Das Opernhaus Chemnitz

Der Theaterplatz mit dem Opernhaus, dem König-Albert-Museum und der Petrikirche gehört zu den schönsten baulichen Ensembles der Stadt Chemnitz. 1909 wurde das Opernhaus eingeweiht. Im 2. Weltkrieg zerstört, konnte es bereits 1951 wiedereröffnet werden. Zu Beginn des Jahres 1988 begann eine umfassende Rekonstruktion des Hauses, die nach mehrjähriger Bauzeit im Jahre 1992 abgeschlossen wurde.


Der Spielplan bietet ein breit gefächertes Angebot für alle Alters- und Publikumsschichten von der klassischen bis zur modernen Oper, von der Operette bis hin zum Musical. Die Pflege des Repertoires, insbesondere der Bühnenwerke von Richard Wagner und Richard Strauss – schon bei der Errichtung des Opernhauses ein erklärtes Ziel der Chemnitzer – ist auch heute selbstverständlicher Programmbestandteil. Zugleich hat die Oper Chemnitz in den letzten Jahren durch die Aufführung unbekannter und selten gespielter Opern wie Mascagnis „Iris“, Nicolais „Templario“, Pfitzners „Rose vom Liebesgarten“, Schrekers „Schmied von Gent“, Rezniceks „Benzin“ und Nicolais „Heimkehr des Verbannten“ überregional auf sich aufmerksam gemacht. Nicht zuletzt daraus resultierte die wiederholte Zusammenarbeit mit führenden Rundfunkanstalten und CD-Labels. Im Januar 2011 wurde die Oper Chemnitz für beispielhaftes Engagement im Bereich Musiktheater mit dem Preis des Verbandes Deutscher Bühnen- und Medienverlage ausgezeichnet. Die Zeitschrift OPERNWELT kürte die Chemnitzer Neuproduktion von Meyerbeers nunmehr vollständig vorliegender Oper „Vasco de Gama“ zur „Wiederentdeckung des Jahres 2013“.


Auch Neues Musiktheater hat in Chemnitz einen hohen Stellenwert. Mit „Paradise Reloaded (Lilith)“ brachte Chemnitz im März 2015 nach „Love and Other Demons“ bereits die zweite Deutsche Erstaufführung einer Oper von Peter Eötvös heraus. Mit der Deutschen Erstaufführung des Musicals „Flashdance“ konnte das Chemnitzer Opernhaus 2014 der Aufführungstradition seiner Musicals einen vielbeachteten Höhepunkt hinzufügen. Der Bereich Kinder- und Jugendoper hat aus der Not einer fehlenden Kleinen Bühne 2015 eine Tugend gemacht: Die „Fünfkistenoper“ führt die Kleinsten unserer Zuschauer an verschiedene Aufführungsorte in den Foyers des Opernhauses. Sie ist zugleich ein äußerst fantasievoller Streifzug durch die Operngeschichte und eine Art Gebrauchsanweisung für das so faszinierende Genre.