Spielzeit 2017/2018

Romeo und Julia

So
13.
Mai
Ballett

Romeo und Julia

Ballett von Luciano Cannito nach William Shakespeare
Musik von Sergej Prokofjew

 
 

Kaum eine Geschichte berührte über die Jahrhunderte hinweg so sehr wie die von Romeo und Julia. Unauslöschlich ist ihr Kampf um die Erfüllung ihrer Sehnsüchte in das kulturelle Gedächtnis eingegangen und bewegt noch immer Menschen jeder Generation.

Romeo Montague und Julia Capulet, Nachkommen zweier verfeindeter Familien, verlieben sich Hals über Kopf ineinander und besiegeln ihre Liebe mit einer heimlichen Hochzeit. Doch nicht nur die geplante Vermählung der jungen Braut mit einem Grafen bedroht ihre Liebe. In einem Kampf kommt Romeos Freund Mercutio ums Lebens – eine Tat, die Romeo blind vor Wut ebenso blutig vergilt. Nur eine Flucht könnte die beiden aus den schicksalhaften Verwicklungen führen. Doch die Geschichte nimmt ihren unbarmherzigen Lauf.

William Shakespeares Tragödie inspirierte unzählige Künstler zu eigenen Werken und Adaptionen – so auch Sergej Prokofjew. Der russische Komponist schuf eine packende Ballettmusik, die einen wichtigen Höhepunkt in seinem Schaffen darstellt. 1938 in Brünn uraufgeführt, wurde die Komposition zu einem der größten Klassiker der Ballettmusik.

Der renommierte italienische Choreograf und Regisseur Luciano Cannito bringt seine legendäre Fassung des Shakespeareschen Klassikers, welche bereits im Teatro Massimo in Palermo das Publikum mitgerissen hat, auf die Bühne der Oper Chemnitz. Er zeigt dabei ein Ballett, das durch seine Zeitlosigkeit aktueller ist denn je: Die vorurteilsbeladene Begegnung mit dem Anderen prägt unsere Gegenwart und droht Gemeinschaftlichkeit zu zerbrechen. Cannito war Ballettdirektor am Teatro Massimo in Palermo, dem größten Theater Italiens und dem drittgrößten Europas, und leitete Kompanien in Neapel, Bari und Rom. Er hat bereits über 60 Ballette choreografiert und inszeniert, die an renommierten Bühnen und auf einer Vielzahl von Festivals in Europa, Asien und in den USA zu sehen waren.

Spielort:Opernhaus - Saal
Dauer:2 h 45 min / 1 Pause
Altersempfehlung:ab 12 Jahren
Premiere:14.04.2018
Workshop:21.04.2018, 16.30 Uhr - Anmeldung erforderlich: info@theater-chemnitz.de
Einführung:30 Minuten vor Beginn jeder Vorstellung
So, 13. Mai | 18:00 Uhr
Preis: 14,00 bis 38,00 €
 

Weitere Termine

01.06.2018Freitag19:00 Uhr   Opernhaus - Saal  
03.06.2018Sonntag15:00 Uhr   Opernhaus - Saal  
17.06.2018Sonntag15:00 Uhr   Opernhaus - Saal  
07.12.2018Freitag19:00 Uhr   Opernhaus - Saal  
28.12.2018Freitag19:00 Uhr   Opernhaus - Saal  
16.03.2019Samstag19:00 Uhr   Opernhaus - Saal  
31.05.2019Freitag19:00 Uhr   Opernhaus - Saal  

Videomedien zum Stück

Video

Inszenierungsteam des Stückes

Inszenierungsteam
Musikalische Leitung Felix Bender

Choreografie und Inszenierung Luciano Cannito

Bühne Italo Grassi

Kostüme Silvia Aymonino

Video Maurizio Gaibisso

Dramaturgische Betreuung Christiane Dost

Besetzung des Stückes

Besetzung
Graf Capulet
Benjamin Kirkman
Milan Maláč
Fernando Moraga

Gräfin Capulet
Sabrina Sadowska
Tina Vasilaki

Julia
Natalia Krekou
Nela Mrázová
Sandra Ehrensperger

Julias Amme
Nela Mrázová
Natalia Krekou
Soo-Mi Oh

Tybalt
Milan Maláč
Benjamin Kirkman

Romeo
Jean-Blaise Druenne
Emilijus Miliauskas
Yester Mulens Garcia

Mercutio
Raul Arcangelo
Yester Mulens Garcia

Benvolio
Ivan Cheranev
Raul Arcangelo

Balthasar
David Neubert
Tobias Morgenstern

Rosalinde
Savanna Haberland
Emily Grieshaber

Escalus
Fernando Moraga

Graf Paris
Emilijus Miliauskas
Jean-Blaise Druenne
Sascha Paar

Dr. Lorenzo
Yester Mulens Garcia
Alejandro Guindo Martín

Bürger von Verona, Ballgäste
Ensemble

Straßenkinder, Marktbesucher
Opernballettschule

Händler von Verona, Wachen, Diener Capulets
Statisterie

Robert-Schumann-Philharmonie

Pressestimmen zum Stück

Pressestimmen

„Blick“ schreibt am 21.04.2018

Eine überwältigende Bilderflut, bezaubernde intime Momente und Tanztheater auf höchstem Niveau – all das bietet die Neuinszenierung von Sergej Prokofjews Ballett ‚Romeo und Julia‘ (…). Der italienische Choreograf Luciano Cannito schuf eine gelungene Mischung aus klassischem Ballett und wohldosiertem Einsatz moderner Elemente wie Videoprojektionen oder einem Breakdance-Duell, die bei der ersten Aufführung für große Begeisterung sorgte. Vor allem das tragische Liebespaar Romeo und Julia, dargestellt durch Natalia Krekou und Jean-Blaise Druenne, erhielt anhaltenden Applaus (…).

