Schauspieldirektor

Enrico Lübbe wurde 1975 in Schwerin geboren. Von 1993 bis 1999 studierte er Kommunikations-, Medien- und Theaterwissenschaft an der Universität Leipzig, von 1998 bis 1999 war er Regieassistent am Schauspiel Leipzig. Er assistierte unter anderem Wolfgang Engel, Armin Petras und Thomas Bischoff.
Nachdem er 1999 am Schauspiel Leipzig sein Regiedebüt mit „Disco Pigs“ von Enda Walsh gegeben hatte, war er in Leipzig von 2000 - 2004 fester Hausregisseur und inszenierte dort unter anderem "Romeo und Julia" von William Shakespeare, Arthur Schnitzlers "Liebelei", "Die Glasmenagerie" von Tennessee Williams und "Übergewicht, unwichtig: Unform" von Werner Schwab. Anschließend inszenierte er als fester Hausregisseur am Neuen Theater Halle ("Kabale und Liebe" von Friedrich Schiller, "Plötzlich letzten Sommer" von Tenessee Williams).
Enrico Lübbe arbeitete als freier Regisseur unter anderem am Schauspiel Köln ("Vor dem Ruhestand" von Thomas Bernhard), am Staatstheater Stuttgart ("Volksvernichtung oder Meine Leber ist sinnlos" von Werner Schwab, Samuel Beckett "Glückliche Tage", "Der Passagier" von Ulrike Syha), am Schauspiel Magdeburg ("Fräulein Julie" von August Strindberg, "Antigone" von Sophokles) und am Staatstheater Nürnberg ("Pornographie" von Simon Stephens, "Motortown" von Simon Stephens, "Eine Familie" von Tracy Letts). 2006 gab er sein Opern-Regie-Debut ("The Lighthouse" von Peter Maxwell Davis). Von der Fachzeitschrift "Theater heute" wurde Lübbe mehrfach als einer der besten Nachwuchsregisseure des Jahres nominiert.
Enrico Lübbe inszeniert kontinuierlich im Team mit Torsten Buß (Dramaturgie/ Regiemitarbeit) und den Ausstattern Michaela Barth, Sabine Blickenstorfer, Bianca Deigner, Henrik Ahr, Hugo Gretler und Etienne Pluss.
Seit der Spielzeit 2008/2009 ist Enrico Lübbe Schauspieldirektor in Chemnitz. Er eröffnete seine erste Spielzeit mit "Endstation Sehnsucht" von Tennessee Williams. Es folgten "Antigone" von Sophokles, "Der Gott des Gemetzels" von Yasmina Reza sowie "Drei Schwestern" von Anton Tschechow. In der Spielzeit 2009/2010 erarbeitete er Goethes "Urfaust" und Ödön von Horvàths "Glaube, Liebe, Hoffnung". Zur Eröffnung der Spielzeit 2010/2011 folgte Büchners "Woyzeck".
Seine Arbeit als Gastregisseur am Staatstheater Nürnberg setzte Enrico Lübbe in den Spielzeiten 2008/09 und 2009/10 fort. 2010 erhielt er auch eine Einladung des Bayerischen Staatsschauspiels München und inszenierte dort am Residenztheater mit großem Erfolg "Rose Bernd" von Gerhart Hauptmann. Zu Beginn der Spielzeit 2011/2012 wird er am Schauspiel Frankfurt "Die Räuber" erarbeiten. Es folgt Bellinis "Norma" an der Oper Dortmund.
Der Chemnitzer Schauspieldirektor Enrico Lübbe wurde in der Reihe "Hoffnungsträger 2011" des Südwestrundfunks vorgestellt. Das Porträt finden Sie HIER.