Guibee Yang

Die südkoreanische Sopranistin Guibee Yang studierte zunächst in Seoul und anschließend an der Hochschule für Musik und Theater München bei Gabriele Fuchs. Meisterkurse u. a. bei Edith Wiens und Helmuth Deutsch rundeten ihre Ausbildung ab. 2008/2009 gab sie ihr erfolgreiches Debüt am Münchener Prinzregententheater als Rezia in Glucks „Die Pilger von Mekka“. Darüber hinaus sang sie u. a. Fairy Queen (Henry Purcell) und Rose in „Dornröschen“ (Engelbert Humperdinck). 2009 war sie als Aminta („Il re pastore“) am Theater Augsburg und zuvor bereits u. a. als Susanna („Le nozze di Figaro“) und Rosina („Il Barbiere di Siviglia“) in ihrer Heimat zu erleben.


Seit 2010 gehört sie zum Ensemble der Oper Chemnitz und sang bereits Partien wie Morgana („Alcina“), Violet in der Uraufführung von Rezniceks Oper „Benzin“, Gilda („Rigoletto“), Pamina, Isotta  („Die schweigsame Frau“), Schwan („Swanhunter“/DEA), Blumenmädchen („Parsifal“), Amanda („Le Grand Macabre“), Gretel, den Hirten in „Tannhäuser“, Zerlina, Sophie („Werther“), Lucia in „Lucia di Lammermoor“ sowie Armida („Rinaldo“). Außerdem wirkte sie an verschiedenen Konzerten wie Beethovens 9. Sinfonie, „Carmina Burana“ und Strawinskys „Pulcinella“ mit. 2013 sang Guibee Yang die Inès in Meyerbeers Oper „Vasco de Gama“, die als Wiederentdeckung des Jahres 2013 von der Fachzeitschrift Opernwelt gefeiert und deren CD-Aufnahme mit dem ECHO-Klassik prämiert wurde. Außerdem war sie an CD-Einspielungen von Strauss‘ „Die schweigsame Frau“, Rezniceks „Benzin“ und Humperdincks „Dornröschen“ sowie „Paulas reisen“ beteiligt.


Guibee Yang arbeitete u. a. mit Orchestern wie dem Münchner Rundfunkorchester, dem WDR Sinfonieorchester, dem Münchner Kammerorchester und der Neuen Hofkapelle München. Sie ist Preisträgerin zahlreicher nationaler und internationaler Wettbewerbe. Unter anderem erhielt sie beim 15. Internationalen Gesangswettbewerb „Ferruccio Tagliavini“ den Karl-Böhm-Preis, den 1. Preis beim Maria-Caniglia-Wettbewerb sowie jeweils einen 2. Preis beim Wettbewerb „Gian Paolo Cresci“ und beim International Rotary Opera Contest 2013 in Lissabon. 2014 wurde sie beim Internationalen Wilhelm-Stenhammar-Musikwettbewerb ausgezeichnet.


Die Sopranistin gastierte u. a. an Opernhäusern in Nürnberg, Ingolstadt, Bayreuth, Halle, Rudolstadt, Leipzig und Seoul sowie beim Musik Festival Bad Aibling, dem Thurn und Taxis Music Festival, dem Salzach Festival in Salzburg, beim Barock Lust Festival in Bad Reichenhall und  beim Opernfestival in Gut Immling. Eine rege Konzerttätigkeit führt sie in zahlreiche Städte im In- und Ausland. Sie arbeitete mit Dirigenten wie Ulf Schirmer, Helmuth Froschauer, Alexander Liebreich und Antony Hermus zusammen.


2017 wird sie in Jörg Widmanns Oper „Babylon“ in der Partie der Seele im Koninklijk Concertgebouw in Amsterdam unter der Leitung von Markus Stenz zu erleben sein.