Henrik Ahr

Henrik Ahr, geboren 1966, kam nach einer Ausbildung zum Koch und einem Architekturstudium ans Theater. Erste Ausstattungen am Schauspiel Leipzig, für Wolfgang Krause Zwieback, und am Theaterhaus Jena. Mittlerweile lebt Henrik Ahr als freier Künstler in Wien; seit dem Herbst 2010 hält er zudem die Professur für Bühnengestaltung am Salzburger Mozarteum.


Regelmäßige Zusammenarbeit in Schauspiel und Oper mit den Regisseuren Michael Thalheimer (Schnitzlers „Liebelei“ im Jahr 2002 am Thalia Theater Hamburg, eingeladen zum Berliner Theatertreffen, 2004 Hauptmanns „Einsame Menschen“ am Deutschen Theater Berlin, 2005 „Rigoletto“ am Theater Basel, 2006 „Rose Bernd“ von Gerhard Hauptmann, 2007 „Herr Puntila und sein Knecht Matti“ von Bertolt Brecht und 2008 „Hamlet“ von Shakespeare, wieder am Thalia Theater) und Christof Loy („Intermezzo“ von Richard Strauss, Theater an der Wien 2008, Donizettis „Lucrezia Borgia“ an der Bayerischen Staatsoper 2009 sowie 2010 Paul Claudels „Der Tausch“ am Schauspiel Zürich).


Das Bühnenbild für Ödön von Horváths „Glaube Liebe Hoffnung“ 2010 war Henrik Ahrs erste Arbeit am Schauspiel Chemnitz sowie die erste Zusammenarbeit mit Regisseur Enrico Lübbe. Mit dem Bühnenbild zu Büchners „Woyzeck“, wiederum in der Regie von Enrico Lübbe, kehrte Henrik Ahr zur Eröffnung der Spielzeit 2010/11 ans Schauspiel Chemnitz zurück.

Für die Ausstattung der Produktionen im Rahmen des Festivals „4+1“ ("Das Prinzip Meese", "Herr mit Sonnenbrille", "Die Handgriffe der Evakuierung", ein neues Stück) wird es am Schauspiel Chemnitz in der Spielzeit 2011/2012 erstmals zu einer Kooperation mit der Klasse „Bühnengestaltung“ der Universität für Musik und Darstellende Kunst „Mozarteum“ Salzburg kommen. Unter Anleitung des dortigen Professors, des renommierten Bühnenbildners Henrik Ahr, werden die Studierenden in einem dauerhaften Arbeitsprozess mit den Regisseuren Räume für die Inszenierungen erschaffen.