
Benjamin Kirkman; Pavel Kuznetsov (Klavier) © Nasser Hashemi
Benjamin Kirkman; Pavel Kuznetsov (Klavier) © Nasser Hashemi
Soo-Mi Oh, Alejandro Guindo Martín; Pavel Kuznetsov (Klavier) © Nasser Hashemi
Soo-Mi Oh, Alejandro Guindo Martín; Pavel Kuznetsov (Klavier) © Nasser Hashemi
vorn: Isabel Dohmhardt, Jean-Blaise Druenne; Herren des Ballettensembles © Nasser Hashemi
vorn: Isabel Dohmhardt, Jean-Blaise Druenne; Herren des Ballettensembles © Nasser Hashemi
v.l.: Soo-Mi Oh, Milan Maláč, Nela Mrázová © Nasser Hashemi
v.l.: Soo-Mi Oh, Milan Maláč, Nela Mrázová © Nasser Hashemi
Damen und Herren des Ballettensembles © Nasser Hashemi
Damen und Herren des Ballettensembles © Nasser Hashemi
Damen und Herren des Ballettensembles © Nasser Hashemi
Damen und Herren des Ballettensembles © Nasser Hashemi
Damen und Herren des Ballettensembles © Nasser Hashemi
Damen und Herren des Ballettensembles © Nasser Hashemi
Emilijus Miliauskas, Anna-Maria Maas, Jean-Blaise Druenne, Pavel Kuznetsov (Klavier) © Nasser Hashemi
© Nasser Hashemi
Emilijus Miliauskas, Anna-Maria Maas, Jean-Blaise Druenne, Pavel Kuznetsov (Klavier) © Nasser Hashemi
v.l.n.r. Raul Arcangelo, Benjamin Kirkman, Emilijus Miliauskas © Nasser Hashemi
© Nasser Hashemi
v.l.n.r. Raul Arcangelo, Benjamin Kirkman, Emilijus Miliauskas © Nasser Hashemi
Nela Mrázová, Milan Maláč, Pavel Kuznetsov (Klavier) © Nasser Hashemi
© Nasser Hashemi
Nela Mrázová, Milan Maláč, Pavel Kuznetsov (Klavier) © Nasser Hashemi
v.l.n.r. Sascha Paar, Savanna Haberland, Alejandro Guindo Martín, Pavel Kuznetsov (Klavier) © Nasser Hashemi
© Nasser Hashemi
v.l.n.r. Sascha Paar, Savanna Haberland, Alejandro Guindo Martín, Pavel Kuznetsov (Klavier) © Nasser Hashemi
Anna-Maria Maas, Emilijus Miliauskas © Nasser Hashemi
© Nasser Hashemi
Anna-Maria Maas, Emilijus Miliauskas © Nasser Hashemi
Herren des Ballettensembles © Nasser Hashemi
© Nasser Hashemi
Herren des Ballettensembles © Nasser Hashemi
Isabel Dohmhardt, Jean-Blaise Druenne © Nasser Hashemi
Isabel Dohmhardt, Jean-Blaise Druenne © Nasser Hashemi
Roberto Calabrese, Pavel Kuznetsov (Klavier) © Nasser Hashemi
Roberto Calabrese, Pavel Kuznetsov (Klavier) © Nasser Hashemi
v.l.n.r. Rayanne Guimarães Ribero, Ayda Frances Guneri, Savanna Haberland, Sascha Paar © Nasser Hashemi
v.l.n.r. Rayanne Guimarães Ribero, Ayda Frances Guneri, Savanna Haberland, Sascha Paar © Nasser Hashemi
v.l.n.r. Savanna Haberland, Alejandro Guindo Martín, Soo-Mi Oh © Nasser Hashemi
v.l.n.r. Savanna Haberland, Alejandro Guindo Martín, Soo-Mi Oh © Nasser Hashemi
Alejandro Guindo Martín © Nasser Hashemi
Alejandro Guindo Martín © Nasser Hashemi

Inszenierungsteam des Stückes

Inszenierungsteam
Choreografie und Inszenierung Sabrina Sadowska

Kostüme Hans Winkler

Dramaturgie Dr. Thorsten Teubl

Pianist Pavel Kuznetsov

Pressestimmen zum Stück

Pressestimmen

Die "Freie Presse" schreibt am 12.10.2020

Künstler lassen sich vom Leben anregen. (…) Und so kommt nun auch Corona in die künstlerische Mangel. Sadowska nähert sich diesem in der Gesellschaft so laut diskutierten Thema sehr, sehr leise. (…) Eleganz und Anmut Dominieren. Und Können, auch wenn sich bei manchen Tänzern angesichts dieser kräftezehrenden Ballettelemente mitunter ein leichtes Zittern in den Beinen zeigt, sich Konzentration auf manchen Gesichtern niederschlägt. Auch der Mann am Klavier, Pavel Kuznetsov, dürfte sein schönes Spiel dieser perlenden, scheinbar nicht enden wollenden Variationen (…) in seinen (Finger-)Knochen spüren. (…) Wir können jetzt nicht auf den Putz hauen, aber das Leben sachte und liebevoll umarmen – diese Gedanken spiegelt das Tanzstück auf durchaus berührende Weise. Doch dann folgt der zweite Teil. (…)  Dieser (…) ist eine Hommage an afro-amerikanische Sängerinnen des Jazz und erzählt vom Kampf gegen Rassismus und für Gleichberechtigung. Super Idee, es ist nur an diesem Abend ein etwas seltsam abrupter Haken, der von Corona zu Rassismus geschlagen wird, aber am Ende hängt ja alles miteinander zusammen. (…) Darunter mit einer fabelhaften Massenchoreographie, in der das Ballettensemble gemeinsam (nah) tanzt und Energie auf die Bretter bringt. (…) So oder so: Dieser Ballettabend ist zwar choreographisch keine Innovation, keine neue Herangehensweise. Aber er ist schlicht gesagt schön in dieser Zeit. Eine Feier des Lebens. Die einen Teil des Publikums vor Begeisterung klatschend aus den Sitzen riss und auch viele Zuschauer laut und lange applaudieren ließ.

Katharina Leuoth

"MDR Kultur" sagte am 11.10.2020

Wer sie (Sabrina Sadowska ,die Chemnitzer Ballettdirektorin) mal kennengelernt hat, weiß dass das eine Frau ist, die sich nicht mit Gegebenheiten abfindet, bloß, weil die nunmal so sind. (…) Da hakt sie nach und vor allem: Da denkt sie nach. (…)

Was man im ersten Teil sieht, möchte ich mal als pittoreskes, fast spieldosenschönes klassisches Tanzen bezeichnen. (…)

Im zweiten Teil (…) auf jeden Fall nicht nur ein musikalischer, sondern auch tänzerischer Szenen-, Rhythmus- und Bewegungswechsel, der ganz fließend geschieht. (…) Irgendwann ist dann auch Martin Luther King auf dem Screen zu sehen. Die Tänzer kommen fast prozessionshaft nach vorne, eine weiße Blume in der Hand, und legen sie ab vor kleinen Porträts am Boden: keine Opfer rassistischer Gewalttaten sind das, sondern Bilder der Great Ladies of Jazz und von Martin Luther King. Also da wird’s überdeutlich: der Bezug zu den bekannten Black-lives-matter-Protesten. Will sagen: Eine Botschaft gibt’s am Ende auch noch mit auf den Weg – der noch vor uns Allen liegt.

Wolfgang Schilling
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