Harold und Maude

von Colin Higgins. Deutsch von Udo Birckholz


Schauspielhaus, Große Bühne


Premiere: Samstag, 30.06.2012, 19.30 Uhr



Harold Chasen ist ein eigenwilliger junger Mann mit außergewöhnlichen Hobbys: Er geht liebend gerne auf Beerdigungen, und wenn er nicht auf Friedhöfen ist, dann inszeniert er in effektvollen Auftritten seinen Selbstmord - gern auch im Kreis der Familie.

Seine Mutter hat über die Zeit gelernt, das zu ignorieren. Allerdings hat sie zwischen ihren diversen Massage- und Friseurterminen auch wenig Zeit, sich darüber Gedanken zu machen. Der Therapeut Dr. Mathews bringt sie schließlich auf die Idee, bei einer Partneragentur eine Frau für Harold zu bestellen.


Harold aber begegnet auf einer Beerdigung einer gleichgesinnten Seele - der 79-jährigen Maude, einer energiegeladenen Dame mit einer faszinierenden Persönlichkeit. Maude steht für ihre Überzeugungen ein, sie kämpft mit unerschütterlicher Freundlichkeit gegen Ungerechtigkeit und Verbohrtheit. Harold ist fasziniert von ihrem unkonventionellen Lebensstil, und Maude bringt ihm bei, jeden Tag aufs Neue das Leben zu entdecken - und keine Angst zu haben vor dem Unbekannten.


Die drei Kandidatinnen, die die Partneragentur schickt, haben gegen Maude keine Chance: Harold vertreibt sie mit bizarren Selbstmordsimulationen - und macht stattdessen Maude einen Heiratsantrag. Aber Maude ist eine starke Frau, die mit ihren Prinzipien auch vor sich selbst nicht Halt machen will: Ihr 80. Geburtstag, so hat sie vor Zeiten beschlossen, soll ihr letzter sein ...


Zum Abschluss der Spielzeit zeigt das Schauspiel eine der außergewöhnlichsten, aber auch berührendsten und stärksten Liebesgeschichten überhaupt, deren Verfilmung zum Kultfilm avancierte. Eine exzentrische, eine ergreifende Komödie - und mit der Figur der Maude gelang Colin Higgins gleich in seinem ersten Stück das Portrait einer Persönlichkeit, die mitten ins Herz trifft. Ein Plädoyer für Toleranz und Mut, das keinen kalt lässt. In der Rolle der Maude: Ellen Hellwig.


Es inszeniert Christian Brey, nach der Erfolgskomödie „Der nackte Wahnsinn“ in der vergangenen Spielzeit zum zweiten Mal in Chemnitz, wiederum im Team mit der Ausstatterin Anette Hachmann. Und für Harolds Spezialeffekte verfügt das Schauspielhaus Chemnitz mit seinem Rüstmeister Klaus-Dieter Beyer über einen absoluten Experten auf dem Gebiet der Theatertricks.


Altersempfehlung: ab 12 Jahren