Spielplan

Malala

Mi
30.
August
Schauspiel
Angebot für Pädagogen

Malala

Ein Klassenzimmerstück für Kinder ab 10 Jahren
Mit Seraina Leuenberger
Mobile Produktion

 
 

Am 9. Oktober 2012 wird die junge Pakistanerin Malala Yousafzai auf ihrem Schulweg überfallen und niedergeschossen. Die Fünfzehnjährige hatte sich den Taliban widersetzt, die Mädchen verbieten, zur Schule zu gehen. Wie durch ein Wunder kommt Malala mit dem Leben davon. Als im Herbst 2013 ihr Buch Ich bin Malala erscheint, ist die Resonanz enorm: Weltweit wird über ihr Schicksal berichtet. Im Juli 2013 hält sie eine beeindruckende Rede vor den Vereinten Nationen. Barack Obama empfängt sie im Weißen Haus, und im Dezember erhält sie vom Europäischen Parlament den Sacharow-Preis für geistige Freiheit, verliehen. 2014 erhält sie den Friedens Nobelpreis. Malala Yousafzai lebt heute mit ihrer Familie in England.

Malalas Geschichte bietet eine spannende und tiefreichende Grundlage, um über virulente Themen und Fragen unseres gesellschaftlichen Miteinanders ins Gespräch zu kommen: Was heißt es eigentlich seine Stimme zu erheben und für was. Wo nehme ich den Mut her? Wie entscheide ich was wichtig ist? Was bedeutet Heimat? Was bedeutet fremdsein? Was ist, wenn die Heimat zur Fremde wird, weil radikale Gruppen humanistische Grundwerte zerstören? Was bedeutet eigentlich Wissen und Bildung für uns, wie wichtig oder selbstverständlich ist das für uns? Mit diesen Fragen und Gedanken haben sich die Regisseurin Ulrike Sorge und die Schauspielerin Seraina Leuenberger auseinandergesetzt und eine spannende Gedankenreise erarbeitet. Seit dem 9. März haben Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, an dieser Reise teilzunehmen, denn die Produktion ist mobil und für jedes Klassenzimmer geeignet.

Das Stück und die anschließenden Gesprächsrunden werden von unserer Theaterpädagogin Denise von Schön-Angerer begleitet, so können die angesprochenen Themen Alter entsprechend aufgefangen und diskutiert werden.

Spielort:Schauspielhaus - Ostflügel
Spielzeit:50 min
Altersempfehlung:ab 10 Jahren
Premiere:09.03.2017
Mi, 30. August | 20:00 Uhr  
ausverkauft

Bilder zum Stückes

Bilder

Inszenierungsteam des Stückes

Inszenierungsteam
Regie / Spielfassung / Kostüm Ulrike Sorge

Regieassistenz / Theaterpädagogik Denise von Schön-Angerer

Dramaturgie Kathrin Brune

Besetzungsliste des Stückes

Besetzungsliste

Pressestimmen zum Stück

Pressestimmen

Die „Freie Presse“ schreibt am 10.03.2017

Wenn das Theater ins Klassenzimmer kommt

Vor den Augen der Schüler wird aus einer Schauspielerin das pakistanische Mädchen Malala. Von dessen Schicksal können sie Einiges lernen.

Es braucht nur einen pinkfarbenen Schal, damit aus Seraina Leuenberger das Mädchen Malala wird. Immer, wenn sich die Schauspielerin den Schal als Kopftuch umlegt, ist sie für die Schüler einer sechsten Klasse des Andrégymnasiums das Mädchen aus Pakistan, das sich für die Rechte von Kindern einsetzt und 2014 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde. Die Schüler haben (…) die Premiere der mobilen Jugendproduktion der Theater Chemnitz erlebt. Mobil, weil Schulen sie buchen können (…).

In Jeans, Turnschuhen und Batman-Shirt begibt sich die Schauspielerin auf eine Reise durch Malalas Leben – kraftvoll, mitreißend, intensiv. Ausgangspunkt ist das Attentat auf die Schülerin, die sich weigerte, dem Befehl der Taliban, nicht mehr zur Schule zu gehen, zu folgen. Sie wird angeschossen und wacht in einem Krankenhaus im englischen Birmingham wieder auf. Wie fühlt sich das für das Mädchen an? Was hat es getan, dass ein erwachsener Mann soviel Angst vor ihr hat, dass er glaubt, auf sie schießen zu müssen? Für diese Fragen nimmt Leuenberger das Kopftuch immer wieder ab und blickt mit ihren eigenen Augen auf Malala. Auch die Schüler bezieht sie mit ein. Sie fragt sie zum Beispiel, ob sie wissen, was ihre Vornamen bedeuten und erklärt, wie Erdbeben entstehen. Die Schüler erfahren, dass die Vorboten der Taliban nach einem Erdbeben in Malalas Tal kamen, unter dem Vorwand, helfen zu wollen. Die Verantwortlichen für Missstände stellten sie öffentlich bloß und sicherten sich so die Zustimmung der schweigenden Masse. ‚Das funktioniert überall – auch in Deutschland‘, sagt die Schauspielerin als sie selbst.

Mit Themen wie Taliban, Kopftuch und Flucht werden die Schüler nicht allein gelassen. Nach der 45-minütigen Arbeit von Seraina Leuenberger, die die Produktion gemeinsam mit Regisseurin Ulrike Sorge erarbeitet hat, übernimmt die Theaterpädagogin Denise von Schön-Angerer. Sie fragt die Kinder unter anderem, wofür es sich lohne zu kämpfen. Gegen Armut, Rassismus und Ungerechtigkeit, lauten ihre Antworten.

Jana Peters
Startseite
Suche Zusatzinformationen
Teilen
nach oben eine Seite zurück

Was suchen Sie?

Suche schließen
Exit
nach oben eine Seite zurück