Werther

Drame lyrique in vier Akten von Jules Massenet
Libretto von Edouard Blau, Paul Milliet und Georges Hartmann

Premiere: 30.01.2016


„Sie liebt mich, sie liebt mich nicht, sie liebt mich …“ – Wer hätte nicht selbst schon einmal eine unerfüllte Liebe durchlebt? Zuerst nur Fantasie, dann elektrisierende Hoffnung, die durch kleinste Signale vom geliebten Gegenüber immer neu befeuert wird. Indizien verdichten sich zur Gewissheit und womöglich zum Glücksmoment gegenseitigen Einverständnisses, bevor der harte Schock eintritt bei der Erkenntnis, dass der oder die Geliebte schon in festen Händen ist. Genauso ergeht es Goethes Werther, jenem jugendlichen Antihelden aus dem berühmtesten aller Sturm-und-Drang-Romane, der an seinen Gefühlen für Charlotte letztlich zerbricht – und sich erschießt.


Der große französische Opernromantiker Jules Massenet, der wusste, dass in diesen Dingen der Weg das Ziel ist, beschäftigte sich ab 1885 mit Werther. Er hatte zu dieser Zeit bereits "Manon" komponiert, ein Meisterwerk der lyrischen Tragödie, und fand in Goethes Briefroman einen wie auf ihn zugeschnittenen Stoff, den ihm Edouard Blau, Paul Milliet und Georges Hartmann zum Libretto einrichteten: Der junge Werther verliebt sich in Charlotte, die ihm dadurch imponiert, dass sie als Älteste von neun Geschwistern die Mutterrolle übernommen hat. Als er sie in der mit äußerst suggestiver Musik herbeigezauberten Mondnacht von einem Ball nach Hause bringt, erfährt er von ihrem Verlobten Albert. Massenet und seine Librettisten zeichnen das Psychogramm dieser Dreiecksgeschichte, die an Charlottes Grundfesten genauso rüttelt wie an Werthers seelischem Gleichgewicht, mit sehnsuchtsvollem Schönklang und konterkarieren das sich entspinnende Seelendrama mit dem heiteren Wesen von Charlottes Geschwistern, die sich auf Weihnachten freuen.


Der Regisseur Anthony Pilavachi, geboren auf Zypern und aufgewachsen in Frankreich mit irischer Staatsbürgerschaft, war 1986  bis 19 95 als Spielleiter am Bonner und anschließend am Kölner Opernhaus. Seitdem hat er über 80 Inszenierungen erarbeitet und wurde mehrfach durch die Fachzeitschrift "Opernwelt" ausgezeichnet. Mit dem Bühnen- und Kostümbildner Markus Meyer hat er bereits mehrfach erfolgreich zusammengearbeitet.


In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln


Einführung 30 Minuten vor Beginn jeder Vorstellung im 1. Rangfoyer 


Dauer: ca. 2 Stunden 45 Minuten / incl. 1 Pause


Altersempfehlung: ab 14 Jahren


Preis: 14,00 bis 38,00 Euro


Pressestimmen zu dieser Inszenierung