Muriel Wenger

Muriel Wenger, zweisprachig aufgewachsen (Berndeutsch/Spanisch), stammt aus der Schweiz. 1994 begann sie ihr Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und Theater Zürich, das sie 1997 mit Diplom und Auszeichnung abschloss.


Die ersten Engagements führten sie ans Schauspielhaus Zürich (unter Gerd Leo Kuck), ans Badische Staatstheater Karlsruhe (unter Pavel Fieber und Peter Schroth) und ans Südthüringische Staatstheater Meiningen (unter Christine Mielitz und Karl Georg Kayser), wo sie verschiedenste Rollen spielte: u.a. Marianne in Horváths "Geschichten aus dem Wiener Wald", Ophelia in Shakespeares "Hamlet", Rosalinde in "Wie es Euch gefällt", Luciana in "Die Komödie der Irrungen", Beatrice in Goldonis "Diener zweier Herren", Luise Miller in Schillers "Kabale und Liebe", Maria Stuart im gleichnamigen Stück, Marie Beaumarchais in Goethes "Clavigo" und Pinocchio in Carlo Collodis bekanntem Märchen.


Folgende Preise konnte Muriel Wenger bisher in Empfang nehmen: Zweimal das MIGROS-Jahresstipendium während des Schauspielstudiums, dreimal den Züricher Oprecht-Preis und den Meininger Paul-Burkhardt-Preis.


Seit der Spielzeit 2003/04 gehört Muriel Wenger zum Ensemble sowohl der Oper als auch des Schauspiels Chemnitz.


Auf der Opernbühne interpretierte sie bereits u. a. Sally Bowles in "Cabaret", Miss Bell und Miss Sherman in "Fame", Fantine in "Les Misérables", Norma Cassidy in "Victor/Victoria", Tod/Kommissar in "FMA - Falco Meets Amadeus", Eliza Doolittle in "My Fair Lady", Zeitel in "Anatevka", Lisa Carew in "Jekyll & Hyde", Zauberin des Nordens („Der Zauberer von Oss“) sowie Cariola („Die Herzogin von Malfi“) und Köchin Kati in „Das Feuerwerk (O mein Papa)“.


Am Schauspiel Chemnitz war sie als Charlotta Ivanowna in Tschechows "Kirschgarten", Freya von Mehrwerth im Musical "Pinkelstadt", als Frau in Dario Fos Tragikkomödie "Offene Zweierbeziehung", Pierrette in der Kriminalkomödie "Acht Frauen" und als Junge Frau in Bert Brechts "Flüchtlingsgesprächen" zu sehen. Es folgten u. a. die Anfissa in Tschechows "Drei Schwestern" (Regie: Enrico Lübbe) sowie die Olga in Jean-Paul Sartres "Die Schmutzigen Hände" (Regie: Kay Neumann). Zurzeit spielt Muriel Wenger als June Carter in „Ring of Fire. Eine Johnny Cash Hommage“ (künstlerische Leitung: Carsten Knödler) und in Woody Allens „Eine Mitsommernachts-Sex-Komödie“ (Regie: Michael Funke).