Carsten Knödler

Schauspieldirektor


Er absolvierte ein Chemiestudium, bevor er zu den künstlerischen Wurzeln seiner Familie zurück kehrte und sich an der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« in Leipzig zum Schauspieler ausbilden ließ. Die letzten zwei Jahre seiner Ausbildung führten ihn wieder in seine Geburtsstadt Dresden an das Studio des Staatsschauspiels. Nach Gastengagements war er acht Jahre als Schauspieler und Regisseur fest am Theater Chemnitz tätig. Wichtige Inszenierungen in dieser Zeit waren »Der Untergang des Hauses Usher« nach E.A. Poe, »Die Hexenjagd« von A. Miller, »Effi Briest« nach Fontane  und »Süßer Vogel Jugend« von T. Williams mit Katja Paryla in der Titelrolle.


Ab 2003 war Carsten Knödler freiberuflich tätig und inszenierte an einer Vielzahl von Theatern in ganz Deutschland, so am Staatsschauspiel Schwerin, am Pfalztheater in Kaiserslautern, in Gera, Greifswald, Rudolstadt, Heilbronn, Neustrelitz, in Leipzig und am Staatsschauspiel Dresden.


Neben großen literarischen Stoffen interessierte ihn spartenübergreifend auch die kleine, experimentelle Spielform. Immer wieder führte ihn die künstlerische Arbeit mit dem Komponisten und Musiker Steffan Claußner zusammen. Gemeinsam untersuchten Sie die Möglichkeit der Verbindung von Schauspiel, Musik sowie Bewegung und Tanz.


Auf der Suche nach bewegenden Stoffen, die für die Bühne umgesetzt werden können, schuf Carsten Knödler eine Vielzahl von eigenen Bearbeitungen und Stückfassungen. Bei den Verlagen Whalesongs/ Hartmann und Stauffacher und Felix Bloch Erben liegen unter anderem seine Fassungen von »Effi Briest«, »Cyrano de Bergerac«, »König Artus« und »Wer einmal aus dem Blechnapf frisst«. Immer wieder arbeitet er dabei mit der Dramaturgin Claudia Philipp zusammen.


Seit 1997 hat Carsten Knödler einen Lehrauftrag an »seiner« Leipziger Hochschule. Mit zahlreichen Studenten erarbeitete er Monologe, Szenen, das Sommertheater und organisierte mehrfach das ZAV-Vorspiel.


Von 2009 bis 2013 leitete er als Schauspielintendant des Gerhart - Hauptmann – Theaters Görlitz Zittau den Standort Zittau. Er blickt insgesamt bislang auf rund 40 Regiearbeiten zurück.