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© Nasser Hashemi
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Der Nussknacker

Ballett von Sabrina Sadowska nach der Erzählung von E. T. A. Hoffmann
Musik von Peter Tschaikowsky

Welches Ballett könnte passender für die Weihnachtszeit sein als Der Nussknacker und welches Premierendatum wäre idealer als der Vorabend des ersten Advent? Die Ballettdirektorin Sabrina Sadowska und das Ballett Chemnitz bringen gemeinsam mit der Robert-Schumann-Philharmonie dieses Lieblingswerk vieler Ballettfreunde als Neuproduktion ins Chemnitzer Opernhaus. Dabei wird die Geschichte der Stadt eine nicht unerhebliche Rolle spielen: Sabrina Sadowska, gebürtige Schweizerin, die seit 2013 in Chemnitz lebt, war von Anfang an fasziniert von der Kulturgeschichte dieser Stadt, von den vielen Künstlern, die das Leben vor allem im 20. Jahrhundert geprägt haben, aber auch von der Industriegeschichte, von der großen Zahl an Erfindungen und davon, wie sich Industrielle schon damals für die Kulturförderung engagierten. Warum ihnen also nicht ein Denkmal auf der Bühne setzen, sich auf künstlerische Art vor ihren großartigen Leistungen verbeugen, zumal Tschaikowskys Vorlage einen idealen Rahmen dafür bietet?

Folgen Sie uns also auf eine Zeitreise ins Jahr 1904, zu einer Familie, die den Heiligen Abend in geselliger Runde mit befreundeten Künstlern, Fabrikanten und Wissenschaftlern verbringt. Die Erwachsenen erfreuen sich am Punsch, die Kinder an den Geschenken. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei dem Nussknacker zuteil, einem Geschenk von Patenonkel Drosselmeier – für die kleine Marie Liebe auf den ersten Blick. Sie muss ihn vor den neidischen Zugriffen ihrer Altersgenossen schützen und erlebt mit ihm zwischen Traum und Wirklichkeit aufregende Abenteuer im sächsischen Erfinderland …

Als Peter Tschaikowsky 1892 die Musik zu diesem Ballett komponierte, ahnte er sicher nicht, welche Freude kleine und große Zuschauer auch mehr als 125 Jahre später am federleicht-perlenden Tanz der Zuckerfee, am träumerisch-schwingenden Blumenwalzer und all den anderen bunten musikalischen Ideen haben würden.

Fr
31.
Januar
Ballett
19:00 Uhr

Matinee der Opernballettschule

Die Opernballettschule stellt ihr Können unter Beweis

Es ist in den letzten Jahren zu einer schönen Tradition geworden, dass sich die jungen Talente der Opernballettschule in einer eigenen Veranstaltung auf der Bühne des Opernhauses präsentieren. Ob unter dem Titel Erste Schritte, In 80 Tagen um die Welt, Cinderella oder Pinocchio: Stets haben die ca. 150 Nachwuchstänzerinnen und –tänzer ihrer Begeisterung intensiv Ausdruck verliehen. Neben den ganz Kleinen, die gerade mit dem Tanzen begonnen haben, treten auch Kinder und Jugendliche auf, die schon länger dabei sind und bei diversen Produktionen neben den Mitgliedern der Chemnitzer Company bereits auf der Bühne standen. Traditionell sind auch die Teilnehmer der Opernballettschule für Erwachsene zur Matinee zu erleben.
So
02.
Februar
Ballett
11:00 Uhr
© zenna.de

Romeo und Julia

Ballett von Luciano Cannito nach William Shakespeare
Musik von Sergej Prokofjew

Kaum eine Geschichte berührte über die Jahrhunderte hinweg so sehr wie die von Romeo und Julia. Unauslöschlich ist ihr Kampf um die Erfüllung ihrer Sehnsüchte in das kulturelle Gedächtnis eingegangen und bewegt noch immer Menschen jeder Generation.

Romeo Montague und Julia Capulet, Nachkommen zweier verfeindeter Familien, verlieben sich Hals über Kopf ineinander und besiegeln ihre Liebe mit einer heimlichen Hochzeit. Doch nicht nur die geplante Vermählung der jungen Braut mit einem Grafen bedroht ihre Liebe. In einem Kampf kommt Romeos Freund Mercutio ums Lebens – eine Tat, die Romeo blind vor Wut ebenso blutig vergilt. Nur eine Flucht könnte die beiden aus den schicksalhaften Verwicklungen führen. Doch die Geschichte nimmt ihren unbarmherzigen Lauf.

William Shakespeares Tragödie inspirierte unzählige Künstler zu eigenen Werken und Adaptionen – so auch Sergej Prokofjew. Der russische Komponist schuf eine packende Ballettmusik, die einen wichtigen Höhepunkt in seinem Schaffen darstellt. 1938 in Brünn uraufgeführt, wurde die Komposition zu einem der größten Klassiker der Ballettmusik.

