René Schmidt

Dramaturg


Der gebürtige Dresdner studierte Schauspiel an der HfMT „F.M.Bartholdy“ in Leipzig, davon zwei Jahre am Staatsschauspiel Dresden. Erste Engagements führten ihn ans Kleist-Theater Frankfurt/Oder und ans Theater Erfurt. Ein misslicher Flug über ein Automobil änderte seine Pläne, er studierte ein zweites Mal: Sprechwissenschaft und Germanistische Literaturwissenschaft an der MLU Halle-Wittenberg sowie an der Åbo Akademi, Finnland. Neben dem Studium arbeitete er u.a. als Trickfilm-Schauspieler (stop motion), Sprecher und Texter diverser Hörbücher sowie als Regisseur frühneuhochdeutscher Dramatik. Mit Studienabschluss wurde René Schmidt als Schauspieler und Dramaturg ans Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau engagiert. Er leitete das (dokumentarische) Projekt „Phänomen Robur“, welches die untergegangene Industriegesellschaft in Zittau reflektierte, entwickelte die musikalischen Hommagen à Johnny Cash und Elvis maßgeblich mit, inszenierte „Der kleine Maulwurf“ nach Zdeněk  Miler, Eric-Emmanuel Schmitts „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“ sowie die dokumentarische szenische Lesung zur Herrnhuter Mission „Terra incognita“. Neben der dramaturgischen Betreuung zahlreicher Inszenierungen des Spielplans koordinierte er die Kooperation mit den in- und ausländischen Partnern des Theaters.
Als Hochschuldozent arbeitete René Schmidt an der Staatlichen Pomoren Universität Archangelsk (Russland), an der Åbo Akademi (Finnland) und an der Hochschule Görlitz/Zittau.
Seit der Spielzeit 2013/14 gehört er als Dramaturg für Schauspiel und Figurentheater zum Leitungsteam des Schauspiels Chemnitz, u.a. gemeinsam mit Kathrin Brune verantwortlich für das Schauspielstudio. In der vergangenen Spielzeit inszenierte er die Studioproduktion „Die Schmerzen der Krieger“ (Oliver Pautsch), 2015/16 entwickelt er mit den Spielern im Ostflügel des Schauspielhauses „Clash of Civilizations“.