vtz

Die „Freie Presse“ schreibt am 16.04.2018

(…) Die Tradition kommt bei der Inszenierung des Balletts ‚Romeo und Julia‘, das (…) im Chemnitzer Opernhaus Premiere hatte, nicht zu kurz. Aber: Choreograf Luciano Cannito löst es aus der historischen Zeit heraus, steckt es in einen neutralen Rahmen, um damit Fragen der heutigen Zeit zu behandeln. Das funktioniert gut. Vor allem aber brilliert Hauptdarstellerin Natalia Krekou als überzeugende, berührende Julia.
(…) Julias Familie, die Capulets, ist konservativ und streng. Romeo setzt charmant und frech den Kontrapunkt. Diese Konstellation lässt sich durchaus in die heutigen Probleme sich fremder Kulturen umdeuten. Es funktioniert aber auch eine andere Lesart: Es sind immer die Obermacker, die das Leben ruinieren! Zwar finden die Verliebten Romeo und Julia aus verschiedenen Gründen nicht zusammen, aber eine Hauptschuld trägt Obermacker Tybalt (überzeugend: Milan Maláč) (…). Die Figur (…) bringt (…) die Gegenwart ebenso gut ins Bild: Die Obermacker haben das Zeug, alles kaputt zu machen - das ist zu beobachten in der Weltpolitik wie in der derzeitigen deutschen Gesellschaft. Pöbeln, provozieren, nur die eigene Meinung gelten lassen und Anderen drohen, das hat nie zu etwas Gutem geführt. ‚Romeo und Julia‘ führt das vor Augen - wenn auch sehr poetisch. Und da sind wir bei der Tradition.
Die Geschichte wird trotz Gegenwartsbezug kaum verfremdet, der Zuschauer erkennt mühelos, was in der Tragödie gerade los ist. Zudem wird, für Chemnitzer Verhältnisse ganz selten, auch auf der Fußspitze getanzt. Das lässt den Tanz federleicht wirken, schön im wahrsten Sinne des Wortes. (…) ‚Romeo und Julia‘ zeigt Massenchoreografien, lässt aber auch Raum, um Charaktere vorzustellen - darunter Romeos Freunde, überaus agil getanzt von Raul Arcangelo, Ivan Cheranev und dem Breakdancer David Neubert.
Der Fokus aber liegt auf Julia. Und Natalia Krekou führt ihre Entwicklung vom naiven Kind über eine liebende bis hin zur verzweifelten Frau famos vor - mit Anmut, Kraft und einer Mimik, die der einer Schauspielerin in nichts nachsteht. Ohne zu zögern glaubt man ihr das verspielt tänzelnde Mädchen; die sich in ganz großen Augen spiegelnde Verliebtheit in Romeo (ebenfalls ausdrucksstark: Jean-Blaise Druenne); die Hingabe an ihn in den intimen Tänzen der Beiden; den Widerstand gegen die Eltern; das Fallen und Sterben zum Schluss.
Auch Ballettdirektorin Sabrina Sadowska tanzt als Julias Mutter mit. Die Begründung ist eher selten: Cannito sagt, er wolle die Mutter Julias mit einer Tänzerin im authentischen Alter besetzen. Meist geht es im Theater aber nicht um Alters-Authentizität, sondern um künstlerischen Ausdruck - den Sadowska als liebende, genervte und verzweifelte Mutter gleichwohl drauf hat. Es passt auch das Maß: Sie ist in Schrittfolgen und Hebungen eingebunden und repräsentiert so die stolzen Capulets.
Nicht zu vergessen: die Musik! Die Chemnitzer Robert-Schumann-Philharmonie spielt die wunderbare Ballettmusik von Sergej Prokofjew unter Leitung eines wie immer enthusiastisch wirkenden Felix Bender.
Für das gesamte Team gab es sehr viel Applaus und viele Bravo-Rufe.

Katharina Leuoth

Die „Morgenpost Chemnitz“ schreibt am 16.04.2018

Eine traurig-schöne Geschichte, die zu Herzen geht: ‚Romeo und Julia‘ erlebte eine umjubelte Premiere (…).
Luciano Cannito hat die Geschichte als Ballett (Musik: Sergej Prokofjew) auf die Bühne gebracht: Modern, kurzweilig und trotz der Dramatik erfrischend heiter. Klassisch-traditionell und auf Spitze zeichnet er die Familie Capulet. Im Gegensatz dazu steht das Volk, sowie Romeo und seine Freunde, die freier und wilder sind. Aus einer Rauferei wird da schnell ein Breakdance-Battle.
Das gesamte Ensemble ist bestens aufgelegt und liefert von der ersten Minute an eine großartige Leistung ab. Allen voran Natalia Krekou und Jean-Blaise Druenne, die als Julia und Romeo das ganze Spektrum an Emotionen hineinlegen. Als Bösewicht glänzt Milan Maláč und als Romeos Freunde begeistern Raul Arcangelo und Ivan Cheranev das Publikum. Einen ganz besonderen Auftritt legt Ballettdirektorin Sabrina Sadowska als Julias Mutter hin.
Kaum hatte sich (…) der Vorhang geschlossen, brandete auch schon der Applaus auf. Am Ende gab es dann noch stehende Ovationen.
(…)

Victoria Winkel

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