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© Dieter Wuschanski

Einsame Menschen

Drama von Gerhart Hauptmann nach der Fassung von Michael Thalheimer
unter Mitarbeit von Oliver Reese

Die Familie: Ein Refugium. Ein wärmender Schutzraum, ein Bollwerk in Zeiten des Leistungsdrucks. Ein Ort des Rückzugs und der Geborgenheit. Doch die Familie, das ist auch: Enge. Unfreiheit. Ein Nährboden für tiefe Verletzungen. Mit Gerhart Hauptmanns Einsame Menschen spürt Regisseurin Nina Mattenklotz der Entstehung von Einsamkeit und Kommunikationslosigkeit, von Sprachlosigkeit und Vereinzelung im nächsten Familienkreis nach. Dabei scheint das Glück von Johannes und seiner Frau Käthe zunächst recht idyllisch: eine junge Familie, der Sohn ist gerade geboren – doch die Freude will sich nicht einstellen. Johannes steckt mit seiner Arbeit in einer Schaffenskrise. In Käthe findet er nicht die Partnerin mit der er darüber reden könnte. Käthe wiederum steckt in einer tiefen Kindbettdepression – ein Tabuthema unserer Gesellschaft. So kann auch sie darüber nicht reden. Die Eltern von Johannes versuchen mit aller Kraft die Fassade der guten Familie aufrecht zu halten. Doch mehr als hilflose Versuche, die brüchige Beziehung mit guten Ratschlägen und alten Floskeln zu kitten, bringen sie nicht zustande. Eines Tages steht überraschend die junge und emanzipierte Studentin Anna Mahr vor der Tür, die auf der Durchreise nach Zürich Johannes‘ Freund, den Maler Braun, besuchen will. Johannes bittet sie zu bleiben. Schnell erweist sie sich für Johannes als wichtige Gesprächspartnerin, eine ersehnte Verwandte des Geistes. Doch anstatt Anna als Eindringling zu betrachten, als konkurrierende Frau, die die Familienidylle zu bedrohen scheint, untersucht Mattenklotz mit ihr den „Einbruch des Fremden“ und so auch die Möglichkeit, alte Lebensformen zu hinterfragen und neue auszuloten. Gerhart Hauptmanns Einsame Menschen entstand 1891 in einer Zeit des industriellen und kulturellen Wandels, in der gesellschaftliche Positionen und soziale Systeme im Um- und Aufbruch waren. Die damit verbundene Verunsicherung und notwendige Neuorientierung untersucht Hauptmann im Kern einer Familie. Und weil die Familie der engste Bezugskreis ist, tritt in ihr die wachsende Entfremdung umso schmerzlicher zu Tage.
Do
21.
März
Schauspiel
19:30 Uhr
© Dieter Wuschanski

