Benefizkonzert

für die Chemnitzer Kinderkrebsstation
So, 26.03.2017, 16.00 Uhr, Kirche im Reha-Zentrum Flemmingstraße


Franz Schubert
Quartettsatz c-Moll D 703


Ludwig van Beethoven
Streichquartett Nr. 16 F-Dur op. 135


Leoš Janáček
Streichquartett Nr. 2 „Intime Briefe“


Robert-Schumann-Quartett:
Hartmut Schill, Violine
Ovidiu Simbotin, Violine
Matthias Worm, Viola
Tilman Trüdinger, Violoncello


Beethoven, Schubert und Janáček – drei der wichtigsten Komponisten, die sich mit der „Königsdisziplin“ Streichquartett beschäftigt und sie ungemein bereichert haben, stehen einander im 5. Kammermusikabend der Robert-Schumann-Philharmonie gegenüber.
Franz Schubert hatte 1816 (da war er 19 Jahre alt) bereits elf Streichquartette komponiert, doch ließ er diese Kunst knapp vier Jahre ruhen, bevor er 1820 ein weiteres Quartett plante und zu schreiben begann. Wie auch die anderen Kompositionen aus diesem Jahr ist der daraus entstandene, einzeln gebliebene c-Moll-Quartettsatz beredtes Zeugnis eines weiteren Reifegrades, präsentiert er doch ein dichtes Stimmungsbild voller Kontraste – vom lyrischen Schmelz bis zur dramatischen Unruhe.


Sechs Jahre später, 1826, entstand Beethovens letztes Streichquartett, ein weiteres Meisterwerk dieser von ihm so hoch gehaltenen Gattung – und zugleich seine letzte vollständige Komposition. Es ist geprägt von einer Reduktion auf das Wesentliche, hat dabei aber einen durchaus heiteren Grundton: Fast könnte man glauben, Beethoven habe eine Art Resümee seiner Streichquartette ziehen wollen.


Der tschechische Komponist Leoš Janáček durchlief einen langen Weg bis zu der Reife, die seine Spätwerke auszeichnen. Seine beiden Streichquartette gehören zu den wichtigsten und schönsten Quartettkompositionen des 20. Jahrhunderts. Inspiriert durch die (platonische) Liebe zur knapp vierzig Jahre jüngeren Kamila Stösslová entwarf der 74-Jährige in seinem Todesjahr 1928 sein zweites Streichquartett „Intime Briefe“ – ein treffender Name für ein Werk, das von Kontrasten und erregender Vielfalt geprägt ist und den Eindruck erweckt, sein Schöpfer habe es spontan und mit großer Emotionalität niedergeschrieben.


Das Programm dieses Konzertes war ursprünglich für den 5. Kammermusikabend der Saison 2015/2016 vorgesehen. Damals konnte es infolge einer Erkrankung nicht aufgeführt werden. Nun spielt es das Robert-Schumann-Quartett als Benefizkonzert für die Chemnitzer Kinderkrebsstation.


Eintritt frei / um Spenden wird gebeten