Einer flog über das Kuckucksnest

Dramatisierung von Dale Wasserman nach dem gleichnamigen Roman von Ken Kesey

Übersetzung von Ingeborg von Zadow


Premiere: Sa, 12. April 2014
Große Bühne


Von den Behörden als Psychopath klassifiziert, wird Randle P. McMurphy vom Gefängnis direkt in die psychiatrische Anstalt verlegt. Dort angekommen, gerät er in das Epizentrum der Macht von Oberschwester Ratched. Sehr schnell bekommt er die physisch und psychisch manipulativen Mechanismen von Überwachen und Strafen zu spüren. Doch der notorische Rebell McMurphy denkt gar nicht daran, sich irgendwelchen rigiden Verhaltensregeln zu beugen, geschweige denn sich ruhig stellen zu lassen. Ganz im Gegenteil, er ernennt sich kurzerhand zum „Oberirren“ und schafft es mit Witz, Charme und Vehemenz, die eingeschüchterten Insassen zum Widerstand gegen den menschenunwürdigen Anstaltstrott zu bewegen. Selbst den angeblich taubstummen Indianer Häuptling Bromden bringt er auf seine Seite und zum Sprechen. Und so werden die therapeutischen Gruppensitzungen zum Machtkampf zwischen Bewachern und Bewachten.


„Einer flog über das Kuckucksnest“ – 1963 am Broadway in New York uraufgeführt – basiert auf dem gleichnamigen Roman von Ken Kesey. Er thematisiert auf eindringliche Art und Weise das Verhältnis einer Gesellschaft zu Außenseitern, Ausrangierten und Träumern. Das vermeintlich humanistische Anliegen, sogenannte „Verrückte“ zu gesellschaftlichem Wohlverhalten zu konditionieren, entlarvt sich dabei als perfides Machtspiel.


Ken Kesey wurde 1959 zu seinem Roman inspiriert, als er in der psychiatrischen Abteilung des Veteranenhospitals im kalifornischen Menlo Park als Aushilfe arbeitete. Interessanterweise diente genau dieses Hospital als Originalschauplatz für den Oscar-prämierten Film von Miloš Forman mit Jack Nicholson in der Rolle des Randle P. McMurphy.


Dauer: ca. 2 Stunden und 30 Minuten / incl. 1 Pause


Altersempfehlung: ab 16 Jahren


Preis: 10,00 bis 18,00 Euro


Pressestimmen zu dieser Inszenierung