Die vier Himmelsrichtungen

Ein Spiel über Leben und Zufall von Roland Schimmelpfennig
STUDIOINSZENIERUNG

Vier Menschen treffen scheinbar zufällig aufeinander. Ein Mann aus dem Norden verunglückt mit seinem LKW und verliert eine ganze Ladung Modellierballons im Straßengraben. Ein zweiter, von Süden kommend, hofft mit ihnen auf eine bessere Zukunft. Beide verlieben sich in dieselbe Frau, eine Kellnerin mit Locken wie Schlangenhaaren, die der Wind aus dem Westen zu ihnen getragen hat. Mit einem Mal hat das Schicksal ihre Lebenswege untrennbar miteinander verbunden. Einer wird am Ende des Tages nicht mehr leben. Doch das weiß nur Madame Oiseau, die Wahrsagerin, die einst mit Schnee und Eis aus dem Osten kam, sich fort sehnt und doch nicht fliegen kann. Roland Schimmelpfennig zählt zu den erfolgreichsten und meistgespielten Gegenwartsautoren. Die vier Himmelsrichtungen entstand in Kooperation mit dem Deutschen Theater Berlin und wurde 2011 in der Regie des Autors bei den Salzburger Festspielen uraufgeführt. Wie in einem Puzzlespiel verschachtelt er Sehnsüchte und Ängste seiner Figuren, lässt sie in Monologen kreiselnd aufeinanderprallen und entfaltet einen poetischen Sog, der auf essentielle Themen und Fragestellungen unserer Zeit zielt – nach einem eigenen Platz in der Welt, in der alles möglich scheint, der Sehnsucht nach Liebe oder dem Kampf um das Leben und nicht zuletzt den Träumen, die so schmerzlich mit unseren Entscheidungen verbunden sind. Erneut kooperieren wir für diese Produktion mit den Studierenden des Masterstudienganges Bühnenbild_Szenischer Raum der TU Berlin. Unter Leitung des TU-Dozenten Norman Heinrich entstehen während des Sommersemesters 2018 mögliche Bühnen- und Kostümbildentwürfe, von denen dann ein Konzept ausgewählt und für die Studioinszenierung realisiert wird. In der Spielzeit 2018/2019 setzen wir die jahrzehntelange Studiotradition am Schauspiel Chemnitz fort. Vier Studierende der mit uns kooperierenden Hochschulen aus Linz und Zürich sowie der Universität in Osijek werden als Teil unseres Ensembles lernen und sich auf ihr Berufsleben vorbereiten. Neben der Studioproduktion sind sie in unseren Schauspielinszenierungen zu sehen und präsentieren eigene Arbeiten im Rahmen der NACHTSCHICHT-Reihe auf dem weg sowie zum NONSTOP FESTIVAL 2019! In Kooperation mit:
TU Berlin Mit freundlicher Unterstützung: 
Do
21.
März
Schauspiel
20:00 Uhr
© Arnold Bagdasar

JOAQUÍN RODRIGO

Joaquín Rodrigo – Der Junge, der von Musik träumte

Die berührende musikalische Geschichte „Der Junge, der von Musik träumte“ erzählt von dem spanischen Komponisten Joaquin Rodrigo, der als dreijähriger Junge erblindet. Fortan begleitet ihn die Musik wie ein Freund durch alle Höhen und Tiefen des Lebens und erleuchtet die Dunkelheit, die ihn umgibt, mit den schönsten Farben. Er erfüllt sich seinen Traum und wird ein berühmter Komponist. Seine Musik schafft es sogar bis zu einer Reise auf den Mond! Joaquin Rodrigos Lebensgeschichte steht für die Kraft, die von Musik ausgeht, und ermutigt, an sich zu glauben und nicht aufzugeben, wenn es schwierig wird.In Kooperation mit der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresdenfür Klasse 4-6
Fr
22.
März
Philharmonie
10:00 Uhr
© Kirsten Nijhof