Der renommierte italienische Choreograf und Regisseur Luciano Cannito brachte 2018 seine legendäre Fassung des Shakespeareschen Klassikers, welche bereits im Teatro Massimo in Palermo das Publikum mitgerissen hat, auf die Bühne der Oper Chemnitz. Er zeigt dabei ein Ballett, das durch seine Zeitlosigkeit aktueller ist denn je: Die vorurteilsbeladene Begegnung mit dem Anderen prägt unsere Gegenwart und droht Gemeinschaftlichkeit zu zerbrechen. Cannito war Ballettdirektor am Teatro Massimo in Palermo, dem größten Theater Italiens und dem drittgrößten Europas, und leitete Kompanien in Neapel, Bari und Rom. Er hat bereits über 60 Ballette choreografiert und inszeniert, die an renommierten Bühnen und auf einer Vielzahl von Festivals in Europa, Asien und in den USA zu sehen waren.

Die Vorstellung am 2. Februar 2020 beginnt nicht, wie ursprünglich angegeben, um 18.00 Uhr, sondern erst um 19.00 Uhr.

So
02.
Februar
Ballett
19:00 Uhr

MILI[TANZ!]

Tanzstück von Samuel Mathieu
URAUFFÜHRUNG

Acht Frauen bewegen sich im wechselnden Rhythmus. Auf einer Skala von sehr langsamen Schritten bis zum schnellen Rennen. Sie entwickeln dabei emotional intensive Körperwelten, die ein breites Spektrum an Assoziationen freigeben. Im Vordergrund steht ein Tanz, in dem intime und soziale Gesten aufeinandertreffen, um Momente eines utopischen Zusammenseins zu bewirken; eine Art Aufstand, den die Frauen initiieren. Diese bewegte Körperlandschaft bringt folgende Fragen auf: Was geschieht, wenn sich Menschen zusammentun und sich daraus eine Gemeinschaft entwickelt? Wie lässt sich diese neue Ordnung formulieren, eine Ordnung, in der es mehr Gleichheit und Solidarität geben könnte? Könnte man sich vorstellen, dass gerade Frauen in dieser Umwälzung eine führende Rolle erlangen?

Auf der Grundlage solcher Überlegungen lässt Samuel Mathieu einen weiblichen Refrain entstehen, der eine zeitgenössische Welt in voller Veränderung nährt und hinterfragt, beansprucht und verursacht. Anhand kontinuierlicher Bewegung, die gleichzeitig Verzögerung und Wiederherstellung von Figuren ist, offenbart sich die Suche nach kollektiven Gesten, welche den Eindruck eines uniformen Körpers provozieren. Wir sind mehrere, dennoch fühlen wir uns als ein Körper, so lässt sich die choreografische Spirale in Worten fassen und als wiederholte tänzerische Phrase versinnlichen. Dennoch, der Gleichschritt und Einklang sind fragil und alles zerbricht mit der Hinwendung zur eigenen, durch individuelle Codes geformte Körpersprache.

Eine ähnliche Auseinandersetzung mit fluiden Geschlechtsidentitäten bestimmte auch Mathieus Soloarbeit „Frau Troffea“ (2019). Während hier der Fokus ein männlicher Körper war, entwickelt „Mili[tanz]“ das Bild eines femininen Ensembles, welches ebenso fluid ist und konservative Darstellungen von Mann und Frau unterwandert. Mathieus choreografisches Modell von geschlechtlicher Differenz eröffnet somit eine Aussicht auf Möglichkeiten der Tanzdarstellung, die über gängige Konzeptionen von Geschlecht hinausgehen. Die Strategien der Verschiebungen brechen grundsätzlich mit dem Konstrukt der binären Auffassung von Mann/Frau und entfalten Räume für nicht-konforme Verhaltungsweisen. Indem jede der Formen – Geschlecht, Zeit, Raum, Bewegung – als festgefügter Typus verweigert und vielmehr in ihrer Prozesshaftigkeit betont werden, veranschaulicht der Tanz flüchtige Identitätskonzepte. Wie in einem Forschungslabor examiniert Samuel Mathieu die Potentialität einer affektiven Bewegungssprache, die zu einer geschärften und veränderten Wahrnehmung von Tanz führen. Auf diese Weise entfaltet die Choreografie einen experimentellen Raum für die Stichprobe einer anders- und neuartigen Körperwerdung.

Sa
15.
Februar
Ballett
20:30 Uhr
© shutterstock.com

Ballet au lait

Geheimnisse der Welt des Tanzes

08.12.2019: Wenn Mäuse tanzen
Märchen gehören zur Weihnachtszeit genauso dazu wie Lebkuchen, Schneeflockenwirbel und Kerzenschein. Eine besonders wichtige Rolle spielen darin zumeist Tiere, die den Guten hilfreich zur Seite stehen, dem Glück auf die Sprünge helfen oder auch einfach nur zum Schmunzeln bringen. Auch im Ballett dürfen Tiere natürlich nicht fehlen (man denke nur an Das Dschungelbuch oder Der Nussknacker) und so weiß Ballettdirektorin Sabrina Sadowska ein Lied davon zu singen – oder besser Mäuseschritte zu tanzen, was es heißt, die tierischen Rollen liebevoll mit Leben zu füllen. Was Hund, Katze und Maus sonst noch mit dem Ballett zu tun haben und warum Kinder auf der Bühne genauso eine wichtige Rolle spielen, berichtet sie in Wenn Mäuse tanzen in der Reihe Ballet au lait am 8. Dezember um 10.30 Uhr im Ballettsaal.

Nächster Termin: 23.02.2020
 

So
23.
Februar
Ballett
10:30 Uhr

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