Eugen Onegin

Ballett in einer Fassung von Reiner Feistel nach Alexander S. Puschkin
Musik von Pjotr I. Tschaikowsky, Arvo Pärt, Dmitri Schostakowitsch, Aram Chatschaturjan, Jean Sibelius, Andrzej Panufnik und Charles Ives

URAUFFÜHRUNG

Premiere 28.11.2015 


Alexander S. Puschkins berühmte Romanfigur ist mit allen Gaben gesegnet, die ein junger Mann auf dem Weg ins Leben sich nur wünschen könnte. Er ist attraktiv, wohlhabend, gebildet, dazu in einer Großstadt aufgewachsen, die alles bietet, was das Herz begehrt. Und doch trennt ihn vom Glück ein schier unüberwindliches Hindernis: Sein Überdruss, das „Ennui“, die Langeweile. Nichts berührt ihn wirklich, alles glaubt er schon erlebt zu haben, das Leben zieht gleichsam im Plauderton an ihm vorüber. Als er eines schönen Tages auf dem Land von seinem Freund Lenski mit den Schwestern Olga und Tatjana bekannt gemacht wird, ahnt er nicht, welche Mächte er bei letzterer entfesselt. Die junge Tatjana hat sich in eine Romanwelt hineingelesen, die um vieles aufregender ist als das Dasein auf dem elterlichen Gutshof. Das Leben hat sich in ihr bisher nur angestaut; nun glaubt sie, in Onegin den idealen Mann aus ihren Tagträumen gefunden zu haben und schickt ihm nach ihrer Begegnung einen flammenden Liebesbrief. Doch Onegin weist sie hochmütig zurück und sucht weiter nach dem Glück – vergeblich, und nicht ohne Opfer. Auch Tatjana, die als junge Frau im Russland des 19. Jahrhunderts kaum selbstständig Entscheidungen treffen darf, landet durch die Heirat mit dem Fürsten Gremin in einem Leben, das sie nie führen wollte. Erst Jahre später begegnen sich Onegin und Tatjana wieder und begreifen in einem tragischen Moment, was sie aneinander verloren haben …


Alexander S. Puschkin schrieb seinen „Roman in Versen“, "Eugen Onegin", zwischen 1823 und 1830, als er selbst in den Zwanzigern war; das Buch wurde rasch als Meisterwerk erkannt und gilt als authentischer, aber schonungsloser Blick auf die russische Gesellschaft zu seiner Zeit. Reiner Feistel erzählt in seinem Ballett die unerfüllte Liebesgeschichte im Gewand der Entstehungszeit neu und doch zeitlos nach. Die Robert-Schumann-Philharmonie begleitet diesen Abend einfühlsam unter der Leitung von Stefan Politzka mit Werken von Pjotr I. Tschaikowsky – darunter die berühmte Polonaise als einzige Referenz an dessen gleichnamige Oper –, Ausschnitten aus den Ballettsuiten von Dmitri Schostakowitsch, die „Maskerade“-Suite von Aram Chatschaturjan, außerdem Werke von Arvo Pärt, Jean Sibelius, Andrzej Panufnik und Charles Ives.


Einführung 30 Minuten vor Beginn jeder Vorstellung im 1. Rangfoyer


Dauer: ca. 2 Stunden 15 Minuten / incl. 1 Pause


Altersempfehlung: ab 14 Jahren


Preis: 14,00 bis 38,00 Euro 


Pressestimmen zu dieser Inszenierung