Die Fledermaus

Operette von Johann Strauß
Libretto von Carl Haffner und Richard Genée

Gabriel von Eisenstein hat vor einiger Zeit seinen Freund, den Notar Dr. Falke, nach einem Faschingsball blamiert. Nun will sich Falke an Eisenstein rächen und inszeniert eine Revanche, die mit ihren Irrungen und Wirrungen nicht nur das Gefühlsleben Eisensteins durcheinander bringt. Er lädt Eisenstein auf einen Ball ein und präsentiert ihm dort eine feurige ungarische Gräfin. Eisenstein tappt prompt in die Falle und erkennt viel zu spät, dass sich hinter der Maske der schönen Ungarin seine eigene Frau verbirgt … „Die Fledermaus ist so klassisch wie der Nibelungenring Wagners.“ Mit diesen Worten beschrieb der Dirigent Hans von Bülow jenes Werk, das als die Operette schlechthin gilt und sich seit mehr als 140 Jahren ungebrochener Beliebtheit beim Publikum erfreut. Dabei waren sich die Wiener anfangs uneins darüber, ob sie die dritte Operette ihres geliebten „Schani“, wie Johann Strauß Sohn genannt wurde, gut finden sollten oder nicht. In einem Artikel im Wiener Fremdenblatt war zu lesen: „Ein starkes Stück Frivolität muss man freilich in Kauf nehmen; wenn zum Beispiel ein fremder Mann in Gegenwart der von ihm verehrten Frau den Rock auszieht und sich in den Schlafrock des ausgegangenen Hausherrn wirft, oder wenn ein ordentlicher Gentleman auf dem Maskenballe dicht an den Busen seiner Dulcinea geschmiegt mit der Uhr ihre Herzschläge abzählt. So finden wir das mehr gemein als pikant.“ Johannes Pölzgutter, der Regisseur der neuen Chemnitzer Fledermaus, stammt aus Wien. Er sammelte erste Theatererfahrungen an der Wiener Volksoper und am Luzerner Theater, bevor er als freischaffender Regisseur für verschiedenste Musiktheaterproduktionen verantwortlich zeichnete. So inszenierte er Werke wie Händels Alcina, Donizettis Don Pasquale, Rimski-Korsakows Der goldene Hahn, Verdis Falstaff, Puccinis La Bohème und Madama Butterfly, Madernas Satyricon sowie Sondheims Sweeney Todd.
Fr
22.
März
Oper
19:00 Uhr
© Dieter Wuschanski

La Strada. Das Lied der Strasse

Schauspiel nach dem Drehbuch von Federico Fellini, Tullio Pinelli und Ennio Flaiano
Für die Bühne adaptiert von Gerold Theobalt

Gelsomina – wie schön das klingt. Gelsomina di Constanza. Das ist ihr Name. Von der Mutter hat sie ihn bekommen und die Mutter verkauft sie für ein paar tausend Lire an diesen fremden Mann. Mit ihm, dem Zampano, zieht sie von Dorf zu Dorf, von Stadt zu Stadt, von einem staubigen Jahrmarkt zum nächsten, mit diesem Haudegen von Zampano, diesem Jahrmarktskünstler, diesem ungebärdigen Tier, das mit jeder Frau vögelt und von sich selbst nichts weiß. Mit ihm schläft Gelsomina, ihn hasst sie, von ihm lernt sie Trompete spielen, von ihm wird sie geschlagen. Und eines Tages sieht sie einen Engel, weit oben. Es ist der Seiltänzer Matto, der bald sterben wird, dem Himmel so nah. Gelsomina wird sich entscheiden müssen: Geht sie mit ihm oder bleibt sie bei Zampano, dessen grobschlächtige Hilflosigkeit ihre Mission geworden ist. Federico Fellinis berühmter Film sorgte 1954 für einen Skandal, denn er ließ sich nicht einordnen. Die italienischen Neorealisten lehnten ihn ab, in Frankreich wurde er berühmt und in den USA 1957 mit einem Oscar geehrt. Die Welt der detailgenau fotografierten Drehorte mag inzwischen vergangen sein, doch die Poesie der Geschichte, die hart gefügten Widersprüche, das nahe Beieinander von trostloser Armut und seelischer Fülle, von bedrückender Realität und der traumleichten Fantasie des Jahrmarkts erscheinen absolut zeitlos. Genau wie die kraftvollen Figuren: Ohne ein Zuhause treiben sie durch eine unbarmherzige Welt, immer auf der Suche nach etwas Herzenswärme, nach einem Ort zum Lieben.
Fr
22.
März
Schauspiel
19:30 Uhr

Ticket-Aktion zum Sommertheater-Verkaufsstart

Karten für "Die kleine Hexe" ab 21. März buchbar - mit Überraschung

Die kleine Hexe: Magda Decker. Foto: Nasser Hashemi

Auch 2019 gibt es unser Sommertheater auf der Küchwaldbühne. Titelheldin des diesjährigen Open-Air-Stücks ist Die kleine Hexe aus dem berühmten Kinderbuch von Otfried Preußler. Ein Jahr lang gibt sie sich alle Mühe, damit sie die Prüfung besteht und zur Walpurgisnacht mit den anderen Hexen hexen darf. Premiere feiert das Kinderabenteuer am 22. Juni.

