Michael Heinicke

Michael Heinicke, geboren 1950, studierte zunächst von 1969 bis 1972 Gesang an der Dresdner Musikhochschule bei Prof. Elsbeth Plehn, anschließend an der Musikhochschule Berlin in der Fachrichtung Opernregie.

Entscheidende Anregungen für seine eigene Regiearbeit erhielt er als Assistent bei Harry Kupfer. 1977 ging er als Oberspielleiter des

Musiktheaters an das Stadttheater Freiberg, 1980 in gleicher Funktion zum Deutsch-Sorbischen Volkstheater Bautzen.

Seit 1990 ist er Operndirektor und Chefregisseur an den Städtischen Theatern Chemnitz. Zur Neueröffnung des Chemnitzer Opernhauses 1992 war in seiner Regie Wagners "Parsifal" und Strauss' "Salome" zu erleben. Zu den Höhepunkten seiner Laufbahn zählte die komplette Inszenierung des "Ring des Nibelungen" ("Das Rheingold" und "Die Walküre" 1998, "Siegfried" 1999, "Götterdämmerung" 2000).


Als Gastregisseur war er an verschiedenen Theatern im In- und Ausland tätig. So inszenierte er an der Oper Bonn 1988 bis 1990 mehrere Werke des zeitgenössischen Musiktheaters: "Hunger und Durst" (Dinescu), "Kassandra" (Hamel) sowie "Der König stirbt" (Jestl), des weiteren "Le Nozze di Figaro" (Ottawa 1988), "Mare Nostrum" (Kagel, Dresdner Musikfestspiele 1988), "Il Trovatore" (Deutsche Staatsoper Berlin 1990), "Der Rosenkavalier" (Washington 1995), "Der Schuhu und die fliegende Prinzessin" (Zimmermann, Salzburger Festspiele 1995), "Der Freischütz" (Köln 2007).

Zu den wichtigsten seiner über 100 Inszenierungen zählen darüber hinaus "Carmen" (1993), "The Rake's Progress" (1994), "Tannhäuser" (1995), "Evita" (1996), "La Bohème" (1996), "Die Meistersinger von Nürnberg" (1997), "Fidelio" (1997), "Der Weg der Verheißung" (Weill, 1999), "Fame - das Musical" (Steve Margoshes, 2000), "Turandot" (Puccini, 2001), "Les Misérables" (Claude-Michel Schönberg, 2001), "Der fliegende Holländer" (Wagner, 2002), "Elektra" (Strauss, 2002), "Der Rosenkavalier" (Strauss, 2003), "My Fair Lady" (Lerner/Loewe, 2003), "Tristan und Isolde" (Wagner, 2004), "Arabella" (Strauss, 2005), "Das Mädchen aus dem goldenen Westen" (Puccini, 2005), "Lohengrin" (Wagner, 2006), "Die Hochzeit des Figaro" (Mozart, 2006), "Jekyll & Hyde" (2007), "Aida" (Verdi, 2008) und "Anatevka" (2009). Es folgten "Der Barbier von Sevilla", "Tannhäuser", "Herzog Blaubarts Burg", "Rigoletto", "Nabucco" (in einer Koproduktion mit dem Theater Erfurt), "PlayMe", "Don Giovanni" sowie "Otello". Nach mehr als 26 Jahren verabschiedete sich Michael Heinicke mit seiner neuen "Meistersinger"-Inszenierung 2016 von den Chemnitzern und ihren Gästen.