Klaus Schleiff


Geboren 1939 in Wusterhausen an der Dosse. Nach der Schule Lehre im Stahl- und Walzwerk Brandenburg an der Havel zum Profilwalzer. Daselbst Mitglied im betrieblichen Laientheater. Dann Studium an der Theaterhochschule Leipzig. Festengagements im Friedrich Wolf- Theater Neustrelitz, Hans Otto-Theater Potsdam, Schauspielhaus Erfurt, Schauspielhaus Chemnitz.

Wichtige Rollen waren in der Zeit u. a. Tschumalow in Heiner Müllers „Zement“ (Regie: Ekkehard Kiesewetter) und Baal in Brechts gleichnamigem Stück (Regie: Frido Solter). Für den Baal erhielt er die Helene Weigel-Medaille als beste Darstellung einer Bühnenrolle der Theatersaison 1982/83 verliehen. Weiterhin spielte er den Satin in Maxim Gorkis „Nachtasyl“ (Regie: Peter Kupke) sowie Big Daddy in Tennessee Williams’ „Die Katze auf dem heißen Blechdach". Gastverträge führten in u. a. an das BAT in Berlin (Gottfried Benn in „Doppelleben deutsch“ von Michael Hametner) und das Anhaltinische Theater Dessau (König Lear, Regie: Helmut Straßburger).

Gelegentliche Regiearbeiten u. a. „Die Überquerung des Niagara“ von Alegria, „Das Ende der Welt mit anschließender Diskussion“ von Kopit, „Match“ von Jürgen Groß, „Zwei Krawatten“ von Mischa Spoliansky, „Helden wie wir“ von Thomas Brussig und Kleinkunstprogramme.


Gelegentliche Film- und Fernseharbeit; so u. a. die Hauptrolle in dem DEFA-Film „Drost“ (Regie: C. Dobberke) und im deutsch-amerikanische Fernsehfilm „Der Dritte Weltkrieg“ die Rolle des Oberst Heckert (Regie: Robert Stone).


Seit 1991 war Klaus Schleiff am Schauspiel Chemnitz engagiert und in zahlreichen Rollen zu erleben, u. a. als Shakespeare in Turrinis „Minderleister“ (Regie: Gerd Jurgons), Goebbels in „Magda“ von Gerd Heidenreich (Regie: Hartwig Albiro), Dr. Schön in Wedekinds „Lulu“ (Regie: Reinhard Hellmann), Pastor Manders in Ibsens „Gespenster“ (Regie: Klaus Tews), Fängewisch in Chattens „Unser Dorf soll schöner werden“ (Regie: Bernd-Michael Baier), Schtscherbuk in Griffiths „Piano“ (Regie: Herbert Olschok), Reißner in Wedekinds „Musik“ (Regie: Angelika Waller), Theobald Friedeborn in Kleists „Käthchen von Heilbronn“ (Regie: Manuel Soubeyrand), Jansen in "Spur der Steine" (Regie: Sascha Hawemann) oder als Al Lewis in „Sonny Boys“ (Regie und Bearbeitung: Stefan Schweninger).


Seit Sommer 2008 ist er dem Theater Chemnitz als Gast verbunden und war bisher u. a. zu sehen in:
- "Drei Schwestern" von Anton Tschechow
- "Die schmutzigen Hände" von Jean-Paul Sartre
- "Männer - Ein Stadionabgesang" von Franz Wittenbrink
- "Ladybird" von Wassilij Sigarew
- "Dona Rosita oder Die Sprache der Blumen" von Federico Garcia Lorca
- "Glaube Liebe Hoffnung" von Ödön v. Horváth