Der Verkauf für die Vorstellungen beginnt in vier Tagen, am 21. März. Unser Angebot: Zu jedem Erwachsenen-Ticket, das Sie vom 21. bis zum 30. März kaufen, bekommen Sie eine Kinderkarte gratis – nur in unseren Vorverkaufsstellen.

Abschied von zwei Inszenierungen

„Die Räuber und „Sieben Geister“ am 20. März zum letzten Mal

"Die Räuber": Szene mit Philipp von Schön-Angerer. Foto: Dieter Wuschanski
"Sieben Geister": Szene mit Magda Decker. Foto: Dieter Wuschanski
Von zwei Inszenierungen im Schauspiel Chemnitz heißt es am Mittwoch, 20. März 2019 Abschied nehmen – Sie haben die Wahl. Um 19.30 Uhr stellt auf der Großen Bühne im Schauspielhaus zum letzten Mal Friedrich Schillers Drama Die Räuber die aktuelle Frage: Wie kann idealistischer Protest gegen ungerechte Zustände Raub, Gewalt und Mord rechtfertigen? Um 20.00 Uhr im Schauspielhaus-Ostflügel: das Gewinnerstück des Chemnitzer Theaterpreises für junge Dramatik 2018, Sören Hornungs Sieben Geister. Anhand dreier Generationen einer Familie spannt es einen Bogen von 1945 bis heute und zeigt, wie erst auf einer Beerdigung ein Jahrzehnte langes Schweigen durchbrochen wird: über das Kriegsende, den Aufbau der DDR und einen Tod an ihrer Grenze.

Guillermo García Calvo dirigiert Gedenkkonzert für Montserrat Caballé in Barcelona

"The Smile Of Montserrat Caballé" am 12. April 2019

Guillermo García Calvo. Foto: Nasser Hashemi

Guillermo García Calvo, Generalmusikdirektor der Oper Chemnitz und der Robert-Schumann-Philharmonie, wird am 12. April 2019, 20.00 Uhr im Gran Teatre del Liceu in Barcelona das Gedenkkonzert „The Smile Of Montserrat Caballé“ als Hommage an die am 12. April 1933 in Barcelona geborene und am 6. Oktober 2018 in ihrer Heimatstadt verstorbene legendäre Sopranistin dirigieren.

Die außergewöhnliche Sängerin mit ansteckend herzlichem Temperament verzauberte mit ihrer filigranen Stimme weltweit Millionen Menschen mit einem unglaublich vielseitigen Repertoire, das mit etwa 90 Opernpartien von Gluck über Mozart, wiederentdeckte Belcanto-Opern und Richard Strauss sowie hunderten von Liedern bis hin zu ihrem legendären Auftritt mit Freddy Mercury zur Eröffnung der Olympischen Spiele 1992 in ihrer Heimatstadt mit dem Titel „Barcelona“ reichte.

Kollegen und Freunde, die während der beispielhaften, 55 Jahre währenden Karriere von Montserrat Caballé auf den großen Opern- und Konzertbühnen der ganzen Welt mit ihr zu erleben waren, werden bei diesem Konzert live unter der dem Dirigat des Spaniers Guillermo Garcia Calvo auftreten, darunter José Carreras, Jaume Aragall, Joan Pons, Al Bano, Paata Burchuladze, Begoña Alberdi, María Gallego und Josep Bros.

Weitere namhafte Wegbegleiter wie Plácido Domingo, Riccardo Muti, Zubin Mehta, Roberto Alagna und Juan Diego Flórez werden Videobotschaften übermitteln. Das Gedenkkonzert wird live im spanischen Fernsehen übertragen.

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