Glaube Liebe Hoffnung

von Ödön von Horváth. Unter Mitarbeit von Lukas Kristl

Weimarer Republik, Weltwirtschaftskrise, irgendwo in Süddeutschland: Das Fräulein Elisabeth hat gehört, dass man im Anatomischen Institut schon zu Lebzeiten für 150 Mark den eigenen Körper der Wissenschaft verkaufen kann. Exakt die Summe, die sie braucht, um den Wandergewerbeschein zu erlangen, der wiederum Voraussetzung ist für ihre geplante Selbstständigkeit. Leider handelt es sich um eine Fehlinformation, aber dafür begegnet Elisabeth dem Vizepräparator – und der verliebt sich in sie und will ihr helfen, ebenso wie später der Polizist Alfons Klostermeyer ...


Es entwickelt sich ein Reigen der besonderen Art - bestückt mit Figuren, die vor allem eines interessiert: Das eigene Überleben in Zeiten der wirtschaftlichen und sozialen Krise. Eine Folge kleiner, skizzenhafter Szenen wird zum Kaleidoskop einer bedrohten Gesellschaft, in der das Fräulein Elisabeth versucht, nicht unterzugehen.


Horváth, einer der prägendsten Dramatiker des 20. Jahrhunderts, wurde berühmt für die messerscharf beobachtete und hochsensible Sprache, die er seinen Figuren ersann. Eine Sprache, in der das Ringen um Selbstbehauptung und Zuversicht ebenso fassbar wird wie die Fragilität einer Gesellschaft, in der das Vertrauen auf „Glaube Liebe Hoffnung“ nurmehr mühsam aufrecht zu erhalten ist ...


Dauer: 1 Stunde 20 Minuten / keine Pause


Altersempfehlung: ab 16 Jahren